• 31.01. um 14:18

Test: Might & Magic X Legacy

Aus alt mach neu! Greift diese Formel auch bei einem schon fast vergessenen Spiel? Ubisoft hat sich mit dem deutschen Unternehmen Limbic Entertainment zusammengetan, und Might & Magic in der Form von Might & Magic X Legacy nach ganzen 12 Jahren wieder Leben eingehaucht. Doch wie spielt sich der zehnte Ableger dieser alten Spieleserie? Kommen hier nur Alteingesessene auf ihre Kosten, oder ist das Spiel auch für die jüngere Generation geeignet? Unser Test verrät es euch! Auf nach Karthal! Might & Magic X entführt euch auf die Agyn Halbinsel, wo ihr die Kontrolle über vier Helden übernehmt, die mit einer letzten Aufgabe bedacht wurden. Sie sollen die Asche ihres Lehrers und Ausbilders in die Stadt Karthal bringen. Doch so leicht wie die Aufgabe klingt, ist sie leider nicht. Wie das Schicksal es so will, sollen die vier von euch geschaffenen Streiter erst einige Prüfungen bestehen. Angekommen in einer kleinen Hafenstadt macht ihr euch auf den Weg gen Schicksal. Was birgt euer Schicksal? Es liegt an euch es herauszufinden, es zu schmieden. Doch leicht wird es nicht, werdet ihr doch schnell im politischen Gefüge verstrickt, und Intrigen offenbaren sich als hinterhältige Fallen, die euch das Leben schwer machen. Zu Beginn bietet sich einem die Möglichkeit zwischen dem normalen und schweren Modus zu wählen. Die Wahl beeinflusst stark, wie sehr Gegner einem zusetzen, und nur die erfahrensten Spieler sollten sich an dem Experten-Modus versuchen. Anschließend erstellt man sich aus vier Rassen mit unterschiedlichen Klassen-Optionen seine Truppe, die in die Schlacht ziehen wird. Die Geschichte wird klassisch über Text-Boxen vermittelt. Vertont wurde nicht viel, und wenn, dann auch nur in englischer Sprache. Über ein kleines Auswahlfenster könnt ihr mit der Maus oder der entsprechenden Zahl die Konversationen vorantreiben. Für manch einen wirkt das sehr altbacken. Das ist es auch, soll es aber auch sein. Und so hangelt man sich von Konversation zu Konversation, bis man endlich den richtigen NPC gefunden hat, der die erste Aufgabe für uns bereit hält. Markiert sind Quest-NPC nicht, und so gestaltet sich die Suche gelegentlich schon recht mühselig - weiß man so doch nicht, welcher NPC die entsprechende Aufgabe vergibt. Die Fortbewegung ist ebenfalls sehr traditionell gehalten: Ihr bewegt euch auf einem Schachbrett strukturiertem Feld vorwärts, und geht so Kästen für Kästen durch die Orte und Dungeons. Per Knopfdruck lässt sich auch eine Karte einblenden, die eine Übersicht über die Umgebung gibt, Koordinaten bereit hält, und mit Notizen versehen werden kann. So ist es einem selbst überlassen wichtige NPC mit einer Notiz auf der Karte zu markieren. Die Städte wirken allesamt recht liebevoll gestaltet, doch ziemlich verlassen. Das ist dem Fakt geschuldet, dass die NPC´s fest auf ihrem Feld verankert sind, und so keinerlei Bewegung ins Stadtbild kommt. Doch egal in welchem Gebiet ihr euch befindet, es gibt viel zu entdecken, was den Forscherdrang fördert und befriedigt. Es sei aber um Acht gebeten, hinter manch einem Eingang lauert ein Gegner, dem ihr euch lieber nicht zu früh mit stolzer Brust gegenüberstellt. Ihr könntet fix das Zeitliche segnen. Insgesamt 20 Dungeons halten euch in Might & Magic X Legacy ordentlich auf Trab. Spinnen! Überall Spinnen! Doch bevor ihr in verfallene Schlösser, Banditen-Verstecke und geheimnisvolle Verliese eindringt, gilt es eurer Arachnophobie den gar auszumachen. Das Tutorial-Dungeon geizt nicht mit Spinnengetier, und schon gar nicht mit negativen Status-Effekten. Wer hier kein Gegengift zur Hand hat, wird qualvoll dahingerafft. Aber ist es ein guter Einstieg das Kampfsystem zu lernen. Ein kleines rotes Lämpchen am oberen Bildschirmrand signalisiert den Übergang in den Kampfmodus. Taktierer kommen hier voll auf ihre Kosten: Welche Schwäche hat der Gegner? Wen lasse ich den Gegner auf sich ziehen? In welcher Reihenfolge greifen meine Recken an? Diese Dinge entscheiden darüber, ob ihr siegreich aus dem Kampf gehen werdet. Ist ein elementarer Zug fehlgeschlagen, oder der Gegner landete einen kritischen Treffer, sehen sich vor allem Genre unerfahrene Spieler mit einem Problem konfrontiert. Das Spiel ist erbarmungslos, und bestraft jeden taktischen Fehler. Hier entstehen potentielle Frustmomente, die schnell in Wut übergehen, wenn es auch im hundertsten Versuch nicht klappt. Hier kann der Wechsel des "Buffs" Wunder wirken. Gelegentlich findet sich ein treuer Weggefährte, der zwar nicht aktiv im Kampf teilnimmt, aber mit einer speziellen Fähigkeit euch unter die Arme greift. Die Palette der "Buffs" reicht von erhöhter Aufmerksamkeit bei Feinderkennung bis hin zu werte- beeinflussenden Effekten. Je nach Klasse und Verteilung der Fertigkeitspunkte erlernt euer Recke unterschiedliche Zauber, Angriffe und dergleichen beim entsprechenden Lehrmeister. Diese sind mitunter gut versteckt, und bedürfen intensiver Suche. Vorher sollte man sich allerdings bei anderen Gesellen der Lehrkunst in Klatsch und Tratsch versuchen, mit Glück erhaltet ihr wertvolle Informationen zum Aufenthaltsort eines Lehrmeisters. Sound hui! Grafik pfui! Eine grafische Glanzleistung wird mir Might & Magic X Legacy nicht abgeliefert. Von matschigen Texturen, Clipping-Fehlern bis hin zu Pop-Ups und der ohnehin nicht mehr zeitgemäßen Grafik-Engine ist die Welt von Agyn wahrlich keine Augenweide. Doch weiß die akustische Untermalung zu überzeugen. Die Musik ist passend auf ein Rollenspiel alter Schule geschustert, und lässt euch in die Welt von Agyn eintauchen. Die Animationen sind altbacken, erfüllen aber ihren Zweck. So ist ein Angriff mit dem Feuerball auch als dieser zu erkennen, ein Partikel-Feuerwerk ist es dennoch nicht. Die Portraits eurer Helden spiegeln ihren gesundheitlichen Zustand wider: Ist einer vergiftet, fällt es garantiert auf, und entsprechende Maßnahmen können ergriffen werden.

