Test: Bang Bang Racing

Die sogenannten Top-Down-Racer sind bis heute noch nicht aus der Mode gekommen, was auch an ihrer Eignung für eine kurze Runde zwischendurch gilt. Dennoch ist es wohl nicht einfach in diesem Genre noch mit neuen Ideen überraschen zu können. Einen Versuch, den die Entwickler mit Bang Bang Racing trotzdem gewagt haben.

Blitzstart für bis zu vier Spieler

bangbangracing01Was sollte man von einem Vertreter des Genres alles erwarten können? Kurz gesagt: Ein solches Spiel muss als “Mittagspausenspiel” zu unterhalten wissen und sollte im Optimalfall auch zusammen mit Freunden für viel Spaß sorgen. Dinge wie Grafik, Sound und der Gehalt an Realismus dürfen hierbei gerne mal in den Hintergrund rücken. Wenn wir uns also vorrangig mit dem Spaßfaktor beschäftigen, dann scheint Bang Bang Racing ein solides Arcade-Rennspiel für die ganze Familie zu sein.

Gas, Bremse, Lenkung und Boost. Dazu kommt noch eine Anzeige, die euch anzeigt, wie es um den Zustand eures Wagen steht. Sprüht euer Gefährt Funken, solltet ihr kurz über die Reperaturstreifen an der Seite der Ziellinie fahren, um Schäden auszubeulen und außerdem direkt etwas neuen Turbo zu tanken. Mehr gibt es über die Steuerung des Spiels nicht zu wissen. Umso mehr Spaß macht das dann auch im Splitscreen für bis zu vier Spieler: Einfach ein paar Freunde schnappen und diese für ein paar Runden auf einem der neun Kurse vor die Konsole zerren.

bangbangracing02Im Gegensatz zu vielen anderen Rennspielen werdet ihr neben der Steuerung auch nicht bei der Auswahl der Strecke oder des eigenen Gefährts überfordert. Jede der neun Strecken steht in ein paar unterschiedlichen Versionen zur Auswahl. Dazu gibt es vier Fahrzeugklassen mit je fünf Fahrzeugen, die jeweils ihre eigenen Stärken haben ohne sich allzu groß voneinander zu unterscheiden. Der Haken an der Sache ist, dass ihr den Einzelspielermodus beenden müsst, um die Fahrzeuge im Mehrspieler nutzen zu können. Eine große Aufgabe ist das dank der hierfür benötigten Zeit von circa 2-3 Stunden zwar nicht, aber spaßig ist es dank der Linearität des Gameplays auch nicht unbedingt.

Nitroeinspritzer mit Leck

Nur drei Spielmodi im Einzelspieler-Modus sind leider etwas dürftig. Auch die sehr aggressive KI, die auf Dauer nur noch nervig ist, verhindert große Freude beim alleinigen Spielen. Und noch etwas fehlt im Vergleich zu ähnlichen Spielen: Waffen mit denen wir Gegner das Leben schwer machen könnten. Stattdessen sind die einzigen Hindernisse, auf die wir treffen können, Fässer mit verschiedenen Inhalten, wie zum Beispiel Öl, das für eine kurze Rutschpartie sorgt. Vielleicht ein Versuch Bang Bang Racing von Spielen wie Micro Machines abzuheben? Doch kommen wir zurück zu herausragendsten Merkmals des Racers: Dem Mehrspielermodus. Hier kommt mit einigen Freunden vor der Konsole definitiv Spaß auf, doch warum wurde dieser auf nur eine Konsole und somit vier Mitspieler begrenzt? Wo ist die Online-Komponente, die hier wie die Faust aufs Auge gepasst hätte?

bangbangracing04Optisch wartet das Spiel mit vielen Details am Streckenrand auf, was für einen Top-Down-Racer alles andere als normal ist. Von uns aus ein dickes Lob für die saubere Technik, Liebe zum Detail. Abstriche wurden dafür in anderen Bereichen gemacht, auch wenn es durchaus zu verkraften ist, dass der Soundtrack über den Stand von Hintergrundgeplätscher hinauskommt. Auffälliger und vor allem störender hingegen ist die dynamische Kamera. Speziell in scharfen Kurven bewegt diese sich viel zu langsam mit und lässt euch des öfteren kurz den Überblick über euer Auto verlieren.

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