Test: Lego – Der Herr der Ringe

Star Wars, Indiana Jones, Harry Potter – all diese Blockbuster interpretierten die Macher von Tt Games im LEGO-Universum neu. Da war es nur eine Frage der Zeit bis Peter Jackson’s Trilogie „Der Herr der Ringe“ an der Reihe war. Wir haben uns auf einen Ausflug ins LEGO-steinige Mittelerde gewagt.

Einmal LEGO – immer LEGO

lego der herr der ringe test bild 1Kernpunkt von „LEGO Der Herr der Ringe“ sind die drei epischen Filme von Peter Jackson aus den Jahren 2001 – 2003. Jeder Film wird dabei in 6 Story-Level unterteilt und durchläuft dabei die wichtigsten Handlungspunkte. Zwischen der Geschichte erkundet ihr in einem Open-World ähnlichen Szenario komplett Mittelerde, erfüllt kleine Aufgaben und vertreibt euch die Zeit mit allerlei Sammelobjekten. Das Spiel startet mit dem legendären Prolog und wirft euch direkt in die Schlacht gegen Sauron und seine Schergen. Wie gewohnt herrscht leichtes Chaos auf dem Bildschirm. Dennoch spielt sich „LEGO Der Herr der Ringe“ sehr vertraut und ihr steigt direkt in das gewohnte Schema ein: Hier ein paar Gegner verhauen, da ein paar LEGO-Steine einsammeln, dort ein Schalterrätsel lösen, noch wenig rumhüpfen, zum Anschluss warten bis der Bossgegner einen Fehler macht und ihn dann in seine Spielekisten-Ursprünge zu zerlegen.

Doch auch nach Abschluss der Story-Missionen bleibt noch vieles zu tun: Ihr sucht und kauft allerlei Boni wie neue Charaktere – insgesamt über 80 – oder die bekannten Hilfssteine. Dies geht einher mit dem bekannten Schnellreisesystem, mit dem ihr zu Schlüsselorten reisen könnt, um liegen gebliebene Aufgaben mit neuen Fertigkeiten und Gegenständen neu anzugehen. Habt die Nebenquest erfüllt bietet Lego Herr der Ringe einen guten wiederspielwert da ihr die Geschichte mit den neuen Charakteren und Fertigkeiten wieder neu erleben könnt, um so auch noch die letzten Geheimnisse zu erkunden. Das Prinzip hat sich also wieder einmal nicht verändert, trotzdem hatten wir nie  das Gefühl, nur ein altes Spiel im neuen Gewand zu spielen. „LEGO Der Herr der Ringe“ wartet mit vielen positiven Überraschungen auf und versprüht dabei seinen ganz eigenen epischen Charme. Zudem halten die Zusatz-Missionen und Orte wirklich schöne Überraschungen von besonders Fan der Herr der Ringe Bücher paratlego der herr der ringe test bild 2

Stimme oder nicht Stimme – das ist hier die Frage

Die größte Neuerung ist sicherlich die Sprachausgabe, die Ihre Premiere im letzten Ableger „LEGO Batman 2: DC Super Heroes“ feierte. Im Gegensatz zum Superheld orientiert sich „LEGO Der Herr der Ringe“ sehr stark an der filmischen Vorlage, wodurch sofort auffällt, dass fast alle Charaktere nicht die bekannten deutschen Synchronsprecher haben. Dies stört gerade in den ersten Spielstunden, da sich die Texte sehr dicht an den Wortlaut der Kinofassung halten, wodurch die Verwirrung noch unterstrichen wird. Jedoch sei erwähnt, dass zwei Hauptcharaktere ihrem deutschen Synchronsprecher bekommen haben: Gollum und Legolas. (Ein Zufall, das LEGOlas einen Vorzug genießt?)

lego der herr der ringe test bild 3Dies tut  dem gewohnten Witz der Zwischensequenzen aber keinen Abbruch und hilf beim Verständnis der Handlung, welche bei den stummen Vorgängern manchmal auf der Strecke blieb. Kein Fantasy-Spiel ohne Quests. Ja, ihr habt richtig gelesen: Quests. Diese sind über ganz Mittelerde verstreut. In der Regel beauftragen die Bewohner euch Gegenstände zu besorgen. Für diese Gegenstände müsst ihr erst die Bauanleitungen ausfindig machen und diese beim Schmied gegen vorher gesammelte Steine erschaffen. Die Steine erhaltet ihr für Levelabschlüsse und Sammelobjekte. Die neuen Gegenstände – zum Beispiel eine Schaufel – gehen dann praktischer Weise in euren Besitz über und ihr könnt sie ab sofort benutzen.

Wo ist mein Gefährte?

Wie gewohnt enthält auch „LEGO Der Herr der Ringe“ einen Splitscreen-Modus für 2 Spieler. Dabei kann der zweite Spieler jeder Zeit in das Geschehen mit ein- oder auch wieder aussteigen. In den Story-Levels entsteht dabei eine dynamische Bildschirmtrennung, welche sich nach den Positionen der beiden agierenden Figuren richtet. Seid ihr dicht beieinander, verschwindet die Trennung ganz. Zwischen den Story-Level und beim Erkunden von Mittelerde, dient lediglich ein vertikaler Schnitt zur Trennung, welcher auch nicht bei Annäherung der zwei Protagonisten verschwindet. Auch wenn es nach wie vor kein Online-Koop gibt, waren die Entwickler bei dem Mehrspieler- Modus nicht untätig. Neu sind parallele Handlungsstränge, welche auch in eigentlichen Solo- Einsätzen dem zweiten Spieler eine Aufgabe zukommen lassen. So ist zum Beispiel am Ende des ersten Films ein Spieler damit beschäftigt als Gandalf den Balrog zu bekämpfen während der andere Spieler die restlichen Gefährten aus den Minen von Moria führt. Dies führt zu jeder Menge Abwechslung und bringt zu zweit nach neue Herrausfoderungen mit sich.lego der herr der ringe test bild 4

 

PlayStation 4: Release mit Uncharted 4 und Killzone 4? Xbox 720 / PlayStation 4: Hardware-Details von AMD ausgeplaudert?