Rocksmith: Auf Sommertour durch Europa Minecraft: Snapshot 12w21a Download (24.05) - Handelssystem eingeführt

Kolumne: Diablo 3 – Fehler 37 und Problem Always On

Ja, so ist‘s recht! Kneif dich ruhig. Aber das, was du da in deinen Händen hälst ist wirklich das langerwartete Diablo 3. Kein Witz. Die Wartezeit ist vorbei! … ist sie wirklich? Einige Fans würden mir bei dieser Formulierung sicherlich widersprechen wollen. Bereits zum Start am vergangenen Dienstag wurde vielen Spielern der Eintritt in die Welt von Sanktuario verwehrt. „Fehler 37“ hieß es da, hervorgerufen durch überlastete Server.

diablo 3 error 37 server karikaturDer durchaus zu erwartende Ansturm an Spielern sprengte den Kaliforniern also anscheinend die Kapazitäten. Und auch am letzten Sonntag konnten Spieler zwischen 15 und 20 Uhr nicht weiterspielen. Erst kam es zu Fehlern bei den integrierten Erfolgen und wenig später wurden die Server aufgrund der Suche und Behebung von Fehlern vom Netz genommen.

Haters gonna hate Diablo 3

Bevor mit jetzt Volksverhetzung nachgesagt wird: Ich finde Fehler können vorkommen. Mein Lebensmotto „Shit happens“ greift in meinen Augen auch bei dem Release eines der größten Videospiele der heutigen Zeitrechnung. Allerdings kann ich mir nicht schönreden, dass ich ein Spiel käuflich erwerbe, davon allerdings (zeitweise) keinen Nutzen trage. Dank der „Always On“-Politik Blizzards verkommt Diablo 3 im falschen Zeitpunkt zu toter Materie. Und alle so: „I’ve waited for 10 years to play Diablo 3 and all I got was a lousy error 37!

diablo 3 error 37 bild 3„Always on“ bedeutet, dass ihr den Titel lediglich dann spielen könnt, wenn ihr mit eurem PC oder MAC auch online seid und euch mit den Battle.net-Servern verbinden könnt. Diese Regulierung betrifft dabei nicht nur Mehrspielerpartien, die zumeist natürlich zwangsweise über das Netz laufen, sondern auch Einzelspieler-Kampagnen. Somit heißt es nicht nur „ohne Moos nix los“: Auch bei fehlender Internetverbindung oder Serverproblemen setzt euch der Blizzard-Türsteher kühl und bestimmt vor die Tür.

An der Tür abgewunken

Wie bereits erwähnt, geht es mir dabei weniger um den Fehler als solchen, als mehr um die Art und Weise, auf der die Käufer zeitweise um ihr Produkt gebracht werden. Das schmerzt besonders bei einem Titel, der eigentlich genauso gut offline spielbar sein müsste. Drehen wir den Spieß einmal um: Was wäre denn gewesen, wenn eure Bank bei der Abbuchung des Kaufpreises eurer Diablo-3-Version einen Fehlercode 37 an Blizzard verschickt hätte und die Gläubiger freundlich aber bestimmt vor die Tür gesetzt hätte? So viel ist an dieser Stelle sicher, das Spiel würdet ihr nicht in der Hand halten.

diablo 3 error 37 bild diablo

Im Umkehrschluss ist genau das streckenweise den Diablo-3-Fans passiert. Geld am Eingang abgeben, aber letztendlich doch keinen Einlass bekommen. Aber wieder nicht missverstehen: Auf Blizzard möchte ich an dieser Stelle keinesfalls den Finger als Hauptverantwortlichen richten. Die Intention ist klar und Problemstellung ist klar, möchte man doch schließlich nur Raubkopien und etwaigem anderen Schindluder einen Riegel vorschieben, die den Umsatz schmälern könnten. Doch kann es keineswegs der Weg sein, bei dem Versuch solcherlei Illegalität zu unterbinden, den zahlenden Kosumenten zu prellen. Alles sicherlich nicht brandneue Probleme, Ubisoft, Electronic Arts und Co. können allesamt ebenfalls ein Lied davon singen, aber sollte bei einer Problemlösung immer auch an die Fans gedacht werden.