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Test: Little Inferno (Wii U)

Der neueste kreative Erguss der Tomorrow Corporation ist ein Kamin für zu Hause. Natürlich keiner aus Stein, Zement und einem Loch, das vorbei an Gemäuer und Dachziegel ins Freie hinausführt, sondern ein solcher aus Bits, Bytes und Pixeln, der mit der Wii U auf euer heimisches TV Gerät gezaubert wird. Das Besondere an diesem Kamin: Mit ihm könnt ihr das machen, was ihr aus kapitalistischen Gründen niemals machen würdet – eure geliebten Schätze und Spielzeuge verbrennen. Doch wo ist der Sinn? Das Spielziel? Und vor allem: Macht es überhaupt Spaß? Was hinter Little Inferno genau steckt, verraten wir euch jetzt!

Asche zu Asche…

little infernoNach dem Spitzenspiel World of Goo sind die Erwartungen an die Tomorrow Corporation groß, was Little Inferno betrifft. Auf die Frage ob der Titel hier anknüpfen kann, gibt es daher auch nur eine Antwort: Nein. Denn Little Inferno ist streng genommen kein Spiel, viel mehr ein digitales Kunstwerk. Dem Spieler wird hier eine Geschichte präsentiert, in der das Little Inferno Entertainment Fireplace die Hauptaufmerksamkeit erhält. So schaut der Spieler stets nur in diesen kleinen Kamin und kann dort alle möglichen Sachen hineinwerfen und durch einen Fingerzeig auf dem Wii U Gamepad anzünden, bis nichts als Asche mehr übrig ist. Durch das Verbrennen erhaltet ihr zudem Münzen, die ihr in einem Katalog für neue Spielereien ausgeben könnt, die ihr anschließend wieder verbrennen dürft. Das gesamte Spiel wird übrigens lediglich auf dem Touchscreen des Gamepads gesteuert.

Von Bauklötzen und Stofftieren, über Fernseher und Rasierer, bis hin zu kleinen Mini-Sprengsätzen und Trockeneis kann hier nahezu alles in Brand gesetzt werden. In einer aberwitzigen Endlosschleife, in der die Geldmittel niemals knapp werden, verbrennt ihr daher alles, was euch in die Fittiche fällt. Um die Geschichte voranzutreiben purzelt hin und wieder ein Brief von eurer Nachbarin „Sugar Plumps“ den Kaminschacht herunter. Da ihr jedoch kaum eine Möglichkeit habt, mit ihr wirklich zu kommunizieren, ist dies eine etwas einseitige Beziehung, die Suguar Plumps jedoch in keiner Weise zu stören scheint. So erfahrt ihr im Verlauf des Spiels immer mehr über das kleine Mädchen und die triste, immer kälter werdende Welt, in der man sich nur mit dem Little Inferno warmhalten kann.

Die Moral von der Geschicht …

… ein Spielziel gibt es nicht. Little Inferno ist, wie gesagt, eher ein kleines Kunstwerk, in dem ihr neue Objekte kaufen und in Brand stecken könnt. Hier und dort mit zahlreichen humoristischen und ebenso skurrilen Auswirkungen und selbst Combos gibt es, wenn man mehrere bestimmte Artikel zusammen verbrennt. Vielmehr als ein Spielziel legt Little Inferno hingegen unterschwellig eine Kritik an unsere eigene Welt dar. Eine Kritik an unsere Gesellschaft und die Blindheit der Menschen vor dem augenscheinlich sichtbaren.

Offizielle Seite: TomorrowCorporation.com/LittleInferno