Tomb Raider: Neuer Gameplay-Trailer von der PAX Popstars 2012: Scarlett bekam zu wenig Punkte. Sie ist raus!

Vorschau: One Piece – Pirate Warriors

Einmal selbst die Segel setzen und mit Ruffy und der Strohutbande die Grandline unsicher machen, davon träumen wohl die meisten Fans von One Piece. In Pirate Warriors soll dies nun möglich sein. Die erfolgreichste Manga-Serie aller Zeiten hat weltweit zahllose Fans und so wundert es nicht, dass sich auch die Spiele für Namco Bandai zu einer wahren Goldgrube entwickelt haben. Ob jedoch auch die neueste Game-Umsetzung von One Piece überzeugen kann und Pirate Warriors dem Werk von Eiichiro Oda gerecht wird, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

Eine Crew findet zusammen

Vorschau: One Piece - Pirate WarriorsZwei Jahre sind nach den verhängnisvollen Ereignissen auf dem Sabaody Archipel vergangen. Voneinander getrennt feilten Ruffy, Zorro, Nami und der Rest der Crew an ihren Fertigkeiten und trafen sich stärker als je zuvor erneut auf der Inselkette nahe der Neuen Welt. An dieser Stelle setzt die Handlung von One Piece – Pirate Warriors ein. Doch statt die weitere Reise der Strohutbande mit zuerleben, durchlauft ihr noch einmal die wichtigsten Ereignisse auf dem bisherigen Weg. So darf erneut das Baratie vor Don Creek beschützt, Kokos von der Tyrannei des Fischmenschen Arlong befreit und der Putsch in Alabasta verhindert werden. Stück für Stück sammelt Ruffy in Pirate Warriors seine Mannschaft zusammen und verhaut dabei jede Menge bekannte Schurken der Serie.

Massenschlägerei mit Gum-Gum-Power

In dieser Hinsicht macht Pirate Warriors bereits alles richtig, denn Neulinge tauchen langsam in die Welt von One Piece ein, während Hardcore-Fans immer wieder an ihre schönsten Momente mit der Strohutbande erinnert werden. Ebenso leicht ist auch der Einstieg in das Gameplay. In der Regel gilt es schier endlose Massen an Marinesoldaten oder feindlichen Piraten zu besiegen, bevor ihr euch dann dem Oberbösewicht widmen dürft. So bleibt genug Zeit sich mit den verschiedenen Techniken der Charaktere vertraut zu machen und sich die Combos einzuprägen. Nebenbei müssen, zugegebener Maßen relativ simple Rätsel gelöst oder zusätzliche Aufgaben bewältigt werden. Zwar klingt das Verhauen von hunderten von Gegnern in wenigen Minuten relativ eintönig, je länger der Spieler jedoch vor One Piece – Pirate Warriors verbringt, desto mehr Spaß macht die Massenkeilerei.

Vorschau: One Piece - Pirate WarriorsTaktik und Rafinesse werden in Pirate Warriors jedoch spätestens bei den Bosskämpfen notwendig. Im Gegensatz zu den schwächlichen Untergebenen, stellen Wapol, Sir Crocodile und Co. eine gewisse Herausforderung dar, bei der die Spieler sämtliche Techniken der Gum-Gum-Frucht voll ausnutzen müssen. Darüber hinaus bietet die Spielwelt relativ wenig. Zwar gibt es praktisch keine Entdeckungen zumachen, die Entwickler kompensieren dies jedoch durch das schnelle Gameplay. Ruffy ist nahezu permanent in Bewegung und schwingt sich mal von Dach zu Dach, lässt sich mit dem Gum-Gum-Ballon von Wänden abprallen oder schießt sich auf einer Kanonenkugel durch Water 7. Vor allem die Kreativität der Macher bei der Verwendung von Ruffys Teufelskräften überzeugt hierbei völlig.

Anime-Optik in 3D

Doch kaum ein Thema ist bei Anime-Spielen so bedeutend wie die Grafik. Hier liegt eine weitere Stärke von Pirate Warriors. Gleichzeitig soll das Spiel eine passable Grafik bieten, die die Möglichkeiten der Playstation 3 auch zu nutzen weiß, auf der anderen Seite dürfen die animegewohnten Fans jedoch nicht verschreckt werden. Auch wenn Pirate Warriors der Verbindung beider Ansprüche weniger gerecht wird, als etwa Ni No Kuni, machen die Charaktere und Welten doch einiges her und übertragen die Anime-Serie gekonnt in 3D-Optik. Auch die Animationen sind flüssig, sehen gut aus und haben den typischen Charme von One Piece erhalten. Natürlich kann der Titel grafisch nicht mit Final Fantasy 13-2 oder ähnlichen Größen konkurrieren, dies hätte jedoch auch nicht zur Manga-Vorlage gepasst.

Pirate Warriors, den Wurzeln treu?

Vorschau: One Piece - Pirate WarriorsAm Ende stellt sich auch bei One Piece – Pirate Warriors die Frage, ob das Spiel eine authentische Umsetzung der Serie ist. Auch wenn sich eingefleischte Fans zu Beginn ein wenig schwer tun dürften, von den gewohnten Elementen Abstand zu nehmen, überzeugt Pirate Warriors. Dazu tragen nicht nur die Kämpfe mit dem lustigen Gum-Gum-Charme und die für eine Anime-Adaption gelungene Grafik bei, sondern auch die japanische Original-Synchronisation mit deutschen Untertiteln. Spielerischer Tiefgang findet sich nur am Rande, aber gerade das macht den Titel unterhaltsam, actionreich und unkompliziert. Neulinge finden sich schnell in der Welt zurecht und spätestens beim flüchtigen Erblicken von Pandaman in einer Sequenz, dürften auch Hardcore-Fans von One Piece alle Zweifel über Bord werfen.