Vor wenigen Tagen noch ist eine ereignisreiche, wenn auch wenig überraschende E3 2012 an uns vorbeigezogen. Die größte Computer- und Videospielmesse der Welt war, wie jedes Jahr, ein mediales Großereignis.Einen Stellenwert, den die Kölner gamescom von Jahr zu Jahr ebenfalls immer mehr einzunehmen schien. Doch nun sägen einige große Namen der Gamesbranche an dem über Jahre aufgetürmten Thron: Nintendo, Microsoft, SEGA, THQ – allesamt geben sie der gamescom 2012 den Laufpass. Bedeutet dass das Aus der deutschen Spielemesse?
Steile Kurve
Die Antwort zeigt in Richtung Gürtel: Man möchte enger schnallenRein statistisch betrachtet, darf sich die Koelnmesse mit ihrer gamescom allemal sehen lassen. Seit ihrer ersten Austragung in Köln 2009 stiegen die Besucherzahlen kontinuierlich an. Die 228.000 Besucher im ersten Jahr, bis hin zu 275.000 gezählten Gästen in 2011 zeigen eindrucksvoll, dass eigentlich alle Zeichen auf Erfolg stehen. Warum sich namhafte Firmen wie Nintendo und Microsoft deshalb nicht blicken lassen wollen, scheint unverständlich. Doch die Antwort zeigt in Richtung Gürtel: Man möchte anscheinend enger schnallen.
Statt also Budget für Messestände, aufwändige Präsentationen und Personal vor Ort auszugeben, möchte man sich lieber auf Vorführungen in kleiner Runde konzentrieren. Medienvertretern, Konsumenten und Handelspartnern bietet man im Rahmen kleiner, lokaler Veranstaltungen einen angemessenen Einblick in die neue Produktpalette. Eine Messe? Völlig überflüssig! So zumindest könnte der Denkansatz der genannten gamescom-Schwänzer lauten. Doch bedeutet dies auch, dass die größte deutsche Spielemesse folglich an Relevanz verliert?
Alter Hut
Das sich die Struktur von Spielemessen verändert, ist eigentlich nichts neues. Ebenso geschehen bei der E3: Zwischen 2006 und 2008 nahm die Bedeutung der Messe rapide ab. Viele Publisher wollten die immensen Kosten der Ausstellung nicht tragen, so dass die E3 gestaucht und in „E3 Media & Business Summit“ umgetauft wurde. Doch zeigte sich schnell, dass die E3 ein enormes Marketingpotential besitzt, dass so in kleinem Rahmen niemals erreicht werden könnte. Das Ende der Geschichte ist die E3 wie wir sie heute kennen: Ein Medienspektakel, das sehr massenwirksam Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Das Ausleiben prominenter Aussteller ist ein herber Schlag für die KoelnmesseWie es bei der gamescom aussehen wird ist zurzeit natürlich schwer einzuschätzen. In jedem Fall ist das Ausleiben prominenter Aussteller ein herber Schlag für die Koelnmesse. Doch sollte man den Schwarzsehern auch nicht zu viel Nährstoff bieten, halten doch viele Publisher weiterhin an der Messe fest, so dass auch dieses Jahr für genügend Schauwerte gesorgt sein dürfte. Doch das die statistisch so starke gamescom dadurch einen Knacks davonträgt, ist nur allzu offensichtlich, weshalb auch die Zukunft der Messe spannend bleibt.




Die gamescom ist von den Dimensionen her für normale Besucher auch gar nicht erlebbar. Zu Tausenden rumstehen und warten, um dann einmal kurz was ansehen oder spielen zu können. Letztes Jahr sind die Leute noch nichtmal alle reingekommen.
Mir fehlt auch eine generelle “Ab 18 Halle”. Viele Games die den erwachsenen Gamer interessieren werden hinter verschlossenen Türen gezeigt, und man muss sich dann erst einmal 5 Stunden anstellen. Das möchte nicht jeder in Kauf nehmen. Dann lieber eine entsprechende Halle und jeder mit dem entsprechenden Alter kann dort einfach zugucken, wenn schon nicht selbst anspielen.
Ich komm immernoch nich damit klar das die Messe umbenannt und von Leipzig nach Köln verlegt wurde. In Le gab es nie Probleme mit irgendwelchen zu hohen Preisen für Stände, Präsis etc, geschweigeden der Besucherzahl. Ich wohne in Leipzig und war ein treuer Fan der hier ansässigen Messe ebenso wie viele andere und jeder ging mit einem absolut überzeugten und positiven Gefühl nach Hause.