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Vorschau: Resident Evil 6

Es gibt sie immer noch, die Fans, die sich das „alte“ Resident Evil zurückwünschen und die ab Teil 4 (spätestens aber 5) die Schotten dicht gemacht haben. „Das ist kein Resident Evil mehr” – so die barsche Kritik. Jetzt im Oktober erscheint Resident Evil 6, das, so zumindest hat es nach unserem ersten Anspielen den Anschein, die Kritiker besänftigen können wird.

Resident Evil 6 Bild 01Denn Teil 6 gibt euch gleich drei Handlungsstränge zur Hand, die sich inhaltlich, atmosphärisch und vor allem spielerisch unterscheiden. Jeder dieser Wege führt zum Abschluss des Spiels. Ein erneuter Durchgang mit einem der anderen Charaktere bleibt völlig optional. Zudem ist jede Mission im Zweispieler-Koop spielbar, jeweils mit Leon Kennedy, Chris Redfield oder Jake Muller als Hauptcharaktere.

Zombiejagd in klassisch …

Leon S. Kennedy wird hierbei den investigativen Part übernehmen und dürfte somit den Liebhabern der alten Resident-Evil-Serie gefallen. Wir starten seine Mission in der Universität von Tall Oaks, vor dessen Studenten der Präsident der Vereinigten Staaten eine Rede hält. Doch leider verwandelt sich dieser plötzlich in einen Zombie, was Leon dazu zwingt, seinen alten Freund zu erschießen. Zusammen mit Helena Harper erforscht er daraufhin die spärlich beleuchtete Universität, die ein wenig „Herrenhaus-Feeling“ versprüht. Dabei wird er mit Zombies konfrontiert, die Kenner an die ersten drei Teile erinnern werden -blutverschmiert, schlurfend, ächzend und bissig.

Resident Evil 6 Bild 02Ebenfalls typisch für Resident Evil: Munition und Heilkräuter sind Mangelware. So müssen wir uns schon gut überlegen, ob wir eine Kugel investieren oder den Zombie im Nahkampf erledigt. Nahkampf bedeutet in diesem Fall jedoch nicht das übliche „Messern“, sondern sind vom Spieler ausgeführte Attacken, die mit der direkten Umgebung korrespondieren. So können wir  Zombies auf den Boden treten, sie gegen die Wand schmettern oder über Brüstungen stürzen. Jede Nahkampfattacke zehrt dabei an der Ausdauer des Spielers – eine Neuerung von Capcom, die neben der Lebensanzeige zu beachten ist. Neu sind auch die Fähigkeitspunkte, die, ebenso wie Munition und andere Goodies, von getöteten Gegnern hinterlassen werden. Mit diesen Punkten können wir Fähigkeiten individuell steigern und so zum Beispiel die Waffen schneller nachladen.

… oder neuzeitlich

Chris Redfield muss für den 6. Teil erst aufgespürt werden. Nach dem tödlichen Verlust seiner BSAA Teammitglieder hat er sich nach Osteuropa abgesetzt und gibt sich der Alkohol- und Nikotinsucht hin. Ganze 6 Monate hat der BSAA gebraucht, Redfield zu finden und schickt Piers Nivans, um ihn als Captain für eine Mission in China zu verpflichten. Die beiden bilden das Co-Op Team für eine knallharte, actionreiche Mission mit entsprechend bewaffneten Gegnern. Besonders auffällig wird hierbei die Agilität der Charaktere. Dass man zum Schießen nicht mehr stehenbleiben muss, ist dabei nur eine der kleineren Verbesserungen.

Resident Evil 6 Bild 03Jake Muller führt die dritte Mission an, die den Labor- und Mutations-Horror zum Thema hat. Er selbst ist mit der speziellen DNA seines Vaters ausgestattet. So passt es auch, dass er gleich zu Anfang mit einem monströsen Bossgegner konfrontiert wird. Der ist nicht totzukriegen und erinnert  stark an den immer wiederkehrenden Nemesis aus Teil 3. Seine Begleiterin Sherry stammt wortwörtlich ebenfalls „aus dem Labor“. Sie ist die Tochter des Umbrella Wissenschaftlers William Birkin. Wie sein Vater, so strahlt auch Jake eine geradezu kompromisslose Virilität aus. Wir können es kaum abwarten zu erfahren, welche Rolle ihm von Capcom zugedacht wurde. Ist etwa der neue Erzfeind zu 50 Prozent der alte Feind?