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Test: Sniper – Ghost Warrior 2

Vor fast genau zwei Jahren erntete Publisher und Entwickler City Interactive mit dem Scharfschützenspiel Sniper – Ghost Warrior überwiegend mittelmäßige bis schlechte Kritiken. Mit dem zweiten Teil versprach man, die Negativpunkte auszubessern und den Spielern ein noch realistischeres Gefühl zu geben. Die Erwartungen sind also groß und ob mit Sniper – Ghost Warrior 2 ein Schuss ins schwarze gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Ein scharfer Job.

Test Sniper – Ghost Warrior 2 Bild 1Die Handlung von Sniper – Ghost Warrior 2 klingt fast wie die eines B-Movies oder eines The Expendables 3 und wohl auch Sylvester Stallone könnte sich keinen flacheren Plot ausdenken. Anfang der 90er Jahre überfallen Terroristen in der Antarktis ein Labor, in dem Viren gelagert werden. Die bösen Buben stehlen das gefährlichste Virus und tauchen dann auf den Philippinen untern. Natürlich macht die U.S.-Regierung die Unruhestifter ausfindig und will ihnen ihr neues Spielzeug wieder Weg nehmen.

Der Spieler von Ghost Warrior 2 schlüpft in die Rolle des Scharfschützen Anderson und ist Teil einer Elite-Einheit. Mit seinem Team wird Anderson auf die Inselgruppe in den West-Pazifik geschickt, um das Virus wieder zurück zu holen. So weit, so unoriginell…

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Seite an Seite.

Als Scharfschütze operiert Anderson stets abseits vom Geschehen und unterstützt sein Team aus weiter Entfernung mit präzisen Schüssen. An der Seite eines jeden Präzisionsschützen steht immer der sogenannte Spotter. Dieser beleitet ihn, mach für ihn Ziele ausfindig, gibt hilfreiche Tipps und unterstützt ihn, wenn es doch mal in den Nahkampf geht. Schade nur, dass Andersons Spotter relativ schnell Gefangen genommen wird und der Sniper fortan auf sich allein gestellt ist.

Test Sniper – Ghost Warrior 2 Bild 3Es ist ratsam sich möglichst lautlos durch Ghost Warrior 2 zu bewegen und sich bei offenen Arealen einen Augenblick Zeit zu nehmen, um die Umgebung nach feindlichen Soldaten zu durchsuchen. Neben dem überlebenswichtigem Scharfschützengewehr, erweist sich auch das Fernglas als sehr hilfreich. Gesichtete Feinde werden durch das Fernglas mit Häkchen markiert und somit auf der Karte sichtbar gemacht. Während gelbe Häkchen anzeigen, dass die Gegner patrouillieren, bedeuten rote Häkchen, dass der Überraschungsangriff aufgeflogen ist und der Feind in Alarmbereitschaft ist.

Neben dem Fernglas, mit dem man in vier verschiedenen Stufen an den Feind heranzoomen kann, ist der erfahrene Scharfschütze noch mit einem Nachtsichtgerät und einem Wärmebild-Modus ausgestattet. So lassen sich Feinde in der Dunkelheit umgehen oder entsprechend von hinten angreifen. Durch den Wärmebild-Modus werden auch verstecke oder getarnte Gegner sichtbar und lassen sich mit jeweiligen Taktiken ausschalten.

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Punktlandung!

Sind die Feinde in Ghost Warrior 2 mit dem Fernglas erst einmal geortet, lässt sich schnell ihre Route berechnen. Stehen die Patrouillen auf einem Steg, im dichten Blattwerk oder an einer Klippe, ist der perfekte Zeitpunkt für einen Abschuss gekommen. Mit dem Scharfschützengewehr lässt sich in drei unterschiedlichen Stufen auf den Gegner heranzoomen. Doch nur das sich der Kopf des Zieles in dem Fadenkreuz des Zielvisiers befindet, heißt noch lange nicht, dass sofort abgedrückt werden sollte.

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Je nach Entfernung und den Wetterverhältnissen kann die Kugel auch in der Luft abdriften und das Ziel verfehlen. Ein kleiner, roter Punkt zeigt an wo die Kugel einschlagen wird, dementsprechend sollte der Schütze sein Ziel ins Visier nehmen. Beim Verhalten des Gewehres macht es einen großen Unterschied, ob man steht, kniet oder liegt. Lediglich bei Streifschüssen ist ein Nachschuss erforderlich und auch im Nahkampf braucht man mit der Pistole oft nur eine einzige Kugel pro Gegner.

Wie schon im Vorgänger, darf auch in Sniper – Ghost Warrior 2 die Bullet-Cam nicht fehlen. Beim Abschuss von bestimmen, vorgegebenen Feinden startet die kurze Sequenz und man sieht wie die Kugel in Zeitlupe auf den Gegner zufliegt und am Ende dann in normaler Geschwindigkeit in das Ziel einschlägt. Das Treffer-Feedback, des daraufhin nach hinten fliegenden Feindes, sieht allerdings recht skurril aus und macht die Bullet-Cam zu einem mittelmäßigem Feature. Ähnlich Features, wie die Kill-Cam in Sniper Elite V2, haben wir so schon viel besser gesehen.

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Rund um die Welt.

Die halsbrecherische Verfolgungsjagd nach den Terroristen und dem Virus führt Anderson und sein Team rund um die Welt. Angefangen von den tropischen Inseln der Philippinen, über die zerstörten Großstädte von Bosnien, bis hin in das eisige Gebirge des Himalajas. Der nörgelnde Fan kann sich also nicht über zu wenig Abwechslung bei den Settings aus Ghost Warrior 2 beschweren und diese sehen sogar auch recht schick aus. Test Sniper – Ghost Warrior 2 Bild 7

Dank der CryENGINE3 kommen besonders im dichten Dschungel die einfallenden Sonnenstrahlen oder glitzernde Wasseroberflächen gut zur Geltung. Beim Abtauchen ins Wasser müssen sich die Augen erstmal an das Wasser gewöhnen und beim Auftauchen wird der Spieler von der Sonne geblendet. Bedenkt man allerdings, dass schon Shooter-Highlight Crysis 3 mit der CryENGINE3 gelaufen ist, hat Sniper – Ghost Warrior 2 noch jede Menge Luft nach oben! Vor allem die Texturen der Spielfiguren lassen sehr zu wünschen übrig und verfügen auch kaum über Mimiken oder Emotionen.

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All der Kritik zum trotz ist Sniper – Ghost Warrior 2 ein besseres Spiel als sein Vorgänger geworden. Schleich-Abschnitte oder gelungene Sequenzen lassen durchaus Atmosphäre aufkommen, werden allerdings durch unfaire Speicherpunkte zu nichte gemacht, denn wenn man Pech hat, müssen diese Abschnitte mehrmals gespielt werden.

Offizielle Seite: sniperghostwarrior.com