Ja, so ist‘s recht! Kneif dich ruhig. Aber das, was du da in deinen Händen hälst ist wirklich das langerwartete Diablo 3. Kein Witz. Die Wartezeit ist vorbei! … ist sie wirklich? Einige Fans würden mir bei dieser Formulierung sicherlich widersprechen wollen. Bereits zum Start am vergangenen Dienstag wurde vielen Spielern der Eintritt in die Welt von Sanktuario verwehrt. „Fehler 37“ hieß es da, hervorgerufen durch überlastete Server.
Der durchaus zu erwartende Ansturm an Spielern sprengte den Kaliforniern also anscheinend die Kapazitäten. Und auch am letzten Sonntag konnten Spieler zwischen 15 und 20 Uhr nicht weiterspielen. Erst kam es zu Fehlern bei den integrierten Erfolgen und wenig später wurden die Server aufgrund der Suche und Behebung von Fehlern vom Netz genommen.
Haters gonna hate Diablo 3
Bevor mit jetzt Volksverhetzung nachgesagt wird: Ich finde Fehler können vorkommen. Mein Lebensmotto „Shit happens“ greift in meinen Augen auch bei dem Release eines der größten Videospiele der heutigen Zeitrechnung. Allerdings kann ich mir nicht schönreden, dass ich ein Spiel käuflich erwerbe, davon allerdings (zeitweise) keinen Nutzen trage. Dank der „Always On“-Politik Blizzards verkommt Diablo 3 im falschen Zeitpunkt zu toter Materie. Und alle so: „I’ve waited for 10 years to play Diablo 3 and all I got was a lousy error 37!”
„Always on“ bedeutet, dass ihr den Titel lediglich dann spielen könnt, wenn ihr mit eurem PC oder MAC auch online seid und euch mit den Battle.net-Servern verbinden könnt. Diese Regulierung betrifft dabei nicht nur Mehrspielerpartien, die zumeist natürlich zwangsweise über das Netz laufen, sondern auch Einzelspieler-Kampagnen. Somit heißt es nicht nur „ohne Moos nix los“: Auch bei fehlender Internetverbindung oder Serverproblemen setzt euch der Blizzard-Türsteher kühl und bestimmt vor die Tür.
An der Tür abgewunken
Wie bereits erwähnt, geht es mir dabei weniger um den Fehler als solchen, als mehr um die Art und Weise, auf der die Käufer zeitweise um ihr Produkt gebracht werden. Das schmerzt besonders bei einem Titel, der eigentlich genauso gut offline spielbar sein müsste. Drehen wir den Spieß einmal um: Was wäre denn gewesen, wenn eure Bank bei der Abbuchung des Kaufpreises eurer Diablo-3-Version einen Fehlercode 37 an Blizzard verschickt hätte und die Gläubiger freundlich aber bestimmt vor die Tür gesetzt hätte? So viel ist an dieser Stelle sicher, das Spiel würdet ihr nicht in der Hand halten.
Im Umkehrschluss ist genau das streckenweise den Diablo-3-Fans passiert. Geld am Eingang abgeben, aber letztendlich doch keinen Einlass bekommen. Aber wieder nicht missverstehen: Auf Blizzard möchte ich an dieser Stelle keinesfalls den Finger als Hauptverantwortlichen richten. Die Intention ist klar und Problemstellung ist klar, möchte man doch schließlich nur Raubkopien und etwaigem anderen Schindluder einen Riegel vorschieben, die den Umsatz schmälern könnten. Doch kann es keineswegs der Weg sein, bei dem Versuch solcherlei Illegalität zu unterbinden, den zahlenden Kosumenten zu prellen. Alles sicherlich nicht brandneue Probleme, Ubisoft, Electronic Arts und Co. können allesamt ebenfalls ein Lied davon singen, aber sollte bei einer Problemlösung immer auch an die Fans gedacht werden.
Kolumne: Diablo 3 – Fehler 37 und Problem Always On,




Heul nicht rum das spiel kostet 45€ ^^
und es ist diablo da guckt man drüber weg
Item Dupe’s wird es nun nicht mehr geben können. In Diablo 2 war es ja eine sehr simple Sache dies zu tun weswegen sie das System komplett auf ihren Servern laufen lassen und somit ein online zwang herscht.
Besser als dauernd gedupte items zu kriegen die nach ner weile ins nichts verschwinden.
Tja das mit dem allways on ist so ne Sache.Man steht beim Boss und zack, ihre Verbindung zum Internet wurde getrennt.Tja heißt von vorne Anfangen-was in normal und Alptraum noch verschmerzlich ist, wird bei Inferno zum Disaster…
Tja dann wohl doch nochmal Torchlight 2 anspielen und vergleichen.
Ich verstehe ja die Beweggründe des Always-On-Zwangs, gerade da Blizzard in Diablo 2 Probleme hatte. Aber zahlende Spieler, auch wenn sie “nur” 45€ gelöhnt haben sollten, kurzzeitig das erworbene Produkt nicht nutzen lassen? Empfinde ich als falsche Lösung. Bei einem MMORPG akzeptiere ich diesen Umstand durchaus, da hier das Spiel ganz eindeutig vom Stand der Server abhängig ist. Aber bei einem Spiel, dass man genauso gut alleine offline spielen könnte?
Ich für mein Teil find es einfach nur mega schwach von Blizzard. Ein Unternehmen das so sehr auf Geld aus ist und dadurch auch, allein durch WoW, Unmengen davon zur Verfügung hat sollte keinerlei Probleme mit sowas wie Serverkapazität haben. Bei mir verfestigt sich da nur wieder viel mehr die Vorahnung, dass einige bei Blizzard denken “Ach die müssen doch keine Gebühren zahlen, also können sie auch eine Weile auf Fehlerbehebungen warten.”
Aber ich gebe zu, ich bin sowieso kein Sympathisant von Blizzard, aufgrund der oben genannten Geldschäffelei.