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Test: DmC Devil May Cry

Das neue Jahr startet mit einem höllischen Knall. Dämonen-Töter Dante ist zurück. Entwickler Ninja Theory hat dem bekannten Herold dabei einer kompletten Frischenzellenkur unterzogen. Schon zuvor konnte uns das Devil May Cry-Reboot von sich überzeugen (ingame-Vorschau: Bombig!), jetzt verraten wir euch, ob das finale Produkt diesen Eindruck bestätigen kann.

Die Probleme eines Nephilims

Es gibt Dinge im Leben, die man sich selber nicht an den Hals wünscht: Verlorene Kindheitserinnerungen, verschollene Geschwister, Dämonen, die euch aus irgendeinem Grund verfolgen und besondere Kräfte, von denen ihr nicht wisst, warum ihr sie habt. Okay letzteres vielleicht schon, wer möchte schließlich keine Superkräfte besitzen? Doch neben diesen sieht sich unser stark verjüngter Protagonist aber auch mit all den anderen genannten Problemen konfrontiert.

Devil May Cry Screenshot 04

Schuld an allem sind, wie sollte es auch anderes sein, die Eltern. Dante ist das Produkt einer verbotenen Beziehung zwischen dem Engel Eva und dem Dämonen Sparda. Unglücklicherweise war Sparda die rechte Hand des Dämonen-Königs Mundus, der versucht, die Welt zu erobern und die Menschheit zu unterjochen. Mit dem Wissen, dass nur ein Nephilim, ein Mischwesen aus Engel und Dämon, Mundus besiegen kann, setzt er der verbotenen Liebe ein abruptes Ende, tötet Dantes Mutter und versklavt euren Vater.

Zu Beginn weiß Dante aber rein gar nichts von seinem Glück und führt ein raues Leben als Badass mit besonderen Kräften, dem Wissen um Dämonen und der Fähigkeit solche zu erkennen. Dies ändert sich mit dem Erscheinen des Mediums Kate, die Dantes Welt auf den Kopf stellt. Die Kontaktaufnahme ist nicht so zufällig, wie zuerst erwartet. Kate handelt auf Geheiß eures verschollen Zwillingbruders Vergil, der es sich mit Hilfe seiner Untergrundorganisation “The Order” zum Ziel gesetzt hat, Mundus Machenschaften ein Ende zu setzen. Dies rückt das Brudergespan zusätzlich in den Fokus des Höllenfürsten, weshalb sich ein Katz und Maus-Spiel entwickelt. Die Geschichte bietet dabei jede Menge spannender Wendungen und schön herausgearbeitete Charaktere, bei denen uns besonders Mundus und Dante gefallen haben. Interessant wird das Geschehen durch den Mix aus Geschichte und Mythologie, auch wenn erzählerischer Tiefgang trotz der umfangreichen 20 Level nicht erreicht wird und einige Fragen ungeklärt bleiben.

Devil May Cry Screenshot 03

Einmal Limbus und zurück

Der Kampf zwischen den Kontrahenten tobt dabei in zwei Welten: In der Stadt Limbo und der Zwischendimension, dem Limbus. Diesen betretet ihr zum einen durch Portale, aber noch häufiger werdet ihr eher unfreiwillig von Dämonen hineingerissen. Im  Limbus reißt Entwickler Ninja Theory alles aus den Angeln und stellt eure Welt komplett auf den Kopf. Ihr findet euch plötzlich in einer sich ständig verändern Welt wieder, die in ein schaurig schönes Meer aus Formen und Farben getaucht ist – Wände zerbröseln, Brücken bersten und Gebäude zerfallen. Alles wirkt extrem stimmig und ist zudem, bis auf einige merkwürdige Kamerafahrten und minimale Texturschwächen, punktgenau inszeniert.

Devil May Cry Screenshot 06Auch das Design der Charaktere ist auf hohem Niveau und wirkt in Verbindung mit den tollen MoCap-Aufnahmen und dem grandiosen Voice-Acting herrlich belebt. Leider kann hierbei die deutsche Synchronisation, die leider nicht im Spielmenü umschaltbar ist, nicht schritthalten. Diese schwankt stark zwischen “annehmbar” und “sehr enttäuschend”. Besonders gut ist den Entwicklern der Spagat zwischen den Welten gelungen. Veränderungen in der einen Welt ziehen auch immer Wechselwirkungen in der anderen nach sich.

Zusammen mit Dantes Hybridkräften wird so ein einzigartiges Leveldesign geschaffen, an dem ihr aktiv teilhaben müsst. Durch heran- und herausziehen von Plattformen schafft ihr neue Wege zu eurem Ziel. Aber nicht nur das, ihr müsst Dante auch selbst zu Schwung und Sprungelementen heranziehen, um durch die Level zu gelangen. Dieser Mix lässt euren Weg in die Hölle nie langweilig werden. Von Zeit zu Zeit kann es jedoch recht hektisch werden, was in Verbindung mit der komplexen Steuerung bei Anfängern zu Fingerkrämpfen führen könnte. Dafür ist der Erfolgsmoment jedoch umso größer.

Devil May Cry Screenshot 01

Dämonenprügelei mit Druck auf den Ohren

Das eigentliche Herzstück ist jedoch das komplett überarbeitete Kampfsystem von DmC Devil May Cry. Selbiges ist von Beginn an eingängig und actionreich, wird jedoch im Verlauf immer komplexer. Egal ob Engels- oder Dämonenkräfte, jede Seite hat dabei seine eigene Move-List. Der Wechsel zwischen den Kräften geschieht dabei geschwind über die Schultertasten, kann aberbesonders bei Kombinations-Angriffen aufgrund der Komplexität schon mal zum frühen Ableben führen. Für Über-und Unterforderung wechselt ihr dann einfach zwischen den sieben verschiedenen Schwierigkeitsgraden, bei denen sich  Hardcore als auch Gelegenheitsspieler wohlfühlen sollten.

Devil May Cry Screenshot 07Im Kampf greift Dante Gegner zielgerichtet an, ohne sie jedoch zu fixieren. Dies gestaltet die Kämpfe im Vergleich zu den Vorgängern nun deutlich freier und dynamischer, führt aber an seltenen Stellen mit fester Kamera, entweder zu unvorhersehbaren Angriffen der Gegner oder einigen Schlägen ins Leere, die den Spielfluss aber zum Glück nie trüben. Mit den Prügelorgienen geht das Style-System einher, das eure Komboserien bewertet und Punkte vergibt. Im Zusammenspiel mit gefunden Gegenständen, Zeit und weiteren Faktoren ergibt sich am Levelende eine Punktezahl. Je höher die Bewertung, umso höher auch die Belohnungen für den Ausbau eurer Moves, was für jede Menge Motivation und Wiederspielwert sorgt. Als zusätzlichen Anreiz könnt ihr eure errungenen Punkte noch online vergleichen.

Ein spezielles Lob müssen wir Devil May Cry an dieser Stelle für den tollen Soundtrack ausstellen. Der Wechsel zwischen harten Tönen der norwegischen Band Combichrist und dem Drum-’n’-Bass-Trio Noisa geht durch Mark und Bein und führt unweigerlich zu einem Lächeln auf dem Geschicht.

Devil May Cry Screenshot 08

Offizielle Seite: DevilMayCry.com