Test: Der Puppenspieler

Vorhang auf! Mit Der Puppenspieler bietet Sony ein ganz besonderes PS3-Erlebnis für Freunde des gepflegten Jump’n’Runs, ehe die nächste Konsolengeneration unsere Haushalte erobert. Das Spiel entführt euch ins fantastisch-bunte Mondreich, in dem ihr unverhofft zum Helden auserkoren werdet. Denn seit der furchteinflößende Mond-Bärenkönig die Herrschaft an sich gerissen hat, liegt ein finsterer Schleier über der einst so unbekümmerten Welt. Eure Aufgabe ist es, den Bösewicht zu besiegen – und dafür tretet ihr eine abenteuerliche Reise an.

Tanzt, ihr Püppchen, tanzt!

Test: Der PuppenspielerIn Der Puppenspieler schlüpft ihr in die Rolle von Kutaro. Eigentlich ist er ein gewöhnlicher Erdenjunge, doch als das Spiel beginnt, ist er im hölzernen Körper einer Marionette gefangen – so wie die Seelen vieler anderer Kinder. Auf wessen Mist das gewachsen ist? Genau, verantwortlich dafür ist der böse Mond-Bärenkönig. Einst wurde er von der gutherzigen Mondgöttin großgezogen, doch seine Gier machte ihn zu einem Untier. Er vertrieb die Göttin von ihrem Thron und zersplitterte den Mondstein, ohne den sie macht- und hilflos ist. Um seine neu gewonnene Position als Herrscher zu verteidigen, erschuf er eine Armee von Lakaien und machte damit zahlreiche arme Seelen zu seinen Marionetten. Seine ergebensten Diener sind zwölf Generäle: riesige, tierische Ungeheuer, die mit all ihrer Kraft jedem Widersacher den Garaus machen.

Wie Kutaro denn nun zum Helden der Geschichte wird, fragt ihr euch? Ganz einfach. Er wird von der Mondhexe Ezma Potts dazu auserwählt, die Mondsteinsplitter wiederzufinden und dem Mond-Bärenkönig seine unrechtmäßige Herrschaft zu entreißen. Da gibt es allerdings ein anfängliches Problem: Sein Puppenkopf ist ihm abhanden gekommen. Glücklicherweise ist das kein unüberwindbares Hindernis.

Test: Der Puppenspieler

Bloß nicht den Kopf verlieren

Im Lauf des Spiels werdet ihr als Kutaro nämlich sehr viele Köpfe finden, die mal wie ein Stierschädel, mal wie eine Gitarre, mal wie eine Fledermaus aussehen. Sie sind allesamt mit individuellen Fähigkeiten ausgestattet: Mit einigen könnt ihr Bonusstufen freischalten und Extra-Mondsteinsplitter sammeln. andere wiederum erleichtern euch eure Reise auf ihre ganz eigene Weise. Besteht die Möglichkeit, etwas mit einem Kopf anzustellen, blinkt irgendwo im Bild ein entsprechendes Symbol auf und ihr könnt mit einem Tastendruck interagieren. Allerdings funktioniert das nur, wenn der „richtige“ Kopf auf Kutaros Rumpf sitzt. Denn insgesamt kann er drei Köpfe gleichzeitig mit sich herumtragen und beliebig zwischen ihnen hin und her wechseln. Welche Köpfe ihr gerade besitzt, zeigt euch ein Inventar im linken oberen Bildschirmeck an.

Test: Der Puppenspieler

Natürlich bekommt der Mond-Bärenkönig bald Wind davon, dass ihr ihn stürzen wollt. Deshalb sendet er seine kampffreudigen Knechte aus, die euch aufhalten sollen und platziert gemeine Fallen im Mondreich. Im Eifer des Gefechts kann es da durchaus passieren, dass Kutaro getroffen wird und seinen Kopf verliert. In diesem Fall solltet ihr nicht zögern, das wegrollende Ding schnell wieder aufzunehmen! Sonst ist der Kopf nämlich futsch – und das kostet euch eines eurer drei Leben.