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  • 29.01. um 10:03

Test: Mario Party Island Tour

In letzter Zeit ist es still geworden um die einst so erfolgreiche Mario Party-Reihe von Nintendo. Doch nun sind Mario und seine Freunde zurück und wollen in Mario Party Island Tour erstmals auf dem Nintendo 3DS abfeiern. Warum dieser Ferientrip allerdings maximal einem 2-Sterne Urlaub gleich kommt, verraten wir euch in unserem folgenden Test. Glück über Können Lasst mich vorher kurz zusammenfassen was ich persönlich immer an der Spielreihe zu schätzen wusste: Hauptbestandteil waren die Minispiele, um die rundherum ein Brettspiel aufgebaut war, bei dem es galt innerhalb von mehrere Runden die meisten Sterne und Münzen zu sammeln. Jede Runde wurde mit einem Minispiel abgeschlossen in dem Münzen für den Erwerb von Sternen gewonnen werden konnten. Je besser man also in den Spielen abschnitt, desto mehr Münzen hatte man und desto wahrscheinlicher war der eigene Sieg. Mit Bonussternen sowie dem Würfelglück gab es dennoch genug Faktoren, die die Göttin Fortuna zum Teil am Ausgang des Spiels mitentscheiden ließen. Bei Mario Party Island Tour kommt es mir jedoch so vor, als hätte sich Fortuna nun die gesamte Gewalt der Entscheidung unter den Nagel gerissen, denn die Minispiele werden leider zur absoluten Nebensache. In den meisten Modi die zwischen 10 und 60 Minuten lang sind, dauert es fast 10 Minuten bis man mal wieder ein Minispiel vorgesetzt bekommt. Dazwischen geht es rein um das Würfelglück, wobei der erste Spieler der gewisse Punkte des Bretts erreicht extrem benachteiligt wird. Hindernisse müsst ihr mit Würfelglück aus dem Weg schaffen bevor ihr den zweiten Abschnitt betreten dürft. Es ist also gut möglich mehrere Runden an einer solchen Stelle festzuhängen, wohingegen eure Kontrahenten einfach durchmarschieren können, weil ihr das Hindernis ja schon beseitigt habt. Minispiele durchweg gelungen Wie jedes Spiel der Reihe lebt auch Mario Party Island Tour von seinen Minispielen. Ganz gleich wie oft diese im Spiel nur eingesetzt werden. Insgesamt 80 Stück sind auch auf dem Nintendo 3DS davon an Bord und die können sich wirklich sehen lassen. Vieles ist davon schon aus den diversen Vorgängern bekannt, aber die Möglichkeiten des Handhelds in Form von Gyrosensor und Touchscreen werden hier sinnvoll eingesetzt. Wirklich schlechte Minispiele gibt es eigentlich keine und auch einige Perlen verstecken sich unter dieser abwechslungsreichen Ansammlung. Ein Pluspunkt den ich dem Spiel nicht absprechen kann. Fast am besten gelungen ist im Spiel dabei noch der Einzelspielermodus „Bowsers Turm“. So etwas in einer Review zu einem Mario Party Spiel zu sagen irritiert mich beinahe selbst, aber es ist die Wahrheit. Denn zumindest hier bekomme ich mal ein paar mehr Minispiele zu Gesicht als in den Party-Modi. 30 Etagen hat Bowsers Turm und jede davon stellt euch vor ein Minispiel gegen Bowsers Schergen. Schwierig ist das zwar nicht, aber die Boss-Minispiele gegen König Bob-Omb oder Knochen-Bowser sind dennoch richtige Highlights und machen extrem viel Spaß. Nach 90 Minuten ist jedoch auch dieser vorbei und man hat eigentlich alles gesehen was es auf der Party-Insel zu entdecken gibt. Optik wird zur Nebensache Ich könnte euch jetzt noch lang und breit erzählen, wie gut das Spiel optisch gelungen ist und auch, dass die Musik durchaus ihren Zweck zu erfüllen weiß, aber über die Mängel am eigentlichen Spiel kann das leider nicht hinweg täuschen. Wie für Nintendo typisch wurde viel auf Details geachtet und die akustische Untermalung ist stimmig wie es sich für ein Spiel mit dem schnauzbärtigen Klempner gehört. Obligatorisch kann man sich gegen verdiente Party-Punkte auch in der Sammlung die Musikstücke und Soundeffekte frei nach Belieben anhören. Nettes Gimmick, dennoch bleibt der Umfang des Spiels zu gering und der Spaß zu oft auf der Strecke. Immerhin: Mir nur einer Kopie des Spiels könnt ihr per Downloadspiel zu viert in vollem Umfang spielen. Natürlich nur falls man auch drei Personen mit 3DS im näheren Umfeld hat, denn einen Online-Modus gibt es nicht.

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  • 27.01. um 12:03

Test: Tomb Raider: Definitive Edition

Schon im Vorfeld musste sich Hersteller Square Enix viel Häme gefallen lassen. Was das denn überhaupt solle, das Spiel gäbe es doch schon – eine optische Frischzellenkur würde eine Neukauf in keinem Fall rechtfertigen, sogar von übler Abzocke war die Rede. Nun konnte sich die ingame-Redaktion selber ein Bild vom „neuen“ Tomb Raider machen, und kommt es dem Staunen kaum mehr heraus. Lest hier, warum! Da klappt die Kinnlade Schon im Anfangsgebiet wird dem geneigten Zocker schnell klar: Das ist deutlich mehr, als eine optische Aufbereitung. Nicht nur Lara selbst, kommt mit einem komplett neuen Polygonmodell daher, auch die Spielumgebung wurde an allen Ecken und Enden ordentlich aufgebrezelt. Auf der Haut der neu gestalteten Protagonistin sind Blut, Schlamm und andere Verschmutzungen oder Verletzungen nun deutlich zu erkennen. Das war vorher schon ähnlich, doch nun könnt ihr richtige Krusten, Schorf und Verklebungen regelrecht sehen – das macht, besonders in den Nahaufnahmen, optisch eine Menge her. Doch auch die verschiedenen Spielumgebungen wurden gehörig aufgemotzt: Das Layout ist zwar das Gleiche geblieben, doch die Lichteffekte wurden viel stärker aktzentuiert, die Umgebungen wirken dadurch nun noch deutlich plastischer und greifbarer. Gischt, Rauch, feine Nebelschwaden, im Wind wiegende Bäume. All das konntet ihr so vorher in Tomb Raider noch nicht geniessen - auch nicht in der PC-Version mit der höchsten Einstellung (Ultra). Und was ist mit den Frames? Sind sich die beiden Versionen für Playstation 4 und Xbox One optisch ziemlich ähnlich, kommt ein großer Unterschied bei der Darstellungsgeschwindkigkeit heraus: Während die Version für die Xbox One – ausgehend von 30 Bildern pro Sekunde – manchmal sogar nur 28 Frames per second erreicht, läuft die Version für die Playstation 4 meistens mit 60 Bildern pro Sekunde, bricht bei optisch aufwendigen Szenarien aber mitunter bis auf 45 Frames ein. Dennoch wirkt die Version für die PS4 insgesamt bildruhiger, schneller und optisch ein ganz klein wenig eindrucksvoller. Von der Darstellungsgeschwindigkeit profitiert auch – die schon vorher sehr gute – Steuerung. Die Lauf – und Sprungmanöver sind nun auch noch punktgenauer, wirkt noch direkter und knackiger. Alles besser? Um es kurz zu machen: Ja! Schon vor dem grafischen Update für die Next-Gen-Konsolen, war Tomb Raider ein ausnehmend gutes Actionspiel. Daran hat sich nichts geändert. Die optischen Verbesserungen lassen aber nun ein noch besseres, schnelleres und grafisch deutlich imposanteres Spielgefühl entstehen. Selbst wenn ihr das Spiel schon einmal durchgespielt habt, solltet ihr in Erwägung ziehen, euch diese Version noch einmal zu Gemüte zu führen. Kennt ihr das „neue“ Tomb Raider noch nicht und seid Fans von gut inszenierten Actionspielen á  la Uncharted, ist das Spiel ein „no brainer“ – heißt: Ihr müsst gar nicht lange nachdenken, sondern könnt es euch beruhigt kaufen. Wie schon eingangs erwähnt, greift zur Version für die Playstation 4, wenn ihr die Chance dazu habt, aber auch auf der Xbox One wird euch ein richtig gutes Spielerlebnis serviert.

