• 06.01. um 14:44

Nintendo 3DS: Kamera verstößt gegen Patent

Offenbar verstößt die Kamera des Nintendo 3DS gegen ein Patent der Firma Tomita. Dies jedenfalls stellte ein US-amerikanisches Gericht bereits im Dezember fest. Nun ist auch klar, was die Patentsverletzung für Nintendo bedeutet, denn das Unternehmen soll künftig zahlen. Anfang 2011 brachte das japanische Unternehmen Nintendo den Nintendo 3DS auf den Markt, der in der Lage ist, Spiele auch ohne Brille in 3D darzustellen. Dabei lässt sich einstellen, ob man die 3D-Funktion nutzen möchte und in welcher Stärke. Nebenbei verfügt die Handheld-Konsole noch über eine 3D-Kamera mit 2 Linsen, die sich nun allerdings als kostspielig herausstellt. Bereits im Dezember kam ein Gericht in den USA zu dem Schluss, dass Nintendo mit der verbauten Kamera Patentrechte der Firma Tomita Technologies USA, LLC verstößt. Dieses Patent mit der US-Patentnummer 7,417,664 col. 2, 1.44-65 beschreibt unter anderem die Verwendung einer Offset-Folie zur Darstellung von 3D-Bildern und die Aufzeichnung eines stereoskopischen Bildes mit zwei Kameraobjektiven. Der Streit zwischen Nintendo und Tomita um dieses Patent tobt mittlerweile schon seit über einem Jahr und brachte viele Urteile hervor. Unter anderem wurde Nintendo bereits dazu verurteilt 30 Millionen US-Dollar für die unerlaubte Nutzung des Patents an Tomita abzutreten. Ein weiteres Urteil hatte diese Zahlung halbiert. Das neueste Urteil besagt nun, dass das Unternehmen bis zum Ende der Produktion 1,82% des Großhandelsumsatzes des Nintendo 3DS an Tomita Technologies zahlen muss. Dies soll auch rückwirkend auf bereits verkaufte Nintendo 3DS-Handhelds gelten. 1,82% mögen im ersten Moment nach wenig klingen, doch Nintendo plant innerhalb des Lebenszyklus 100 Millionen Exemplare abzusetzen. Im laufe der Zeit dürfte also ein recht hoher Gesamtbetrag zusammen kommen. Unklar ist allerdings, ob die Zahlungen für die Verkäufe in der ganzen Welt oder nur in den USA geleistet werden müssen. Ebenso ist unklar, ob dieses jüngste Urteil auch das letzte bleibt. Was sagt ihr zum Patentstreit um den Nintendo 3DS? Haltet ihr die Ansprüche der Firma Tomita für übertrieben oder gerechtfertigt? Schreibt uns eure Meinung.

