Test: One Piece – Pirate Warriors

Einen ganz besonderen Leckerbissen hat Namco Bandai in diesem Herbst noch für alle Anime-Fans: One Piece – Pirate Warriors. Das Spiel rund um die weltweit erfolgreiche Manga- und Anime-Serie ist in Japan bereits seit dem 1. März 2012 zu haben und schaffte es alleine im ersten Monat annähernd eine Million Exemplare zu verkaufen. Am 21. September feiert die neueste Spiele-Umsetzung von One Piece nun endlich seine Deutschlandpremiere und lässt die Herzen der Manga-Fans höher schlagen. Ob die Vorfreude auf Pirate Warriors gerechtfertigt ist, verraten wir in unserem Test.

Abenteuer auf der Grand Line

Test: One Piece - Pirate WarriorsDie Story von Pirate Warriors hangelt sich eng an der populären Manga-Vorlage aus der Feder von Eiichiro Oda entlang. Ruffy, ein naiver Junge aus dem East-Blue, träumt seit seiner Kindheit davon, Piratenkönig zu werden. Ausgerüstet mit seinem Markenzeichen, dem Strohhut und den mysteriösen Kräften der Gum-Gum-Frucht, will er den legendären Schatz One Piece finden. Im Alter von 17 Jahren macht er sich alleine auf den Weg, sucht sich nach und nach seine Crew zusammen und legt sich mit anderen Piraten, der Marine und sogar der Weltregierung an. Pirate Warriors lässt den Spieler erneut die wichtigsten Stationen auf der Reise der Strohhut-Bande miterleben, so dürfen etwa Wapol aus Drumm vertrieben, die Machenschaften der dubiosen Baroque Firma vereitelt, oder die CP 9 auseinandergenommen werden.

Fans von One Piece werden sich sofort in der Welt heimisch fühlen, denn Pirate Warriors setzt, ganz im Stil der Manga-Vorlage, vor allem auf zwei Elemente. Da wäre zum einen die witzige Art des Storytellings. Mit zahlreichen Slapstickeinlagen und Hommagen an die Anime-Serie, ist das Spiel durch und durch unterhaltsam und animiert permanent zum Weiterspielen. Auf der anderen Seite stehen die Kämpfe. Diese sind entweder gigantische Massenschlachten mit hunderten von Gegnern, oder Bosskämpfe, die es in sich haben. An dieser Stelle haben die Entwickler bei Namco Bandai ganze Arbeit geleistet. Mit einer unglaublichen Fülle an Combo-Attacken und verschiedenen Fähigkeiten, werden die Kämpfe mit den Gegner-Horden auch nach längerer Spielzeit nicht langweilig.

Actionreiche Kämpfe und rasantes Gameplay

Test: One Piece - Pirate WarriorsIn der Welt von One Piece spielen die Teufelskräfte, die durch das Verspeisen besonderer Früchte erlangt werden können, eine fundamentale Rolle und auch in Pirate Warriors ist dies nicht anders. Besonders die verschieden Möglichkeiten von Ruffys Gum-Gum-Frucht werden dabei voll ausgeschöpft – so schlagt ihr euch mit schnellen und dynamischen Attacken durch eure Widersacher. Während dies bei den kleineren Gegnern noch relativ simpel ist, müssen die Schläge und Tritte bei den Bosskämpfen gegen Sir Crocodile, Arlong oder Rob Lucci mit Bedacht kombiniert werden, denn diese Feinde haben es in sich. So findet Pirate Warriors eine gelungene Mischung zwischen actionreichen Prügeleien und taktisch anspruchsvollen Endgegnern.

Doch auch abseits der Kämpfe lässt Pirate Warriors kaum Zeit zum Luftholen und fesselt mit den unterschiedlichen Möglichkeiten eines dehnbaren Hauptcharakters. Mal lasst ihr Ruffy sich zu einem Ballon aufblähen, um damit von Wänden abzuprallen, schwingt euch mit Gummi-Armen von einer Plattform zur nächsten oder fliegt auf einer Kanonenkugel durch die Stadt Water 7. Dabei müssen Hindernisse überwunden oder Rätsle gelöst werden, die in der Regel jedoch kaum eine Herausforderung darstellen. Nebenbei bietet Pirate Warriors auch zahlreiche Quick Time Events, die die Zwischensequenzen deutlich unterhaltsamer gestalten. Zeit zum Ausruhen bleibt da wenig, denn Ruffy ist immer in Bewegung oder verhaut Gegner. Das Spiel lebt insgesamt also von seiner unglaublichen Dynamik.

Bunter 3D-Look und japanische Synchronisation

Test: One Piece - Pirate WarriorsDoch da es um eine Anime-Umsetzung geht, müssen zwangsläufig auch die Grafik und der Sound auf den Prüfstand. Letzterer wird die One Piece-Fans begeistern, denn Namco Bandai liefert die original Synchronisation aus Japan mit deutschen Untertiteln – auch wenn dies für andere Spieler sicherlich gewöhnungsbedürftig ist. In Sachen Optik überzeugt das Spiel ebenfalls. Zwar können die hohen Grafik-Maßstäbe moderner Titel nicht erreicht werden, ein möglichst realistisches Aussehen hätte den Anime-Stil jedoch auch vollkommen zu Nichte gemacht. Pirate Warriors liefert eine bunte, dynamische und detailreiche Welt, mit ebenso ansprechenden Charakteren und Animationen, die der Vorlage durchweg treu bleibt. Dabei gehen die Entwickler jedoch einen anderen Weg als etwa Ni No Kuni und setzten eher auf eine stimmige Gesamtoptik in 3D, als gezeichnete Grafiken.

Pirate Warriors – Nur für Anime-Fans?

Das Spielprinzip von Pirate Warriors weiß zu überzeugen, denn Massenschlägereien, mit spannenden Boss-Kämpfen und lustigem Gameplay funktionieren auch ohne Anime-Optik hervorragend. Anders verhält es sich da schon bei der Grafik und der Synchronisation. Fans von One Piece kommen hier voll auf ihre Kosten, während sich manch anderer Spieler vermutlich eine reifere Story mit besserer Optik, realistischeren Welten und deutschen Stimmen gewünscht hätte. Dies darf von Pirate Warriors zwar nicht erwartet werden, aber das ist von den Machern auch durchaus beabsichtigt. Pirate Warriors bleibt seinen Manga-Wurzeln treu und ist daher ein insgesamt stimmiges Spiel. Hoffen wir, dass Namco Bandai weitere One-Piece-Titel folgen lässt.

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