„Primeval – Die Rückkehr der Urzeitmonster” Übersicht zur Episode 4.2 Test: Portal 2

regame: Operation Flashpoint Dragon Rising

Aus gegebenem Anlass, da Operation Flashpoint: Red River diesen Monat am 20.04.2011 erscheinen wird, haben wir noch einmal den direkten Vorgänger Operation Flashpoint: Dragon Rising unter die Lupe genommen.

Operation Flashpoint: Dragon Rising erschien am 08.10.2009 für PlayStation 3, X-Box 360 und PC.

Eines vorweg, Operation Flashpoint: Dragon Rising, ist eine knallharte Militär-Simulation und kein gradliniges, flottes actionorientiertes Rumgeballer. Schon der erste Teil mit dem Titel Operation Flashpoint: Cold War Crisis der Entwickler von Bohemia Interactive stampfte das Genre der Militär-Simulation förmlich empor, eine Unterart des Taktik-Shooter Genres. Wobei jedoch der Unterschied darin fest zu machen ist, dass man bei Operation Flashpoint einen besonders hohen Wert auf Realismus legt. Schon bei Operation Flashpoint: Dragon Rising zeigt sich, dass Hobby-Rambos nicht sehr weit kommen können. Dieses Spiel ist dabei klar an Spieler gerichtet, die gerne taktisch und behutsam vorgehen. Wer gerne Taktik-Shooter mit enormen Schwierigkeitsgraden spielt, für den wird Operation Flashpoint: Dragon Rising sicherlich eine Offenbarung darstellen, da die taktischen Möglichkeiten und Finessen enorm variantenreich sind.

Auch die aufstrebende Wirtschaftsnation China wurde von der Weltwirtschaftskrise schwer getroffen. Massenarbeitslosigkeit und eine Gefährdung der politischen Stabilität sind die Folge. Die chinesische Regierung muss handeln. Weil insbesondere ihre inländischen Ölreserven sich dem Ende neigen übernehmen sie die russische Insel Skira mit ihren reichhaltigen Ölreserven. Sie beheben sogar ihr ursprüngliches Eigentumsrecht auf diese Insel, da sie vor vielen Jahrhunderten von China zuerst kolonisiert worden ist. Zwischenzeitlich war sie auch in japanischen sowie russischen Besitz, bis sie nach dem zweiten Weltkrieg endgültig in fester russischer Herrschaft gelang. Aufgrund von vertraglichen Abkommen sieht sich die USA dazu verpflichtet zu intervenieren und Skira zurück zu erobern. So machen sich Kampfverbände der USA auf nach Skira, wo sie mit den zahlenmäßig überlegenden chinesischen Streitkräften der Volksbefreiungsarme (VBA) konfrontiert werden.

Was sich zunächst als ungemein interessanter Aufhänger für eine spannende Handlung herausstellt, entpuppt sich bedauerlicherweise als bloßes und ungenutztes Konstrukt. Außer dem Intro, welches aus animierten und mit Schriften unterlegten Standbildern besteht, bekommt man keinerlei Zwischensequenzen präsentiert. Beginn und Ende einer Mission werden lediglich von auf- und Abblenden begleitet. Das erfolgreiche Beenden der jeweiligen Mission hat nur Einfluss auf die nächste Mission. Muss man z.B. die Flugabwehr in der einen Mission ausschalten, so muss man in der nächsten Mission zusammen mit den Landungstruppen die Insel stürmen. Eine dramatische Handlung bekommt man hier zu keinem Zeitpunkt präsentiert. Auch die Charaktere bleiben vollkommen blass und uninteressant. Man steuert im Laufe des Spiels zwei verschiedene Truppenführer unterschiedlich ausgerichteter Einheiten. Einmal wäre da die Einheit, die sich eher auf das Infiltrieren spezialisiert hat, womit man insbesondere Nachteinsätze ausführt, während auf der anderen Seite die Einheit für das „Grobe“ steht, welche von offenen Gefechten keineswegs verschont bleibt. Charaktere werden auf ihre bloße Funktion reduziert, was letztendlich dazu führt, dass Dramatik zu keiner Sekunde aufkeimt. Doch was Operation Flashpoint: Dragon Rising auf der Handlungsebene falsch macht und strengstens vernachlässigt, macht es auf den restlichen relevanten Ebenen weitestgehend richtig.

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