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  • 02.01. um 18:00

Mein Abschiedsbrief an die siebte Generation 2 – Ossis Kolumne

Acht Jahre ist es nun her, dass mit der Xbox 360 die siebte Konsolengeneration eingeläutet wurde. Schon seit ein paar Wochen ist mit der Xbox One die achte Generation in Europa angekommen. In den USA startete die neue Konsolendekade bereits eine Woche zuvor mit der PlayStation 4. Diese Kolumne widme ich der Nostalgie, einem Rückblick auf die Anfänge und dem Abschied, aber auch einer Danksagung an Generation Nummer sieben. Es war schön mit dir! Liebe Xbox 360, liebe PlayStation 3, liebe Wii und liebe Wii U, erst kürzlich schrieb ich euch einen langen Brief, in welchem ich die Geschichte euerer Ahnen erzählte. Nun bin ich bei eurer Geschichte angelangt und möchte die Gelegenheit nutzen, mich gebührend von euch zu verabschieden. Wir ihr wisst, waren wir an dem Punkt, an dem Microsoft beschloss eine führende Rolle im Konsolenkrieg einzunehmen. Abschied von der Xbox 360 Und aus diesem Grund waren es auch die Jungs aus Redmond, die am 22. November 2005 und am 03. Dezember 2006 in Europa ein Kind zur Welt brachten, welches nun heute als junge Mutter vor mir steht. Die Xbox 360. Und was bist du für ein Prachtstück! Acht lange lange Jahre dientest du treu an meiner Seite, auch wenn du gerade zu Anfang viele Probleme bereitet hast. Ich trage dir aber nicht nach, dass du dich das ein ums andere Mal verabschiedet hast, auch den Red Ring of Death kann ich dir verzeihen. Du hast dafür auf andere Weise geglänzt und mir vollsten Spielspaß geboten. Wie gerne habe ich mir dir Halo, Fable, Forza Motorsport, Limbo oder Battleblock Theater gespielt. Auch mit den Multiplattformspielen die ich für dich gekauft habe hatte ich viel Spaß, und ich werde auch in Zukunft noch viel Spaß mit dir haben, wenn ich South Park: Der Stab der Wahrheit oder Dark Souls 2 mit dir spielen werde. Wir haben uns zwar nicht immer bestens verstanden und du warst auch technisch längst nicht mehr das Maß aller Dinge, doch warst eine treue und gelehrige Begleiterin. Wie oft musste ich für dich einen neuen Controller kaufen, weil ich in einem Multiplayer wieder versagt habe? Nun, ich gebe zu, dass es nicht so oft war, da deine Controller unglaublich robust gebaut waren. Wie oft hast du mir auf Partys als Jukebox gedient und wie oft habe ich mit dir meine Lieblingsfilme und Serien geschaut? Ich kann nicht zählen, wie oft. Gerne habe ich mit dir auch die Bundesliga geschaut und stundenlang auf deinem Arcade-Marktplatz herumgetollt. Es fällt mir schwer, keine Träne zu verdrücken, wenn ich an unsere gemeinsamen Jahre denke. Alles an dir war einfach beeindruckend, spätestens dann, als ich mir nach dem RRoD eine Xbox 360 Elite kaufte. Doch letztlich vollends in dich verliebt habe ich mich erst in diesem Jahr, als du angefangen hast, mir zwei Mal im Monat ein Spiel zu schenken. Einfach so! Als Dankeschön für alle Kunden wolltest du ursprünglich nur bis zum Ende des Jahres Gratis-Spiele verteilen, doch nun hast du offenbart, dass es noch eine lange Zeit so weiter gehen wird. Halo Wars, Fable 3, Assassins's Creed 2 - du hast mir so viel kostenlos gegeben und verlangst dafür nur, was ich ohnehin längst besitze: eine Gold Mitgliedschaft. Selbst mit einem 48-Stunden-Probeabo kann ich deinen Service nutzen und das geladene Spiel sogar nach Ablauf des Abos weiterspielen. Liebe Xbox 360, mir fehlen die Worte, die ausdrücken können, wie schwer mir dieser Abschied fällt. Es war wirklich eine wunderschöne Zeit mit Höhen und Tiefen und ich werde auch die kommenden Jahre mit dir weiterhin sehr genießen. Mittlerweile steht auch dein Kind in meinem Regal, doch die Xbox One muss erst einmal erreichen, was du für mich warst. Ein Entertainment-System, ein Spielsystem mit Power, eine Geliebte! Ich danke dir vielmals für alles und werde dich immer in meinem Herzen und in meinem Wohnzimmer behalten, auf das auch deine Urenkel sich noch an dir messen müssen. Es war mir eine große Ehre, dich als meinen Begleiter gehabt zu haben. Bleib wie du bist, auf das künftige Generationen stolz auf dich sein können! Abschied von der PlayStation 3 Am 11. November 2006 in Japan und am 23. März 2007 zogen die Tokioter von Sony nach und veröffentlichten ihre damalige Next-Gen-Konsole. Du, liebe PlayStation 3 warst geboren. Von dir gab es im Laufe der Zeit wie auch von deiner Mutter mehrere Versionen, wobei ihr beide zunächst als Fat-Edition zu haben wart, bevor es euch an die Pfunde ging und Slim-Editionen erschienen. Die schlankere Variante steht dir aber auch mehr zu Gesicht, als das dicke und rundliche Design. Mit dir habe ich nicht so viel Zeit verbringen können, doch auch unsere sechseinhalb Jahre hatten es in sich. Vor allem, weil du es warst, die die großartigste Spielserie aller Zeiten geschaffen hat, zumindest in meinen Augen. Und auch das mit Abstand beste Spiel 2013 stammt aus deiner Feder. Aber wer kann sich schon dagegen wehren, dass Demon's Souls und The Last of Us zu den besten Spielen gehören, die jemals über dich spielbar waren? Sicher, Gran Turismo ist auch schon nett gewesen und Uncharted immerhin eine gute Idee, aber nach den beiden genannten Spielen, kommt erst einmal recht wenig. Spiele wie Heavy Rain, God of War und Ratchet & Clank gehören ebenfalls zu deinen Highlights. Auch bei dir habe ich natürlich wunderbare Erinnerungen. Du hast es mir ermöglicht Blu-Rays anzuschauen oder kostenlos online zu spielen, hast mir großartige Spiele und Trophäen geboten. Dein Controller war für mich zwar nicht der geeignetste, da ich die Stick-Belegung unvorteilhaft war und ich den Controller selbst zu klein und leicht für meine großen Hände empfand und auch deine Lebensdauer war zu Anfang recht bescheiden. Ich erinnere mich, wie auch du den Konsolentod gestorben bist und mir das Yellow Light of Death zeigtest. Was habe ich geflucht und geschluchzt, doch ich bekam eine neue, schlankere Version von dir. Auch zu unserer gemeinsamen Zeit gehörten dunkle Stunden. Erinnerst du dich noch, wie du mich einmal lange lange Zeit nicht in das PlayStation Network lassen wolltest? Es wurde gehackt und Millionen von Kundendaten wurden entwendet. Es war ein trauriger Tag, als dies geschah. Dennoch hast du dich nicht unterkriegen lassen und hast mir nachdem alles wieder funktionierte ein Angebot gemacht, welches ich nicht ausschlagen konnte: Du hast mir die Möglichkeit gegeben, viele viele Spiele komplett kostenlos zu spielen. Dabei nimmst du selbst auf deine Bestseller wie Uncharted 3 oder Little Big Planet 2 keine Rücksicht um mir eine Freude zu bereiten. Ich darf die Spiele zwar nur spielen, so lange ich auch PS Plus-Mitglied bin, doch es ist die Geste, die zählt. Beworben wurdest du mit deinen fast 600 Euro als Entertainment-Gigant, doch am Ende warst du typisch Sony gemacht "4 The Players" und hast mich mit grandiosen Spielen in Top-Grafik unterhalten. Auch dein Kind hat bereits das Licht der Welt erblickt und macht