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Test: Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed

Mit Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed steht uns ein weiterer Vertreter der Maskotchenrennspiele gegenüber, an dessen Spitze, seit Ewigkeiten Mario Kart trohnt. Das Sega ein Händchen dafür hat, die hauseigenen Franchises am Leben und vor allem im Gedächtnis ihrer Fans zu halten, haben sie in letzter Zeit mit zahlreichen digitalen Releases bewiesen. Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed ist jedoch nicht nur ein weiteres Spiel, das den Kult um die Sega Marken am Leben erhält – es kann auch abseits des Fanservice überzeugen.

Gut kopiert ist halb gewonnen

sonic & sega allstars racing transformed screenshot 1Eine der Besonderheiten von Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed ist das Rennen dynamisch zu Lande, zu Wasser und in der Luft. An mehreren Checkpoints, die auf den Strecken zu finden sind, können Fahrzeuge ihre Fahreigenschaften und so das Terrain wechseln. Doch Obacht: Es kann verwirrend werden, wenn sich bei der Verwandlung in ein Flugzeug eine zweite Achse zum Steuerungsschema hinzugesellt. Besonders in den ersten Spielminuten legt man des öfteren eine Bruchlandung hin, die mit einem gehörigen Geschwindigkeitsverlust einhergeht. Tiefe erhält das Spiel durch die unterschiedlichen Fahreigenschaften der drei Fahrzeugmodi und Gegenstände, die während des Rennens eingesammelt werden können. Flugzeuge sind mit Abstand die schnellsten Fahrzeuge, während Bote sich durch ihre geringe Oberflächenreibung nur indirekt steuern lassen und Autos in Bezug auf Handling und Geschwindigkeit dazwischen liegen.

Noch etwas mehr Komplexität erhält das Spiel dadurch, dass sich die Fahrzeuge der einzelnen Charaktere geringfügig unterscheiden. Es kann also vorteilhaft sein, seine Figurenwahl von der Strecke abhängig zu machen. Wer seinen Lieblingscharakter nicht wechseln möchte, kann ihn durch Rennsiege aufstufen und so Modifikationen freischalten, die eine Umverteilung der Fahreigenschaften erlauben. Bei den oben angesprochenen Gegenständen handelt es sich zum größten Teil um eins-zu-eins-Kopien aus Mario Kart, die lediglich in eine andere Form gepresst wurden. Die Banane kommt in Form eines Kugelfisches daher und der grüne Panzer findet sein Spiegelbild in einer Rakete. Ausnahmen gibt es jedoch auch: Der Hot-Rod gewährt euch zum Beispiel einen kurzzeitigem Geschwindigkeitsschub und kann abgeworfen werden, um andere Fahrer auszubremsen. Ein weiteres Beispiel stellt der Wespenschwarm dar, der immer auf den erstplatzierten Fahrer zielt und das Feld vor ihm vermint.

sonic & sega allstars racing transformed screenshot 2

Standardkost mit der gewissen Würze

Auf mehr als 20 Strecken, die alle an mehr oder minder klassische Sega-Spiele angelehnt sind, dürfen Rennen ausgetragen werden. Hier kommt eine weitere Besonderheit zum Tragen: Strecken ändern über mehrere Runden ihr Layout. Auf der Skies of Aracdia Strecke wird zum Beispiel eine Luftschiffschlacht ausgetragen, was zur Folge hat, dass nach drei Runden kaum etwas von der Ursprungsstrecke übrig ist. Wenn es um die Spielmodi geht, bietet Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed nur Standardkost. Im Karrieremodus wählt ihr über eine Weltkarte den Event aus, den ihr bestreiten möchtet. Die Events werden dabei in verschiedene Standardkategorien, wie Zeitfahren, Herausforderungsrennen und Rennen unterteilt.

sonic & sega allstars racing transformed screenshot 3

Etwas mehr Abwechslung bringen die Events Elimination, Verkehrsstau und Panzerverfolgung. Bei Elimination erhält jeder Fahrer drei Leben, durch einen Treffer verliert ihr eines davon, wer als Letztes noch übrig ist, oder als Erster die Ziellinie überquert, gewinnt. In Verkehrsstau müsst ihr geschickt durch den Verkehr navigieren, anderen Wagen ausweichen und dabei Checkpoints navigieren. In Panzerverfolgung geht es etwas brachialer zu. Hier müsst ihr einen Panzer zerstören, der euch das Leben mit Minen und Raketen schwer macht. Sobald ihr einen Event abgeschlossen habt, erhaltet ihr dafür, je nach Schwierigkeitsgrad, bis zu drei Sterne. Die in den Events verdienten Sterne werden wiederum für das Freischalten von neuen Strecken, Extras und Fahrern benötigt.
Etwas traditioneller geht es im Grand Prix Modus zu. Hier bekommt ihr ja nach erzielter Position Punkte, die einem Konto gutgeschrieben werden. Solltet ihr euch nach vier Rennen unter den Top drei befinden, gehört ein Platz auf dem Treppchen euch. Standardmäßig geht es auch gleich mit dem Zeitfahrmodus weiter. Hier ist der Name Programm: Versucht eure Rundenzeiten zu verbessern und so einen Platz in den globalen Leaderboards zu erzielen. Löblich ist, dass hier die Geister anderer Fahrer, die unmittelbar vor euch platziert sind, automatisch mitfahren. Der Zeitfahrmodus eignet sich daher vorzüglich, um nach Abkürzungen Ausschau zu halten, die euch vorher verborgen waren. Abgerundet wird Sonic & Sega Allstars durch einen Multiplayermodus für bis zu zehn Spieler. Löblich: Es darf sowohl offline lokal mit bis zu vier Spielern als auch online angetreten werden.

Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed Secreenshot 05

Technisch gelungen

Grafisch ist Sonic & Sega All-Stars Racing Transformed bei Weitem kein Überflieger, dennoch kann das Rennspiel durch seine Detailtreue gegenüber dem Kernmaterial überzeugen. Durch die Liebe zum Detail werden zum Beispiel Fans von Billy Hatcher & the Giant Egg schon nach einigen Sekunden in Nostalgie schwelgen und an schöne Stunden vor dem Gamecube erinnert. Ebenfalls passend zu jeder Strecke wurde die Musik gewählt. Durch die Hintergrundgeräusche wird diese jedoch übertönt. Wer etwas mehr von der Musik hören möchte, muss wohl oder übel am Soundregler in den Optionen schrauben.

Offizielle Seite: SonicTheHedgehog.com