Test: Rayman Origins 3DS

Nachdem Rayman Origins bereits Ende des letzten Jahres für Heimkonsolen und PC sowie im Februar für die PS Vita von uns getestet wurde, folgt nun noch der Test zur am 7. Juni erschienenen 3DS-Version des Jump’n’Runs. Zwar kam es durch einige Verschiebungen zu diesem späten Release-Termin, aber dennoch möchten wir in dieser Review auf die Besonderheiten und Stärken sowie Schwächen des Spiels in seiner Nintendo-3DS-Auflage eingehen. Unsere Reviews zu den vorangegangenen Plattformen wurde natürlich oben im Text verlinkt.

Willkommen zu Hause (Rayman Origins 3DS)

review rayman origins 3ds screenshot 1Egal auf welcher Plattform, eins muss man Rayman Origins lassen: Bei jedem Spielstart fühlt man sich direkt wieder heimisch in der wunderschönen, handgezeichneten Welt und lässt sich jedes mal aufs neue von den witzigen Animationen verzaubern. An euer eigenes Zuhause seid ihr dank der Mobilität des 3DS jedoch nicht länger gebunden und könnt nun auch unterwegs zocken. Bereits mit der PS-Vita-Variante des Spiels war dies möglich und Rayman bietet sich auch hervorragend für ein paar Runden in der Mittagspause an. Außerdem als neues Feature dabei: eine StreetPass-Funktion zu der wir später noch kommen.

Umso trauriger ist es jedoch, dass mit dem Multiplayer eines der spaßigsten Features der großen Konsolenbrüder komplett fehlt. Das ist nicht nur schade, als dass es natürlich immer mehr Spaß macht wenn man zusammen zocken kann, es ist auch in einigen der schwierigeren Level ein echter Nachteil. Diese sind alleine um ein vielfaches schwerer zu meistern als in der Gruppe wo das “Game Over” erst eintritt, nachdem der letzte Spieler ins Gras gebissen hat. Warum wir wie auf der PS Vita auch hier auf einen Mehrspielermodus verzichten müssen, ist uns leider nicht ganz verständlich.

Technisch schlechter Port

review rayman origins 3ds screenshot 3Bitte nicht falsch verstehen: Die Optik die Rayman Origins an den Tag legt, ist auch auf dem 3DS schön anzuschauen und macht es zum hübschesten Jump’n’Run auf der noch jungen Konsole. Auch der Soundtrack, der 1:1 dem Heimkonsolen-Pendant gleicht, ist ausnahmslos als genial zu bezeichnen. Nur schienen die Entwickler Probleme zu haben, diesen ordentlich auf den 3DS zu portieren. Viel zu laut dröhnt dieser aus den Boxen und so solltet ihr, um euch vor Übersteuerungen zu schützen, den Lautstärkeregler zu eurem eigenen Besten nur sehr wenig aufdrehen. Ebenso kann man den Sinn eines 3D-Effekts bei einem 2D-Spiel hinterfragen.  Sicher gilt dies nicht nur für Rayman Origins, aber die dritte Dimension ist praktisch überflüssig und auf lange Zeit ist es dann natürlich wieder angenehmer in 2D zu spielen, so wie man es bereits von den anderen Konsolen gewöhnt ist.

Wer jetzt auf Grund des späten Releases noch auf weitere Neuerungen oder Ergänzungen zu den anderen Versionen gehofft hat, wird wohl leider enttäuscht werden. Denn das einzige Trostpflaster für den gestrichenen Mehrspielermodus ist eine StreetPass-Funktion, mit der ihr euren Spielfortschritt und eure Errungenschaften mit anderen Spielern austauschen könnt. Ansonsten gibt es nur eine im Vergleich zur PS Vita nochmals schwächere Grafik mit aufgesetzt wirkendem 3D-Modus oben drauf. Kein wirklicher Kaufgrund also für Personen, die das Spiel bereits auf einer anderen Plattform in ihrem Besitz haben.

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