Test: Asura’s Wrath


Asura’s Wrath spielt sich komplett anders als jedes andere Spiel. Schon allein das ist eine gute Sache. Der Developer CyberConnect2 hat mit diesem Titel etwas Neues gewagt und dafür sind sie zu beglückwünschen. Asura’s Wrath ist weniger ein traditionelles Actiongame, als ein interaktiver Anime.  

Das Spiel liefert eine epische Story, rund um Verrat, Rache, Verlust und natürlich Zorn(wrath). Das visuelle Spektakel, welches sich auf dem Fernseher entfaltet sucht in Opulenz seinesgleichen. Da der Spielaufbau sich sehr an Animefolgen hält, verschwimmt sehr schnell die Grenze zwischen Film und Spiel.
Die Geschichte von Asura’s Wrath umspannt 12.500 Jahre. Asura ist ein Halbgott und einer von acht göttlichen Generälen. Diese Elitetruppe schützen die Welt der sterblichen vor der zerstörerischen Kraft namens Gohma. Nach einem glorreichen Sieg über die Gohma, fällt der regierende Kaiser einem Mordkomplott zum Opfer. Asura wurde zum Sündenbock gemacht, und inmitten des Tumults wird seine Frau umgebracht und seine Tochter entführt. Nach einem erbitterten Kampf mit seinem Erzrivalen Yasha, wird Asura verbannt. Zwölf Jahrtausende später erlangt Asura wieder Bewusstsein, allein durch die Macht seines Zorns. Die angestaute Wut von 12.000 Jahren wird nun gegen seine ehemaligen Kameraden gerichtet.

Riesig ist noch eine Untertreibung, wenn man versuchen will die Maßstäbe zu beschreiben in Asura’s Wrath. Asura’s Wrath bietet nicht was man klassischerweise von einem Spiel erwartet. Anstatt die Spielwelt selbst zu erkunden nimmt Asura’s Wrath den Spieler bei der Hand und leitet ihn von Episode zu Episode. Asura’s Wrath hat keinen klassischen Levelaufbau. Man läuft nicht in God of War Manier durch die Gegend, sammelt Gegenstände, levelt auf, lernt neue Moves und Zauber, etc. Man macht nichts davon. Asura’s Wrath hat einen komplett andere Vorgehensweise als jedes andere Actionspiel. Das Spiel ist unterteilt in 18 Episoden. Jede dieser 18 Episoden spielt sich in etwa 20 Minuten durch, beginnt mit einem Vorspann, hat in der Mitte zwei Splash Pages mit schönem Artwork, endet mit einem Cliffhanger und zeigt ganz zum Schluss noch eine kleine Preview mit dem was uns in der nächsten Episode erwartet.

Der Fokus liegt bei diesem Spiel nicht besonders darauf Ziele zu erfüllen. Stattdessen wird großer Wert auf die Entfaltung des Storyline gelegt, wobei hier die Grenzen zwischen Animation und interaktiven Medium verschwimmen. Oftmals werden beide kombiniert in den actiongeladenen Zwischensequenzen, welche von Quicktime Events dominiert werden. Die einzig wirklich klassischen Gameplayelemente finden sich in den kurzen Momenten in denen man auf Gegner einschlägt. Der eigentliche Kampf geht leicht von der Hand, wobei das Können auf Buttonmashing reduziert ist. Ab und zu benutzt man noch den Knopf für stärkere Attacken oder Finishingmoves. Während man die Gegnerhorden mit einer Reihe von Combos zu Brei schlägt, füllen sich langsam zwei Leisten, die Infinity- und die Burst-Leiste. Sobald die Infinity-Leiste gefüllt und aktiviert ist, kann Asura für eine gewissen Zeit stärkere und schnellere Combos ausführen.

Die Burst -Leiste ist ein vorherrschend und überaus wichtiges Feature vom Spiel. Sie erlaubt nicht nur super Attacken gegen Endgegner, sondern markiert oftmals das Ende einer Sequenz in einer Episode. Es ist ein großartiges Feature, aber es bedeutet auch dass die meisten Kämpfe nur ein Ziel haben: das Füllen der Burst Leiste, damit die nächste Cutscene beginnen kann.

Asura selbst hat manchmal sechs, zwei  oder auch manchmal Null Arme, je nachdem was die Story und sein Zorn gerade erfordert. Sein Zorn ist der Quell seiner Kampffähigkeiten, je wütender er ist, desto stärker wird er, womit sich auch sein Aussehen verändert. Diese Zornmechanik ist auf brillante Weise verflochten mit der Storyline.

  1. 1
  2. 2
Test: Touch my Katamari Test: Little Deviants