Test: Inversion

Namco möchte mit Inversion das Sommerloch füllen, und zielt dabei auf Fans von Gears of War. Ist das Spiel dem Konkurrenten gewachsen, oder wird hier nur der Spielspaß invertiert?Im Spiel übernehmt die Rolle von Davis Russell, seines Zeichens Polizist von Vanguard City. Stets an seiner Seite befindet sich sein Kollege, und bester Freund ,Leo. Beide befinden sich gerade auf dem Weg zu Davis’ Tochter, als die Invasion der Lutadore beginnt. Diese ist auch der Grund, warum sich unser Held mit voller Kraft in den Kampf gegen den übermächtigen Feind wirft.

Das kommt mir irgendwie bekannt vor …

Inversion Screenshot 01… werdet ihr spätestens dann denken, wenn ihr das erste mal einen Blick auf das Standard-Sturmgewehr der Lutadores werfen könnt. Dieses hat nämlich verblüffende Ähnlichkeit mit dem Retro-Lancer aus Gears of War, und auch die humanoiden Lutadores erinnern mit ihrem gebrochenen Englisch stark an die Locust. Außerdem scheinen einige Zwischensequenzen klar vom Konkurrenten inspiriert zu sein. Die Steuerung hält sich dabei an Genre-Standards und die englische Synchronisation auf guten Niveau.

Doch nicht alles an Inversion ist altbekannt. Neu ist zum Beispiel das Hauptelement, der sogenannte Gravlink.  Mit ihm seid ihr in der Lage, die Anziehungskräfte auf Gegenstände zu beeinflussen, und könnt so zum Beispiel Gegner aus der Deckung schweben lassen. Oder ihr erhöht die Gravitation und zwingt damit große Brocken in die Knie. Doch da fängt das Kopieren auch schon wieder an: Die Entwickler bedienen sich nicht nur bei Kollegen, sondern auch am eigenen Code. So seht ihr die meisten Bossgegner mindestens zweimal, und wenn der Schwierigkeitsgrad ansteigen soll, werden halt noch zwei bereits bekannte Feinde dazu gerufen. 

Frustpotential …

Inversion Screenshot 02… bietet Inversion meist aufgrund der künstlichen Interlligenz. Dabei ist vor allem das Verhalten eures Kameraden nicht immer nachvollziehbar. Meist gibt selbiger gerade dann den Löffel ab, wenn ihr eine schwere Passage hinter euch gebracht habt. Das zwingt euch dann, erneut ins Kreuzfeuer zu laufen, um den Kollegen zu retten. Doch auch das Gegneraufkommen im weiteren Spielverlauf spottet jeder Beschreibung. Bosskämpfe werden nicht durch neue Gegnertypen, sondern durch die schiere Masse weitergeführt. Und selbige machen so viel Schaden, dass man kaum von Deckung zu Deckung kommt. Das macht aus den Bosskämpfen frustige Trial-and-Error-Passagen, die sich meist erst beim dritten Anlauf lösen lassen.

Inversion Screenshot 03Aber auch wenn sich nicht alles positiv anhört, versteckt sich hinter Inversion zumeist ein technisch solider Shooter. Die Charaktermodelle sind ansehnlich, die Partikeleffekte wissen zu beeindrucken und in der Schwerelosigkeit umher wabernder Kraftstoff, der bei Bedarf auf den Gegner geschossen werden kann, trägt der Atmosphäre bei. Ein gesondertes Wort sei der Handlung gewidmet. Diese wirkt am Anfang wenig originell, birgt jedoch durchaus Potential. Schade allerdings, dass Inversion dieses Potential gänzlich verschenkt.

Offizielle Website zum Spiel: Inversion.com
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