Test: Mass Effect 3 – Special Edition (WiiU)

Mass Effect - zwei Worte die vielen Gamern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein Mass Effect zum Wii U-Launch gleicht einem wahrgewordenem Traum. Wäre da die nicht ganz unbedeutende Tatsache, dass der Titel bereits am Erscheinungstag veraltet ist. Seit März 2012 dürfen Xbox 360-, PlayStation 3- und PC-Spieler bereits an dem galaktischen Spektakel teilhaben (ingame-Test: 9.5) . Macht sich der rund acht Monate alte Titel durch die zusätzlichen Inhalte als Vollpreisspiel wirklich bezahlt?

Aller guten Dinge sind drei

Mass Effect 3: Special Edition„Shepard, die Reaper kommen“ – und schon seid ihr mitten drin. Bei Mass Effect 3 handelt es sich um den letzten Teil der spannenden Trilogie. Um den Krieg gegen die übermächtigen Reaper zu gewinnen ist es nötig, als Commander Shepard politische Verflechtungen zu lösen und so Verbündete für den anstehenden, finalen Kampf zu gewinnen. Die Geschichte ist, wie soll es auch anders sein, identisch zu den bereits erschienenen Versionen. Aber was ist mit Teil eins und zwei? Hier schauen Wii U-Spieler vorerst in die Röhre. Dabei wird Mass Effect doch grade für die über alle Teile verflochtene Geschichte samt individuellen Spielentscheidungen gelobt. Wer soll sterben, wer soll leben? Mimt ihr den aggressiven Anführer oder seid ihr doch lieber väterlich fürsorglich? Selbst vor komplizierten Beziehungsentscheidungen macht der Titel nicht halt.

Gefüllt hat BioWare das Delta mit einem interaktiven Comic. Anhand einiger hübscher Zeichnungen werden euch kurz und knapp die Ereignisse der ersten beiden Spiele erzählt. Interaktiv eingreifen könnt ihr an einigen Schlüsselstellen in Form von linksrum/rechtsrum Entscheidungen. Entsprechend startet ihr dann ins dritte Abenteuer von Shepard und seiner Crew. Mit auf die Disk geschafft haben es auch einige sonst kostenpflichtige Inhalte. Die Einzelspieler-Zusatzinhalte „Mass Effect 3: Extended Cut“ und „Aus der Asche“ sowie drei Erweiterungen für den Mehrspielermodus, nämlich „Wiederauferstehung“, „Rebellion“ und „Erde“. Für weitere Inhalte sieht es bei der Wii U dann aber düster aus. Während hier andere Systeme auch in Zukunft versorgt werden, hält sich BioWare bei Nintendos neuer Konsole zurück. Motive unklar.

Mass Effect 3: Special Edition Screenshot 01

Touch me!

Aber genug von den DLCs. Das Spiel bietet auch ohne zusätzliche Inhalte einen Spielspaß von über 40 Stunden. Interessanter ist da doch die Frage wie Entwickler BioWare den einzigartigen Tablet-Controller ins Spiel integriert hat. Die Antwort: unspektakulär, aber nützlich. Zu jeder Zeit wird euch darauf eine detaillierte Karte angezeigt. Gegner erscheinen hier als rote Punkte, ihr selbst und euer Team als blaue Pfeile. Mittels Drag & Drop könnt ihr eure Teamkameraden auf einen Gegner hetzten oder beliebig durch die Gegend befehligen. Das funktioniert jedoch auch mittels Tastendruck – in den meisten Situationen sogar schneller und einfacher. Wirklich nützlich ist hingegen die Möglichkeit Fähigkeiten (eigene und die der Teamkameraden) auf Slots am linken und rechten Bildschirmrand zu legen. Ein Schnellzugriff darauf spart euch das pausieren und macht das Spielgeschehen so flüssiger.

Technisch sind die Unterschiede zu den anderen Konsolen derart marginal, das sie selbst im direkten Vergleich kaum auffallen. Hier und da geht die Framerate zwar in die Knie, ganz davon verschont sind aber auch die anderen Konsolenversionen nicht. Gravierender sind dann doch die Darstellungsfehler in einigen (wenn auch wenigen) Sequenzen. Da steht ein Charakter dann mal 2 Meter von einem Terminal entfernt und tippt in der Luft herum. Andere Sequenzen werden völlig fehlerhaft angezeigt. Aber kein Grund zur Beunruhigung. Die Fehler tauchen sehr selten auf und das Spiel bleibt dadurch nicht weniger empfehlenswert. Überhastete Portierungen zum Konsolen-Launch sind bekanntlich keine Seltenheit.

Mass Effect 3: Special Edition

Test: Mass Effect 3
Video-Test: Mass Effect 3
Offizielle Seite:  MassEffect.com
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