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  • 17.01. um 10:12

Test: Halo Spartan Assault

Normalerweise sind es eher die Konsolenspiele, die in einigen Fällen und nach einer gewissen Zeit auf Smartphones und Tablets geportet werden. Microsofts Halo Spartan Assault geht nun genau den umgekehrten Weg und wagt den Sprung vom Tablet auf die hauseigene Xbox One Konsole. Warum das Spiel zwar durchaus Spaß macht, aber definitiv nicht unsere Erwartungen eines Next-Gen Titels trifft verrät euch unser Test. Während der Master Chief schläft… Halo Spartan Assault spielt zu dem Zeitpunkt, als der Master Chief noch in Kryostase durch den Weltraum gleitet. Damit soll das Spiel die Brücke zwischen dem dritten und vierten Teil der Saga schlagen und versucht zu erzählen, was in dieser Zeitspanne mit der UNSC Infinity passiert und was die Allianz denn so gerade treibt. Schon bei der Art und Weise der Erzählung merkt man dem Spiel jedoch seine Wurzeln an, denn die Geschichte wird praktisch kaum erzählt. Zwar gibt es vor jedem Kapitel sowas wie eine kurze, einleitende Cutscene, aber alle weiteren Informationen zu den Geschehnissen müssen wir uns mit Hilfe diverser Logbücher selbst zusammenbasteln. Insgesamt 30 Missionen, unterteilt in 6 Kapitel müssen der Reihe nach bestritten werden, um die knapp 4 Stunden lange Kampagne hinter sich zu bringen. Dabei könnt ihr sowohl im Koop als auch ganz klassisch alleine das Schlachtfeld verwüsten. Die Missionen eignen sich hervorragend für Zwischendurch, da sie selten länger als 5 Minuten dauern. Abwechslung kommt leider trotzdem so gut wie keine auf, da sich die einzelnen Aufgaben nur geringfügig voneinander unterscheiden. Mal müsst ihr nur von Punkt A zu Punkt B laufen, mal eskortiert ihr ein paar der euch angehörigen Fahrzeuge und mal müsst ihr eine Stellung für eine bestimmte Zeit vor den angreifenden Gegnerwellen verteidigen. Funktioniert wie es soll Das Gameplay unterscheidet sich ebenso von dem der großen Brüder der Halo-Serie. Statt in der Egoperspektive steuert ihr euren Charakter bzw. das aktive Fahrzeug von der Top-Down-Perspektive. Den linken Stick nutzt ihr dabei zum Laufen, den rechten um eure Waffe in Richtung eurer Gegner zu drehen. Die restliche Steuerung ist genauso, wie wir es von einem Halo-Spiel kennen und gewohnt sind. Granaten können geworfen und Spezialfähigkeiten wie der Sprint eingesetzt werden. Wer also schon Mal einen Teil der Hauptreihe gespielt hat, kann sich das Tutorial sparen. Lobenswert. Warum jetzt ausgerechnet Halo als Marke für diesen Top-Down-Shooter herhalten musste ist uns, abgesehen aus finanziellen Gründen, jedoch nicht klar geworden. Das Spiel macht Spaß, keine Frage, aber abgesehen von Optik und Steuerung findet sich nichts, dass einem Halo-Spiel wirklich würdig wäre. Dafür fehlt es an einer spannenden Geschichte oder abwechslungsreicheren Missionen, die diesen Umstand hätten wettmachen können. Kein Next-Gen War dieser Port auf die XBOX One also nun wirklich nötig? Das Gameplay funktioniert ohne Zweifel super mit den beiden Sticks des Xbox Controllers. Vermutlich sogar besser als auf einem Tablet. Dennoch ist Halo Spartan Assault definitiv kein Grund sich eine Xbox One zu holen, zumal das Spiel auch auf Xbox 360 erhältlich ist und dort kaum spürbar schlechter aussieht. Mehr als eine stabile Bildrate braucht ihr beim Kauf nicht zu erwarten, die restliche Optik bewegt sich höchstens auf dem Niveau von Halo Reach. Wermutstropfen bleiben hingegen die Mikrotransaktionen, mit denen ihr Waffen und andere Upgrades gegen Echtgeld freischalten könnt. Zwar könnt ihr auch alles per Ingame-Währung zulegen, oder das Spiel auch ohne diese optionalen Waffen problemlos beenden, jedoch sind die ständigen Einblendungen des Shops sehr penetrant. Fast an jeder Ecke wird man daran erinnert, dass man ja auch Geld ausgeben könnte. Ein Konzept, dass wir bei günstigen Handyspielen zwar gutheißen können, aber bei einem nicht ganz so billigen Konsolenspiel hätten wir uns schon den vollen Zugriff auf alle Waffen für unser Geld gewünscht.