hoffentlich alles, was du richtig gemacht hast genau so gut und jene Dinge, die bei dir verkehrt liefen besser. Auch in den kommenden Jahren hast du natürlich noch nicht ausgedient und ich freuie mich auf weitere Spiele, die du zum Leben erwecken wirst. Liebe PlayStation 3, auch was ich dir sagen soll weiß ich nicht, denn auch du hast mich die letzten Jahre begleitet und warst stets für mich da. Ich habe zwar nur wenige Multiplattform-Titel auf dir gespielt, doch alleine deine exklusiven Titel waren es wert, diesen hohen Preis für dich gezahlt zu haben. Ich danke dir für all die schönen und auch all die frustrierenden Momente, die du mir beschert hast und ich wünschte, ihr würdet beide noch lange lange eure Relevanz behalten. Bitte bleib so wie du bist und auf dass noch viele schöne Momente folgen mögen. Die siebte Konsolengeneration war kommerziell wohl die erfolgreichste bisher, denn ihr alle habt euch am Ende eures Zyklus in so vielen Wohnzimmern eingenistet, wie es keine Generation zuvor, nein nicht einmal die PlayStation 2 geschafft hat. Insgesamt seid ihr fast 265 Millionen mal über die Ladentheke gewandert und allein ihr zwei habt euch je 80 Millionen mal verkauft. Ihr seid der Standard geworden und alle anderen müssen sich erst einmal an euch messen lassen. Doch der Gewinner der Generation ist neben den Spielern natürlich Nintendo, mit ihren 104 Millionen Konsolen. Abschied von der Wii Am 02. Dezember 2006 kamst du, Wii, auf den japanischen Markt. Nur 6 Tage später folgte dein Release in Europa. Einen Tag danach standest du schon in meinem Wohnzimmer. Was waren wir alle begeistert, denn du hast es uns zum ersten Mal ermöglicht, in gewisser Weise selbst der Controller zu sein. Du hast uns weitere Teile von Spielserien geschenkt und dientest als Steuerrad, Golfschläger, Waffe, Degen, Tennisschläger und so viel mehr. Du hast zwar nicht die tolle Full-HD-Grafik und große Rechenleistung geboten, die deine Konkurrenten inne hatten, doch das war auch nicht wichtig. Du gehörst zu denen, bei denen der Spielspaß im Vordergund steht. Keine Grafikversessenheit. Durch diese Einstellung hattest du aber auch dein größtes Problem, denn niemand wollte für dich Spiele entwickeln. Bis zuletzt war fast alles, was man mit dir spielen konnte nur für dich erschienen, obwohl so viele Zwillingsschwestern von dir im Umlauf waren. Es ist eine Schande, doch dadurch wurden deine Spiele umso besser. Zu den großartigsten und vor allem innovativsten unter ihnen gehören wohl Super Mario Galaxy, Super Mario Galaxy 2 und Zelda: Syward Sword, welches es zum 25. Jubiläum sogar mit einer goldenen Wiimote Plus und Soundtrack gab. Es waren herrliche Zeiten diese Spiele zu spielen. Du liebe Wii, hattest keinen RRoD, kein YLoD, du warst ein perfektes kleines Stück japanischer Qualitätsarbeit. Anfänglich geplant als Erweiterung für den GameCube hast du dich zu einer echten Marke entwickelt, uns Sport treiben lassen und spaßige Spiele mit Leben gefüllt. Doch du hast dich auch bewusst von den anderen Konsolen abgegrenzt. Du wolltest kein Teil der Maschinerie mehr sein, sondern jene ansprechen, die bisher nicht Teil der Gaming-Industrie waren. Du solltest eine Einstiegsdroge sein, die Kinder, Frauen und ältere Menschen, eben alle, die vorher nichts mit dem Gaming zu tun hatten in ihren Bann zieht und für das Thema begeistert. Und du hattest mit dieser Blue-Ocean-Strategie sehr viel Erfolg, wie die Verkaufszahlen auch belegen. Dennoch begann in dieser Generation auch der Konsolenkrieg. Aufgrund der technischen Nähe, den ähnlichen Verkaufszahlen und der gleichen Zielgruppe lieferten sich die Fans der PlayStation 3 und der Xbox 360 erbitterte Schlachten darum, welche Konsole die bessere sei. Komplett außen vor warst du, für die man sich teilweise sogar schämen musste, da du eben nicht als echte Spielkonsole für echte Spieler betrachtet wurdest. Du warst ein so genanntes Casual-Produkt für jene, die eben keine Gamer sind. Jene, mit denen die selbsternannten "echten" Gamer nichts zu tun haben wollen. Vergessen waren in solchen Diskussionen deine größten Argumente der Bewegungssteuerung, Mario und Zelda. Doch du musstest dich nicht verstecken. Ich hatte viel Spaß mit dir und auch das ein ums andere Mal Muskelkater aufgrund der vielen Sportspiele, die ich quasi verschlungen habe. Ich werde nie vergessen, wie das Wiimote auf und ab schüttelte, im Kreis drehte oder wie es in Zelda mein treues Schwert war. Unvergessen auch Super Mario Galaxy und die Abwärtskompatibilität zum GameCube, welcher irgendwann kaputt ging und so würdig ersetzt wurde. Und in dem Moment, als es möglich war über die VirtualConsole selbst Spiele der N64, SNES, NES, SEGA oder C64 zu spielen, warst du unersetzlich für mich geworden. Ich habe auf dir den Wetterbericht verfolgt, News durchgelesen, den e-Shop durchstöbert und natürlich all die herrlichen Spiele gespielt. Selbst als deine Halbschwester, die Wii U in mein Regal kam, hattest du weiterhin einen Ehrenplatz. Auch du, liebe Wii U, bist aber zu einer Begleiterin geworden. Unser weg hat quasi eben erst begonnen und schon sind wir uns so vertraut. Ich weiß, dass du gerne eine Next-Gen-Konsole sein möchtest, doch findest du nicht auch, dass du im Vergleich zu deinen Freunden ein wenig blass aussiehst? Wahrlich bist du auch kein Spross der siebenten Generation. Du bist eben die Halbschwester der Wii und ein würdiger Übergang, wenngleich du auf halbem Wege stehen geblieben bistt. Dennoch will ich dich nicht missen. Zwar ist die Auswahl der Spiele für dich noch recht überschaubar, ich komme aber auch damit zurecht, wenn ich nur Nintendoland, Pikmin oder das neue Super Mario 3D World auf dir spielen kann. Ich weiß, dass sich der Kauf erst recht gelohnt hat, wenn du mir ein neues Zelda schenkst und ich hoffe, dass du noch so lange durchhalten wirst, trotz der momentan schleppenden Verkäufe. Von dir muss ich mich keineswegs verabschieden, denn dein Weg hat gerade erst begonnen. Viel Erfolg für die nächste Zeit. Und dir, meine Wii, danke ich von ganzem Herzen. Ich weiß wirklich nicht, wie die Spielwelt heute aussähe, wenn es dich nicht gegeben hätte. Du wurdest so oft kopiert und doch nie erreicht, du bietest Spiele, die man immer und überall spielen kann, ganz egal wie alt man ist. Spiele an die man sich auch in 20 Jahren noch erinnern kann, weil du eben auch einen Teil unserer Kindheit widerspiegelst. Du bist und bleibst die beste Konsole, die Nintendo je entwickelt hast und wirst immer einen Ehrenplatz in meinem Regal einnehmen. Auch hätte mich gerne einfrieren lassen, wenn ich dich dafür früher bekommen hätte. Du bist in jeder Hinsicht einzigartig und musst dich überhaupt nicht an den anderen Konsolen messen lassen, denn du bist immer außer Konkurrenz. Ich danke dir für die Jahre, die Spiele und die Zeit mit dir. Auch du, liebe Wii, bleib so wie du bist und viel Erfolg auf deinen Wegen. Möge dein Geist auch noch in deinen Kindern enthalten sein. Vielen Dank euch allen! In Liebe, Ossi

