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Vorschau: Nintendoland (Wii U)

Um eine neue Konsole gebührend zu zelebrieren, braucht es knallige Exklusivtitel. Dass Nintendo deshalb gerade NintendoLand als Stützpfeiler ihrer Präsentation auf der E3 2012 auserkoren hat, ist nach wie vor schwer nachvollziehbar. Eine Minispielsammlung in Sparoptik ist schließlich nicht unbedingt das, was wir einen Kaufgrund für eine neue Konsole wie die Wii U nennen. Im Rahmen der Post-E3-Tour von Nintendo konnten wir einen genaueren Einblick in Nintendos digitalen Vergnügungspark erhalten, und wollen euch im folgenden verraten, wie unterhaltsam sich das Ganze gestaltet hat.

Da sich viele der Spiele primär an Gelegenheitsspieler richten, stellen wir euch im folgenden die gezeigten fünf Minispiele kurz vor und geben euch am Ende eine Einschätzung, wie sehr sich das jeweilige Spiel für Casual- respektive Coregamer eignet. Noch eine kleine Anmerkung vorweg: Wir konnten lediglich fünf der zwölf letztlich in NintendoLand enthaltenen Minigames anspielen.

NintendoLand-Donkey-Kong's-Crash-Course-ScreenshotDonkey Kong’s Crash Course

Das in unseren Augen schwächste der fünf gezeigten Spiele. Über Links- und Rechtsneigung des Wii U Gamepads steuert ihr hierbei ein „zweibeiniges“ Gefährt durch einen Hindernisparcours, der entfernt an das Areal des ersten Donkey-Kong-Spiels erinnert. Über die Schultertasten dürft ihr zudem noch Aufzüge und Wippen bedienen und über den rechten Analogstick entsprechende Vorrichtungen kurbeln und drehen, um Plattformen zu rotieren oder bewegliche Plattformen in Gang zu setzen.

Auch wenn das Prinzip einfach und intuitiv erscheint, so ist die letztendliche Handhabung doch ein wenig zu fummelig. Schon kleine Fehler führen zu einem schnellen Aus. Außerdem sind einige der Bewegungen, die auf dem rechten Stick ausgeführt werden müssen (das „Kurbeln“) durchaus etwas zu anspruchsvoll für Gelegenheitsspieler. Für Coregamer wiederum scheint es nicht genügend Motivation zu geben, sich durch die hindernisgespickten Areale zu schlängeln. Optisch ist das hier schließlich auch absolute Sparflamme.

Casual: Grottig! | Core: Grottig!

NintendoLand-Luigi's-Ghost-Mansion-ScreenshotLuigi’s Ghost Mansion

Was auf der E3 2012 aussah wie ein aufgebohrtes PacMan auf zwei Display, erwies sich beim Anspielen durchaus als distinktiver Mehrspielerspaß. Bis zu fünf Spieler können sich hierbei ins „Geisterhaus“ verirren. Derjenige mit dem Wii U Gamepad lenkt die Geschicke des Schreckgespenstes und muss die anderen Spieler berühren, um sie auszuschalten, dabei aber möglichst Spielerscheinwerfer und Lichter umgehen. Die anderen Spieler lenken über die waagerecht gehaltene WiiMote die Geisterjäger. Diese müssen per mitgeführter Funzel den unsichtbaren Störenfried „aufdecken“ und versuchen, von selbigem nicht hinterrücks angefallen zu werden. Gewonnen ist die Partie entweder, wenn der Geist seine komplette Lebensenergie im Scheinwerferlicht eines Spielers verloren hat, oder der Geist alle Spieler ausschaltet.

Was spielerisch flach klingen mag, entwickelt sich mit mehreren Spielern erstaunlich schnell zur Gaudi. Gerade die Steuerung per Wii U Gamepad bietet durchaus ein wenig Nervenkitzel. Sollen wir jetzt über einen unachtsamen Spieler herfallen, auch wenn die Gefahr groß ist, dass uns kurze Zeit später bereits ein weiterer Spieler im Nacken sitzt? Und auch die Geisterjagd hat eine gewisse taktische Tiefe: Zusammenarbeit ist essentiell, um eine Chance zu haben. Auch wenn es Coregamern langfristig an Motivation fehlen dürfte und das Spiel nicht mit weniger als fünf Mitmenschen spielbar ist, konnte es uns trotzdem von sich überzeugen.

