Test: The Amazing Spider-Man

Passend zum Kinostart von The Amazing Spider-Man schwingt sich auch das Spiel zum Film zu uns in die Redaktion. In was für Abenteuer wir uns dieses Mal mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft stürzen und wie unser Fazit dazu aussieht, erfahrt ihr in folgendem Test.

Voll die Seuche!

The Amazing Spider-Man Screenshot 01Nach den missglückten Artenkreuzungen bei Oscorp bricht eine Seuche in Manhattan aus, die die Einwohner des gesamten Stadtteils zu infizieren droht. Während der verrückte Wissenschaftler Alistair Smythe auf seine Roboter setzt, die für Ordnung sorgen sollen, entscheidet sich die menschliche Spinne für einen anderen Weg. Kurzerhand soll der gefährliche und in eine Anstalt verfrachtete Dr. Connors helfen, ein Gegenmittel für den Virus zu erstellen. Eben jener Dr. Connors, der nach einem missglückten Experiment als Echse in Manhattan sein Unwesen trieb und die Metropole dem Erdboden gleich machen wollte. Nichtsdestotrotz machen wir uns daran, Dr. Connors bei seiner Arbeit zu unterstützen und der Stadt bei der Bekämpfung der Seuche und genmanipulierter Bösewichte unter die Arme zu greifen.

Spinnenmann hat Freilauf

Ein Spider-Man-Spiel mit einer offenen Spielwelt ist das, was wir uns alle gewünscht haben. Wer würde sich denn nicht gern als Superheld durch die Häuserschluchten Manhattans schwingen und dabei vielleicht die eine oder andere holde Maid in Not erretten? Gerade, da den Entwicklern die Phsyik ausgesprochen gut gelungen ist, entwickelt diese Art der Fortbewegung eine Menge Kurzweil. Schade allerdings, dass die Spielumgebung hier mit Details auf Magerstufe und schwammigen Texturen nicht mithalten kann. Einzig und allein unser Spinnenmann-himself kann mit geschmeidigen Bewegungsanimationen und einer detaillierten Ausgestaltung überzeugen.

Dafür haben wir es, auch wenn wir einmal im Zwist mit mehreren Gegner gleichzeitig stehen, nie mit Rucklern oder Framerateneinbrüchen zu tun. Allerdings leidet in den Kämpfen die Übersicht, da die Kamera oft nicht so möchte, wie wir. So ist es nicht immer ganz klar, welchen der zahlreichen Gegner wir denn nun im Visier haben. Auch bei der Steuerung verlieren wir des öfteren die Übersicht über unsere Aktionen, da uns die zahlreichen Schlagkombinationen und Finishing-Moves ein wenig wirr vorgesetzt werden. Ein durchaus interessante Funktion ist dabei übrigens, dass wir die Zeit anhalten können und so unsere Bewegungen ein wenig planen oder aus einer brenzligen Situation fliehen können.

Auch ein Skillsystem besitzt The Amazing Spider-Man, in dem wir einzelne Kombos oder unsere technische Ausrüstung verbessern können. Je nachdem welche Art von Gegner wir besiegen, erhalten wir Punkte, mit denen wir nach und nach neue Fähigkeiten freischalten können. Auch wurden zahlreiche Comic-Seiten in der Spielwelt verstreut, die es einzusammeln gilt. Wenn ihr eine bestimmte Anzahl beisammen habt, könnt ihr Konzeptgrafiken, Charakterbiografien und weitere nette Extras freischalten.

Bosskämpfe als Schlaftablette

Wie schon die Überschrift verlauten lässt, zeigen die Bosskämpfe die Schwachstellen des Spiels auf. Sie verlaufen sehr monoton und Quick-Time-Events wiederholen sich zu oft. Zugutehalten muss man The Amazing Spider-Man jedoch, dass die Kämpfe trotzdem Spass machen, auch wenn nicht immer alles stimmig wirkt. Technisch ist der Titel, wie bereits erwähnt, ebenfalls nur Mittelmaß. Leider ist auch die Sprachausgabe nicht der Reißer, denn neben wenig Lippen-Synchronität wiederholen sich Spider-Mans Sprüche leider auch ständig. Anfangs wirken seine von Humor oder Ironie geprägten Aussagen ja noch relativ amüsant, nach drei bis vier Stunden Spielzeit, langweilen diese allerdings nur noch.

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