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  • 26.12.2013 um 13:00

Mein Abschiedsbrief an die siebte Generation – Teil 1 – Ossis Kolumne

Acht Jahre ist es nun her, dass mit der Xbox 360 die siebte Konsolengeneration eingeläutet wurde. Schon seit ein paar Wochen ist mit der Xbox One die achte Generation in Europa angekommen. In den USA startete die neue Konsolendekade bereits eine Woche zuvor mit der PlayStation 4. Diese Kolumne widme ich der Nostalgie, einem Rückblick auf die Anfänge und dem Abschied, aber auch einer Danksagung an Generation Nummer sieben. Es war schön mit dir! Der erste Teil widmet sich nun dem Rückblick auf die letzten 40 Jahre Konsolengeschichte, der später erscheinende zweite Teil ist dann meine persönliche Abschiednahme von der siebten Generation. Liebe Xbox 360, liebe PlayStation 3, liebe Wii und Wii U, liebe siebte Konsolengeneration, wisst ihr noch, wie 1972 und in den darauf folgenden Jahren Atari und Magnavox um die Ecke kamen und uns gesagt haben, dass man von nun an zuhause vor dem eigenen Fernseher Spiele spielen konnte? Keine Brettspiele, nein, sondern so genannte Telespiele. Pong war ein solches Spiel und auch wenn man sich für jedes Spiel eine eigene Konsole kaufen musste, hatten die Menschen Spaß an den Systemen. Die Spiele wurden noch direkt in den Schaltkreisen erzeugt und waren sehr simpel, doch schon 1976 begann die große 8-Bit-Ära. Die zweite Konsolengeneration brachte uns auch Farben und echte kleine Computer in die Wohnung. Wir haben Bewegungsabläufe und 2-D Grafik bestaunen dürfen und mit den Ataris, Segas und Intertons gespielt. Telespiele waren von Anfang an ein Teil der Popkultur und verhalfen auch dem beliebten Fernsehmoderator Thomas Gottschalk zu seinem Durchbruch. Die Sendung Telespiele lief von 1977 bis 1981 und erzielte teilweise 40% Marktanteil zur besten Sendezeit. Ganz Deutschland und Prominente wie Bud Spencer spielten mit Gottschalk Pong und andere Spiele über das Telefon. Die Freude war groß, doch Videospiele waren schnell auf einem absteigenden Ast. Viel zu viele schlechte Spiele überfluteten den Markt, jeder wollte ein Stück vom Kuchen und Heimcomputer wurden immer leistungsstärker, als die Konsolen es sein konnten. Der gesamte Nordamerikanische Markt brach zusammen und hunderte Spiele sind nie erschienen. In Europa waren die Computer ohnehin schon weit beliebter als Konsolen. Der große Video-Game-Crash 1983 bedeutete das jähe Ende der zweiten Generation und es wurde still um eure Ahnen. Die Lücke, die entstand schlossen wir durch die neuen, erschwinglicheren Heimcomputer, doch es war nicht das Gleiche: Video- und Telespiele waren tot, doch Computerspiele waren beliebt. Dies lag vor allem daran, dass sie leichter zu kopieren waren und es kaum noch einen preislichen Unterschied gab. Ja ich muss zugeben, auch ich tat meine ersten Schritte am Commodore 64. Beinahe hätte es euch, meine lieben Freunde, nie gegeben. Totgesagte leben länger Doch liebe Wii und liebe Wii U: eure Vorfahren waren es, die zwei Jahre nach dem Tod wieder auferstehen sollten, die 8-Bit-Ära in eine zweite Runde schickten. In Japan waren Heimcomputer nicht so populär wie in Amerika oder Europa. Nintendo war es also, die fleißig weiter an ihrem Prachtstück feilten: dem Famicom. Der erste Vertreter der dritten Konsolengeneration, welche zwar weiterhin 8-Bit-Prozessoren nutzte, aber viel mehr Farben darstellen konnte und eine Grafikbeschleunigung bot. Auch die 2-D Grafik und die Größe des Speichers wurden viel besser. Der Controller des in Amerika und Europa Nintendo Entertainment System (NES) genannten Zugpferds dieser Generation bot erstmals ein D-Pad und definierte die Tastenbelegung neu. 1983 Wurde eure Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter in Japan auf den Markt geworfen und verkaufte sich gut. Doch erst zu Weihnachten 1985 wagte man ein Experiment und verkaufte das für den Westen angepasste Nintendo Entertainment System nur in New York. 50.000 Stück wurden in diesem Gebiet verkauft und so weitete man das NES Verkaufsgebiet auch auf den Rest des Kontinents und 1987 auch auf Europa aus. Der Verkauf lief zunächst etwas schleppend. Ein kleiner Klempner, stellte ab 1986 jedoch die ganze Welt auf den Kopf. 1985 in Japan, 1987 in Europa. Zunächst nur als Sidekick in Donkey Kong, entwickelte sich der kleine italienische Klempner Mario zu DER Ikone der Videospiele. Super Mario Bros. war das erste Spiel, welches länger und vielseitiger war als alle seine Vorgänger. Nintendo wurde das Symbol und Vorbild der Videospiele-Industrie und Super Mario das Symbol von Nintendo. Viele alte bekannte zogen nach und schenkten uns die Klassiker Sega Master System und Atari 7800. Seit dieser Zeit erlebten die Videospiele einen bis heute anhaltenden Aufwärtstrend und die nächste Revolution ließ nicht lange auf sich warten. Ende der 80er Jahre war es wiederum Sega, die mit dem Sega Mega Drive die vierte Generation einläuteten. Diese Generation zeichnete sich durch 16-Bit Prozessoren, teilweise 3D-Grafik und erstmals auch mit CDs als Medium, sowie größeren Speichern aus. Doch Segas Mega Drive wurde 1990 in den Schatten gestellt, als Nintendo das neue Super Nintendo Entertainment System (SNES) auf den Markt brachte. Und noch heute erfreuen wir uns der Änderungen die am Controller der SNES gemacht wurden, denn erstmals gab es Schultertasten. Und noch dazu etablierten sich Spielserien, die noch heute große Bekanntheit genießen. Zelda, Super Mario, Metroid und Castlevania die bereits auf der NES ihr Debüt feierten waren es bei Nintendo und vor allem Sonic the Hedgehog, Golden Axe und Wonder Boy bei Sega. Sega und Nintendo waren zu dieser Zeit die einzigen großen Hersteller von Konsolen, doch ein Konkurrenzkampf wie man es heute kennt fand nicht statt, da Nintendo die Märkte dominierte, obwohl das Mega Drive technisch sehr viel besser war. Der größte Fehler der Konsolengeschichte Auch eure kleinen Uronkel, die ersten Handheld-Konsolen bahnten sich ihren Weg in unsere Taschen. Der Game Boy, Atari Lynx und der Sega Game Gear. Ach wir hatten damals so viel Spaß und es ging uns noch ums Spielen. Grafik oder Power waren kaum relevant, doch mit der fünften Generation begann langsam der 'Negativtrend'. Und man kann sagen, dass auch der vorläufige Untergang Nintendos in genau dieser Zeit begann. Und daran sind sie selbst schuld. Während Sega mit dem Sega Mega-CD, einer Erweiterung für den Mega Drive um CD-Roms abzuspielen, Druck auf Nintendo aufbauen wollten, arbeiteten eben diese mit Sony an einem CD-Laufwerk für die SNES, die Super-CD. Und da machte Nintendo den größten Fehler in der gesamten Geschichte der Videospiele. Sony hatte zuvor bereits am SNES-Soundchip SPC700 mit gearbeitet, doch für die Entwicklung eines CD-Rom Laufwerks verlangte Sony die exklusiven Herstellungs- und Vertriebsrechte  für eine Kombination aus SNES und Super-CD und auch eine Beteiligung an den Nintendo-Figuren. Nintendo lehnte ab und schloss einen Vertrag mit Phillips, der ebenfalls schnell wieder aufgelöst wurde. Was aus Sony wurde wissen wir alle ganz genau, liebe PlayStation 3. Der Codename für das Projekt mit Nintendo war immerhin 'Play Station'. Deine Großmutter wurde geschaffen, denn Sony nutzte das durch das Super-CD-Projekt erlangte Wissen um eine eigene Spielkonsole zu entwickeln. 