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Vorschau: Total War – Rome 2

Rom ist eine beeindruckende Stadt. Das dürften wir nun selbst feststellen, als wir auf der neusten Präsentation von SEGAs und Creative Assemblys Strategiespiel Total War – Rome 2 waren. Doch im Spiel ist Rom noch lange nicht die Metropole, die einen Touristen heutzutage erwartet. Hier gilt es noch, das Land und die Menschen zu einen und zu formen. Dafür kann man entweder in die Rolle einer von drei Römischen Familien schlüpfen und Rom in ein Zeitalter voller Glanz und Glorie führen oder aber eine der acht anderen Parteien übernehmen und Rom in den Untergang stürzen.

Vorschau Total War - Rome 2 (5)Während der Präsentation von Total War – Rome 2 übernehmen wir die Rolle eines römischen Generals und müssen die Stadt Capua vor der Eroberung durch feindliche Truppen bewahren. Wie es sich bei solch einem Auftrag gehört, steht uns dafür nur begrenzt Zeit zur Verfügung, denn die Belagerung ist bei unserer Ankunft schon in vollem Gange. Und als ob das noch nicht genug wäre, stehen zwischen uns und dem belagerten Capua tausende feindliche Soldaten…

Achtung Bodenbeschaffenheit!

Der Auftrag beginnt ein wenig abseits von Capua. Wir sind mit Unterstützung auf dem Weg zur Belagerung, als wir schon Zeugen von kleineren Scharmützeln im vorgelagerten Dorf werden. Als wir unseren Einheiten den Befehl geben, den befreundeten Truppen zu Hilfe zu eilen, machen sich unsere Soldaten strammen Schrittes, aber eben doch recht langsam, auf den Weg zum Feind. Schuld daran ist die Umgebung, denn Wälder, Zäune, Wasser etc. verlangsamen die Truppenbewegungen.

Vorschau Total War - Rome 2Als wir aber endlich ankommen, kann der Kampf beginnen. Wie schon aus dem Vorgänger bekannt, schmeißen unsere Hastati erst ihre Wurfspeere auf den Feind, bevor sie ihn dann im Nahkampf angreifen. Der restliche Kampf ist kurz und schmerzlos. Jedenfalls für unsere Truppen, denn die leichten Soldaten sind unseren gepanzerten Hastati hoffnungslos unterlegen. Als Dank für unsere Hilfe, schließen sich die beiden angegriffenen Steinschleuder-Einheiten unserer Armee an.

Natürlich war dies noch nicht alles, denn Capua befindet sich ja nach wie vor unter Belagerung. Also weiter und aus dem angrenzenden Wald hinaus die, in den hintersten Reihen stehenden, Onager angegriffen. Den Angriff bemerken leider auch andere Truppen, so dass wir innerhalb kürzester Zeit von der feindlichen Reserve angegriffen werden. Doch hoppla, so schwer, wie es den Anschein hatte, wird unser Kampf gar nicht! Schuld daran ist unsere bessere Position, denn der Wald aus dem wir kommen lag auf einer Anhöhe. Und diese bietet uns wiederum eine bessere Position für den Kampf.

Vorschau Total War - Rome 2Wer zögert verliert

Nachdem wir die Onager in ihre Einzelteile zerlegt haben, wird uns das nächste Ziel angezeigt. Wir sollen unserem befreundeten General zu Hilfe eilen, denn die feindliche Armee rückt unaufhaltsam auf Capua vor und lange kann das Tor zur Stadt nicht mehr gehalten werden. Der Weg zum Ziel führt dabei durch einen kleinen Fluss vorbei an der Hauptstreitmacht. Bevor wir uns aber auf den Weg zur Stadt machen, wollen wir noch weiteren Einheiten in den Rücken fallen.

