Battlefield 3: Bereits über 800.000 Premium-Mitglieder Little Big Planet Karting: Release-Termin im November

Test: Theatrhythm Final Fantasy

Mehr als ein Dutzend Spiele der Hauptserie und zahlreiche Spinoffs hat Square Enix in den vergangenen 25 Jahren zu Final Fantasy veröffentlicht und damit eines der weltweit bekanntesten und beliebtesten Franchises der Videospielgeschichte erschaffen. Mit dem neuesten Titel Theatrhythm Final Fantasy hat sich das Studio ein ganz besonderes Ziel gesetzt: Die atemberaubenden Soundtracks der ersten 13 Final Fantasy Spiele nochmals ins Rampenlicht zu rücken. Mit zahlreichen Modi und diversen Rollenspielelementen verspricht Theatrhythm Final Fantasy auf den ersten Blick ein lohnendes Musik-Rhythmus-Spiel zu sein. Ob diese erste Einschätzung ins Schwarze trifft, oder ob es sich hier doch um eine Enttäuschung handelt, erfahrt ihr im Folgenden.

Das Beste aus 25 Jahren Final Fantasy

Theatrhythm Final Fantasy Screenshot 01Theatrhythm Final Fantasy bietet dem Spieler rund 70 Tracks und zahlreiche weitere Titel, die als DLC erworben werden können. Diese riesige Auswahl beinhält unter anderem Musikstücke wie „Mambo de Chocobo“ aus FFV, „J-E-N-O-V-A“ aus FFVII und auch das allseits beliebte „Suteki da ne“ aus FFX. Nostalgiker werden sich nicht nur auf die große Trackliste freuen dürfen, sondern sich teilweise auch in die guten alten Zeiten zurückversetzt fühlen.

Die Story des Spiels ist simpel und daher schnell erzählt. Die Kräfte des Chaos haben den Musik-Kristall, der die Welt mit Harmonie erfüllt, korrumpiert. Um den Kristall wieder herzustellen, bedarf es Rythmia, die nur Helden auf ihren melodischen Reisen erlangen können. Nach dieser kurzen Erklärung beginnt dann auch schon das Spiel mit der Partyerstellung. Aus jedem einzelnen Final Fantasy Titel steht hier je ein Charakter zur Auswahl und weitere können im Spielverlauf freigeschaltet werden. Durch das Sammeln von Erfahrungspunkten können diese aufleveln und erlernen so neue Fähigkeiten, die, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, im Spielgeschehen ausgelöst werden. Besonders, wenn man in höheren Schwierigkeitsstufen Probleme bekommt, bietet diese Individualisierung gute taktische Möglichkeiten.

Die unterschiedlichen Modi

Theatrhythm Final Fantasy Screenshot 03Square Enix hat versucht, drei recht unterschiedliche Modi in Theatrhythm Final Fantasy zu vereinen. Den Series-, den Challenge- und den Chaos Shrine Modus. Beim Series Modus bekommt der Spieler die Möglichkeit eines der 13 unterschiedlichen Final Fantasy Spiele auszuwählen und hier die enthaltene Playlist zu spielen. Diese beginnt immer mit dem Opening und endet mit einem Ending Theme. Das Spielgeschehen ist relativ schlicht gehalten: Kleine Blasen schwirren auf einen Kristall zu. Durch zeitgenaues Tippen des Touchscreens können hier zusätzliche Rythmia Punkte gesammelt werden. Da sich Opening und Ending allerdings nicht auf die Spielwertung auswirken, können sie auf Wunsch auch übersprungen werden.

Die drei Hauptelemente von Theatrhythm Final Fantasy lassen sich nach dem Opening finden: Die Field Music Stage, die Battle Music Stage und die Event Music Stage. Bei der Field Music Stage begibt sich einer eurer Partymitglieder auf eine Reise durch unterschiedliche Szenarien. Zusätzlich dazu erscheinen hier diverse Triggersymbole, die von links herangehuscht kommen. Erreichen diese den rechtsliegenden Triggerkreis, gilt es für den Spieler auf dem Touchscreen zu agieren. Insgesamt gibt es zudem drei Trigger: Den Touch Trigger, den Hold Trigger und den Slide Trigger. Beim Touch Trigger muss kurz angetippt werden, beim Hold Trigger für eine gewisse Zeit das Touchfeld gedrückt gehalten werden und beim Slide Trigger gilt es eine rasche Bewegung mit dem Stylus über den Bildschirm zu machen. Je akkurater gespielt wird, umso mehr Punkte gibt es abzusahnen. Fehler hingegen wirken sich negativ auf die Lebensenergie der Party aus.

Theatrhythm Final Fantasy Screenshot 02

Bei der Battle Music Stage geht es ähnlich zu. Hier sind allerdings alle vier Partymitglieder vorhanden und kämpfen gegen eine größere Anzahl an Kreaturen. Der angerichtete Schaden ergibt sich dabei insbesondere aus der Genauigkeit des Spielers. Auch der Highscore wird entsprechend berechnet und nur durch hohe Combos kann so die maximal mögliche Punktezahl erreicht werden. Die Motivation in jeder einzelnen Stage eine Höchstwertung von „S“ zu erlangen ist hier sehr groß, aber mindestens ebenso anspruchsvoll.  Das sorgt zugleich für einen riesigen Wiederspielwert.

Die Event Music Stage unterscheidet sich von den anderen beiden genannten in einem wesentlichen Punkt: Nicht die Triggerfelder bewegen sich hier, sondern der Triggerkreis. Dieser läuft auf einer festgelegten Bahn über den Bildschirm, während im Hintergrund ein Video zum jeweiligen Final Fantasy Titel abgespielt wird. Neben dem Series Modus sind auch noch die Challenge und der Chaos Shrine enthalten. Die Challenge bietet die Möglichkeit einzelne Songs zum Spielen auszuwählen, während beim Chaos Shrine besondere Battle Music Stages auf den Spieler warten, die durch gesammelte dunkle Noten freigeschaltet werden können.

Streetpass und Museum

Theatrhythm-Final-Fantasy-Screenshot-04Neben dem aktiven Spielgeschehen ist es in Theatrhythm Final Fantasy möglich eine individuelle ProfiCard zu erstellen, die dann mit anderen Spielern via Street Pass getauscht werden kann. Obendrein ist es sogar möglich dunkle Noten anzuhängen und so zu tauschen. Schließlich ermöglicht das Museum noch den Zugang zu Statistiken, einem Music Player, einem Theater für freigeschaltetes Videomaterial, sowie einer Collection. Letztere ist für Sammelkarten reserviert, die während des Spiels ergattert werden können.