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Vorschau: Sleeping Dogs

Für sommerliche Temperaturen müssen wir uns derzeit wahrlich nicht in fremde Länder flüchten, erfreut sich unsere heimelige Hafenstadt Hamburg doch schönstem Wetter samt knalligem Sonnenschein. Trotzdem haben wir Anfang der Woche einen Abstecher nach Hong Kong gewagt – zumindest im übertragenen Sinne … Square Enix lud zum Anspiel ihres und United Front Games Open-World-Titels Sleeping Dogs in die Hamburger Niederlassung. Dabei durften wir bereits eine erste Runde in der digitalen Nachbildung der chinesischen Metropole drehen und neben dem Erledigen von Aufgaben auch jede Menge Unfug treiben.

Eine Herz für Bam Lee

sleeping-dogs-bild-01Gerade dieser „Unfug“ ist in unseren Augen ein wichtiges Kriterium für Open-World-Spiele: Wenn wir schon einen Sandkasten zum Burgenbauen vorgesetzt bekommen, möchten wir selbige früher oder später auch wieder effektvoll zerstören können. Genau diesen Punkt hat eine Serie wie Grand Theft Auto in letzter Zeit stark vernachlässigt, weshalb sie ein wenig an Biss und Unterhaltsamkeit eingebüßt hat. Sleeping Dogs hingegen scheint einen Mittelweg eingeschlagen zu haben. Das Spiel erzählt durchaus eine packende Geschichte, weiß uns aber in den richten Momenten auch einfach nur zu „bespaßen“.

Bei unserem einstündigen Anspiel konnten wir bereits ein wenig der Handlungs- und Nebenmissionsstruktur folgen. Drei essentielle Bestandteile gibt es hierbei: Neben der Fortbewegung per vier- oder zweirädrigem Gefährt und etwaiger gekoppelter Aufgaben wie Straßenrennen oder Verfolgungsjagden, erwarten uns auch noch Shoot-Outs mit rudimentärem Deckungsspiel und das Austeilen von Tigerkrallen-Punch und Kranich-Kick Mann gegen Mann. Die ersten Kampftechniken lassen wir uns dabei in einer ersten Nebenmission stilecht in einem Dojo beibringen, nur um wenig später eine feindliche Gang aufzumischen. Gerade in den Kämpfen stellte sich schnell Spaß ein – die Handhabung ist flink erlernt und die Folgen unserer Karatekünste auf Gegnerseite köstlich schmerzhaft. Durch die einprägsamen Aktionen und das leichtgängige Kontersystem werden hierbei Erinnerungen an letztjähriges Batman: Arkham City wach.

Highway to Hong Kong

sleeping-dogs-bild-02Auf dem Asphalt zeigt sich Sleeping Dogs ebenfalls eingängig. Die fahrbahren Untersätze, die von Sportwagen zu Klapperkiste und Rennrad bis Motorroller reichen, steuern sich wenig realistisch, dafür stellt sich aber auch schnell Fahrspaß ein. Per Handbremse gelingen uns kinderleicht Drifts und dank der direkten Steuerung nehmen wir auch schmale Seitengassen mit Links. Das ist allerdings auch zwingend nötig, da sich die Polizei, einmal alarmiert, nicht ganz so einfach wieder abschütteln lässt. Hier müssen wir zwingend Gebrauch von den vielen verwinkelten Gassen machen und zügig Richtungswechsel vollführen um wieder Ruhe vor den Gesetzeshütern zu haben.

Schießereien gab es während der angespielten Missionen keine, was uns aber nicht daran gehindert hat, selbige Mechanik auszuprobieren – Sandkasten – effektvoll zerstören – ihr erinnert euch. Auch hier werfen uns die Entwickler keinen schwer verständlichen Brocken vor die Füße, sondern achten darauf, dass alles schnell von der Hand geht. Auch an dieser Stelle also wenig Einwand unsererseits, auch wenn sich erst noch zeigen muss, wie sich die Schusswechsel in einer letztendlichen Mission machen.

Welcome to the Großstadt-Jungle

sleeping-dogs-bild-03Eines muss man Sleeping Dogs lassen: Imposant darf sich die Spielwelt bezeichnen. Wir fühlen uns wirklich in einen Großstadt-Dschungel versetzt. Riesige Wolkenkratzer verstellen die Sicht auf den Horizont, jede Menge Passanten wuseln durch Straßen und Gassen und das Stadtbild wirkt authentisch. Für einen Open-World-Titel zeigt sich Sleeping Dogs zudem sehr detailverliebt, wenn auch auf technischer Seite nicht vollends ausgereift – mancherlei Textur wirkt verwaschen und Gesichtsanimationen nicht völlig ausgereift.

Wie viel uns die offene Spielwelt letztendlich an Attraktionen bietet, ist zurzeit nur schwer abzusehen. In der gespielten Vorabfassung ließen sich neben Massagen mit garantiertem Happy End, Hahnenkämpfen und Dojobesuchen abseits der Missionen noch nicht sonderlich viel anstellen. Ein wenig zu eifrig waren uns zudem die Polizisten, die zu flink unseren Cruise durch die belebte Metropole unterbrachen. Solange das „Tigerkrallen“ und „Kranichkicken“ im Spiel aber so viel Spaß macht, keilen wir uns auch gern mit unserem Freund und Helfer. Rein digital natürlich.