Vorschau Total War - Rome 2Also auf zum nächsten Feind und weiter drauf gedroschen. So einfach wie vor ein paar Minuten gestaltet sich der Kampf allerdings nicht. Zum einen fehlt uns die erhöhte Position und zum anderen macht uns eine gegnerische Reitereinheit schwer zu schaffen. Zwar können wir alle feindlichen Einheiten aufreiben, doch kaum haben wir uns gesammelt, da wird uns auch schon das Ende der Schlacht angezeigt. Wir haben uns einfach zu viel Zeit gelassen. Die Stadt konnte nicht gehalten werden. Capua ist in die Hände des Feindes gefallen. Ups…

Also noch einmal von vorne begonnen. Beim zweiten Anlauf läuft dann aber alles wie am Schnürchen und eine halbe Stunde später wird uns glorreich der Sieg angezeigt. Eines haben wir allerdings schnell gelernt: Wer sich in Total War – Rome 2 zu viel Zeit lässt und nicht ständig sein Ziel vor Augen hat, verliert. Auch unüberlegte Handlungen werden sofort bestraft. Sollte der Schwierigkeitsgrad bis zur finalen Version von Total War – Rome 2 so bleiben, wird man von Anfang an Umgebung und Truppentypen beachten müssen.

Vorschau Total War - Rome 2Alle Wege führen nach Rom…

…oder besser gesagt keiner dran vorbei. Zumindest für Strategiefans nicht, denn das, was wir in der Vorabversion von Total War – Rome 2 testen durften, spielte sich prima und sieht fantastisch aus. Fans der Serie oder des ersten Rome-Teils werden sich sofort zurecht finden und sich wieder wie ein Römischer Feldherr fühlen. Hinzu kommen spürbare Verbesserungen bei den Kämpfen. Zwar gab es beispielsweise auch schon im Vorgänger Truppentypen für spezielle Gegner, wirklich bemerkbar hat sich das allerdings nicht gemacht. In Total War – Rome 2 ist dies nun anderes. Truppen müssen sehr überlegt eingesetzt werden, sonst fallen sie schneller, als die berühmten Fliegen.

Vorschau Total War - Rome 2Auch dass die Umgebung in Total War – Rome 2 mit in die Kämpfe einbezogen wird, hat uns sehr gut gefallen. Es war richtig spürbar, dass eine erhöhte Position oder ein Angriff aus dem Wald heraus einen entscheidenden Vorteil gibt. Anders herum verhält es sich aber genauso! Die Wahl des Untergrundes muss also gut überlegt sein und für eine bessere Position lohnt sich ein Umweg.

Hinzu kommen zahlreiche Neuerungen in Total War – Rome 2. Zum Beispiel, dass man (anders als im Vorgänger) nun auch mehrere Einheiten zu einem großen Verbund zusammenschließen und seinen Truppen damit mehr Schlagkraft verleihen kann. Vorsicht ist beim General geboten, denn fällt dieser in der Schlacht, nimmt die gesamte Armee die Beine in die Hand. In Total War – Rome 2 muss also eine gute Mischung aus nützlichen Angriffen und weiser Vorsicht gefunden werden.

Vorschau Total War - Rome 2Erster Eindruck Hervorragend

Das was wir von Total War – Rome 2 sehen konnten hinterließ bei uns wirklich einen sehr guten Eindruck. Das Spielgefühl des ersten Rome war sofort da und auch die Steuerung geht selbst Neulingen recht schnell von der Hand. Hinzu kommen sinnvolle Neuerungen und eine tolle Grafik. Und das obwohl es sich bei den PCs nicht um hochgezüchtete Rechner, sondern um Standardgeräte (wie uns Campaign Designer Don Starr versicherte) handelte. Da gab es nicht einmal im dichtesten Kampfgetümmel einen Ruckler.

Vorschau Total War - Rome 2 (8)Anders verhält es sich mit der Strategiekarte. Hier ließ uns Entwickler Creative Assembly im Dunkeln. Wie die Städteverwaltung von der Hand geht und ob man durch Intrigen und geschickte Politik die Geschichte wirklich beeinflussen kann, können wir nach dem ersten Anspielen nicht sagen. Hier bleibt ein weiterer Test nicht aus. Doch sollten SEGA und Creative Assembly genauso viel Liebe in die Kampagne, wie in die Schlachten stecken, kann bei Total War – Rome 2 eigentlich nichts mehr schief gehen.

Offizielle Seite: totalwar-rome-2.de