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  • 16.01. um 11:00

Test: Assassin’s Creed – Liberation HD

Remakes oder HD-Neuauflagen von Spielen erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Gamer bekommen so die Möglichkeit nicht gekaufte oder verpasste Handheld-Titel auf den stationären Daddelkisten nach zu holen. Jüngster Vertreter dieser High Definition-Remakes ist Assassin's Creed - Liberation HD. Kaum hat Entwickler und Publisher Ubisoft das vergangene Jahr mit Assassin's Creed - Black Flag beendet, startet das französische Unternehmen das neue Jahr mit einem weiteren Titel des Franchise, Assassin's Creed - Liberation HD. Hierbei sollen die Spieler angesprochen werden, an denen der 2012 erschienene Titel entweder dran vorbei gegangen ist oder die gar nicht im Besitz einer PS Vita sind. Gute 1 1/2 Jahre nach der exklusiven Veröffentlichung auf Sonys To-Go-Konsole erscheint der Titel nun für PC und als Download-Version im PlayStation Network und Xbox Live. Wir haben uns in das aufgemöbelte Openworld-Abenteuer gestürzt und verraten euch, ob sich ein Kauf von Assassin's Creed - Liberation HD lohnt. Des Meuchelmörders Gemahlin Für den ursprünglichen Handheld-Ableger hat Ubisoft ganz besonders tief in die Trickkiste gegriffen und einen Protagonisten hervorgezaubert, welcher durchaus auch für Veteranen des Franchise interessant sein könnte. Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen weiteren der schier endlosen Vorfahren von Barkeeper und Freizeit-Assassine Desmond Miles, sondern um Aveline de Grandpré. Völlig losgelöst von den Ereignissen der vorangegangenen Teile, steuert der Spieler in diesem ´Spin-Off´ also erstmals einen weiblichen Charakter. Die junge Frau wächst bei einer wohlhabenden Familie auf, genießt jeglichen Luxus und kommt dennoch nicht drum herum der Bruderschaft beizutreten und sich die Nächte als Assassinin um die Ohren zu schlagen. Wie es sich für ein Mitglied der Bruderschaft gehört verfügt Aveline natürlich auch über die Fähigkeit Adlerauge, mit welchem Sie versteckte Hinweise, Fußabdrücke oder hilfreiche Gegenstände sehen kann. Was die Auseinandersetzung mit feindlichen Soldaten angeht, steht Avelin ihren Vorgängern Ezio, Altair oder Conner in nichts nach. Ganz im Gegenteil, mit Schwert, Pistole, Pfeilen oder der charakteristischen, verstecken Klinge kann die junge Frau auch problemlos gegen mehrere Gegner antreten. Kleider machen Leute Neben den primitiven Tötungswaffen, stehen der Assassinin mit afrikanischen Wurzeln auch die Waffen einer Frau zur Verfügung. Im Kleid einer edlen Hofdame kann Aveline wachhabende Soldaten betören, sie so dazu zu bringen ihr zu folgen und den Posten zu verlassen. Lotst man den von Amors Pfeilen getroffenden Soldaten dann in eine dunkle Ecke, genügt ein einzige Knopfdruck um den unwissenden mit einem harten Griff ins Land der Träume zu schicken. Allerdings sei die Frage erlaubt, wie es die zierliche, junge Frau schafft, schwerere und größere Gegner bewusstlos zu Schlagen oder sie gar mit gekonnten Schulterwürfen auf den Boden der Tatsachen zu befördern. Ebenfalls sehr Ladylike hat Aveline die Möglichkeit in ´Umkleidekabinen´ ihre Kleidung zu wechseln, um so unterzutauchen und vor Verfolgern zu fliehen. Auch für Missionen in Assassin's Creed - Liberation HD werden die verschiedenen Kleidungsstücke benötigt, hierbei kann zwischen dem stylishen Assassinen-Gewand, einem edlen Kleid oder einem schlichten Sklaven-Outfit gewählt werden. Nach den vorangegangenen, männlichen Charakteren bietet Aveline eine erfrischende Abwechslung und liefert als weibliches Mitglied der Bruderschaft eine anständige Performance ab. Hin und wieder zeigt die junge Frau, besonders dem Thema Sklaverei gegenüber, einen interessanten und durchdachten Charakter, bleibt die meiste Zeit jedoch emotionslos.  Das unentdeckte Land 2.0 Was wäre eine HD-Auflage ohne verbesserte Grafik? Richtig, nämlich gar nichts! So oder so ähnlich dürften auch die Jungs und Mädels bei Ubisoft gedacht haben und verpassten Assassin's Creed - Liberation HD ein komplett überarbeitetes Grafikgerüst. Gelohnt hat sich die neue Grundlage in jedem Fall, so erstreckt sich dem Spieler eine weitsichtige, detailliertere, lebendigere und farbenfrohere Spielwelt als zuvor. Der verbesserte Soundtrack lässt ordentlich Stimmung aufkommen und sorgt dafür, dass sich der Spieler in der tollen Atmosphäre verliert. Charakter haben markanter, detailliertere Gesichter mit Falten, Narben oder Poren. Von der Grundfassung auf Sonys Handheld-Konsole bleibt da nicht mehr viel über und die HD-Fassung muss sich grafisch nicht wirklich hinter Assassin's Creed 3 verstecken und gibt auch auf großen Heimkino-Bildschirmen eine gute Figur ab. Doch leider fallen auch im Jahr 2014 noch Spiele der allseits bekannten PlayStation 3-Krankheit zum Opfer, dem Kantenflimmern, welches in Assassin's Creed - Liberation HD unübersehbar ist. Kurze Ladezeiten, ein angepasstes Hauptmenü und eine zufrieden stellende Lokalisation verpassen dem Titel seinen letzten Schliff. Wie ferngesteuert Ebenfalls wurde Assassin's Creed - Liberation HD mit einer verbesserten Steuerung gesegnet, diese ermöglicht das unkomplizierte und Barriere freie Fortbewegen innerhalb der Spielwelt. Mit Leichtigkeit können Häuserwände bestiegen und Bäume erklommen werden Hier kommt es auch bei schnellen Bewegungen und Kamera-Drehungen kaum zu Rucklern. Das Kampfsystem wurde für die großen Konsolen und den PC perfekt übertragen. Auch gegen eine Vielzahl von Feinden lässt sich durch klassische Combos aus Kontern und Angriffen schnell die Überhand gewinnen. Die Möglichkeit mehrere Feinde anzuvisieren und anschließend ein Serienattentat auszuführen kann eine feindliche Auseinandersetzung problemlos in eine andere Richtung lenken. Dennoch liegt es sicher auch an der eher durchschnittlichen Gegner-KI, dass die meisten Kämpfe ohne große Probleme gemeistert werden können. Für erfahrenere Assassin's Creed Spieler könnte dies zu Langeweile führen. Die simple Steuerung und das einfache Kampfsystem sind besonders Einsteiger freundlich. So dürfte Assassin's Creed - Liberation HD auch so manchem den Weg ebnen, der bisher noch nichts mit dieser Spielereihe zu tun hatte.