1994 kamen somit gleich zwei Konsolen auf den Markt die Standardmäßig die mit mehr Speicherplatz und günstigeren Kosten verbundenen CD-Roms nutzen und mit gerenderten 3D-Darstellungen, echten Videos und Musik, dem abspielen von Audio-CDs sowie Vibrationen und Memory-Karten aufwarten konnten. Die erste PlayStation und die Sega Saturn waren fortschrittliche 32-Bit Maschinen, die der 64-Bit Konsole von Atari aus dem Jahr 1993 zwar technisch unterlegen waren, sich aber deutlich besser verkauften. Zu unser aller Bedauern verschwand Atari dann auch endgültig aus der Konsolenwelt und bereicherte uns fortan nur noch mit Spielen. Doch gegen die Konkurrenz der bis heute großartigsten Generation mit der Nummer 6 hätte auch Atari in Bestform nicht bestanden. Doch bleiben wir bei euren Großmüttern. Freilich hatte Microsoft zu dieser Zeit noch keine Konsole ins Rennen geschickt, doch Nintendo im Juni 1996 und im März 1997 in Europa, sowie Sony bereits im Dezember 1994 und im September 1995 in Europa waren durchaus am Geschäft beteiligt. Während die Japaner von Sony mit der PlayStation ihre erste Konsole veröffentlichten und auf CDs als Speichermedium setzten, schickten die Japaner bei Nintendo eine weitere Modul-Konsole ins Rennen, das Nintendo 64, welches erstmals 3D-Grafik als Standard bot und uns mit den noch heute beliebten großartigen Spieleklassikern Super Mario 64 und Zelda: Ocarina of Time beglückte. Auch wenn es mit den CDs nicht geklappt hat, sorgte Nintendo für den vorerst letzten großen Lichtblick ihres Unternehmens. Sony dagegen setzte auf Spiele wie Tomb Raider, Resident Evil, Gran Turismo oder aber Final Fantasy. Spiele die selbst noch die Urenkel dieser Konsolen heute kennen. Für mich persönlich war es erst die zweite Konsolengeneration, die ich in vollem Umfang wahrgenommen und genutzt habe und noch heute klemme ich mich liebend gerne vor meinen Fernseher, schließe die Nintendo 64 an und spiele Zelda, Mario oder Donkey Kong. Oder aber ich nehme meine PlayStation in der Tomb-Raider-Edition und spiele Tomb Raider I-IV und Crash Bandicoot. Mit diesen beiden Konsolen haben die Japaner nachhaltig die gesamte Spielwelt geprägt und auch die Verkäufe spiegelten dies wieder, denn eine PlayStation fand bis heute mit über 104 Millionen Konsolen mehr Ableger, als ihr, liebe Xbox 360 und PlayStation 3. Um genau zu sein, sind es sogar noch mehr abnehmer als du gefunden hast, liebe Wii. Damit war die PlayStation der absolute Gewinner der Generation, denn die Nintendo 64 fand nur knapp 33 Millionen Käufer und die weiteren Konkurrenten von Apple, Sega oder Atari brachten es zusammen nicht einmal auf 15 Millionen. Ja ich weiß, ich sehe in euren fragend leuchtenden Power-Knöpfen schon das "Bitte, wer?" doch auch diese Konsolen spielten damals noch eine kleine Rolle. Endspurt Dennoch dachte sich Sega, obwohl schon in der 5. Generation die Verkäufe ausblieben, dass es mit der Relevanz doch noch etwas werden könnte und leutete mit dem Verkaufsstart der Sega Dreamcast die 6. Generation ein, an der Atari als Hardware-Hersteller schon nicht mehr teilnahm und deren Ende auch Sega nicht erleben sollte. Im November 1998 war es so weit, dass die Dreamcast auf den Markt kam. Im Oktober 1999 wurde dann auch in Europa veröffentlicht,  so hatte man mit der Dreamcast zunächst eine gute Ausgangsposition. Doch obwohl es die erste Konsole dieser Generation war, blieb der Erfolg aus. Für die Nintendo 64 war gerade The Legend of Zelda: Ocarina of Time und für die PlayStation Gran Turismo erschienen und die Spieler hatten mit der alten Generation noch genug Spaß. So verblieb Segas letzte Trumpfkarte mit 32 Bit-System und Multimediafähigkeit bis heute bei knapp 10 Millionen verkauften Konsolen. Auch Sega beschloss nun, das Konsolengeschäft aufzugeben und stellte die Produktion im März 2001 komplett ein. Zu diesem Zeitpunkt war innerhalb der 6. generation erst eine weitere Konsole erschienen, diese hatte es aber in sich. Nicht umsonst ist die 6. Konsolengeneration die bis heute großartigste, denn sie brachte uns im Jahr 2000 die PlayStation 2 von Sony, deine Mutter, PlayStation 3. Die PlayStation 2 konnte erstmals auch DVDs abspielen und verfügte über USB-Anschlüsse, sowie die Möglichkeit Festplatten oder Ethernet-Module anzuschließen und natürlich brachte sie auch neue Spiele mit sich, wie Killzone, Kingdom Hearts oder Singstar. Der Erfolg der PlayStation 2 war sogar so groß, dass noch heute im Angesicht der PlayStation 4 weiterhin Spiele für das System veröffentlicht werden. Aber wie groß war der Erfolg? Nun, wir sprechen hier von der meistverkauften und beliebtesten Konsole aller Zeiten! 150 Millionen ausgelieferter Konsolen bis 2011 sprechen da eine sehr deutliche Sprache. Auch die Mutter unserer lieben Xbox 360 erschien erstmals. In den USA am 15. November 2001 veröffentlicht und ab März 2002 auch in Europa erhältlich, war die Xbox die erste Konsole von Microsoft. Dritter in diesem Bunde, welches bis heute keine Veränderung erfahren hat war die Mutter der Wii und der Wii U, der Nintendo GameCube. Beide konnten jedoch selbst zusammen nicht ansatzweise an den Erfolg der PlayStation 2 anschließen, 150 Millionen Konsolen sind aber eben auch eine ganze Menge. Der Gamecube, der zwar CDs nutzte, allerdings in einem Sonderformat, fand dagegen "nur" 21,72 Millionen Abnehmer während seines Lebenszyklus und brachte natürlich auch wieder ein 3D-Mario mit Super Mario Sunshine, etliche weitere Mario- und Mario Kart-Spiele sowie mit The Legend of Zelda: Windwaker und The Legend of Zelda: Twilight Princess gleich zwei große Zelda-Teile. Mit ihrer ersten Konsole hatten auch die Jungs von Microsoft einen Durchstarter geschaffen, denn auch wenn die 24,76 Millionen Exemplare weit unter Sony-Niveau liegen, muss man bedenken, dass die Xbox eben komplett neu war und Microsoft zu diesen Zeiten eigentlich nur für Windows-Systemausfälle bekannt war. Mit der Xbox kam auch eine Spielserie ganz groß raus, wenngleich diese später auch für den PC erschienen ist: Halo, ein Science-Fiction-Shooter von Bungie und zeitgleich das bestverkaufte Spiel für die Xbox. Dazu gesellen sich mit Fable und Deus Ex: Invisible War zwei weitere ebenfalls für den PC erschienene Spiele. Exklusiv für die Xbox waren nur sehr wenige Spiele, wie Project Gotham Racing, doch Microsoft stellte durch ihre Politik früh klar, dass für sie die Xbox nicht die einzige Plattform ist. Eine Politik an der bis heute nur wenig geändert wurde. War es in der 5. Generation noch der Konkurrenzkapf zwischen Sony und Nintendo, war es nun zu einem Triumvirat geworden. Jedoch mit klaren Vorteilen auf Seiten von Sony. Microsoft und Nintendo fochten den zweiten Platz unter sich aus, doch die wahren Gewinner waren die Gamer, da durch den Konkurrenzkampf viele gute Spiele entstanden und man sich für die Wahl seines Systems noch nicht schämen musste, da selbst die GameCube akzeptiert wurde und grafisch sogar als die best aussehendste Konsole dieser drei galt. Microsoft rüstete allerdings schwer auf und wollte nicht nur den zweiten Platz im Konsolenrennen einnehmen. Das war die Geschichte eurer Ahnen, liebe siebte Generation. Alsbald werde ich euch einen zweiten Brief schicken, um mich gebührend von euch zu verabschieden. Bis dahin verbleibe ich in Liebe Ossi P.S. Hat euch dieser Brief gefallen? Möchtet ihr eure eigenen Erfahrungen mit den alten Konsolen kund tun? Dann nichts wie los!

