Test: Sound Shapes

Mit Sound Shapes steht uns ein “Indie“-Musik-Plattformer ins Haus, der auf ein originelles Konzept baut. Ob Sound Shapes sang und klanglos untergeht oder ein Ohrwurm ist, wollen wir euch im Folgenden verraten.

test sound shapes ps3 ps vita screenshot 1Entwickelt wurde Sound Shapes von Quesay Games, die sich unteranderem mit Everyday Shooter einen Namen machen konnten. Berücksichtigt man das es sich bei den Entwicklern um ein sehr kleines Studio handelt, dürfte man Sound Shapes auch in die Schublade der Indiespiele stecken können, was allerdings nur begrenzt aussagekräftig ist. Der Titel mag von einem kleinen Studio entwickelt worden sein, das Konzept ist jedoch bis ins kleinste Detail ausgefeilt und weiß zu überzeugen. Was uns und am Ende erwartet ist ein günstiges Spiel mit stimmiger Grafik, toller Musik und einem originellen und zugänglichen Spielkonzept.

Auf den Plattenteller

Die Levels in Sound Shapes sind in Alben unterteil, die jeweils mit der Musik eines anderen Künstlers aufwarten. Jedes der Alben ist dabei in mehrere Levels unterteilt. Namhafte Beispiele sind Beck und Superbrothers, die schon das hervorragende Sword & Sorcery ablieferten. Jedes der Alben verfügt dabei über ein anderes Thema, sowohl grafisch als auch musikalisch. Das durch Superbrothers inspirierte Album spielt zum Beispiel in einem Bürogebäude.

test sound shapes ps3 ps vita screenshot 2Als Spieler übernimmt ihr die Kontrolle über einen kleinen runden Blop, der an den unterschiedlichsten Oberflächen haften kann. Sollte es nötig sein, könnt ihr diese Fähigkeit auf Knopfdruck deaktivieren, dadurch entsteht weniger Oberflächenreibung und ihr könnt euch schneller bewegen und weiter springen. Gefahrenquellen, die es zu umgehen gilt, gibt es dabei reichlich. Diese kommen von Album zu Album in den verschiedensten Formen daher, teilen jedoch ein markantes Charakteristika: Sie sind rot eingefärbt. Eine Berührung mit einem solchen Objekt setzt euch dabei immer an den zuletzt aktivierten Checkpoint zurück.

Rhythmus-Übung

Das Kernstück von Sound Shapes ist die Musik, die sich nach und nach entfaltet. In den Levels sind Platten verteilt die, nachdem sie eingesammelt wurden, der Musik ein musikalisches Element hinzufügt. Das hört sich nicht nur toll an, sondern ist auch hilfreich um die Level zu bewältigen. Gegner und Gefahrenquellen bewegen sich im Rhythmus er einzelnen Bestandteile des Liedes, wie zum Beispiel dem Bass. Wer alle Platten einsammelt und den Takt der Musik im Kopf hat, kann somit sein Timing koordinieren.

test sound shapes ps3 ps vita screenshot 3Die grafische Präsentation ist zweckgemäß. Hier erwartet uns kein grafisch opulentes Spiel. Sound Shapes setzt auf kräftige Farben und eine Umgebung, die die Musik des Spiels widerspiegelt. Sobald alle Alben des Spiels erfolgreich abgeschlossen wurden, schaltet ihr den Todesmodus frei. Dieser Modus stellt euch vor verschiedene, zeitlich begrenzte Herausforderungen, in denen eine bestimmte Anzahl von Platten eingesammelt werden müssen. Ein weiterer Modus, der nach Ende des Spiels freigeschaltet wird, ist die Beat-Schule. Hier wird von euch verlangt Melodien mittels Noten, die in einem Raster platziert werden, exakt nachzuahmen.

Musizier’ it yourself!

Das eigentliche Highlight stellt jedoch der Editor dar. Mit diesem können Level und Musikstücke selbst erstellt und für andere Spieler verfügbar gemacht werden. Zu Beginn des Spiels ist schon eine große Menge von Objekten verfügbar. Durch das Abschließen der Level erhaltet ihr weitere Gegenstände, die dem Repertoire des Editors hinzugefügt werden. Sowohl auf der PlayStation 3 als auch auf der PlayStation Vita macht der Editor eine gute Figur und lässt sich leicht bedienen. Dank des Touchscreens der Vita zeigt sich die Handheld-Version hier noch jedoch noch ein wenig intuitiver und eingängiger.

Sound Shapes Screenshot 04Der einzige Punkt, dem man Sound Shapes negativ ankreiden kann, ist die Spielzeit der Kampagne. Gerade wenn es so richtig Spaß macht, bemerkt ihr, das ihr schon beim letzten Album angekommen ist. Wem es nach mehr lüstet, kann sich dann dem Editor, der Beat-Schule und dem Todes-Modus widmen oder auf Jagd nach Bestzeiten begeben.

Quelle: PlayStation.com/SoundShapes
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