Vorschau: Medal of Honor Warfighter

Es war mal wieder soweit, Electronic Arts hat uns in ihre heiligen Hallen in Köln geladen und gewährte uns einen Blick auf ihr kommendes Shooter-Highlight Medal of Honor: Warfighter. Kaum zu glauben, wir haben es hier bereits mit dem zwölften Teil der Reihe zu tun – die Handheld-Versionen mal ausgenommen. Bereits mit dem letzten Medal of Honor versuchte man dem Kassenschlager Call of Duty ein Stück vom Kuchen abzuluchsen. Schluss mit den Weltkriegsshootern, die Gegenwart ist Programm.

Von Krisenherd zu Krisenherd

Medal of Honor Screenshot 01Das ändert sich auch nicht mit Warfighter. Wieder halten aktuelle und  reale Ereignisse als Story-Lieferant her. Ob eine Geiselbefreiung in Abu Sayyafs Festung in Brasilien oder ein Angriff auf Al-Shabaabs „Piratenstadt“ an der Küste von Somalia – in Medal of Honor reist ihr als Tier 1-Eliteeinheit in die dunkelsten Orte dieser Welt. Und los geht es bereits diesen Monat, denn das Spiel erscheint am 25. Oktober für PC, PlayStation 3 und Xbox 360.

Bevor wir uns nun aber in den virtuellen Krieg wagen, müssen wir erst den realen Krieg am Buffet überstehen. Was sind schon 100 bis an die Zähne bewaffnete Soldaten gegen eine hungrige Schar von Redakteuren? … Objective Complete. Nun endlich begeben wir uns an die bereitgestellten Rechner. Gespielt wird die PC-Version des Titels, wahlweise mit Microsoft-Pad oder Tastatur. Zur Auswahl stehen zwei Level, Somalia „Shore Leave“ und Kirachi „Hot Pursuit“.

Medal of Honor Screenshot 03

Staunen nach Drehbuch

In Somalia „Shore Leave“ stürmt ihr eine kleine Stadt vom Strand aus. Perfekt, denn dort wimmelt es nur so von schießwütigen Gegnern. Das kommt euch bekannt vor? Richtig, denn es handelt sich dabei um den Abschnitt, der bereits auf der E3 live präsentiert wurde. Grafisch hat man, dank Frostbite-2-Engine, im Gegensatz zum Vorgänger ordentlich zugelegt. Tolle Weitsicht, super Lichteffekte und eine (hier und da) zerstörbare Umgebung sind das Resultat. Aber auch spielerisch legt EA eine Schippe drauf. In den von uns angespielten Level wurde deutlich mehr Action geboten als im Vorgänger. Ab der ersten Sekunde seid ihr mitten im Geschehen. Zwar sind die einzelnen Level wie erwartet von vorn bis hinten gescriptet, was euch stellenweise stark einschränkt, gleichzeitig jedoch auch ein sehr intensives Spielerlebnis bietet.

Medal of Honor Screenshot 02Der erste Teil der Mission ist geschafft und die fiesen Scharfschützen mit einem Bombenregen ausgeschaltet. Es folgt eine Fahrt mit einem bewaffneten Roboter. Solche Einlagen sollen sich im ganzen Spiel wiederfinden und für die nötige Abwechslung sorgen. Das funktioniert auch wunderbar, denn die Steuerung ist für Shooter-Freunde an keiner Stelle ein Problem. Einlagen wie diese fügen sich fantastisch in das Spielgeschehen ein. Wo die E3-Demo jedoch endet setzen wir unseren Kampf fort.

Nach harten aber beeindruckenden Straßenkämpfen dürfen wir uns als Scharfschütze versuchen. Aus einem Turm heraus schalten wir mit Raketenwerfern bewaffnete Soldaten aus. Zumindest sollten wir das – doch statt Soldaten durchsieben unsere Kugeln eher das umliegende Mauerwerk. Was ist denn hier los? „Flugbahn“ ist das Zauberwort, denn bei Warfighter schlagen die Kugeln nicht dort ein wo euer Zielkreuz es vorgibt. Umso besser, ein Shooter bei dem auch schon mal nachgedacht werden muss.

Medal of Honor Screenshot 04

Fahrer mit Tapferkeitsmedaille

Nach einer kurzen Sequenz finden wir uns hinter dem Steuer eines Wagens wieder. Unser Ziel ist es, das Handy eines Killers sicherzustellen. Was folgt, ist eine Verfolgungsjagd, die sich in Shootern meist recht unrühmlichen präsentierten. Aber obwohl ihr den Wagen aus der Ego-Perspektive lenkt, habt ihr jederzeit die volle Kontrolle über das Gefährt. Kein Fluchen, nur Staunen. Das die Frostbite 2-Engine auch für Rennspiele geeignet ist, hat man schließlich bereits mit Need for Speed: The Run (ingame-Test: 6.5) bewiesen. Einige Szenen könnten auch einem Driver entstammen: Überall flüchtende Passanten, Verkehr und herumfliegende Mülleimer und das alles vor detaillierter Kulisse. Wunderschön. Enge Gassen sind dabei genauso problemlos passierbar, wie eine stark befahrene Hauptstraße.

Die Fahrt durch einen Wochenmarkt ist hier besonders spektakulär. Das wahre Highlight folgt aber kurz darauf. Um die nächste Ecke gedriftet landen wir in einem Stau. Was uns im wahren Leben den letzten Nerv rauben würde, ist in einem Spiel dieser Art längst überfällig. Rauf aufs Gas und mitten durch. Das zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht. Einziger Wehrmutstropfen: Auch dieses Level folgt strikt den Regeln seines Script-Werks. Spielt ihr das Level erneut, erwarten euch keine Überraschungen. Alles bleibt so, wie beim ersten Durchlauf. Darüber hinaus ist euer virtueller Widersacher so flink, das er sich erst auf den letzten 200 Metern „fangen“ lässt. Alles in allem aber ein sehr beeindruckendes und überaus unterhaltsames Level.

Offizielle Seite: MedalOfHonor.com
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