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  • 30.10.2013 um 14:48

Recycling und Geschäftspolitik in der Unterhaltungsindustrie – Ossis Kolumne

Ossis Kolumne liefert euch ungeschminkte persönliche Meinungen in unregelmäßig regelmäßigen Abständen. Heute geht es um das leidige Thema des Recyclings und ein wenig auch um Geschäftspolitik. Recycling für den Profit In der letzten Ausgabe ging es noch darum, dass die PlayStation 4 und die  Xbox One dank der Abschaffung des DRM Systems nichts neues und nichts tolles bieten werden. Und apropos nichts neues und tolles. Als ich klein war hat mein Papa immer gesagt, dass man seinen Müll in den Mülleimer werfen und dass man recyclen soll. Es ist nur gut für die Umwelt, wenn man Dinge wiederverwendet. Auch in der Schule wurde immer wieder gesagt, wie toll und super es doch für uns und die Umwelt ist, wenn man Müll trennt und alles recyclet. Dass auch Filmstudios und Spieleentwickler gerne recyclen ist ebenfalls nichts neues. Damals war es aber noch so, dass man zumindest versucht hat den Leuten vorzugaukeln, dass es sich um etwas ganz anderes handelt. Man hat sich vielleicht auch mehr Mühe gegeben und sich trotz des Plans, etwas nur möglichst gut ausschlachten zu wollen, auch dem Inhalt, dem Gameplay und dem Spaß gewidmet. Fortsetzungen waren mal etwas, auf das man sich gefreut, es gar ersehnt hat. Heute ist es viel zu oft so, dass man ein paar Details und das Setting ändert, im Gesamtpaket aber etwas auf den Markt bringt, das keinen Mehrwert bietet. Mir persönlich ist es egal, ob der Transporter in Marseille oder in der Ukraine eine Geisel transportiert, in die er sich verliebt, ob das Wolfsrudel in Las Vegas oder Bangkok eine wilde Party hatte. Mir ist es auch egal, ob ich im nahen Osten, Russland oder Afrika auf immer gleich agierende KIs schieße. Erst recht ist es mir egal, ob man dieses Geballer nun Black Ops, Modern Warfare oder Crysis nennt. Die Medien werden Momentan dominiert von Fortsetzungen, die teilweise einer Ausschlachtung gleichen. Da geht es im Bereich der Filme um Reboots von Highlander, Indiana Jones oder Mortal Kombat und natürlich die in meinen Augen völlig unnötige Neuauflage der Spider-Man-Trilogie. Im Bereich der Spiele sind es dagegen Call of Duty, Battlefield, Assassin's Creed, Sonic oder FIFA die eigentlich nurnoch als Geldmaschinen produziert werden. EA, allgemeinhin auch als Publisher mit dem schlechtesten Support, der umstrittendsten Online- und Aktivierungspolitik und größter Ausschlachter bekannt, treibt es aber mit dem Fußball Manager auf die Spitze. Geschäftspolitik oder pure Geldgier? Während Battlefields Singleplayer und FIFAs Grafik und Spielmechanik in die Tonne getreten werden kann, kann man den Fußball Manager 14 komplett vergessen. 40 Euro für ein Spiel, welches einzig und alleine eine aktuellere Datenbank bietet und im Gegenzug zwei Ligen und einen Modus entfernt hat. Wenn man so etwas hört, kann man ja fast noch lächeln wenn in voller Absicht oder purer Geldgier Teile der Spiele entfernt und als Add-Ons verkauft werden, oder Add-Ons angeboten werden, die eigentlich keine Sau benötigt, wie neue Klamotten für die Sims oder ein Stadtpack für Sim City. Was man unter 'Liebe zum Detail' und 'Dienst am Konsumenten' versteht, hat erst vor kurzem ein kanadisches Entwicklerstudio verdeutlicht. Und das mit einer Fortsetzung! Natürlich finden sich auch in GTA 5 wiederverwertete Elemente, doch diese sind klein genug, um einfach als Easter Eggs und altbewährt gelten zu können. Die Neuerungen und vor Allem der Spaß überwiegen einfach. Und wenn zum Start des Online-Modus, auf den man sich intensiv vorbereitet hat, etwas nicht funktioniert, dann kümmert sich Rockstar darum und sorgt dafür, dass es funktioniert. Ein Fehler, den sie nicht zwei Mal machen werden und für den sie ihren Kunden eine Entschädigung anbieten. Wenn man bei anderen Publishern *Hust, Hust EA Hust* zum Start eines Spiels nicht spielen kann, weil die Server überlastet sind oder das Spiel zu viele Bugs hat, es aber auch nur spielbar ist, wenn man mit z. B. Origin verbunden ist, dann kann man anrufen und sich beschweren. Diese Beschwerde wird umgehend an den zuständigen Mülleimer weiter geleitet und garantiert nie bearbeitet. Dafür verspricht man aber auch nicht, es das nächste Mal besser zu machen, denn jeder weiß, dass dieses Versprechen nie gehalten wird. Ubisoft ist da anders. Die machen das ganz geschickt und tun nur so als würden sie etwas verschenken. Um Add-Ons mancher Spiele erhalten zu können oder ein Spiel in vollem Umfang zu genießen, sollte man nämlich besser ein UPlay-Konto haben. Dieses ist bei gebrauchten Spielen mit Kosten verbunden, die nicht eben gering sind. Um einen entsprechenden Add-On- und Exklusiv-Wahn geht es aber ja schon in Bastis Kolumne. Daher fahren wir wieder mit dem Recycling fort. Die Königsdisziplin des Recycling Die Meister der Wiederverwertung, ohne dass es sich wie eine Wiederverwertung anfühlt, sind aber die Japaner bei Nintendo. Alle Nase lang füttern sie uns mit neuen Marios, Links, Pokémons oder Donkey Kongs und dennoch freuen sich die Käufer immer wieder über ein "neues" Spiel. Auch wenn natürlich manche Ableger wie zum Beispiel New Super Mario Bros. 2 für den Nintendo DS oder Pokémon Schwarz und Weiß 2 durchaus kritisch betrachtet werden. Wenn dann aber ein Pokémon oder Mario in 3D daherkommt, sind die Gemüter wieder beruhigt. Die Jungs wissen einfach wie sie Unterhaltung bieten können und ich freue mich auf das hoffentlich noch 2014 erscheinende Zelda fast genauso sehr wie auf Dark Souls 2. Und das auch zu Recht. Denn auch wenn Nintendo schon lange nicht mehr mit den großen Konsolen von Microsoft und Sony mithalten kann was die technischen Details angeht, so liefern sie immer und immer wieder Spiele ab, die wirklich jeder spielen kann und auch spielen will. Die Spaß machen und vor Allem ohne großes Grafik-Klim-Bim und Action-Kladdaradöns auskommen. Diese Spiele symbolisieren heute noch wie vor dreißig Jahren, den Spielspaß, die Unterhaltung und die Kurzweiligkeit. Wenn ich nach 6 Stunden ein Super Mario Bros. U durchgespielt habe bin ich weit weniger enttäuscht als wenn ich ein Killzone: Shadow Fall nach 10 Stunden fertig habe. Wenn ich bei Pokémon mühsam eines der kleinen Geschöpfe trainiere habe ich mehr Spaß und bin entspannter als wenn ich bei Need for Speed ein Auto tunen will und das Geld und die Teile zusammen fahren muss. Der steigende Schwierigkeitsgrad mit immer ein wenig niedlich aussehenden Gegnern bei Zelda ist mir 1000 Mal lieber als jeder austauschbare 0815-Gegner in einem beliebigen Shooter. Wenn man sich überhaupt über Recycling bei Nintendo ärgern kann, hat es mit dem Werbespruch "Erleben Sie Ihre 3DS Spiele jetzt auch in 2D!" zu tun. Das klingt genauso, als ob man sagen würde "spielen Sie Ihre GameBoy Colour-Spiele in Schwarz und Weiß" oder "Erleben Sie das volle Formel 1 Gefühl im Auto von Fred Feuerstein". Wer braucht so etwas? Klar, die Eltern vornehmlich japanischer Kinder, die ohnehin mit Stroboskobeffekten bis zum Geht-nicht-mehr gequält werden, haben sich darüber beschwert, dass der 3D-Effekt des Nintendo 3DS Kopfschmerzen und Übelkeit hervorruft, was auch gut möglich ist, aber an jedem 3DS befindet sich ein kleiner Schieberegler an der rechten Seite, mit dem man den Effekt einfach abstellen kann, also warum ein komplett neues Gerät für den fast identischen Preis verkaufen? Weil es sich lohnt, weil man damit Profit machen kann. Und Nintendo hat dieses Geld momentan doch sehr nötig, da sich die Wii U zumindest in Europa nicht gerade sonderlich gut verkauft. Das war's für heute mit Ossis Kolumne. Teilt ihr meine Meinung, oder glaubt ihr, ich habe nur Unfug geredet? Wollt ihr etwas ergänzen? Dann ab in die Kommentare damit. In der nächsten Ausgabe von Ossis Kolumne geht es dann entweder um die PlayStation Fear oder einen Tribut an die aktuelle Konsolengeneration, einschließlich 40 jahren Videospielgeschichte.

