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Test: Mini Ninjas Adventures

Mini Ninjas Adventures - „dazu bringt ingame nach drei Jahren einen Test?“ So, oder so ähnlich dürften sich einige eurer Gedankengänge angehört, als ihr den Titel gelesen habt, richtig? Doch da seid ihr falsch gewickelt: Bei Mini Ninjas Adventures handelt es sich nicht um das „kleine“ Action/Adventure aus der Hitman-Schmiede IO Interactive, sondern um einen auf Kinect zugeschnittenen XBLA exklusiven Titel, der euch vor dem Bildschirm mächtig ins Schwitzen bringen soll. Ob sich die Anstrengung vor dem Fernseher lohnt, beantworten wir euch in folgendem Test.

Jeder fängt mal klein an

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Die Story von Mini Ninjas Adventures ist ebenso simpel, wie kurz: Ein kleiner Ninja befreit unglücklicher Weise das Böse aus einem Kristall. Wäre das nicht schon genug, erscheint “das Böse” auch noch in Form eines alten Mannes. Aber dieser Greis nimmt alle Freunde des jungen Kämpfers gefangen und nun liegt es, wie in fast jedem Videospiel, an euch, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Nach einem kurzen Tutorial geht es dann auch direkt ins Spiel. Euer Charakter steht dabei fest am unteren Bildschirmrand und kann sich nur nach links und rechts bewegen. Das geschieht, indem ihr euch vor der Kinect-Kamera nach links oder rechts bewegt. Allerdings seid ihr auch dort eingeschränkt, da sich das Feld, in dem ihr euch befindet, in fünf Felder unterteilt ist. In welcher Spalte ihr steht, zeigt ein Cursor auf dem Boden und nur von dort wo ihr steht, kann ein Angriff ausgeführt werden.

Dabei gibt es drei unterschiedlich starke Angriffsmöglichkeiten mit denen ihr eure Widersacher ins Jenseits zu befördern könnt. Zum einen gibt es das Schwert, das ihr mit einer Schlagbewegung eures rechten Arms auslöst, Wurfsterne, die ihr mit einer typischen Wurfbewegung schleudern könnt, und zu guter Letzt einen Bogen, den ihr mit der zu erwartenden Geste ausführt. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass Kinect in manchen Situationen überfordert schien und uns die Handhabung nicht ganz überzeugen konnte.

Du brauchst Ausdauer, kleiner Ninja

test mini ninjas adventure skillsystemDurch den einfachen Trick, das Spielfeld in Spalten aufzuteilen, die allesamt unterschiedliche Angriffe voraussetzen, lässt sich Mini Ninjas Adventures recht gut spielen. Allerdings wird das Spiel nach einer gewissen Zeit ziemlich anstrengend und kann sich auch von einer gewissen Monotonie nicht ganz freisprechen. Gegner kommen, wildes Rumgehampel, Gegner kommen, wieder rumhampeln. Und so zieht es sich durch das gesamte Spiel.

Ein klarer Pluspunkt ist jedoch das Fähigkeitensystem: Auch wenn es nicht so ausgereift ist, kann man seinen Charakter darüber dennoch wie gewünscht verbessern. Die Optionsvielfalt ist dabei überschaubar, doch manchmal darf es auch gern etwas schlichter sein. Für die Langzeitmotivation spricht das allerdings weniger. Auch die zusätzliche Minispielsammlung wirkt dafür zu einfallslos. Ohne Pause erscheinen Trainingspuppen, die ihr lediglich unter Zeitdruck zerstören müsst. Statt einem Mehrspielermodus müsst ihr außerdem leider mit Online-Ranglisten Vorlieb nehmen.