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  • 13.01. um 14:29

Test: Max – The Curse of Brotherhood

Es ist schon ein klein wenig traurig, wenn man bedenkt, dass die beliebtesten Spiele der Next-Gen-Konsolen PlayStation 4 und Xbox One ausgerechnet Indie-Titel sind. Sei es Resogun auf der PlayStation 4 oder eben Max - The Curse of Brotherhood auf der Xbox One. Aber das soll uns natürlich nicht stören, wenn wir in die kurzweilige Welt von Anderland eintauchen. Max - The Curse of Brotherhood ist ein knapp 15 Euro teurer 2,5D Plattformer und der Nachfolger des 2010 für alle Plattformen erschienen Spiels Max & the Magic Marker. Entwickelt wurde es vom dänischen Entwicklerstudio Press Play, welches seit 2012 ein Teil der Microsoft-Familie ist. Sei vorsichtig mit deinen Wünschen... Max - The Curse of Brotherhood beginnt damit, dass der kleine Max nach Hause kommt und von seinem noch kleineren Bruder Felix genervt wird. Da Max gerne seine Ruhe hätte, wünscht er sich den Störenfried ganz einfach weg, woraufhin dieser tatsächlich verschwindet. Da Max eigentlich gar nicht wollte, dass sein Bruder in eine andere Welt gezogen wird, springt er kurzerhand hinterher und landet in Anderland. Anderland ist eine dreidimensionalen Welt in der ihr euch aber wie für Plattformer üblich nur zweidimensional bewegen könnt. Während das erste Level noch recht unspektakulär euer Gefühl für die Welt und die Bewegungssteuerung schult, geht es mit Level 2 dann richtig los. Immerhin gilt es ja einen kleinen Bruder zu retten! Der Marker ist mächtiger als das Schwert! Zentrales Element von Max - The Curse of Brotherhood ist ein Marker, den ihr bei euch tragt. Dieser enthält die Kräfte einer alten Dame, die ihr Leben dem Kampf gegen Bösewicht Mustacho gewidmet hat. Da die Gute nicht mehr unbedingt die Jüngste ist, müsst ihr diesen Kampf kämpfen und mithilfe des magischen Markers eure Umgebung verändern. Tatsächlich lernt euer Marker im Laufe des Spiels gleich fünf verschiedene Fähigkeiten, die ihr zum Vorankommen brauchen werdet. Zu Beginn könnt ihr beispielsweise an vorgegebenen Punkten Steinsäulen aus dem Boden wachsen lassen. Die Form und Höhe dieser Säulen lassen sich jedoch nur sehr eingeschränkt bestimmen. Später erhaltet ihr noch Äste, die ihr im Rahmen der Begrenzung frei verformen und sogar abgetrennt verwenden, Lianen, die ihr mit Erdhügeöln und Ästen verbinden, sowie Wasserfontänen, mit denen ihr Hindernisse überwinden könnt. Was ihr mit dem Marker erschaffen habt, könnt ihr auch wieder zerstören. So seid ihr nicht verpflichtet, einen gescheiterten Versuch zu akzeptieren, sondern könnt es jederzeit aufs Neue probieren. Schöne Grüße aus Anderland Anderland ist eine gefährliche, aber hübsche Gegegend. Im Laufe eures Abenteuers schreitet ihr furchtlos durch Berglandschaften, Höhlen, Wälder, Städte und sogar Lava-Dungeons, die all euer Können abverlangen. Besonders schwierig wird es, wenn ihr versucht nebenbei eines der insgesamt 75 Augen oder 18 Amulettstücke in den verschiedenen Leveln zu finden. Einige dieser Sammelobjekte sind sehr gut versteckt oder können nur nach der Lösung kniffliger Rätse gefunden werden. Für den Ausgang von Max - The Curse of Brotherhood haben beide Sammelitems zwar keine Bedeutung, wenn ihr Erfolgsjäger seid oder einfach so das Spiel komplett abschließen wollt, solltet ihr jedoch alle einsammeln. Kernpunkt des Spiels ist es, durch das Lösen von zum Teil sehr schwierigen Rätseln und durch viel Geschicklichkeit ans Ziel zu gelangen, Mustacho zu besiegen und Felix zu befreien. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei in einer angenehmen Kurve an. Das Spiel erscheint zu keinem Zeitpunkt unfair und nach absolvieren eines Levels, hatte ich wirklich das Gefühl etwas geleistet zu haben. Der Prolog und Epilog, sowie die Zwischensequenzen sind dabei liebe- und humorvoll animiert und erinnern an bekannte Animationsfilme wie Toy Story. Zwar fallen die Steuerung selbst etwas schwammig und die Bewegungen von Max etwas ungelenk aus, das sollte euch aber nicht den Spielgenuss verderben. Auch die Atmosphäre ist super und lässt euch voll in das Spiel eintauchen, wobei die passende Musik ihr übriges tut. Falsche Freiheit Wer glaubt, dass Max - The Curse of Brotherhood euch jederzeit und beliebig Äste, Wasserfontänen oder Lianen herbei zaubern lässt, der wird enttäuscht werden. Tatsächlich funktionieren diese Mechanismen nur an vorgegebenen Punkten und in einem festgelegten Wirkungsbereich. Dennoch kann die Form im Rahmen dieser Begrenzungen weitestgehend frei bestimmt werden. Diese fehlende Freiheit ist allerdings keineswegs ein Manko, denn nur so kommen die meisten Rätsel erst zustande und nur so werden diese erst ordentlich knifflig. Zu den Rätseln gesellen sich in Max - The Curse of Brotherhood auch an manchen Stellen Gegner, die ihrerseits mit Rätseln oder Geschick überwunden werden müssen. Ganz besonders fies ist dabei das große von mir liebevoll Grüffello getaufte Hauptmonster, mit dem ihr euch stellenweise Verfolgungsjagden liefern müsst.

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  • 13.01. um 10:59

Test: Don’t Starve

