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Test: Dragon Ball Z für Kinect

Dragon Ball Z für Kinect reimt sich nicht nur, sondern ist auch das erste First-Person-Beat’em-Up der Serie aus dem Hause Namco Bandai. Wer die Serie kennt, der weiß, dass die Kämpfe unendlich actionreich, imposant und vor allem extrem schnell sind. Welcher Dragon-Ball-Fan hat nicht schon vor dem Fernseher gestanden, Son Goku bei einem „Kame Hame Ha“ imitiert und sich gewünscht, dass da wirklich ein mächtiger Energieball aus seinen Händen kommt? In Dragon Ball Z für Kinect habt ihr nun die Möglichkeit, das nachzuholen. Mit unserem Kinectsensor und einer Xbox 360 gewappnet, haben wir uns für euch in den Kampf gewagt. Ob uns das „Kame Hame Ha“ erwischt hat oder doch eine ultra starke „Genkidama“, erfahrt ihr hier!

Wir fliegen immer höher, hier sind wir frei!

Dragon Ball Z fuer Kinect Screenshot 03Das Herzstück des Spiels ist der Story-Modus, in dem ihr die ganze Dragon-Ball-Z-Saga Revue passieren lassen könnt. Doch missversteht das nicht, ihr werdet nicht die ganze Geschichte Schritt für Schritt durchschreiten. Der Story-Modus ist in Kapitel unterteilt, in denen ihr jeweils gegen einen der Obermotze des Mangas kämpft. Es läuft immer nach einem Schema ab: Bevor ihr in den Kampf schreitet, zeigt euch eine kurze Sequenz, was vor dem Kampf geschehen ist. Nachdem ihr euren Kontrahenten besiegt habt, zeigt euch die folgende Sequenz die Geschehnisse nach der Auseinandersetzung. Ihr könntet es auch eine Zusammenfassung aller Höhepunkte der Dragon-Ball-Z-Historie nennen. Die Sequenzen behalten dabei die Spielgrafik bei, die wirklich schön aussieht. Die Cel-Shading-Optik der meisten Dragon-Ball-Spielen wurde beibehalten, die sehr farbenfroh ist und sehr flüssig läuft. Untermalt wird das alles mit einem rockigen Soundtrack und einer gelungenen japanischen Sprachausgabe.

Die englische Synchronisation würden wir eher nicht empfehlen, die japanische hat hier die Nase vorn. Wer die Fremdsprachen nicht beherrscht, wird von deutschen Untertiteln unterstützt. Der Manga der Serie ist die direkte Vorlage des Story-Modus – das bedeutet, dass ihr nicht einfach mit Boo gegen Freezer antreten könnt. Diese Möglichkeit erhaltet ihr in dem sogenannten Punkte-Angriff-Modus. Das Schema ist die Gleiche wie im Story-Teil, nur das ihr dort  die freie Wahl aus über 50 Kämpfern der Z-Saga habt, die ihr nach und nach durch das Abschließen eines Kapitels im Story-Modus freischaltet. Die Punkte, die ihr für Spezialangriffe oder erfolgreiche Combos erhaltet, werden auf einer Bestenliste verewigt, sodass ihr euch mit anderen Spielern durch Highscores messen könnt.

Dragon Ball Z fuer Kinect Screenshot 05

Wir sind bereit, unseren Weg zu gehen

Die Kämpfe in Dragon Ball Z für Kinect sind wirklich sehr authentisch geworden. Im Story-Modus wird euch in sechs kurzen Tutorials beigebracht, wie ihr richtig kämpft. Neben Standard-Nahangriffen, wie einem Kinnhaken oder ganz normalen Tritten, werdet ihr auch um die 100 Spezialattacken der Charaktere selber ausführen können. Jeder der Charaktere hat zwei Special-Moves im Gepäck, die ihr jederzeit im Kampf einsetzen könnt, vorausgesetzt ihr habt genug Energie gesammelt. Bevor ihr beispielsweise ein Kame Hame  Ha ausführen könnt, müsst ihr vorerst in die bekannte Hocke gehen und solange verharren, bis ihr eure Energieleiste vollständig gefüllt habt, um sie dann mit voller Wucht auf euren Gegner zu schießen. Wer nicht mehr weiß, wie ein bestimmter Special-Move funktionierte, dem wird mit einer Anzeige am Bildschirmrand geholfen, die euch die einzelnen Posen zeigen.

Die Spezial-Attacken machen wirklich Spaß, gerade durch die authentische Ausführung und vor allem wegen der imposanten Effekte, die aus ihnen resultierten. Was im Anime schon toll aussah, sieht in diesem Spiel noch besser aus. Euer Bildschirm  explodiert förmlich vor lauter Effekt-Konfetti. Die Kämpfe sind wie gewohnt Lock On, so dass ihr euren Gegner immer im Visier habt. Der Rest der Auseinandersetzungen besteht aus Quick-Time-Events. Greift euch euer Gegner beispielsweise an, erscheint auf dem Bildschirm eine Einblendung, wie ihr den Angriff am besten blocken oder wann ihr einen Gegenschlag ausführen könnt. Diese QTEs beherrschen die Kämpfe zu nahezu 80 %, weshalb ein völlig freies Kämpfen nicht gegeben ist. Doch das ist nicht unbedingt ein Nachteil, sondern eher eine gute Hilfe, den Kampf erfolgreich zu bestehen.

Dragon Ball Z fuer Kinect Screenshot 04

Hier oben kann uns nichts geschehen…

Oder etwa doch? Dragon Ball Z für Kinect ist eine feine Idee von Namco Bandai. Schon in den frühen Neunzigern haben sich Fans mit vollem Körpereinsatz in Dragon Ball Z: Virtual Reality Versus auf dem Sega-System in den Kampf gewagt. Mit dem neuen Teil auf der Xbox 360 hat der Titel einen riesigen Satz nach vorne gemacht, und das erfolgreich. Die Umsetzung ist wahrlich gelungen, das Spiel tut das, was es tun soll. Doch leider fehlt das gewisse Etwas. Zwar hat Namco noch nie in Deutschland oder den USA veröffentlichtes Film-Material draufgepackt, wir hätten uns aber eine größere Modi-Auswahl gewünscht, wie beispielsweise einen Multiplayer-Modus, in dem wir Online gegen andere Spieler antreten können.

Offizielle Seite: NamcoBandaiGames