Test: Trine 2 – Director’s Cut (Wii U)

Nach über einem Monat dürften viele von euch ihre Wii U-Launch-Titel bereits ausgiebig gespielt haben. Nachschub muss her! Wer hier im Verkaufsregal nichts passendes findet, der sollte sich einmal im eShop umsehen. Bereits seit dem Start der Wii U wird dort das hoch gelobte Trine 2 als Director’s Cut für schlappe 16,99 EUR angeboten. Ob sich der Kauf lohnt?

Nicht ganz neu

Trine 2: Director's Cut

Besitzer des Wii U Basic Packs werden schnell feststellen, dass die Speicherkapazität ihrer Konsole eindeutig zu gering ausfällt. Satte 2 GB umfasst das Download-Paket von Trine 2. Dabei handelt es sich um dasselbe Spiel, das vor etwa einem Jahr für Xbox 360, PS3, PC und Mac erschien (ingame: 9.0). Als „Director’s Cut“ darf sich die Wii U-Version dank der beiliegenden Erweiterungen „Goblin Menace“, dem exklusivem Level „Dwaven Caverns“ und der Anpassungen an den Wii U-Tablet-Controller jedoch zu recht betiteln.

Spielerisch ist alles beim Alten: Als Amadeus, Pontius und Zoya reist ihr durch eine märchenhafte Welt. Obwohl ihr euch stets in alter 2D-Manier von links nach rechts durch den Level bewegt, sind diese derart lebendig und vollgestopft mit Details, dass wir hier auch gerne nur zuschauen. Das Ganze in Kombination mit einem fantastischen Märchenerzähler (engl. OV) dürfte wohl jeden Spieler binnen Sekunden tief ins Spiel eintauchen lassen.

Trine 2: Director's Cut

Freie Wahl in Sachen Steuerung

Wie ihr den Titel genießt ist dabei völlig euch überlassen. Unterstützt wird die Remote-Nunchuk-Kombi, der Wii Classic Controller Pro, aber natürlich auch der neuartige Tablet-Controller. Von letzterem profitiert vor allem der Zauberer Amadeus, da dessen Zauber am Touchscreen schneller und gezielter ausgeführt werden können. Die Spezialfähigkeiten der anderen Charaktere können zwar auch über den Touchscreen gesteuert werden, hier hat dann aber in Sachen Geschwindigkeit der klassische Tastendruck die Nase vorn. Letztendlich solltet ihr also die Touchscreen und Tastensteuerung nach den eigenen Vorlieben kombinieren.

Trine 2: Director's Cut

Nicht unterschätzen solltet ihr aber auch die Remote-Steuerung in Verbindung mit dem Nunchuk, denn die Pointer-Funktion der Remote hat bei diesem Titel eine echte Daseinsberechtigung. Während wir bei der Touchscreen-Steuerung die rechte Hand zum Bildschirm führen müsst, entfällt dies bei der Remote-Methode. Zu jeder Zeit habt ihr so die volle Kontrolle über die Geschehnisse am Bildschirm.

Eins, zwei oder drei

Wer alle Vorzüge des Titels genießen möchte, der sollte zwei Freunde mobilisieren und das Märchen zu dritt genießen. Jeder Spieler steuert dabei einen der Protagonisten. Das funktioniert sowohl lokal, als auch über das Internet. Ob ihr lieber auf eure Freunde als Mitstreiter, oder aber auf fremdes Fußvolk setzt, das bleibt jedoch euch überlassen. Nach ersten kniffligen Rätseln fehlt im Online-Multiplayer aber vor allem eines, ein Voice-Chat. Oftmals sitzt der Spieler hier machtlos vor dem Bildschirm und wartet vergebens auf die nötige Kooperation der Mitstreiter.

Test Trine 2 - Director's Cut (WiiU)An diesem großen Manko wird aber bereit gearbeitet. Zwar lässt das für Dezember angekündigte Update weiterhin auf sich warten, dafür verspricht es aber zu aller erst einmal den bitter benötigten Voice-Chat. Darüber hinaus wird eine deutsche Sprachausgabe und die Unterstützung des Wii U Pro Controllers nachgereicht. Kleinere Verbesserungen an der Grafik und dem Sprungverhalten der Figuren sollen ebenfalls Teil des Update-Paketes sein. Eine wahre Bereicherung für den Titel, wenn es denn dann endlich kommen sollte.

Test der PS 3-Version: Trine 2
Offizielle Seite:  trine2.com
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