Resident Evil 6: Neuer Multiplayermodus erlaubt Spieler als Zombies Sleeping Dogs: Neuer Trailer zeigt die blutigsten Kills

Test: Freakyforms Deluxe

Rollenspiele und Shooter gehören heute zu den angesagtesten und beliebtesten Genres der Videospielkultur. Manch einer mag sogar denken, dass durch das ständige Geballer, dem Folgen von linearen Levelverläufen und sich immer häufiger wiederholenden Quests der Spieler intellektuell abstumpft. Mit Freakyforms Deluxe für den 3DS hat sich Nintendo etwas ganz besonderes ausgedacht: Hier steht die Kreativität im Rampenlicht und es geht darum etwas zu erschaffen, anstelle etwas zu zerstören. Wie besonders dieses Spiel ist, erfahrt ihr im Folgenden.

Erstelle deine eigene Welt!

Das Hauptaugenmerk in Freakyforms Deluxe wurde auf die schöpferische Ader des Spielers gelegt. Sowohl die Welt, als auch deren Bewohner kann der Spieler hier selber gestalten. Letztere werden „Formis“ genannt und können durch das Aneinanderfügen von bis zu 20 unterschiedlichen Formen erschaffen werden. Die Menge an verfügbaren Formen ist riesig und zusätzlich stehen auch zahlreiche Werkzeuge zur Verfügung, mit denen diese noch vergrößert, verkleinert und unter anderem auch verzerrt werden können. Mit etwas Kreativität ist es möglich, wirklich einzigartige und fantastische Geschöpfe zu erschaffen. Zugegeben „etwas Kreativität“ ist leicht untertrieben, denn es bedarf doch einiges an Übung und einer regen Vorstellungskraft um die Teile so anzuordnen, dass auch etwas Gescheites dabei herauskommt. Aber zum Glück stehen auch zahlreiche Anschaubilder mit verschiedenen Variationen zur Verfügung, die einem so manch kleinen Denkanstoß geben.

Neben den „Formis“ kann aber auch die Welt, in der diese zu Hause sind, nach den eigenen Präferenzen verändert werden – zumindest bis zu einem gewissen Grad. So können die Farben von Himmel und Erde angepasst und zahlreiche Objekte, wie Bäume oder Häuser, frei gestaltet werden. Die Welt selbst könnt ihr mit eurem Formi zudem selbst erkunden, wenn auch mit einem Zeitlimit. Gesteuert wird das gesamte Spiel fast ausschließlich mit dem Stylus und die Hauptbewegungsart ist dabei das Springen. Mit dem Ziehen des Stylus am Körper des Formi kann Schwung aufgebaut, und durch loslassen der Sprung ausgeführt werden. In der Formiwelt gibt es zahlreiches zu entdecken und zu unternehmen. Es können Früchte von Bäumen genascht, Münzen gesammelt und auch andere Formis getroffen werden, die wiederum kleine Quests parat haben. Allerdings sind diese nicht wirklich einfallsreich und wiederholen sich ständig. Im Großen und Ganzen begrenzt sich das Erkunden auf das Sammeln von Münzen und Eiern, die ebenfalls Münzen oder neue Gegenstände für den Editor beherbergen.

Zusätzlich gibt es noch ein weiteres kleines Gimmick in der Spielwelt. So könnt ihr Dungeoneingang finden, in dem euer Formi gegen andere Formis und einen Endboss in rundenbasierten Kämpfen antreten kann. Die Höhe der vier Attribute eures Formis (Angriff, Abwehr, Tempo und Glück) sind allerdings rein zufälliger Natur und auch während den Kämpfen selbst habt ihr kaum Möglichkeiten zur Einflussnahme, da diese größtenteils selbstständig ablaufen. Im Grunde ist es reine Glückssache ob ihr den Dungeon meistert, insbesondere da jeder einen bestimmten Formi-Typ beherbergt.

Eine nicht ganz so runde Präsentation

So groß die Möglichkeiten im Bereich der Formi-Erstellung auch sein mögen, so muss doch gesagt sein, dass der Weg dorthin sehr langwierig ist. Das Problem ist, dass dem Spieler von Spielbeginn an nur sehr wenige Formen zur Verfügung stehen. An sich wäre das kein großes Problem und ist in heutigen Videospielen auch nichts ungewöhnliches, nur gibt es zwei große Mankos: Zum einen ist das Verhältnis zwischen Aufwand und freigeschalteten Formen einfach nur unverhältnismäßig. Zum anderen stimmt auch die Gesamtpräsentation nicht wirklich. Diese besticht durch die falschen Attribute wie Monotonie und äußerst langweilige Features. Ein paar originelle Spielideen wären hier nicht nur sinnvoll, sondern zwingend notwendig gewesen.

Was man Freakyforms Deluxe allerdings direkt anmerkt, ist, dass die Zielgruppe nicht die des Coregamers, sondern die unserer jüngsten Generation an Spielern gewidmet ist. Denn die grafische Präsentation ist kunterbunt und einfach nur kindisch verspielt. Ebenso fallen die quietschige Pseudosprache der Formis in diese Kategorie.

Was die Musik allerdings angeht, so muss sich der Spieler hier auf Gedudel gefasst machen, das schon nach kurzer Zeit beginnt, negativ aufzufallen. Die „Stummschalt-Option“ ist euer Freund! Gleiches gilt leider bei der 3D-Funktion. Warum fragt ihr? Ganz einfach: Das Spiel verfügt zwar über einen 3D-Modus, doch wird dieser eher schlecht als recht angewandt. Es ist teilweise sogar schwer zu sagen ob diese Funktion überhaupt aktiviert ist, so schwach fällt der letztendliche Effekt aus. Zwar ist der Versuch der Integration lobenswert, aber wenn diese nur durch einen erhöhten Akkuverbrauch auffällt, sollte man sich hier vielleicht die Frage stellen, ob weniger nicht manchmal mehr ist.