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Vorschau: The Bureau – XCOM Declassified

The Bureau – XCOM Declassified ist anders als seine Vorgänger. So anders, dass 2K zuerst XCOM Enemy Unknown auf den Markt veröffentlicht hat, um kein Risiko einzugehen. Die XCOM-Reihe existiert bereits seit 1994 und zählt dementsprechend viele Fans, kein Wunder also, dass sich die Bioshock-Entwickler Zeit lassen wollten. The Bureau wagt einen neuen Schritt, weg vom klassischen XCOM-Bild, hin zum Third-Person-Taktik-Shooter. Das Kampfsystem des kommenden Titels erinnert optisch an einen Mix aus Mass Effect und Konsorten des Shooter-Genres. Neben einem actionreichen Kampfsystem drängt sich auch die Story von The Bureau – XCOM Declassified in den Vordergrund. Wir hatten die Gelegenheit, die Preview-Version des polarisierenden XCOM-Titels zu testen und waren positiv überrascht.

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Vorschau The Bureau XCOM Declassified

Wir schreiben das Jahr 1962. Aliens stürmen unseren Planeten, löschen einen Menschen nach dem anderen aus und der Sleepwalker-Virus treibt diejenigen, die übrig geblieben sind, in den Wahnsinn. The Bureau – XCOM Declassified erzählt die Anfänge der XCOM-Organisation und schickt Special Agent William Carter an die Front gegen die außerirdische Bedrohung.

Überraschenderweise bietet die Story des Prequels einige interessante Aufhänger, auch wenn die Grundlage nicht unbedingt neu ist. Es gibt reichlich Dialoge und Cutscenes, in denen die Charaktere von The Bureau – XCOM Declassified vorgestellt werden. Im Mittelpunkt steht dabei jedoch immer der taffe und eisenharte Special Agent Carter, der immer einen flotten – wenn auch manchmal stumpfen – Spruch auf Lager hat. Insgesamt machen die meisten Charaktere einen abgebrühten Eindruck. Klar, sie sind schließlich Teil eines Geheimdienstes und so! Die Dialoge in The Bureau – XCOM Declassified erinnern dann wieder stark an Mass Effect. Ihr könnt euch also entscheiden, ob ihr lieber kurze Unterhaltungen führen, oder ob ihr euer Gegenüber mit Fragen ausquetschen wollt. In eine moralische Zwickmühle sind wir in den ersten eineinhalb Stunden allerdings nicht geraten, da die Antwortmöglichkeiten relativ unbedeutend sind und in erster Linie dazu dienten, Informationen zu erhalten, die wir uns in den meisten Fällen schon vorher zusammenreimen konnten.

Vorschau The Bureau XCOM DeclassifiedShooter oder immer noch Taktiker?

Die Kämpfe in The Bureau – XCOM Declassified finden grundsätzlich in der Third-Person-Perspektive statt und vermitteln das typische Gefühl eines Shooters. Damit die Kämpfe allerdings nicht zu actionreich ausfallen, steht das Deckungssystem auch im neusten XCOM-Ableger wieder im Vordergrund. Hier ist es wichtig, Gruppenmitgliedern ihren Platz auf dem Schlachtfeld zuzuweisen. Zwar positionieren sich die KI-Freunde auch von selbst, doch ist es nie verkehrt, sich gleich zu Beginn die wichtigsten Plätze zu sichern, um den größten Vorteil herauszuholen. Generell gilt es, Gegner stets im Auge zu behalten, da auch sie alles versuchen, um euch den Garaus zu machen.

Vorschau The Bureau XCOM DeclassifiedFans des Vorgängers brauchen sich nicht den Kopf zu zerbrechen, denn im Battle Focus-Interface geht es wieder taktischer zu. Mit einem einfachen Tastendruck könnt ihr euren Gruppenmitgliedern Kommandos geben, ihnen vorschreiben, wo sie in Deckung gehen oder was für Angriffe sie ausführen sollen. Ihr solltet jedoch behutsam mit diesem Feature umgehen, denn die Zeit bleibt währenddessen nicht stehen, sie wird lediglich verlangsamt, was euch natürlich nicht gerade unverwundbar macht.

Jedes Gruppenmitglied zeichnet sich durch spezielle Fähigkeiten aus, die im Laufe der Zeit erweitert werden können. Ferner lassen sich in The Bureau – XCOM Declassified Kombinationen ausführen. So ist zum Beispiel der Techniker in der Lage, Lasergeschütze aufzustellen, die ihr wiederum mit Agent Carters Kräften zum Schweben bringen könnt, um die Reichweite der Waffe zu vergrößern. Apropos Waffen: Anfangs stehen euch zwar nur die typischen Waffen aus den 60ern zur Verfügung, doch im späteren Spielverlauf kommen auch immer mehr Alien- und Hightech-Waffen dazu.

Vorschau The Bureau XCOM DeclassifiedIn den 60ern war viel los

The Bureau – XCOM Declassified spielt in den frühen 60ern und das ist dem Titel trotz des linearen Level-Aufbaus anzusehen. Von den Klamotten bis hin zu den wichtigen Ereignissen dieser Zeit – es wird immer wieder Bezug auf das Jahrzehnt des Umbruchs genommen. Und auch wenn die beiden Gegensätze Alien-Technologie und 60er Jahre auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenpassen, ist es gerade dieser Stilbruch, der Spaß an The Bureau macht – auch weil die Faszination bezüglich Aliens zu dieser Zeit gigantisch war. Hin und wieder hätten wir aber doch gerne eine Erklärung für die verschiedenen Hightech-Geräte der XCOM-Organisation und warum diese so selbstverständlich für die Agenten sind.

Vorschau The Bureau XCOM DeclassifiedDas neue The Bureau – XCOM Declassified hat uns überrascht, weil die Shooter-Einlagen den strategischen Part kein Stück schmälern und sich gut in das Setting einfügen. Die Story wird trotz kleinerer Macken recht aufwendig präsentiert und weiß den Spieler für einen gewissen Zeitraum zu unterhalten. Negativ fallen da noch die Dialoge auf, die oft mit pseudointellektuellen Sprüchen übersät sind und irgendwann auf den Zeiger gehen können. Gewiss solltet ihr bei The Bureau – XCOM Declassified nicht nach einer Story á la The Last of Us oder Bishock Infinite Ausschau halten, dafür scheint 2Ks neues Spiel andere Vorteile mitzubringen, die taktische Komponente, die ein XCOM eben ausmacht. Wir jedenfalls haben schon jetzt Lust auf mehr und freuen uns auf das Release von The Bureau – XCOM Declassified.