Gestatten: Wilson! Ich befinde mich in meiner schnuckeligen, etwas chaotischen Wohnung. Zwischen Reagenzgläsern und Bunsenbrennern versuche ich eine Flüssigkeit mit einer Anderen zu kombinieren...*Boom* Ich bin offensichtlich ein Wissenschaftler, aber wohl kein besonders guter. Genervt lasse ich mich in meinen Stuhl fallen und von meinem Radio, im wahrsten Sinne des Wortes, vollquatschen. Ja, das Radio spricht mit mir, verspricht mir die größten Tricks und Mächte, alles, was ich mir als genialer Wissenschaftler immer gewünscht habe. Eine fragwürdige Energie wird frei gesetzt und lässt mein Hirn scheinbar super-exponentiell anwachsen. In meinem Wahn baue ich eine monströse Maschine... aber was macht die eigentlich? Ehe ich mir weitere Gedanken darüber machen konnte, verschlingen mich üble Mächte und katapultierten mich in eine mir unbekannte Welt Ich werde von einem Fremden geweckt, der mir in meiner Benommenheit nur einen einzigen Tipp mit auf den Weg gibt: “Don't Starve!“ Erste Schritte im Wald Don't starve...Verhunger nicht! Das ist es also. Alleine in einer riesigen Welt dafür zu sorgen, nicht zu sterben. Hungrig, unwohl und leicht erschöpft, gilt es für mich genau diese 3 Komponenten immer schön am oberen Limit zu halten. Damit ich auch immer daran erinnert werde, was mir gerade am meisten fehlt, werden mir Herz-, Magen- und Hirnsymbole am oberen, rechten Bildschirm angezeigt, in denen sich die Energieanzeige entsprechend hebt oder senkt. Alles wirkt so surreal. Wenn ich versuche zu sprechen, klinge ich wie eine Fahrrad-Tröte. Aber irgendwie... hübsch sieht es hier aus. Liebevoll gezeichnete Landschaften, Küstenabschnitte und selbst das Meer, das mich etwas an die Darstellung aus der Augsburger Puppenkiste erinnert. Detailverliebt wurden Nadelbäume animiert oder Gräserbüschel, nachdem man sie abgeerntet hat. Und dann diese Geräuschkulisse: Vogelgezwitscher mit unglaublich realen Klängen, das dumpfe Auftreffen der Axt am Baumstamm, wenn ich für Holz sorgen möchte oder auch das Heulen der Werschweine in der Umgebung. Moment!... wie bitte? Werschweine? Was ist denn hier kaputt!? Sachen gibt’s... Ich mache mich also auf den Weg in eine Welt voller Gefahren und Hindernisse. Beim Erkunden nehme ich alles mit und stopfe es in meine Taschen, bis kein Platz mehr ist (Pick-Up & Store). Die Menge der Gegenstände und deren Zustände wird mir anhand von Kennzahlen im Taschenmenü angezeigt. Im Fokus, wie könnte es in Don't Starve auch anders sein, steht für mich erst einmal die Nahrung. Möhrchen, Beeren, Samen... alles was herumliegt oder gepflückt werden kann, gehört mir. Währen da nicht diese verrückten Truthähne, die sich immer wieder zwischen mich und meine Nahrung stellen. Oder diese lästigen Vögel, die mir die Samen vor der Nase wegschnappen. Holz, Gräser, Steine... sammeln, sammeln, sammeln. Kombinieren ist alles Und dann wird kombiniert: Eine Axt, zum Bäume fällen – das wär's doch! Ein Lagerfeuer für die Nacht und zum Kochen meiner Zutaten! Ja, für die Nacht! Denn auch in dieser Welt befinde ich mich ein einem Tag/Nacht-Zyklus. Bestehend aus einer etwas längeren Tag-Phase, wird irgendwann die Dämmerung eingeläutet, die mich dezent darauf aufmerksam macht, mir einen sicheren Lagerplatz zu suchen und mich jedes Mal aufs Neue prüfen lässt, ob ich auch genug Utensilien für das Lagerfeuer habe. Sollte dies nicht der Fall sein, nimmt Don't Starve eine dramatische Wendung: ich sterbe! Zack! Kompromisslos! Da macht auch niemand einen Unterschied, ob ich 2 Tage überlebt habe oder 200. Ich bin tot und muss von Neuem anfangen. Und nicht nur Tag und Nacht stellen mich vor immer neue Herausforderungen. Dann gibt es da noch den Sommer und den Winter. Schon klar, dass ich im Winter auch noch dafür sorgen muss nicht zu erfrieren... Übrigens wäre es ratsam, das Lagerfeuer vor Einbruch der Dunkelheit, während der Dämmerung zu zünden. Denn seien wir mal ehrlich: In der richtigen Welt ist man auch nicht mehr in der Lage ein Lagerfeuer zu machen, wenn man die Hand vor Augen nicht mehr sieht. So viel zu tun Aber soweit bin ich ja noch gar nicht. Ich lebe, fühle mich aber irgendwie bedrückt. Blumen sammeln, das macht glücklich! Und siehe da, mir geht es gleich viel besser. Vorsichtshalber bastle ich mir mal einen Blumenkranz und setze ihn mir auf den Kopf – dauerhaftes Glücksgefühl. Und dann denke ich auch noch so bei mir: „Gott sei Dank, ich habe zumindest genug Essen gesammelt...!“ Nichts da! Gammeln mir die Möhrchen und Beeren auch noch nach einiger Zeit weg! Und auch meine Blumen welken nach und nach. Womit ich wieder beim Grundprinzip von Don't Starve wäre: sammeln! Allerdings ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Pilze gibt es hier ja auch, aber nicht jede Sorte wird mich auch tatsächlich glücklich sättigen. Giftpilze und sogar Evil-Flowers versuchen immer wieder ihren Weg in meine Taschen zu finden. Frech! Auf meinem Weg durch die Welt treffe ich außerdem auf so einige merkwürdige Wesen. Mechanische Gestalten, die nicht sehr viel Wert darauf legen mich am Leben zu lassen. Riesige, vogelähnliche Augen auf zwei Beinen mit Schnabel. Spinnen, die Geräusche von sich geben, als gehören sie zur Kategorie: frisch mutierter Zombie hat Witterung aufgenommen. An die Zukunft denken Nach nur wenigen Tagen, wird mir schnell klar, dass ich weiterkommen muss. Sammeln alleine bringt mich ja nicht aus dieser Welt raus – und das ist es ja was ich eigentlich am meisten möchte. Stichwort Nachhaltigkeit. Ich schlage ein Lager auf, werde sesshaft, Pflanze an, züchte und entwickle. Schließlich bin ich ein genialer Wissenschaftler. Im Laufe der Zeit erlerne ich neue Techniken, bin in der Lage Waffen und Rüstungen zu bauen und mich auch in gefährlichere Areale zu wagen, um z.B. zu jagen. Ich könnte euch noch viel mehr verraten und erzählen wie es in Don't Starve weitergeht. Das wäre allerdings utopisch und würde eine Enzyklopädie nach sich ziehen. Mehrere Tausend Kombinationsmöglichkeiten, Herstellungsgegenstände und Survival-Methoden liegen noch vor mir. Im Laufe der Tage ist es mir sogar möglich weitere Charaktere freizuschalten – stellt euch nur das einmal vor. Kleine Begleiter, Reittiere. Ich könnte ewig so weiter machen. Und das alles in einer riesigen Welt, die nicht nur überirdisch, sondern auch mit ihren Tunnelsystemen einiges zu bieten hat.

