Test: Guild Wars 2

Knapp zwei Wochen ist der holprige Start vom MMORPG Guild Wars 2 nun her. Wir haben dem Hoffnungsträger und potentiellen WoW-Konkurrenten für euch genauer unter die Lupe genommen. Typisch für Rollenspiele beginnt euer Guild-Wars-2-Abenteuer mit der Charaktererstellung. Neben Rasse und Klasse könnt ihr Größe, Kleidung und Aussehen den persönlichen Vorlieben anpassen. Dabei stehen etliche Individualisierungsmöglichkeiten zur Auswahl. Von Ganzkörpertätowierungen bis hin zu einem Irokesen-Haarschnitt ist alles im Charakter-Editor zu finden.

Guild Wars 2 Screenshot 03Viel interessanter gestaltet sich jedoch die Wahl von Herkunft und Klasse. Auch hier deckt Guild Wars 2 ein breites Spektrum an Interessen und Vorlieben ab. Bei der Völkerwahl haben wir die Qual der Wahl zwischen den kampflustigen „Charr“, den aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen, dem Volk der Jäger „Norn“, den kleinen aber klugen „Asura“ und den magischen Wesen „Sylvari“. Die wohl schwerste Entscheidung wird aber bei der Klassenwahl gefällt. Acht verschiedene Klassen mit völlig unterschiedlichen Spielprinzipien stehen zur Auswahl. Magier, Krieger, Wächter, Ingenieur, Waldläufer, Nekromant, Dieb und Mesmer.

Alle Rassen besitzen ihre eigene Heimat und Hintergrundgeschichte. Auch in Sachen Gameplay unterscheiden sie sich drastisch, sodass ihr bei jedem Neustart mit einer anderen Klasse auch ein völlig neues Spielgefühl erfahrt. Während der Krieger seinen Feinden beispielsweise mit Schwert und Schild im Kampf begegnet, stellt der Ingenieur seine Geschütztürme auf und der Mesmer begegnet seinen Feinden mit illusorischer Magie. Danach, endlich im Spiel angekommen, erwartet euch eine schick anzusehende Sequenz im Comic-Look, die euch in die Hintergrundgeschichte einführt, den eigenen Charakter vorstellt und mit der Ankunft im Startgebiet endet. In diesem lernen wir die Grundlagen des Spiels. so dass uns zum Beispiel vier Zauber zur Nutzung bereitstehen, die auf die Tasten eins bis vier verteilt sind. Hinzukommen Heilzauber oder Buff- (Stärkung des eigenen oder verbündeten Charakters) und Debuff-Zauber (Schwächung des Gegners).

Die Last der MMO-Arbeiterschicht

Guild Wars 2 Screenshot 01Nach Abschluss des Einsteiger-Levels gelangen wir in die „richtige“ Spielwelt. Diese lädt förmlich zum Erkunden ein. Überall auf der Karte befinden sich Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte und Wegmarken, die als Teleport-Knotenpunkte dienen, dessen Erkundung Erfahrungspunkte einbringen. In der Spielwelt platzierte Späher geben uns Auskunft über die Welt und leiten uns zu erledigenden Aufgaben weiter. Diese sind natürlich ein wichtiger Bestandteil eines MMORPGs. Guild Wars 2 meistert das Quest-Design souverän und überzeugt durch abwechslungsreiche und fesselnde Aufgabenstellungen. Angenommen werden diese übrigens automatisch, sobald ihr euch in die Nahe des Gebiets bewegt, wodurch das Sprechen mit dem Questgeber nicht zwingend erforderlich ist.

Beim Erfüllen der Aufgaben bieten sich euch dabei immer verschiedene Lösungsmöglichkeiten an, was zusätzlich für Abwechslung und Spielspaß sorgt. Für erledigte Quests gibt es neben Erfahrung und Geld auch Karma-Punkte. Diese sind eine neue Art Währung, mit der bei Questgebern oder speziellen Händlern Gegenstände erworben werden können. Im späteren Spielverlauf stehen uns zudem eine Vielzahl von Berufen zur Verfügung, dessen Ausüben Erfahrungspunkte sowie Gegenstände ergeben. Die dafür benötigten Materialien könnt ihr entweder bei Mitspielern kaufen oder selber sammeln. Auf der ganzen Karte verstreut sind nämlich Rohstoffe wie Kräuter und Erze zu finden, die mithilfe von Werkzeugen eingesammelt und verarbeitet werden können. Maximal zwei Berufe können gleichzeitig gemeistert werden.

Chancengleichheit beim Kräftemessen

Guild Wars 2 Screenshot 04Im späteren Spielverlauf und mit ansteigender Spielstufe erwarten euch die ersten Kämpfe gegen größere Gegner entweder in dafür vorgesehenen Leveln oder als zufällig auftauchende Welt-Events. Besonders letztere lockern das Spielgefühl immer wieder auf. Die Kämpfe benötigen taktisches Geschick sowie Teamwork, denn besonders bei den Welt-Events müssen im Team Aufgaben erledigt werden. Auch sonst solltet ihr auf eure Mitspieler Acht geben, ihnen mit Zaubern aushelfen oder gefallene Verbündete wiederbeleben, um den Kampf erfolgreich zu meistern.

Solltet ihr einmal keine Lust mehr auf Monsterjagd haben, so könnt ihr euch in ein PvP-Gebiet begeben. Alle Spieler, die solch ein Gebiet betreten, werden auf die maximale Stufe 80 gesetzt und erhalten eine PvP-Ausrüstung. So ist es im Kampf wesentlich wichtiger, Fähigkeiten geschickt einzusetzen, als sich auf die erspielte Ausrüstung zu verlassen. In den Arealen treten je bis zu acht Spieler gegeneinander an und messen ihre Stärke auf verschiedenen den verschiedenen Karten. Dabei gilt es, Knotenpunkte der Karte zu erobern und anschließend zu halten. Auch dies erfordert Zusammenarbeit zwischen den Spielern – wer verstreut durch die Karte streift wird kaum Aufsicht auf Erfolg haben. Am Ende gewinnt das Team, das schneller das Punktelimit erreicht.

Guild Wars 2 Screenshot 02Eine andere Möglichkeit, sich mit anderen Spielern zu messen, sind die Welt-gegen-Welt-Gebiete. Dort treten, wie der Name bereits vermuten lässt, Spieler verschiedener Welten gegeneinander an und Kämpfen um die Gebiete einer wirklich großen Karte. Das Ganze ist eine Art vergrößertes PvP-Gebiet. Zusätzlich zu den normalen Knotenpunkten gibt es hier wichtige Einrichtungen wie Türme oder Lager, die gehalten werden müssen. Beim Betreten eines Welt-gegen-Welt-Gebietes musstet ihr zu Beginn noch mit stundenlangen Wartezeiten rechnen, mittlerweile löste ArenNet allerdings derartige Probleme und nun geht es bereits nach circa 10 Minuten ab in den Kampf.

Guildwars Fanseite: inGuildwars.de

 

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