gamescom 2012: Livestream der Pressekonferenzen von Sony und EA Black Ops 2: Multiplayer Livestream direkt von der gamescom am 15.08.

Vorschau: Black Ops 2 Multiplayer

Anlässlich der Weltpremiere von Activision konnten wir den Call of Duty: Black Ops 2 Multiplayer bereits vor Öffnung der gamescom ausführlich anspielen. Treyarch wagt sich mit dem Setting von Black Ops 2 erstmalig in die Zukunft des Jahres 2025.

Nach den ersten Bildern zum Singleplayer auf der E3 2012 blieb nur eine Frage: Greift das Setting auch im für die Marke so wichtigen Multiplayer? Genau dieser Frage konnten wir kürzlich bei der Weltpremiere des Mehrspielermodus von Call of Duty: Black Ops 2 nachgehen und folgten noch vor der Eröffnung der gamescom Activisions Einladung nach Köln.

Neues Setting in der Zukunft

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Innovationslos. Genau so wurde die Call of Duty-Reihe in den letzten Jahren beschrieben. Keine Frage, dass es sich um großartige Spiele mit sehr guten Ansätzen handelte, aber dennoch fehlte bisher oft der Schritt zur Veränderung. Jetzt bringt Treyarch den Mut dazu auf und macht besonders im Multiplayer einige Dinge anders. Doch kein Grund zur Panik: Call of Duty bleibt Call of Duty und es spielt sich auch immer noch wie ein Call of Duty. Der neueste Ableger wirkt taktisch facettenreicher und belohnt von nun an auch die Spieler, die nicht wie Rambo alles über den Haufen schießen.

Score Streaks statt Kill Streaks

Denn die Kill Streaks werden durch die sogenannten Score Streaks ersetzt. Hierbei zählen nicht nur eure Kills, sondern auch eure Assists, der Diebstahl von Flaggen und alles andere, das euch irgendwie Punkte bringt. Je nach ausgerüstetem Score Streak müsst ihr also eine bestimmte Anzahl an Punkten machen, ohne dazwischen zu sterben. Dann könnt ihr zum Beispiel eine Drohne oder einen portablen Turm, der mit Mikrowellenstrahlen um sich schießt, zu euren Gunsten nutzen.

Wie gewohnt wählt ihr dabei die 3 Score Streaks im Menü aus, die euch im Kampf zur Freischaltung zur Verfügung stehen sollen. Hier gibt es auch schon die zweite große Änderung. Neben Scores könnt ihr wie gewohnt eure persönlichen Klassen einstellen, jedoch deutlich freier und variabler als noch in den Vorgängern. Musstet ihr damals noch zwangsweise eine Sekundärwaffe und einen Granatentyp auswählen, habt ihr von nun an völlig freie Wahl. “Pick 10″ nennt sich das neue System und wie der Name schon verrät, dürft ihr euch für 10 beliebige Ausrüstungsgegenstände entscheiden. Dazu zählen neben Waffen, Erweiterungen und Perks auch die Wildcards. Diese geben euch weitere Freiheiten bei der Klassenerstellung und ermöglichen es zum Beispiel, eine zweite Primärwaffe zu tragen.

Krieg der Zukunft

vorschau call of duty black ops 2 multiplayer screenshot 03Nachdem Activision uns über die Veränderungen aufgeklärt hatte,  ging es auch schon los und ab an die Konsolen (in diesem Falle die XBOX 360). Vorher hatten wir natürlich Zeit, unsere Klassen zu erstellen. Das neue “Pick 10″ System ist zwar recht simpel, aber es ist nicht immer einfach, sich zu entscheiden, ob man jetzt lieber eine Sekundärwaffe mit sich führt oder lieber für eine andere Fähigkeit darauf verzichtet. Und trotz dieser schweren Entscheidungen lassen sich Klassen schneller als jemals zuvor erstellen. Das Menü wirkt  deutlich aufgeräumter und die Waffen lassen sich dank Angaben zu Schaden und Genauigkeit gut miteinander vergleichen.

Im Spiel bekamen wir dann das, was wir auch erwartet hatten: Eine Mordsgaudi! Spielen tut sich das Ganze wie eh und je, weswegen wir uns hier wohl weitere Erklärungen sparen können. Die Grafik wirkt dabei trotz der alten Engine gut aufgehübscht und das Spiel läuft dennoch mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde. CoD-typisch sind die Maps recht klein, aber das ist uns nur recht, denn so bekommen wir besonders im neuen Modus HardPoint immer einen Gegner vor die Flinte. Alle 60 Sekunden wechselt hier ein Gebiet, das wir mit dem eigenen Team besetzen und vor Eindringlingen verteidigen müssen, um Punkte zu sammeln. Ein- und Ausgänge kann man dabei praktisch mit elektrischen Minen schützen, die den Gegner schocken. Oder man plättet, den nötigen Streak vorausgesetzt, einfach alles und jeden mit seiner Dragonfire-Drohne. Mehr Action geht nicht? Doch und wie! Sämtliche Modi sind nicht länger nur mit 2 Teams, sondern mit bis zu 6 Teams spielbar. Und bei so vielen Teams, die ein Areal erobern und verteidigen wollen, ist wirklich die Hölle los.

Sportlich fair

vorschau call of duty black ops 2 multiplayer screenshot 01Ein letztes besonderes Highlight betrifft vor allem die eSportler und die Zuschauer von solchen Events. Nicht nur, dass Activision und Treyarch an der Möglichkeit arbeiten, beliebige Multiplayer-Partien live auf  dem PC und zum Beispiel eurem iPad zu streamen, auch das CODCasting wird mit Black Ops 2 eingeführt. Pro Match fugiert hier ein weiterer verbundener Spieler als Kommentator des Ganzen, eben als CODCaster. Neben den verschiedensten Kameraperspektiven aller teilnehmenden Spieler kann er auch das Geschehen von oben zeigen oder live den Sprachchat der Teams abhören. Für große Events minimiert dies den technischen Aufwand für perfektes CODCasting auf ein Minimum und gestaltet das Ganze sehr informativ.

Im regulären Black Ops 2 Multiplayer teilt euch das Spiel zudem nach wenigen Runden automatisch anhand eurer Leistungen euren Rang mit. So soll gewährleistet werden, dass eure Mitspieler eurem Niveau entsprechen. Selbstverständlich könnt ihr mit der Zeit auch Ränge gut machen oder verlieren. Das Frustrisiko bleibt also auch auf lange Sicht ungewöhnlich gering.