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  • 12.12.2013 um 10:57

Test: Scribblenauts Unlimited

Getreu dem Motto „besser spät als nie“ bekommen wir armen Europäer den Titel Scribblenauts Unlimited etwas später vorgesetzt als unsere Feunde in den USA, denn dort ist das Spiel bereits seit Ende 2012 auf dem Markt. Mehr noch, in den USA spielt man heute bereits den Nachfolger, mit dessen Konsolenversion wir wohl erst 2014 rechnen können. Aber das soll uns nicht weiter stören, denn wir wissen, dass Scribblenauts Unlimited unsere Aufmerksamkeit dennoch verdient hat. Wir haben uns für euch im Detail angesehen, ob das Konzept von Scribblenauts auf der Wii U funktioniert. Es war einmal ... Wie nicht anders zu erwarten, schlüpft ihr wieder einmal in die Rolle von Maxwell. In einem kurzen Intro erfahrt hier nun erstmals etwas zu seiner Vergangenheit. So wird Maxwell zusammen mit seiner Schwester auf eine Reise geschickt. Erziehungsmaßnahmen, wie wir sie mögen! Mit im Gepäck sind das bereits bekannte magische Buch sowie ein Globus, mit dem ihr später schnell zwischen den unterschiedlichen Welten umherreisen könnt. Als Maxwell einem hungrigen Opa einen faulen Apfel anbietet, belegt dieser daraufhin Lily mit einem Fluch. Langsam versteinert sich Maxwalls Schwester und der einzige Weg dies zu stoppen, ist das Sammeln von Sternen, die in Scribblenauts Stariten genannt werden. Um diese zu bekommen, müsst ihr nichts weiter tun, als gute Taten zu vollbringen. Auf der Suche nach den Stariten reist ihr also ohne eure versteinerte Schwester rund um den Globus, um ausnahmsweise mal keine Personen zu erschießen. Ganz im Gegenteil, ihr müsst den Menschen, Wesen und Dingen auf eurer Reise helfen. Dazu dient natürlich das bekannte magische Buch, das all das erschafft, was ihr hineinschreibt. Und genau das ist das Highlight von Scribblenauts Unlimited. Ihr wollt ein UFO? Ihr bekommt eins! Ihr wollt eine pinke Giraffe? Kein Problem! Wie ihr die einzelnen Aufgaben löst, das ist komplett euch überlassen. Beispielsweise gilt es zu Beginn eine Katze von einem Baum zu retten. Ihr könnt den Baum nun fällen oder die Katze mit einer Minigun herunterschießen. Oder aber ihr verpasst der Katze kurzerhand Flügel, so dass sie selbst herunterfliegen kann. Die mit Super Scribblenauts eingeführte Möglichkeit Adjektive zu nutzen, ist auch wieder mit dabei. So könntet ihr der Katze in unserem Beispiel möglicherweise damit helfen, dass ihr dieser Mut oder Geschick zusprecht bzw. in dem Fall eher zuschreibt. Wir helfen wo wir können Die unterschiedlichen Aufgaben sind meist sehr einfach, so dass auch unerfahrene Spieler viel Spaß mit dem Titel haben können. Für erfahrene Spieler kann es aber auch schon wieder zu einfach sein, denn einige Lösungen sind schlichtweg zu offensichtlich. Wir haben die Herausforderung letztendlich darin gesehen, die Aufgaben auf möglichst abgedrehte Art und Weise zu lösen. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Natürlich wird aber nicht alles funktionieren. In der Regel sieht es so aus: Ihr erschafft etwas, beobachtet und habt die Aufgabe entweder gelöst oder das Spiel beginnt von vorn… erschaffen, beobachten. Frustmomente gab es für uns jedoch nicht. Auch wenn eine Aufgabe dann doch mal nicht lösbar erscheint, dann könnt ihr einfach zum nächsten Bedürftigen gehen - zu tun gibt es genug. Das Scribbelnauts Unlimited ist in diverse Level unterteilt, zwischen denen ihr nach Belieben wechseln könnt. Vorausgesetzt natürlich, ihr habt diese Areale freigeschaltet. Da die meisten Aufgaben binnen Sekunden gelöst sind, kann man das Spiel kaum aus den Händen legen. „Eins mache ich noch“ spukt euch quasi nach jeder gelösten Aufgabe durch den Kopf. Das spricht für das Spiel. Im schlimmsten Fall sitzt ihr also 8-10 Stunden vor dem Tablet, denn dann solltet ihr die Story beendet haben. Wo soll das enden? Auf eurem Weg werdet ihr so einigem begegnen: Dinosauriern, Aliens, Menschen, Tieren, Pflanzen, …. in Scribblenauts Unlimited gibt es nichts, was es nicht gibt. Und falls euch doch mal etwas schräges in den Sinn kommt, dann könnt ihr dies im Editor verwirklichen - etwa eine Kuh mit Irokese und Reifen statt Hufen. Ha, wer kommt schon auf sowas? Diese Kreationen sind zwar witzig, aber zum Lösen der Aufgaben werden sie nicht benötigt. Übrigens: In die Nintendo Version des Spiels haben es auch Charaktere und Items aus dem Mario- und Zelda-Universum geschafft. Das sieht man gern, aber bislang konnten wir damit kein Rätsel lösen. Vielleicht habt ihr mehr Erfolg. Humor wird bei Scribblenauts groß geschrieben. So werdet ihr immer wieder auf schräge Referenzen zu Filmen, Büchern, Märchen etc. treffen. Etwa Jurassic Park oder die Hexe aus Hänsel und Gretel. Andere Situationen sind einfach nur total abgedreht und lustig. Was würdet ihr zum Beispiel einem hungrigen Kannibalen zu essen geben? Gut gesteuert ist halb gewonnen Natürlich setzten die Entwickler bei der Wii U Version auf den Touchscreen und eigentlich spielt ihr den Titel ausschließlich auf dem Tablet-Controller. Zwar könntet ihr das Geschehen auch 1:1 auf dem Bildschirm verfolgen, zu oft aber müsst ihr Begriffe in die virtuelle Tastatur eingeben und Items per Touchscreen bewegen. Wer also nicht gerade ein begeistertes Publikum auf der eigenen Couch platziert hat, der wird den TV wohl schnell ausgeschaltet lassen. Mittels des Touchscreens spielt sich der Titel aber ganz gut. Wer lieber auf Tastensteuerung steht, der kann das gern versuchen. Lasst es aber lieber bleiben. Grausam, frustrierend, unnötig! Apropos unnötig, die virtuelle Tastatur ist leider eine englische. Das heißt, dass das X und Y vertauscht sind. Ein Jahr Lokalisierungsarbeit und dann das… olé! Immerhin kommt die Wii U in Sachen Grafik endlich mal an ihre Grenzen. Okay, die Rechenpower eines halbwegs aktuellen Taschenrechners sollte ausreichen, um Scribblenauts zum Laufen zu bringen. Der Reiz des Spiels ist aber ja nicht der visuelle, sondern die enormen Freiheiten. Immerhin wurde die Auflösung auf die HD-Geräte angepasst und die Charaktere und Co. sind nett designed und animiert. Abgesehen von der besseren Auflösung hat dies die 3DS Version aber auch. Das Spiel bietet noch ein paar Dinge, die wir bisher nicht erwähnt haben. Etwa den Mehrspieler-Modus und die Möglichkeit eigene Kreationen online hochzuladen bzw. sich die Kreationen anderer herunterzuladen. Warum haben wir sie bisher nicht erwähnt? Weil sie nicht der Rede wert sind. Das Fazit bitte!

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  • 11.12.2013 um 11:03

Test: Resogun

Schnallt euch an, denn Resogun wird euch mit auf einen Trip nehmen, den ihr so schnell nicht vergessen werdet. Wieder ist es ein Klon, der zu begeistern weiß – war es Super Stardust HD, der Asteroids-Klon, einst auf der PlayStation 3, so ist es nun Resogun, ein aufpolierter Klon von Defender. Das Sidescroll-Shoot’em-Up von den Super Stardust HD-Machern Housemarque ist das Beste Download-Spiel auf der PlayStation 4. Es wird farbenfroh, schnell, und extrem gut! Voxel was? Es lebe der Voxel! Doch was ist ein Voxel? Was im 2D ein Pixel ist, ist im 3D ein Voxel. Diese Erklärung dürfte für alle am verständlichsten sein. Diese kleinen Bausteine fliegen in Unmengen über den Bildschirm. Ihr ballert sie aus dem Gegner, überall fliegen sie umher, und sorgen für ein Effekt-Feuerwerk, das seinesgleichen sucht. Grelle Farben wo das Auge nur hinsieht, und zwischendrin fliegt ihr mit eurem kleinen Raumschiff. Es fällt im ersten Moment schwer, die Kontrolle und Übersicht zu behalten, doch es motiviert einen immer und immer mehr, je weiter der Fortschrittsbalken geht. Die Faszination ist für einen Außenstehenden nur schwer zu begreifen, aber Resogun zieht den Spieler spätestens nach dem ersten zünden einer Bombe in seinen Bann. Dieser "BOOOOOOM!"-Effekt macht Spaß, sehr großen Spaß sogar! Es ist die Jagd und das Sammeln, die Urinstinkte eines Menschen, die für diese Faszination, diesen Bann sorgen. Immer will man mehr: Mehr Fortschritt, mehr Upgrades, mehr Explosionen! Und der Eifer wird sich auszahlen. Mit jedem Level, das man geschafft hat, ist die Waffenstärke angestiegen, und die Gegneranzahl wird noch verrückter. Ich rette dich! Aber es soll keiner behaupten, das Spiel hätte keine Geschichte. Das Ziel ist schlicht und einfach: die Rettung der Menschheit. Mit jedem Start eines Levels ertönt von einer bestimmenden Frauenstimme der Befehl: "Save the Last Humans" – Rette die letzten Menschen. Oben links seht ihr, wie viele Menschen noch in kleinen Boxen auf ihre Rettung warten. Ihr Überleben hat höchste Priorität, und sollte immer das erste Ziel sein. Aber diese Aufgabe ist nicht so simpel, wie sie klingt. Erst wenn die Ansage durch den Raum schallt, dass Menschen gerettet werden können, beginnt die Bergungsaktion. Ballert auf die grünlich schimmernden Voxel-Gegner um den Menschen zu befreien. Nun heißt es VOLLGAS! Eilt so schnell es dem kleinen Raumschiff nur möglich ist zum Pixel – ähh, Voxelmännchen, und bringt ihn in Sicherheit. Diese Mühen werden dann auch entsprechend belohnt: Punkte, ein Schild oder kurzzeitige Ballerorgien euerseits könnten folgen. Doch der kleine Mensch kann auch das Zeitliche segnen – seid ihr zu langsam beim Vernichten der notwendigen Gegner, oder beim aufsammeln des kleinen grünen Männchens, ist es ganz schnell dahingeschieden. Allein der Weg zur Rettungskapsel kann ein "Hürdenflug" werden. Ein gezielter Wurf könnte Leben retten – wortwörtlich. Wahnsinn im Doppelpack Und als wären das noch nicht genug Epilepsie anregende Maßnahmen, lässt sich Resogun im Multiplayer spielen. Ihr habt richtig gehört: Ihr könnt mit zwei Raumschiffen den Gegnern so richtig die Hölle heiß machen (oder bekommt einen reingewürgt)! Leider ist der Multiplayer auf Online beschränkt, und es ließ sich im Test nicht gezielt ein Koop-Partner aussuchen, aber dennoch macht es Online ebenfalls jede Menge Spaß. Die Aufgaben lassen sich taktisch aufteilen – Ist einer näher am befreiten Männchen, kann er sich um dessen Rettung kümmern, während der andere das Schlachtfeld aufräumt. Unermüdlich hält jeder seine beiden Sticks fest im Griff, den linken für die Steuerung, den rechten zum Schießen. Die intuitive Steuerung macht es einem leicht, dem Fluss der runden Stage zu folgen. Die Beats elektrischer Musik wummen im Hintergrund passend zum Setting, das in einer dystopischen Zukunft die letzten Tage der Menschheit gezählt hat. Sie treiben einen immer weiter an und "runden" das stimmige Bild zu Resogun ab.

