25 Minuten ingame: Sleeping Dogs #03 Guild Wars 2-Interview von der gamescom 2012

Vorschau: The Last of Us

Mit The Last Of Us haben Naughty Dog, die sich zuletzt durch die Entwicklung der Uncharted-Reihe einen beachtlichen Namen in der Branche erarbeiten konnten, erneut ein extrem heißen Spieleeisen im Feuer, welches sich wohl auch innerhalb der ingame-Redaktion zu den am meisten erwarteten Games zählen darf.

Vorschau: The Last Of Us - gamescom 2012Umso ernüchternder fällt leider das Fazit der gamescom-Präsentation aus, denn die Entwickler selbst melden sich nur in einem etwa fünfminütigen Film zu Wort, der den Anwesenden der Presse gleich zu Beginn vorgespielt wird und leider keine neuen Informationen liefert. Vor Ort müssen wir mit Ashley Johnson und Troy Baker vorliebnehmen, die als Schauspieler für die Hauptcharaktere aus The Last Of Us, Ellie und Joel, engagiert worden.

Schauspieler?

Ja, tatsächlich. Die beiden sollen dafür sorgen, dass die Zwischensequenzen in Naughty Dogs neuem Titel dem Spieler möglichst realistisch herübergebracht werden. Und dass dieser Plan bisher definitiv aufgeht, beweist die bald folgende Cutscene, welche authentischer kaum wirken könnte. Nicht nur das für butterweiche Animationen sorgende Motion Capture-Verfahren, sondern auch die (englische) Sprachausgabe von Joel und Ellie überzeugen auf ganzer Linie. In die nachträgliche Synchronisierung haben die Schauspieler jedenfalls viel Mühe und Zeit investiert, wie wir später zu sehen bekommen.

Vorschau: The Last Of Us - gamescom 2012Ohnehin bekommen wir den Eindruck, dass die Schauspieler sehr viel Spaß an der ganzen Sache haben. Fast schon übereifrig erklären sie, dass die Charaktere von The Last Of Us sehr tiefgründige Personen sind, deren Darstellung eine mehrtägige Einarbeitung in das jeweilige Skript erfordert. Während Troy davon berichtet, dass es sich bei Joel um einen sehr traurigen Menschen handelt, spricht Ashley von Ellie schon fast aus der “Ich-Form” – die Darsteller können sich zu 100 Prozent mit den beiden fiktiven Charakteren identifizieren und schieben der Story einen enorm großen Anteil zu. Gut so.

Wir wollen Spielen!

Vorschau: The Last Of Us - gamescom 2012Dürfen wir aber nicht. Nicht einmal vorgespielte Szenen bekommen wir zu Gesicht, was uns fast dazu bringt, die gamescom-Präsentation von The Last Of Us als Enttäuschung zu betiteln. Andererseits ist das, was uns gezeigt wurde, aber so stark und mit enorm viel Aufwand verbunden, dass unsere Vorfreude kaum noch steigerbar ist. Außerdem waren die Aussagen der anwesenden Schauspieler durchaus als sympathisch zu beurteilen: Troy Baker teilte beispielsweise mit, dass er selber gerne mal Hand an ein Spiel legt und zählte Final Fantasy 13 und Catherine zu seinen Lieblingen aus der letzten Zeit. Zudem ließ er es sich nicht nehmen, mehrmals “Guten Tag!” – wahrscheinlich ist dies der einzige, ihm bekannte deutsche Ausruf – in den Saal zu schmettern. Als Resonanz dafür gab es einige Lacher, als Ergebnis eine herrlich aufgelockerte Stimmung innerhalb des Raums.