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Vorschau: Wolfenstein – The New Order

Wolfenstein ist einer der traditionsreichsten Shooter der Gaming-Szene und eigentlich verdanken wir der Serie sogar das ganze Genre der Ego-Shooter. Vor mittlerweile 21 Jahren erschien der allererste Teil in 3D und lieferte damals eine Gameplay-Revolution ab. Aufgrund der Thematik landete das Spiel in Deutschland aber rasch auf dem Index. Dem neuesten Teil der Serie, Wolfenstein – The New Order, wird dieses Schicksal aber erspart bleiben. Warum erklären wir euch in unserer Vorschau, denn wir durften uns höchstpersönlich von der Qualität des Shooters überzeugen und zogen mit Serienheld B.J. Blaskowicz  in den Krieg gegen das Regime. Der US-Soldat erinnerte uns dabei sehr an Til Schweiger, Ähnlichkeiten sind aber nicht beabsichtigt!

Nazis erobern die Welt

Vorschau: Wolfenstein: The New OrderWolfenstein – The New Order macht einiges anders als seine Vorgänger. So haben sich die Entwickler von MachineGames einen erzählerischen Kniff ausgedacht, um das doch recht ausgelutschte Setting des WWII-Shooters hinter sich zu lassen. Wir schlüpfen nämlich in eine alternative Zeitlinie und begeben uns in das Jahr 1960. Allerdings waren die Allierten in dieser Zeitlinie nicht siegreich und so konnte sich das Nazi-Regime über ganz Europa und sogar bis in die USA hin ausbreiten.

An dieser Stelle müssen wir uns aber gleich schon korrigieren, denn von Nazis wird – zumindest in der deutschen Version des Spiels – nicht die Rede sein. Bei Wolfenstein – The New Order stellt schlicht und einfach “Das Regime” die Bösewichte. Auch auf den größenwahnsinnigen Kriegstreiber mit dem lächerlichen Oberlippenbart müssen wir verzichten. Dahinter mag der eine oder andere Gamer jetzt Zensur und die ‚böse BPjM‘ vermuten, tatsächlich beschränken sich die Anpassungen aber nur auf die Optik des Spiel und die Entfernung verfassungsfeindlicher Symbolik. Am Grad der gezeigten Gewalt wurde nicht geschraubt, deswegen kommt der Shooter auch mit einer USK 18 Freigabe in die Läden.

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Hart wie Kruppstahl

Wir fanden die Anpassungen völlig in Ordnung, denn die 60er Jahre haben auch in Wolfenstein – The New Order ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Die Soldaten des Regimes ähneln mit ihrer Panzerrüstung und den Gesichtsmasken jetzt eher den Helghast aus Killzone, obendrein gibt es kampfstarke Mechs auf Seiten der Feinde. Auch das Waffenarsenal hat wenig mit den bekannten Pistolen und Gewehren anderer WWII-Shooter gemeinsam. Grauer Stahl hat hier den braunen Sumpf ersetzt. Angesichts der spielerischen Qualität sind fehlende Hakenkreuze aber auch kein echter Verlust …

In frühen Serienteilen reichte es Held B. J. Blaskowicz, Schalter zu drücken um bis ans Ende eines Levels vorstoßen zu können. Heute darf es ein bisschen mehr sein: Publisher Bethesda wollte uns Wolfenstein – The New Order als Action-Adventure-Shooter verkaufen.

Vorschau: Wolfenstein: The New Order

Schweißbrenner, Baby!

So ist zum Beispiel der Schweißbrenner – zumindest in der Standardversion – keine Waffe in den Händen des Kriegshelden. Vielmehr dient er zum Lösen von Rätseln: Ihr braucht eine Brücke zwischen zwei Stegen um euer Ziel zuerreichen? Trennt mit dem Werkzeug eine Kette durch und der daran hängende Satellit im Museum dient euch mit seinen Flügeln als Verbindungsteil. Ähnlich lassen sich auch die Haltebolzen eines Fahrstuhls lösen, dessen Gegengewicht euch dann im Schacht nach oben befördert. Oder ihr schweißt euch ein Loch in die Wand und erreicht so bisher verschlossene Gebiete. Wie anspruchsvoll und abwechslungsreich diese Rätseleinlagen letztendlich sein werden können wir angesichts der limitierten Version noch nicht sagen. Bisher sind sie mehr eine Dreingabe, haben aber Potential und bieten jetzt schon etwas Abwechslung vom Balleralltag.

Vorschau: Wolfenstein: The New Order

Eine starke Schulter zum Anlehnen

Ganz klar dominieren aber noch immer die Schießerein mit Soldaten des Regimes das Spiel. Bei Wolfenstein – The New Order könnt ihr allerdings nicht blindlings in einen Raum stürmen und die zahlreichen Feinde abknallen wie die Tontauben – größenwahnsinnige Heldentaten werden gnadenlos bestraft. Der Schwierigkeitsgrad ist knackig, die Soldaten zahlreich und nicht von gestern. Da heißt es bedächtig vorgehen und mit den Ressourcen haushalten. Traditionell hat B.J. Blaskowicz 100 Lebenspunkte und kann zusätzlich eine Schutzweste tragen, regeneriert werden nur die letzten 10 Punkte. Ansonsten heißt es Ausschau halten nach Healthpacks, die heutzutage eher aus der Mode gekommen sind. Hier passen sie wie die Faust aufs Auge.

Vorschau: Wolfenstein: The New OrderGut gefallen hat uns die Anlehnfunktion, mit der ihr aus der Deckung schießen könnt. Nur mit dieser war es uns möglich, das Gefecht in einem Flugzeughangar gegen drei Mechs und unzählige Soldaten zu überstehen. Wolfenstein – The New Order zeigt sich hier von seiner unerbittlichen Seite und spielt sich angenehm oldschoolig. Was uns extrem gut gefallen hat war der Sound: Waffen klingen druckvoll, während der Gefechte knallt uns Metal um die Ohren. YEAH! Auch die markigen Sprüche von Blaskowicz kommen gut, auf eine Synchronisation wurde zugunsten der Stimmigkeit verzichtet: Soldaten des Regimes sprechen Deutsch, der US-Kriegsheld bleibt bei seinem kernigen Englisch: gut so!

Einen sehr guten Eindruck machte auch die Inszenierung der Zwischensequenzen. Ähnlich wie bei der Serie 24 wird hier mit Bildausschnitten und Überblendungen gearbeitet, wir waren angetan! Laut Bethesda wurde außerdem großen Wert auf die Charakterzeichnung gelegt, viel davon war in unserer spielbaren Version aber noch nicht zu sehen.

Vorschau: Wolfenstein: The New Order