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Vorschau: Hitman – Sniper Challenge (PC)

Jetzt mal ehrlich! Wer lässt sich wegen einer popeligen Rüstung, Wumme oder Karre tatsächlich zur Vorbestellung eines halbwegs interessanten Spiels hinreissen? Wie man mit einem Vorab-Appetizer richtig Geschmack auf einen Titel machen kann, zeigen nun Square Enix und IO interaktive auch auf dem PC.

Hitman Sniper Challange Screenshot 01Wer Hitman Absolution vorbestellt, kann jetzt vorab an seinen Sniper-Qualitäten feilen und Bonus-Gedöns für das Hauptspiel im November herausspielen. Dafür muss man lediglich die Firmen-Party eines Rüstungskonzern-Chefs für 15 Minuten etwas beleben. Oder auch nicht, denn mit stumpfem und allzu offensichtlichem Umnieten des Ziels und seiner Bodyguards tut man seinem Highscore keinen Gefallen, und nur darum geht es letztenendes.

Bei der Punktejagd gilt es daher gekonnt unter dem Radar zu fliegen, um möglichst satte Punkt-Multiplikatoren einzufahren. Nummer 47 nimmt die Party-Location auf einem Hochhausdach in wohl eher unbequemer Pose von einem Nachbargebäude ins Visier und trotz eingeschränktem Handlungsspielraum – man kann wirklich nur anvisieren, schiessen und nachladen – ergeben sich im Laufe der Zeit diverse Möglichkeiten, auf einer rauschenden Fete über ein Dutzend Bodyguards inklusive Hauptziel zu liqudieren, ohne dass irgendjemand etwas davon bemerkt.

Jemanden über die Brüstung zu ballern, um damit den Bonus der versteckten Leiche zu kassieren, gehört dabei noch zu den Standard-Optionen. Interessant wird es beim Ausloten der kreativeren Möglichkeiten, etwa das Aufschiessen einer Aufzugtür und das dezente Bugsieren einer Wache in den Schacht via Kopfschuss. Sniper-Challenge bietet weitere typische Hitman-”Unfälle”, die auch den Score aufwerten, mit dem man sich unter Freunden und weltweit messen kann.

hitman-sniper-challange-screenshot-01Einige Extra-Punkte sind allerdings sehr gut im Wimmelbild versteckt und wer ohne Hilfe alle Trophäen inklusive relevantem Highscore freispielen will, wird einige Stunden beschäftigt sein. Der Ninja z.B. ist auf Anhieb kaum zu finden und wer alle Tauben ohne Umschweifen in den Himmel befördert, der hat den Killer im Blut. Aber auch weniger versierte Sniper können sich mit den Talenten des Barcode-Trägers vertraut machen. Eine Zeitlupe gehört für Distanz-Cleaner zum Standard-Repertoire, der “Killer-Instinkt” hebt dafür auf Knopfdruck die Ziele hervor und erleichtert damit das taktische Vorgehen enorm. Wir sind gespannt, ob dieses Feature im Hauptspiel genauso praktisch und nicht zu übermächtig ist.

Natürlich hält der Scharfschützen-Snack keinem Vollpreis-Titel stand, selbst ein Vergleich mit ähnlich angelegten Mobile-Games ist im Grunde nicht zulässig. Und sobald man sich amüsiert, wird man wieder gierig: ein oder zwei Maps zusätzlich wären natürlich nett gewesen. Ein paar mehr Möglichkeiten zur Einbeziehung des Umgebung werden vermisst, genauso wie etwas roter Saft, die Treffer geben ein überraschend blutleeres Feedback. Aber unter den Vorbesteller-Goodies ist die Hitman-Schiessbude der unangefochtene König und entrollt damit in Würde den roten Teppich für Hitman Absolution. Eine wirklich nette und faire PR-Aktion – nehmt Euch daran ein Beispiel, Ihr mit Euren Sonder-Missionen und Extra-Waffen!