Call of Duty WWII und Destiny 2: Activision CEO über Veröffentlichungszyklen und Updates

Post E3-Palaver mit dem Activision CEO Eric Hirshberg – In einem ausführlichen Interview mit gamesindustry.biz hat sich die Galionsfigur des erfolgreichsten Videospiel-Unternehmens der Welt zu den kommenden Shooter-Neuheiten Call of Duty WWII und Destiny 2 geäußert. Dabei sprach er vor allem über verschiedene Arten von Veröffentlichungszyklen und ausschweifende Update-Pläne für das zweite Destiny.

Von Twin Peaks zu Call of Duty

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Hirshberg stammt aus der Marketing-Branche und sorgte in der Vergangenheit vor allem für seine Werbekampagne zur Kultserie Twin Peaks für Aufsehen. Nach einem kurzen Austausch über seine Vergangenheit, wendet sich das Gespräch dem letztjährigen „Flopp“ Call of Duty: Infinite Warfare zu. Das Spiel sei schlichtweg ein Weltraum-Shooter zuviel auf dem Markt gewesen. Den konsequenten Veröffentlichungszyklus der Reihe verteidigt der Amerikaner allerdings vehemente:

Wenn wir es wie bei Call of Duty machen und die Reihe jedes Jahr zurücksetzen, gehen wir das Risiko ein, dass die Spieler uns nicht zum nächsten Teil erhalten bleiben, weil gewisse Features und Errungenschaften nicht von einem zum anderen Ableger weitergetragen werden. Der jährliche Reset gibt uns allerdings auch die Möglichkeit, die Reihe frisch zu halten. So konnten wir etliche neue Ideen in die Spiele einbringen, die nicht möglich gewesen wären, wenn wir das Universum seit 10 Jahren einfach nur weitergeführt hätten.

Natürlich stellt sich nach diesem Statement die Frage: Was hält der CEO vom kontinuierlichen Updates wie sie bei Destiny und dem kommenden Destiny 2 Anwendung finden? Am Beispiel von Call of Duty Black Ops III lässt sich erkennen, dass Activision derzeit gern beide Herangehensweisen miteinander vermischt. So erhält der Shooter auch nach zwei Jahren auf dem Markt den von Fans lange geforderten Zombie-Modus.

CEO verspricht mehr Konsequenz bei Destiny 2

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Warum Destiny in diesem Jahr mit einem zweiten Teil und nicht wie bisher mit Updates fortgeführt wird, erklärt Hirshberg mit folgenden Worten:

Jedes Spiel ist einzigartig und es gibt mehr als nur einen Weg, eine Community aufzubauen. Destiny 2 ist eine Fortsetzung, ein Neuanfang und diese Entscheidung fiel uns nicht leicht. Stattdessen haben wir intensiv darüber nachgedacht, denn in einem langwierigen Universum wie Destiny möchten die Spieler natürlich ihre erspielten Erfolge und Werte für die Ewigkeit behalten. Doch eine solche Langwierigkeit kann neue Spieler auch abschrecken.

Der Unternehmenschef zeigt sich zufrieden in Bezug auf die verschiedenen Update-Modelle, mit Destiny hat er jedoch noch ein Hühnchen zu rupfen. Natürlich spielt er hierbei auf die Phase nach dem Release an, in welcher das Weltraum-MMO mit amtlicher Content-Flaute zu kämpfen hatte. Er verspricht jedoch, dass diese Fehler zum Release des zweiten Teils am 6. September behoben sind und er bereits zusätzliche Teams für Content-Updates angefordert hat:

Bei Destiny 1 haben wir einiges richtig gemacht, aber wir konnten nicht mit den Forderungen nach neuem Content mithalten. So großartig die DLCs The Dark Below, House of Wolves, The Taken King und Rise of Iron auch waren, die Spieler schienen immer hungrig nach mehr. Nach dem Release von Destiny 2 werdet ihr sehen, dass wir zusätzliche Triple-A-Entwickler aus dem Activision-Team mit an Bord haben, die zusammen mit Bungie an weiterem Content für Destiny arbeiten. Dazu gehören auch die DLCS Vicarious Visions und High Moon. Dier zusätzlichen Kräfte werden uns dabei helfen, einen stetigen Strom an Content bereitzuhalten.

Auch wenn wir dem Braten noch nicht ganz trauen, scheint Eric Hirshberg in diesem Interview einige Wahrheiten auf den Tisch zu packen und in gewisser Weise sogar Klartext zu reden. Die letzten Content-Patches zu Destiny stimmen uns friedlich und so warten wir gespannt auf den Release und die ersten Wochen des zweiten Teils.

Destiny 2 erscheint am 6. Septmeber für PS4 und XBox One und am 24. Oktober für den PC

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