Vorschau: ShootMania Storm (Alpha)

Zwei Wochen ist es her, da begann unser Ausflug in die Alpha-Version von ShootMania: Storm. Nach vielen Spielen der bekannten TrackMania-Reihe waren die Erwartungen an Entwickler Nadeo entsprechend hoch und doch waren wir zuerst skeptisch.Schließlich ist es ein gewagter Schritt, die beliebtesten Elemente des eigenen Rennspiels auf einen Shooter (im nächsten Jahr außerdem auf ein RPG mit Namen QuestMania) übertragen zu wollen. Vor allem der Level-Editor war immer das Aushängeschild von TrackMania und genauso verhält es sich auch bei seinem FPS-Pendant.

Schießprügel mit Batterie

shootmania storm pc screenshot 6Das Gameplay von ShootMania: Storm legt dabei ebenfalls wieder viel Wert auf Geschwindigkeit. In Anbetracht des Tempos, mit dem wir über die Karte laufen und springen, können wohl durchaus Vergleiche mit Spielen wie Quake gezogen werden. Auch wenn Schnelligkeit nicht unbedingt jedermanns Sache ist, so versteht die Steuerung aber auch wirklich jeder Anfänger schnell. Springen, rennen und schießen ist alles, was ihr beherrschen müsst. “Easy to learn, hard to master” dürfte wohl das Motto hinter dem Spielprinzip sein. Für die nötige Abwechslung sorgen die verfügbaren Server und Maps. Sucht euch einen Server oder erstellt selbst einen und genießt die verschiedenen Map-Kreationen der Community. Ob verwinkelte Gassen oder weite offene Flächen: Dank des Editors ist alles möglich und erfordert eine Anpassung der eigenen Taktik an das jeweilige Terrain.

Einfach blind drauflosschießen, nur weil ihr einen Gegner ausgemacht habt, führt bei ShootMania: Storm allerdings nicht ans Ziel. Einen Gegner werdet ihr nicht unbedingt treffen, nur weil ihr ihn anvisiert, was mit der Geschwindigkeit eurer Schüsse zusammenhängt. In der Regel könnt ihr außerdem ungefähr vier Schuss abgeben, danach heißt es abwarten und versuchen zu überleben, bis sich eure Energieleiste wieder füllt und ihr euch erneut eurer Haut erwehren könnt. Die abgegebenen Schüsse sind zwar nicht wirklich langsam, aber dennoch träge genug, Gegnern auf längere Distanz die Chance zu geben, ihnen auszuweichen.

shootmania storm pc screenshot 2Oft solltet ihr Schüsse also nicht direkt auf euer Gegenüber schleudern, sondern müsst viel eher seine Bewegungen vorausahnen. Grade im Duell mit mehreren Spielern kann es da schon sehr chaotisch werden. Da ihr euer virtuelles Leben in den meisten Modi bereits nach zwei Treffern aushaucht, ist Vorsicht geboten. Zwar habt ihr im Prinzip nur eine Waffe zur Verfügung, doch verfügt diese über die Möglichkeit, zwei weitere Arten von Schüssen abzugeben. In engen Gängen stehen euch außerdem aufgrund des geringeren Raums nur zwei statt vier Kugeln bereit, auf bestimmten Plattform sogar nur einen, der dafür dann aber doppelten Schaden anrichtet. Wir sehen also, dass das Spiel viel Wert auf reinen Skill und gutes Balancing legt. Es gibt keine ultimative Waffe, die euch einen Vorteil verschafft, sondern hier gewinnt derjenige, der mit einer ausgeklügelten Taktik und enormer Treffsicherheit aufwartet.

AbwechlungsMania

Gedanken hat man sich ebenfalls bei den Spielmodi gemacht: Speziell für Turniere wurden in der Alpha die Modi Joust und Elite ausgelegt. Ersteres ist ein knallhartes 1 vs. 1, bei dem der erste Spieler mit 7 Treffern gewinnt. Außerdem müsst ihr um eure “Munition” wieder aufzuladen, bestimmte Plattformen erreichen – ein guter Moment um euren Gegner eins auszuwischen. Bei Elite geht es mit drei gegen drei Spieler zur Sache. Pro Runde kommt dabei jeweils ein Spieler in den Genuss einer “Instagib railgun”, einer tödlichen “Blitz-Waffe”. Mit drei Lebensbalken gilt es entweder die gegnerischen Verteidiger zu eliminieren, oder deren Turm einzunehmen.

shootmania storm pc screenshot 1Eher auf Massen ausgelegt sind dabei die Modi Melee, Royal und Battle. Melee spielt sich wie ein klassisches Deathmatch: Jeder spielt gegen jeden und gewonnen hat der, der zuerst eine bestimmte Anzahl an Abschüssen erzielt hat. Punktabzug gibt es nur für Aktionen, wie das verlassen der Map oder Landungen im Wasser. Bei Royal spielen ebenfalls wieder alle Spieler gegeneinander, allerdings gibt es in der Mitte der Map einen Turm dessen Aktivierung euch zusätzliche Punkte bringt. Danach aktiviert sich ein Kraftfeld, dass sich immer enger um den Turm schließt und so das Kampffeld für die verbleibenden Spieler immer weiter begrenzt. Je länger ihr überlebt, desto größer fällt außerdem euer Bonus an Punkten am Ende der Runde aus.

Beim Battle werdet ihr hingegen auf Teams aufgeteilt. Jede Gruppe hat dabei in der Regel mehrere Türme, die es zu verteidigen und auf der Gegenseite einzunehmen gilt. Erreicht ein Spieler zu Beginn einer Runde einen gegnerischen Turm, startet dieses Team in die Angriffs-Phase. Solange ein Spieler in der Nähe eines gegnerischen Turms ist, um ihn einzunehmen, bleibt der dazugehörige Timer bei 15 Sekunden stehen. Das Gegner-Team muss euch also insgesamt 15 Sekunden komplett von ihren Türmen fern halten. Bei 0 wird der Spieß umgedreht und ihr müsst 15 Sekunden lang eure Türme verteidigen. Das geht so lange, bis alle Türme eines Teams eingenommen wurden oder die Zeit der Runde abgelaufen ist, wobei in dem Falle das Team mit den meisten eingenommen Türmen gewinnt.

ShootMania Storm PC Screenshot 03Zu guter Letzt sei auch erwähnt, dass die Community selbst die Möglichkeit hat, eigene Modi zu erstellen. Bei Time Attack konnten wir sogar auf unsere Waffe verzichten und mussten nur schnell verschiedene Checkpoints passieren – TrackMania lässt grüßen. In Jailbreak ging es darum, alle Gegner durch Kills in einen abgesperrten Bereich zu schicken, beziehungsweise die eigenen Kameraden aus jenem durch aktivieren eines Turms zu befreien. Wenn ihr euch für die Beta zu ShootMania: Storm anmelden wollt, geht es für euch HIER lang.

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