Casual: Bombig! | Core: Gut

NintendoLand-Animal-Crossing-Sweet-Day-ScreenshotAnimal Crossing: Sweet Day

Vom Spielprinzip ähnlich dem vorangegangenen Luigi’s Ghost Mansion: Fünf Spieler dürfen gleichzeitig antreten. Die vier WiiMote-Schützlinge lenken dabei Süßigkeitendiebe, die durch Zusammenarbeit das Naschwerk von Bäumen (!) pflücken. Werden diese danach verspeist, nehmt ihr an Gewicht zu und lauft langsamer. Am Mampfen der Süßigkeiten hindern muss sie der Spieler mit dem Wii U Gamepad. Dafür steuert er über die beiden Analogsticks des Controllers jeweils einen Jäger. So kann der Spieler durch Geschick ganz allein die Gegner einkesseln. Per Schultertaste kann er zudem einen Sprungangriff ausführen. Gewonnen haben entweder die Diebe, wenn sie eine gewisse Anzahl an Naschwerk konsumiert haben, oder der Jäger, wenn drei Gegner ausgeschaltet wurden.

Auch bei Animal Crossing: Sweet Day stellt sich mit mehreren Spielern schnell Spaß ein. Gerade die nach Süßigkeitendiebe müssen viel strategisches Geschick an den Tag legen, wenn es um den richtigen Zeitpunkt des Verzehrs geht. Der Spieler am Gamepad hat dabei aber sicherlich die größte Herausforderung, da es recht kniffelig ist, die Übersicht über beide gesteuerten Figuren zu behalten. Genau hier liegt der Knackpunkt für Gelegenheitsspieler, da diese bei der Kontrolle von zwei Figuren kaum Land sehen dürften. Für erfahrene Spieler ist das eine nette Herausforderung … wenn auch nur für ein paar Minuten.

Casual: Gut | Core: Gut

NintendoLand-The-Legend-of-Zelda-Battle-Quest-ScreenshotThe Legend of Zelda: Battle Quest

Das Minispiel im „The Legend of Zelda”-Look darf mit bis zu drei Spielern bestritten werden. Ein Spieler am Gamepad steuert hierbei einen Bogenschützen. Gezielt wird gänzlich über den Bildschirm des Controllers: Durch Schwenken verändert ihr den Bildausschnitt und könnt so genau Gegner ins Visier nehmen. Die Sehne spannt ihr hierbei über den Analogstick, nachgeladen wird, in dem ihr den Controller kurzzeitig nach unten neigt. Die anderen Spieler übernehmen den Part der Schwertkämpfer und können per Schwungbewegung mit der Waffe zuschlagen und sich außerdem per Schild Schlägen erwehren.

Nett ist das Geschehen auf dem Bildschirm. Gerade Casualspieler freuen sich über die dezent erhöhte Komplexität des Minispiels, was dem Ganzen eine gewisse Tiefe verleiht. Die Handhabung ist dabei sehr intuitiv, so dass es nicht zu Frustration kommt. Coregamer finden hier das komplexeste Spiel der Sammlung vor, auch wenn nach einigen Durchgängen bereits wieder die Luft raus ist.

Casual: Gut | Core: Gut

NintendoLand-Takamaru's-Ninja-Castle-ScreenshotTakamaru’s Ninja Caslte

Ein Lightgun-Shooter mit Ninjasternen und Gestensteuerung – die exakte Beschreibung dieses „Spielehappens“. Auf dem Bildschirm eures vertikal gehaltenen Wii U Gamepads seht ihr einen Shuriken, den ihr per Wischbewegung Richtung Fernseher werfen könnt. Durch die Neigung des Controllers bewegt ihr dabei euer sichtbares Fadenkreuz. Treffen müsst ihr dabei feindliche Pappkameraden auf dem Bildschirm, die zuerst keine Gefahr darstellen, später aber auch mit Schwert oder Bomben in den Kampf ziehen.

Technisch ist dieses, bereits auf der ersten Präsentation der E3 2011 in einem Teaser vorgestellte Spiel, sehr gut umgesetzt. In Nullkommanichts haben wir die Handhabung verinnerlicht und werfen wild mit den gezackten Wurfgeschossen um uns. Coregamern fehlt es aber leider an Herausforderung und Abwechslung, so dass uns bereits nach wenigen Minuten die Lust vergeht. Doch zumindest bei Gelegenheitsspielern bleibt die Faszination lange bestehen.

Casual: Bombig! | Core: Grottig!