Vorschau: Assassin’s Creed 3 Liberation

Mit Assassin’s Creed ist Ubisoft vor knapp fünf Jahren ein echter Überraschungshit geglückt, der spielerisch zwar noch nicht an die Qualität seiner Nachfolger heranreichen, dafür aber mit einem außergewöhnlichen Setting punkten konnte.Die Folge waren überzeugende Verkaufszahlen, die eine Weiterführung der Serie fast schon selbstverständlich machten. Mit Assassin’s Creed 3 Liberation erscheint demnächst der erste Serienableger auf Sonys neuestem Handheld, der PlayStation Vita.

Frauen an die Macht!

Assassin's Creed 3 Liberation Screenshot 01Anders als in den bisherigen Teilen der Reihe, schlüpfen wir in Liberation erstmals in die Haut einer weiblichen Protagonistin namens Aveline. Diese lebt als Tochter eines französischen Kaufmannes und einer Afrikanerin in New Orleans, eine Stadt, die im Assassin’s-Creed-Universum ihre Premiere feiern darf. Zeitlich ist die Mission, die wir bei der gamescom-Präsentation zu sehen bekamen, im Jahr 1771 angesiedelt – auch das bedeutet beim Vergleich mit den Vorgängern einen Unterschied. Wer nun allerdings ein völlig anderes Spiel erwartet, dem darf gesagt sein, dass sich auch Aveline den Assassinen verschrieben hat, genau wie Ezio oder Altair aus vorangegangenen Teilen.

Und den beiden steht sie auch beim Thema Spring- und Kletterfertigkeiten sowie Kampfkünsten in nichts nach. Geschmeidig hüpft Aveline von einem Dach auf das nächste, erledigt ihre Kontrahenten mit versteckten Klingen lautlos im Nahkampf oder setzt sich auch mal ein wenig brachialer mit einer Pistole auf größere Entfernungen zur Wehr. Als richtig cooles Gadget empfanden wir eine Waffe, die als kleiner Schirm getarnt ist – was für die Wachen an einer Frau wie Aveline zunächst noch nach hübscher Zusatzdekoration aussieht, kann innerhalb weniger Sekunden den sofortigen Tod bedeuten.

1, 2 oder 3? Wählen Sie eine Identität!

Assassin's Creed 3 Liberation Screenshot 02Ohnehin versucht das Spiel die Reize einer Frau miteinzubinden, denn in das richtige Kostüm geschlüpft, ist es ein Leichtes, Wachen zu bezirzen, um an ihnen vorbeizugelangen. Doch keine Angst, dieser Trick funktioniert natürlich nicht immer und wird durch das Missionsdesign an bestimmten Punkten geschickt verhindert. Aveline kann sich mit Kostümen jedoch nicht nur aufhübschen, denn in einem weiteren Outfit geht sie glatt als Arbeiterin durch. Mit einem Besen in der Hand wird sie neben den Kolleginnen von der Reinigung für Wachen unsichtbar oder schmuggelt sich mit schwerer Last in den Armen an ihnen vorbei.

Kommt es dann doch zum Kampf, kann sich die Assassinin auch ohne größere Probleme gegen fünf Feinde gleichzeitig durchsetzen. Zumindest war genau eine solche Situation während der Live-Präsentation zu sehen, wodurch davon auszugehen ist, dass Liberation beim Schwierigkeitsgrad nicht zwingend anziehen wird. Die einen wird es freuen, die anderen eher nicht. Zumindest sollten wir mit Aveline nicht den Rambo mimen, durch das toll gestaltete Städtchen New Orleans hetzen und stupide alles ausknocken, was uns vor die Füßchen läuft. Denn dafür sind die alternativen Möglichkeiten und Gadgets einfach viel zu spaßig.

Offizielle Seite zum Spiel: Assassin’s Creed @ ubi
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