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  • 28.10.2013 um 12:33

Microsoft – Games with Gold, DRM und Kinect 2.0 – Kolumne

Ossis Kolumnen ohne Namen liefern euch ungeschminkte persönliche Meinungen in unregelmäßig regelmäßigen Abständen. Heute geht es um  Microsofts Gold-Service und DRM. Und warum beides eine tolle Sache ist. Aber auch um Kinect 2.0 und die Frage, ob es in Anbetracht des NSA-Skandals wirklich so schlimm ist, wie es immer dargestellt wird. Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter Microsoft holt gegenüber Sony momentan in der Gunst der 'Wähler' langsam aber sicher auf. Klar ist die Mehrheit nach der schlechten Presse immernoch auf Seiten der PlayStation 4, aber es lässt sich trotzdem nicht von der Hand weisen, dass dieser Abstand schrumpft. Grund könnten die Release Verschiebungen sein. Grund könnte aber auch die Tatsache sein, dass vielleicht nur 10-20% der Vorbesteller auch noch in diesem Jahr eine PlayStation 4 erhalten werden. Die PlayStation 4 verwandelt sich momentan eher in die PlayStation Fear und manch eine Randale liegt im Rahmen des Möglichen. Einen Aufstand wegen zu vieler Besteller wird es bei Microsoft wohl kaum geben. Erst am Freitag sorgte Microsoft für ein Freudenstrahlen bei allen Nutzern der Xbox 360, denn sie verlängerten die Laufzeit des Games with Gold-Programms. Ursprünglich ja nur bis zum Ende des Jahres als Dankeschön gedacht, wird es jetzt unendlich weiterlaufen. Nun gut, vielleicht nicht unendlich, aber ein Ablaufdatum wurde nicht gesetzt. Klar bietet Microsoft mit dem Programm nichts großartig anderes als Sony seinen Kunden bereits seit Jahren bietet, außer der Möglichkeit die kostenlos erhaltenen Spiele auch nach Ablauf des Abonnements zu spielen, aber man muss seine Konkurrenten ja nicht immer bis in den Himmel übertrumpfen um eine gute Sache zu bieten, auch wenn viele Käufer anscheinend so denken. Nun kann man sicher spekulieren, ob diese Verlängerung bedeutet, dass das Games with Gold Programm auch auf die Xbox One ausgeweitet wird, doch ich persönlich glaube, dass man da nicht groß spekulieren muss. Meiner Ansicht nach wird es so sein und es wird auch, wenn auch nicht von Beginn an, sehr früh verfügbar sein. Und sollte dem nicht so sein, so hat man wenigstens auf der Xbox 360 auch in Zukunft langfristig seine zwei gratis Games im Monat und ergo genug zum Daddeln. Es ist zwar schade, dass einige der bisher besten Games des Programms hierzulande nicht erhältlich waren, da sie z. B. auf dem Index stehen, doch auch das was wir bekommen haben, kann sich sehen lassen. Immerhin sind Assassins Creed 2, Halo 3 und Rainbow Six Vegas keine Spiele, die man heute nicht mehr spielen kann. Selbst mit nur kurzen 48 Stunden Abos oder Mitgliedsschaften im Rahmen einer Aktion, wie kürzlich ein Wochenende lang Gold für alle, kann man sich die Spiele Laden und unbegrenzt spielen. Ich frage mich nur, wieso die schlauen Köpfe in Redmond nicht schon früher auf diese Idee gekommen sind. Ich vermute mal, dass es tatsächlich ein Dankeschön ist. Würde es bereits von Beginn an dazu gehören, wüsste man es nicht zu schätzen, ebenso, wenn es mittendrin eingeführt worden wäre. Nein. Kurz vor dem Ende der aktuellen Generation sollte es sein. Zum Einen um eben werbewirksam als großes Dankeschön verkauft zu werden und zum Anderen, um die Xbox 360 weiterhin attraktiv zu gestalten. Das große DRaMa mit dem DRM Die Xbox One wird wahrscheinlich auf lange Sicht einen ebenso großen Erfolg erzielen und Millionen von Wohnzimmern bereichern. Auch nach all den Hates und falschen Fakten verkauft sie sich weiterhin gut und bietet nach Abschaffung des DRM immernoch genug tolle und neue Funktionen, die die Menschen begeistern werden. Dennoch bleibt der fade Nachgeschmack, wenn man daran denkt, wie die einst als revolutionäres Entertainment-Paket geplante Konsole nur noch ein Update seines Vorgängers ist. Dieser Beigeschmack schlägt sogar in leichte Wut um, wenn ich sehe, dass Steam für ein Konzept, welches dem einst geplanten DRM ähnelt, bejubelt wird. Stattdessen werde ich auch zukünftig nicht ohne eine Disk im Laufwerk spielen können. Werde die Games nicht mit der Familie und meinen Freunden völlig unkompliziert teilen können und auch nicht überall wo ich bin auf jeder Konsole zocken können ohne das Spiel selbst mitzuschleppen. Dank den vielen Menschen, die offenbar nicht verstanden haben, wie fortschrittlich und vor Allem positiv das DRM-System hätte sein können und auch dank den Damen und Herren bei Microsoft, die kein Risiko eingehen wollten, können wir dieses System nun vergessen. Dadurch wird die Xbox One nur zu einem kleinen Update iherer Vorgängerin, ebenso wie die PlayStation 4, die auch nichts neues bietet außer vielleicht einer stärkeren Hardware, aber das gilt ja für beide Konsolen und ist in meinen Augen nicht relevant. Es wird sich in den weltweiten Wohnzimmern absolut nichts ändern und Schuld daran sind die Hater auf aller Welt und natürlich die Schöpfer der PlayStation 4, die erst gar nicht versucht haben, etwas zu ändern. Ich werde aber sicher auch mit meiner PlayStation 4 spaß haben können, allerdings ohne alle Nase lang die Käufer einer One als dämlich zu bezeichnen. Gleiches gilt für meine Xbox One, für die ich mich nicht schämen werde. Aber halt! Microsoft behält sich natürlich das Recht vor, jederzeit das alte DRM-System wieder ins Leben zu rufen. Ich denke sie wollen erst einmal abwarten, wie es bei Steam läuft und wenn es sich etabliert hat, wieder damit um die Ecke kommen. Á la 'Wir haben was neues für euch! Fast wie bei Steam nur geiler! Nennt sich DRM, habt ihr noch nie gehört'. Ja, genau so stelle ich es mir vor. Und all jene Xbox One besitzer werden jubeln, alle anderen überlegen sich die One doch noch zu holen. Und ein paar werden da sitzen, an dieses Jahr denken und sich tatsächlich erinnern, dass DRM nichts neues tolles, sondern eben das ist, was von Anfang an geplant war. Eine Petition um das alte System wieder zurückzuerlangen gibt es übrigens hier. Die NSA und Microsoft...und Facebook und Google und Yahoo und so weiter Das letzte Thema dieser Kolumne soll ein weiterer Grund sein, den viele gegen die neue Konsole von Microsoft hegen: Kinect 2.0. Ok, ich gebe zu, dass ich selbst sehr skeptisch war, als Kinect 2.0 vorgestellt wurde. Einerseits froh darüber, dass das System als Standard für alle vorhanden ist, andererseits vorsichtig, weil es immer eingestöpselt und eingeschaltet sein soll. Eine HD-Kamera mit Mikrofon in meinem Wohnzimmer, stets lauschend und sehend was ich treibe. Dazu die ständige Internetverbindung und der Skype-Skandal. Aber dann auch die Idee, dass alle Entwickler die Möglichkeit haben auf Kinect aufbauende Spiele zu entwickeln und somit auch den Markt in dieser Hinsicht voran zu treiben und endlich gute Kinect Spiele bereit zu stellen. Ja, ich halte Kinect 2.0 wirklich für eine sehr tolle Sache, vor allem, wenn sie hinreichend genutzt wird. Aber ich möchte selbst bestimmen können, wann ich es nutzen will. Ich möchte nicht, dass die Konsole Statistiken darüber erstellt, mit wievielen Leuten ich in einem Raum sitze und was ich so sage. Ich möchte aber vor Allem nicht, dass diese Daten dann an irgendwen verschickt werden. Aber Microsoft hat eingelenkt und wenigstens die Option eingebaut, dass man die ungeliebte Kamera deaktivieren kann. Abstöpseln, um auf Nummer sicher zu gehen, kann man sie aber nicht. Aber: Kinect Überwachung hin und Skepsis her. Wenn wir mal ganz realistisch sind, kann es eigentlich auch egal sein. Wir posten unser halbes Leben auf sozialen Netzwerken, machen tausende Fotos von uns, unserem Essen, unseren Freunden und laden sie auf Instagram, haben mindestens eine Kamera mit Mikrofon immer bei uns in Form unserer Handys und führen die privatesten Telefongespräche in der Öffentlichkeit, wo wir eh fast überall überwacht werden. Und ein iPhone kann noch dazu stets erfassen wo wir uns befinden und speichert diese Daten. Wird das iPhone dann mit einem PC verbunden sind auch diese Daten schnell mal in anderen Händen. Also warum dieser riesige Aufschrei? Ich persönlich schreie meine Pin einschließlich Kontonummer nicht durch die Wohnung und drehe keine Pornos auf der Couch. Microsoft wird durch die Kamera nicht mehr Informationen bekommen, als durch Facebook, Instagram und Google. Erst in dieser Woche wurde bekannt, dass eine Frau auf Google nach den Folgen eines Banküberfalls gegooglet hat, bevor sie einen solchen beging. Da ist Kinect auch nicht schlimmer. Natürlich muss man das nicht einfach hinnehmen, aber der Aufschrei wirkte einfach gekünstelt. Gleich dem Aufschrei nach der NSA-Affäre, der im Prinzip auch nur Datenschützer und jene, die etwas zu verbergen haben wirklich hat schreien lassen. Wellen der Entrüstung die bei Fingerabdruck-Scannern, Sonys Datenverlust, elektronischen Krankenkarten, PlayStation Eye oder U-Bahn-Überwachung ausblieben oder schnell wieder in Vergessenheit gerieten. Bleibt also abzuwarten, wer in einem Jahr immernoch daran denkt, dass Microsoft zu jenen Firmen gehört, die ein Abkommen mit der NSA haben. Und wer bereits heute weiß, dass auch Windows-Phones und Windows PCs zu Microsoft gehören. Oder dass Facebook, Yahoo und Google ebenfalls mit der NSA zusammen arbeiten. Und letztere sind ja nur verantwortlich für das meistgenutzte Smartphone und Tablet-Betriebssystem Android. Verwendet auf unzähligen Geräten, die ebenfalls mit nicht entfern- oder abschaltbaren Kameras und Mikrofonen gerüstet sind. Microsoft selbst hat geschworen, dass Kinect technisch nicht die Möglichkeiten für eine Überwachung bietet und dass ohne die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer nichts aufgezeichnet wird. Auch versicherten sie, dass sie die Regierung der USA vor Gericht zerren würden, sollten diese es doch versuchen. Ich persönlich will Microsoft eine zweite Chance geben. Wenn man Sony, Google, Facebook und co eine zweite Chance geben will, warum dann nicht auch Microsoft? Letztlich haben wir doch eh keine Kontrolle darüber, wer uns wann wo und wie ausspioniert, auch wenn es nur der Herr von der GEZ ist. Das war's für heute. Teilt ihr meine Meinung, oder glaubt ihr, ich habe nur Unfug geredet? Oder wüsstet ihr einen tollen Namen für die Kolumne? Dann ab in die Kommentare damit. Das nächste Mal geht es dann um Recycling in der Unterhaltungsbranche.

