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Test: Starhawk

Cowboys und Raumschiffe passen einfach nicht zusammen. Der Kinofilm Cowboys & Aliens versuchte diese These schon zu widerlegen. Mit wenig Erfolg. Sony und LigtBox Interactive versuchen mit dem Genremix Starhawk ebenfalls ihr Glück.

Videospielgewordenes Multitasking

Starhawk Bild 01Es Reden immer alle über Multitasking. Frauen sollen in der Hinsicht den Männern ja weit überlegen sein. Wissenschaftlich konnte diese Behauptung zwar nicht bewiesen werden, aber das soll hier auch keine Diskussion zum dem Thema sein, sondern lediglich als Überleitung zum aktuellen Titel Starhawk aus dem Hause LightBox Interactive dienen. Wie wir da auf Multitasking kommen? Ganz einfach, als Anti-Held Emmett Graves ballert ihr eifrig im Ambiente des Wilden Westens durch die Gegend, während ihr auf Fingerschnipps strategische Gebäude wie aus dem Nichts baut, um im nächsten Moment in ein Raumschiff zu steigen und zu Luft weiterzuschlachten erleben. Besser könnte man Multitasking aus Spielersicht nicht definieren, oder?

Ihr schlüpft in die Rolle von Emmett Graves, seines Zeichens Revolverheld, der seine Dienste für den meistbietenden zur Verfügung stellt. Euer neuster Auftrag verschlägt euch in eure Heimatstadt White Sands, auf dem Planeten Dust, dessen staubige Oberfläche an die Kulissen vieler Westernklassiker erinnert. Auf dem Planeten kämpfen die zwei Fraktionen der Rifters und Outcasts um Rift Energy, einen wertvollen, aber auch zutiefst gefährlichen Rohstoff. Wer der blauen Energie zu nahe kommt, wird von dieser in ein unmenschliches Wesen verwandelt – die genannten Outcasts. Auch unser Held war der Energie teilweise ausgesetzt, wurde aber nicht komplett verwandelt und besitzt so auch bestimmte Fähigkeiten, die er einzusetzen weiß.

Zu Lande, ohne Wasser, aber zumindest in der Luft

Starhawk Bild 02Euer neuer Auftrag besteht darin, die Outcast-Bande samt geheimnisvollem Anführer in ihre Schranken zu weisen. In typischer Shooter-Manier, wobei ihr euren Alter Ego aus einer Schulterperspektive steuert, ballert ihr euch am Boden eurem Missionsziel entgegen. Dank der Zuhilfenahme eines futuristischen Waffenarsenals sowie Fahrzeugen befördert ihr dabei dutzende von Gegner ins Jenseits. Wäre das alles was Starhawk zu bieten hätte, würde es unbemerkt im „08/15“-Schrank verschwinden. Aber dank eines strategischen Parts versteht sich der Titel abzuheben. Abgeschossene Outcasts setzen ein Teil ihrer Rift Energy frei, die ihr nutzt, um mit dem integrierten „Build & Battle“-System kurzerhand verschiedene Gebäudetypen aus dem All fallen zu lassen. Dabei ist es den Entwicklern gelungen, dieses taktische Element unkompliziert und dynamisch ins Spielgeschehen zu integrieren, so dass die Action nicht unterbrochen werden muss.

Neben euren Einsätzen in den weitläufigen Bodenmissionen, führen euch viele der Missionen auch in die Weiten des Weltraums. Hinter dem Steuer eines Gleitjägers, dem Hawk, beschützt ihr beispielsweise ein Transportschiff vor den feindlichen Angriffen. Die Entwickler haben mit dem Quasivorgänger Warhawk bereits gezeigt, dass sie beim Thema Weltraumaction ihr Handwerk verstehen. So wundert es nicht, dass sich der Shooter-Part des Spiels ebenfalls unkompliziert spielt. Der Jäger lässt sich komfortabel durch die Lüfte steuern und bietet durch die verschiedenen Waffenupgrades auch verschiedene Möglichkeiten, den Feinden das Leben schwer zu machen. Die Hawks lassen sich auf Knopfdruck in stark bewaffnete Mechs transformieren, die ihr dann auf Plattformen im Weltraum steuern könnt. Und auch in den Weltraum-Missionen könnt ihr weiterhin Gebäude und Geschütztürme wie aus dem Nichts erbauen.

Strategisch mit mehreren Spielern

Starhawk Bild 03Die drei Spielelemente ziehen sich durch das komplette Spiel und entfalten ihr ganzes Potential erst so richtig im Mehrspieler-Modus, der nach dem etwa 6 stündigen Solopart für viele weitere Spielstunden an den Bildschirm fesselt. Denn auch in diesem stehen euch alle Möglichkeiten aus dem Einzelspieler-Modus zur Verfügung. In klassischen Spielmodi, wie etwa “Deathmatch” oder “Capture the Flag” geht ihr mit bis zu insgesamt 32 Spielern auf Punktejagd. Allerdings werdet ihr anfangs etwas überrascht sein, angesichts der sich geänderten Umstände. Denn plötzlich halten alle Gebäude sowie auch Fahrzeuge viel weniger Schaden aus, als das noch in der Kampagne. Was zum einen gut so ist, denn sonst würden wir als einfacher Fußsoldat kein Land sehen, andererseits aber auch etwas übertrieben wirkt, wenn ich mit meinem Schnellfeuergewehr einen Mech mit gerade mal einem Magazin in Stücke jage.

Technisch macht Starhawk eine gute Figur. Die teils wirklich weitläufigen Schauplätze als auch Gebäude, Fahrzeuge sowie die Action zu Fuß und in der Luft sind optisch gelungen.