Einsammeln kann Kutaro die Köpfe übrigens nicht ohne fremde Hilfe. Hierbei assistiert euch euer Gefährte, dessen Steuerung ihr mit dem rechten Stick übernehmt. Er kann fliegen und erreicht damit Stellen, die außerhalb von Kutaros Reichweite liegen: Schwebende Töpfe, in denen Köpfe versteckt sind, und andere Gegenstände in der Umgebung, aus denen Mondsplitter fallen, wenn ihr sie untersucht. Dieser Gefährte ist anfangs die Katze Ying Yang. Sie diente einst der Mondgöttin und landete nach deren Sturz in der Küche der Mondhexe. Ying Yang bleibt allerdings nicht durchweg an eurer Seite. Schon bald macht Kutaro Bekanntschaft mit der kessen Prinzessin Pikarina.

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Von Akt zu Akt gehangelt

Neben dem Springen ist die magische Schere Calibrus eure wichtigste Methode zur Fortbewegung. Oftmals müsst ihr euch den Weg nämlich freischneiden. Doch Hüpfen und Schnibbeln bleiben bei Weitem nicht die einzigen Optionen, um im Spiel voranzukommen. Das Gameplay ist ausgesprochen abwechslungsreich. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Handlung von Der Puppenspieler in sieben Akten mit jeweils drei Szenen erzählt wird. Am Anfang jeder Szene steht ein Intro, in dem die Stimme eines Erzählers zusammenfasst, was zuletzt geschah und was euch als Nächstes bevorsteht.

Test: Der PuppenspielerBeginnt ein neuer Akt, erlernt ihr zusätzlich eine neue Fähigkeit, sodass irgendwann tatsächlich jeder Taste auf eurem Controller eine Aufgabe zuteil wird. Im jeweiligen Akt ist dann die frisch erworbene Fertigkeit vordergründig für das Überwinden von Hindernissen notwendig: Mal müsst ihr Bomben legen, mal mittels Greifer Umgebungsobjekte zu euren Gunsten verschieben. Seid ihr erst einmal mit der anfangs unpräzise wirkenden, eigentlich aber recht unkomplizierten Steuerung vertraut, erweist sich das als keine allzu große Schwierigkeit mehr. Jede Herausforderung ist ein bisschen anders…so ist langfristiger Spielspaß garantiert!

Nicht nur das Gameplay glänzt durch Vielfalt. Auch die Settings – Kulissen auf einer Bühne – sind von Akt zu Akt verschieden und facettenreich gestaltet. Vom magischen Mondwald über zauberhafte Unterwasserwelten bis hin zur Einöde im Stil des Wilden Westens ist alles dabei. Ihr trefft so manche kuriosen Gestalten, mit denen sich oftmals witzige Gespräche gespickt mit kreativen Wortspielen ergeben. Erfreulich ist die gelungene Auswahl der Synchronsprecher. Manche von ihnen beweisen in den gelegentlichen Musical-Zwischensequenzen sogar ihr Gesangstalent.

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Na, wann isser hinüber?

Bevor am Ende eines erfolgreich absolvierten Levels der rote Vorhang fällt und die nächste Szene startet, steht Kutaro ein Grande Finale mit Bossfight bevor. Auch hier kommt euer Können auf unterschiedliche Weise zum Einsatz. Ein kleines Manko gibt es im Kampf gegen die Endgegner jedoch, denn bei den Bossfights fehlt in unseren Augen eindeutig eine Fortschrittsanzeige. Ohne die habt ihr nämlich keinerlei Überblick darüber, wie kurz ihr vor dem finalen Schlag steht. Das kann frustrierend sein, vor allem dann, wenn ihr Schwierigkeiten habt, einen Gegner zu besiegen und mehrfach von vorne beginnen müsst. Das passiert, wenn Kutaros drei Leben aufgebraucht sind – ohne dass ihr wisst, wie weit der Sieg beim vorherigen Versuch noch entfernt lag.

Test: Der Puppenspieler

Wer Der Puppenspieler nicht alleine zocken will, kann übrigens von einem Zwei-Spieler-Modus Gebrauch machen. Euer Mitspieler steuert Kutaros Begleiter – allerdings mit eher eingeschränkten Möglichkeiten. Er kann die meiste Zeit über lediglich die Umgebung auf Köpfe untersuchen und Kutaro Mondsteinsplitter zuwerfen. Dadurch ist das Spielerlebnis für einen zweiten Spieler eher eine Art „nicht ganz so passives Zuschauen“. Immerhin ist hilfreich, dass er Gegner ein bisschen ablenken und Kutaro damit das Weiterkommen erleichtern kann.

„Redaktions Tipp“-Disclaimer:
Charmantes Jump’n’Run mit reizvollem Setting!

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