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Test: Mad Riders

Freunde der Arcade-Rennszene aufgepasst: Am 30. Mai verteilt Ubisoft mit Mad Riders eine gesunde Portion Action samt Fahrspaß unter all denjenigen, die schon immer mal auf einem Quad die Sau raus lassen wollten. Dachten wir zuerst noch an trockene, durch realistisches Fahrverhalten geprägte Rennen über ein paar Dreckhügel, wurden wir schnell eines besseren belehrt. Statt auf Realismus haben die Entwickler von Techland viel eher auf Schnelligkeit und Spaß gesetzt. Ein Konzept, dass dank den vernachlässigten Gesetzen der Schwerkraft wunderbar aufzugehen scheint und uns im Sinne des Unterhaltungsfaktors positiv überrascht hat.

Drück drauf!

Ebenfalls positiv fällt schon am Anfang die Steuerung auf. Neben Gas und Bremse verfügt euer Quad noch über einen Boost und die exklusive Fähigkeit, dank Lenkstange die Fahrtrichtung zu bestimmen. Mehr gibt es dann auch schon nicht mehr zu sagen, bevor ihr in die Kampagne oder ein schnelles Spiel springen könnt. Kurz darauf findet ihr euch samt eurer elf Konkurrenten auch schon wieder auf einer der über 40 Strecken wieder und wartet unter der Soundkulisse der dröhnenden Motoren auf den Start. Das Fahrgefühl habt ihr bereits nach wenigen Metern verinnerlicht, auch Anfängern gehen daher die ersten Überholmanöver gut von der Hand.

Kurz darauf findet ihr auf der Strecke rote, kreisförmige Objekte vor, die ihr einsammeln könnt. Diese laden euren Boost auf, der nochmals für einen ordentlichen Geschwindigkeitsschub sorgt. Ebenfalls aufgeladen werden kann dieser durch Drifts, Sprünge oder Stunts, zu denen wir später noch kommen.

Immer was Neues

Für Anfänger reicht diese Steuerung zwar schon aus, aber auch wer mehr will wird nicht enttäuscht werden, da ihr nach und nach neue Tricks und Kniffe zur Steuerung beigebracht bekommt. Auf diese werdet ihr meist per Einblendung im laufenden Spiel oder in den Ladebildschirmen aufmerksam gemacht. So lernt ihr in Kurven enger zu driften oder in der Luft Stunts, wie Drehungen der verschiedensten Art,  zu vollführen. Für diese erhaltet ihr Punkte, die euch ebenfalls Saft für euren Boost verleihen. Auch Wheelies, die ausführen könnt, belohnen euch bei Erfolg mit Punkten, die euer Fahrerlevel langsam anheben. Auf diesem Weg schaltet ihr neue Fahrer, Quads oder Designs frei, von denen es ebenfalls mehr als genug gibt und die ihr farblich sogar noch anpassen könnt.

Doch nicht nur Rennen werden euch geboten, warten doch auch noch drei weitere Veranstaltungsarten. Im Zeitrennen verfolgt ihr das klassische Prinzip vor Ablauf der Zeit jeweils den nächsten Checkpoint zu erreichen. Im Stunt-Modus gilt es nicht nur, vor euren Rivalen ins Ziel zu kommen, sondern auch, die meisten Punkte durch Tricks in den 3 Runden auf der Strecke zu erzielen, In der Arena wiederum geht es zu guter Letzt darum, in einem sehr freien Areal nach und nach alle Checkpoints und schließlich das Ziel zu durchfahren.

Willst du mit mir spielen?

Eine Besonderheit bietet der Multiplayer beziehungsweise die Art und Weise wie ihr euch mit ihm verbinden könnt. Habt ihr die entsprechende Option aktiviert, macht euch das Spiel sogar während der Rennen in der Kampagne auf laufende Onlinepartien aufmerksam und lässt euch diesen auf Knopfdruck beitreten. Einziger Nachteil: Euer aktuelles Rennen  wird sofort beendet.

Schade ist es außerdem, dass kein Splitscreen-Multiplayer wie im recht ähnlichen „Motorstorm“ für die PS3 zur Verfügung steht. Zwar kommt dieser Umstand der Grafik zugute, die dadurch butterweich in 60 Frames läuft, aber grade mit Freunden im selben Raum hätte das Spiel noch mal mehr Spaß gemacht.

Leichte Kost

Das ist umso bedauerlicher, da der Einzelspielermodus zum Großteil recht einfach zu meistern ist und auch danach keine Langzeitmotivation bietet. Bei viel zu vielen Strecken, die sich manchmal doch recht ähnlich sehen, gelingt direkt auf Anhieb der erste Platz samt drei Sterne Wetung. Das liegt nicht zuletzt an der Gummiband-Gegner-KI, die, solltet ihr einmal hinten liegen, einen Gang runterschaltet. So kann man sich auch nach einigen Crashs die Führung immer schnell zurückholen.

Was jedoch definitiv gelobt werden sollte sind die Möglichkeiten innerhalb der Strecken an sich. Oftmals gibt es viele Abkürzungen oder Verzweigungen, sodass etliche Routen möglich sind und es eine gewisse Zeit dauert, um diejenige zu finden, die für euch perfekt gemacht ist.