Vorschau: Anarchy Reigns

anarchy reigns playstation 3 xbox 360 14.06.2012 screenshot 8Von vielen heiß erwartet: Anarchy Reigns oder auch Max Anarchy, wie es in Japan genannt wird. Kann Platinum Games, Schöpfer solcher Spiele wie Bayonetta oder Vanquish, die in das Spiel gesetzten hohen Erwartungen erfüllen? Nachdem wir den Single- und  Multiplayermodus ausgiebig angespielt haben, können wir dies nur mit einem “Nein” beantworten.

Die Anarchie regiert nicht auf dem Controller

Die simple Steuerung von Anarchy Reings macht das Spiel für Gelegenheitsspieler attraktiv. Alle Moves werden per einfachem Tastendruck ausgelöst, komplizierte Moves, wie in einem klassischen Beat’em Up, gibt es hier nicht. Verschieden Kombinationen können jedoch den entscheidenden Vorteil im Kampf liefern. Wehrt euer Gegner eure Angriffe ab, könnt ihr zum Beispiel mit einem abweherbrechenden Angriff durchschlagen. Solltet ihr euch in der Defensive wiederfinden, könnt ihr solch einem Angriff jedoch mit einer simplen Hechtrolle ausweichen und sofort zum Gegenangriff übergehen. Spezialangriffe stehen ebenfalls zur Verfügung, diese verwenden jedoch Energie. Sobald all eure Energie aufgebraucht ist müsst ihr auf Spezialangriffe verzichten, bis sich diese wieder aufgeladen hat.

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Nonstop-Faustkämpfe wären jedoch auf Dauer ein wenig eintönig, daher könnt ihr mit allerhand Waffen und Umgebungsgegenständen auf eure Gegner losgehen. Während in den Arealen überall Gegenstände gefunden werden können, müsst ihr für eine vernünftige Waffe schon etwas mehr Mühe investieren. In Kisten, die sich überall im Level finden lassen oder von NPCs durch die Gegend getragen werden, findet ihr mächtige Waffen. Welche ihr erhaltet, erfahrt ihr erst, sobald ihr die jeweilige Kiste geöffnet habt. Wart ihr zuvor noch gezwungen defensiv zu agieren, kann sich dies durch ein Item schnell ändern. Oft finden sich mächtige Argumentationsverstärker wie Raketenwerfer oder Schilde, die euch vorübergehenden Schutz gewähren.

Singeplayer Hui, Multiplayer Pfui

Im Einzelspielermodus ähnelt Anarchy Reigns einem Brawler, ähnlich Streets of Rage, im 3D Gewand. Hier funktionieren alle oben erwähnten Punkte tadellos, vom Mehrspielermodus kann das allerdings nicht behauptet werden. Im Team-Deathmatch treten zwei Teams á vier Personen gegeneinander an. Das Team, das am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Punkte werden unteranderem für KOs, Teamwork und das Sammeln von Waffen und Items vergeben. Hat ein Spieler genug Knockouts auf seinem Konto, erhält er dafür ein Level Up. Doch genau hier liegt das Problem des Mehrspielerparts. Durch einen Level Up erhaltet ihr mehr Lebens- und Spezialenergie. Dann könnt ihr nicht nur mehr einstecken, sondern auch austeilen. Einen direkten Konflikt mit Spielern auf einem niedrigeren Level müsst ihr dann nicht mehr fürchten. Die einzige Chance, die eure Gegner haben, ist eurer Level zu senken in dem sie euch töten, was aber praktisch unmöglich ist.

anarchy reigns playstation 3 xbox 360 14.06.2012 screenshot 4Ganze Mutliplayersitzungen können durch dieses Spielfeature im Alleingang bestritten werden, ohne dass ein weiterer Spieler auch nur einen einzigen KO kassiert. Was Platinum Games hier mit dem Multiplayer abliefert ist absolut unbrauchbar. Durch das Level Up System kommt kein Spaß auf – weder bei dem Spieler der das hohe Level sein Eigen nennt, noch bei seinen Mitspielern. Es bleibt zu hoffen das Platinum Games dieses Balancing-Problem bis zum Release aus der Welt schafft. Sollte dem nicht so sein, könnt ihr euch aber immer noch dem gelungenen Einzelspielermodus widmen.

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