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  • 26.08.2013 um 10:47

Xbox One: Microsoft schlägt zurück

Okay, okay, Microsoft hat es sich bei der Präsentation der Xbox One in der Vergangenheit  – insbesondere auf der E3 – mit vielen Gamern verscherzt, auf der gamescom in Köln schlug das Unternehmen aber zurück. Beziehungsweise machte es nicht, denn auf die Provokation durch Sony CE Boss Andrew House reagierte das Redmonder Unternehmen eher mit Gelassenheit. Und tatsächlich kann man als Freund gepflegter Videospielunterhaltung der Xbox One inzwischen wenig vorwerfen: Die Online-Pflicht: abgeschafft! Sich alle 24 Std. eimal mit dem Internet zum Update-Ckeck zu verbinden sollte drin sein, und mal ehrlich: Wer Internet Zuhause hat, dessen Konsole hängt wohl auch zu 85% am Netz. Und da eh immer mehr Spiele auf Online-Funktionen wie Multiplayer etc. setzen ist dieses Feature echt keine Zukunftsmusik mehr. Und die PlayStation 4 setzt auch voll auf soziale Features, die ebenfalls eine Internetverbindung vorausetzen. Kinect-Pflicht: abgeschafft! Die Sensorleiste kann bei nicht daran interessierten Gamern getrost Staub ansetzen, außer ein Spiel erfordert dringend den Einsatz der Kinect. Auf der bisherigen Konsolengeneration gibt es – ganz nüchtern betrachtet – keine guten Konzepte, die der Kinect zu einer Daseinsberechtigung verhelfen. Vielleicht ändert sich das mit der Xbox One, aber bisher gibt es hier keinen wirklichen Grund (mehr), sich in der Beziehung aufzuregen. Gebrauchtspielsperre: abgeschafft! Microsoft überlässt es den Herstellern, hier ein eigenes System umzusetzen ... oder eben alles so zu belassen wie es im Moment ist. Und da selbst EA seinen umstrittenen Online-Pass abgeschafft hat, wird da im Moment wohl auch nicht mehr viel passieren. 100 € Preisunterschied zur Playstation 4: abgeschafft! Na ja, zumindest irgendwie. Mit der Verkündigung, dass jeder Vorbestellung der Xbox (in Europa) FIFA 14 inkl. des Ultimate-Team-Legends Modus beiliegt, fällt der Unterschied kaum mehr ins Gewicht. Wer für seine Playstation 4 FIFA 14 und die Kamera haben möchte, zahlt im Gegensatz zur Xbox One sogar rund 30 € mehr! Zusätzlich kündigte Microsoft für viele kommenden Blockbuster auf der Xbox One exklusive Zusatzinhalte an. Zwar ist zu deren Inhalt noch nicht viel bekannt, aber gerade Fans von CoD könnten sich angesichts des Mehrwerts von Call of Duty: Ghosts doch noch für die Xbox One entscheiden. Bei Multiplattform-Titel dürfte auch die vermutete höhere Leistungsfähigkeit der PlayStation 4 kaum ins Gewicht fallen. In der Regel sind die Spiele dann nur so gut, wie die schlechtere Hardware sie im Stande ist zu liefern. Bleiben also unter dem Strich nur noch die Exklusivtitel, die einen Kaufgrund rechtfertigen. Und mal ehrlich, wer an dieser Stelle jetzt Microsoft Unehrlichkeit in Bezug auf die zurückgenommen Ideen zur Xbox One unterstellt, der sollte sich lieber über die Kundenorientierung freuen, die das Unternehmen an den Tag legt. Wann hat zum letzten Mal ein Hersteller eure Wünsche für ein neues Produkt berücksichtigt und eigene Pläne hinten angestellt? Aber auch hier gilt: Ultimative Wahrheiten gibt es nicht und wir sind sehr interessiert an eurer Meinung zu dem Thema. Schreibt sie uns in die Kommentare!

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