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  • 10.12.2013 um 09:35

Test: LEGO Marvel Super Heroes (Xbox One)

In unserer Kindheit sind viele von uns mit den kleinen bunten LEGO-Steinchen aufgewachsen, haben in der Karibik gegen Piraten gekämpft, in LEGO City aufregende Abenteuer erlebt und sind sogar mit dem LEGO Spaceshuttle im Welltraum unterwegs gewesen. In der heutigen modernen Zeit finden diese Abenteuer immer mehr in der digitalen Welt statt und so haben wir auch schon viele LEGO Spiele zu Hollywood Blockbustern spielen dürfen. Sei es die die Jagd auf Verbrecher in Gotham City, Abenteuer mit Captain Sparrow oder die Suche nach dem einen Ring. Nun gesellt sich mit LEGO Marvel Super Heroes ein neues Spiel diesem Ensemble hinzu, in dem wir es mit nahezu jedweden, bekannten oder weniger bekannten, Helden und Schurken des Marvel Universums zu tun bekommen. Einmal Held sein… oder Schurke Mit insgesamt über 150 spielbaren Charakteren, seien es Helden oder Bösewichte, bietet LEGO Marvel Super Heroes eine wirklich imposante Auswahl an. Hinzu kommt dann auch noch die Möglichkeit, eigene Helden zu erstellen, die über verschiedene Fähigkeiten der bekannten Charaktere verfügen. Durch die Kombination gewisser Charakter-Bauteile könnt ihr so euren persönlichen Liebling zusammenstellen und zudem einen wirklich mächtigen Helden erschaffen. Natürlich könnt ihr unter den Charakteren jeden eurer Favoriten finden. Dies beginnt bei Iron Man, geht über Storm und Wolverine und endet selbst bei bei Deadpool noch lange nicht, der übrigens immer wieder im Spiel anzutreffen ist und auch eine ganz besondere Rolle einnimmt – mehr verraten wir euch hier aber nicht. Dass übrigens ein On-the-Go Koop-Spiel möglich ist, also dass sich ein zweiter Spieler jederzeit lokal dazuschalten kann, ist absolut klasse! Eine Welt in Gefahr Die Story von LEGO Marvel Super Heroes ist relativ schnell erzählt. Bei seiner Ankunft auf der Erde, wird der Silver Surfer von Doctor Doom angegriffen, wodurch das Brett des Surfers in etliche Einzelteile zerbricht. Diese sogenannten kosmischen Steine, sind LEGO-Steine mit unglaublicher Macht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Doctor Doom ein reges Interesse an diesen hat. So tun sich sehr schnell alle Bösewichte zusammen um an die kosmischen Steine zu kommen und um dies zu verhindern, ziehen die Marvel Helden hier nach – vorne Weg die Organisation S.H.I.E.L.D. mit Nick Fury an der Spitze. Ab hier heißt es, sich durch zahlreiche Level zu kämpfen, die allesamt sehr einprägsam sind und meist bekannte Schauplätze zeigen, wie die Mutanten-Schule von Charles Xavier oder Asgard, die Heimatwelt von Thor. Diese Level bestreitet ihr meist zusammen mit einigen weiteren Helden. Ihr seid so nie allein unterwegs und dies ist auch zwingend notwendig, da der Weg meist durch zahlreiche kleinere Rätsel versperrt wird, die ihr nur mit den besonderen Fähigkeiten der Marvel Helden überwinden könnt.  Mal gilt es mit dem Feuer der menschlichen Fackel vereiste Objekte aufzutauen, mit Iron Man zu sonst nicht erreichbaren Bereichen zu fliegen oder die Spinnensinne von Spider Man zu verwenden um versteckte Steine zu entdecken. Die spielerische Erfahrung ist hier durchgehend solide, allerdings nicht sonderlich schwer und bisweilen auch etwas repetitiv. Im Bereich der Abwechslung hätte hier in den Leveln mehr getan werden müssen, als lediglich neue, wenn auch imposante, Szenerien und Rätsel zu erschaffen. Der übliche LEGO Charme Wie wir es mittlerweile von LEGO gewohnt sind, spielt auch in LEGO Marvel Super Heroes der Humor wieder eine ganz besondere Rolle. Die Geschichte nimmt sich selbst nicht allzu ernst und immer wieder hören wir die unterschiedlichsten One-Liner, mit denen man sich selbst auf die Schippe nimmt. So geht der Witz zwar nicht allzu tief, doch für gelegentliche Schmunzler weiß das Spiel durchaus zu sorgen. Auch sind die Anspielungen im Spiel sehr weitreichend. So kann man auf Unmengen von Hommagen auf Marvel-Filme und -Comics stoßen, die zum größten Teil nur wirklichen Fans auffallen dürften. Aber hier sollte man nun nicht den Fehler begehen und denken, dass man als Laie nur Bahnhof verstehen würde, denn zahlreiche Wortspiele, als auch Anspielungen auf die aktuellsten Spider Man, Avengers und Iron Man Filme, sind mit von der Partie. Etwas schade ist allerdings, dass kein Vertrag mit den Original-Sprechern geschlossen werden konnte. Gerade die charismatische Stimme von Tobias Meister, der für das Voice Over von Robert Downey Jr. verantwortlich ist, fehlt vollkommen. Auch wenn das für LEGO Marvel Super Heroes verwendete Team von Synchronsprechern durchaus eine gewisse Hochwertigkeit an den Tag zu legen vermag, so ist dies leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Schließlich haben wir uns doch alle bereits an die bekannten Stimmen aus den unterschiedlichen Filmen gewöhnt. Willkommen in LEGO New York Abseits der Story, finden wir uns in LEGO New York wieder. Diese Stadt ist freibegehbar, ähnlich wie wir es schon aus LEGO City Undercover kennen. Dies macht besonders in der Rolle von Charakteren wie Iron oder Spider Man Spaß, wenn man sich mit Spinnenfäden durch die Häuserschluchten hangelt oder mit der Vollkörperpanzerung von Tony Stark mit Vollgas durch die Lüfte düst. Zudem ist die Stadt auch vollgepflastert mit zahllosen Events  und Aktivitäten, die allesamt äußerst abwechslungsreich sind und euch die Gelegenheit bieten auch viele Goodies zu erspielen, wie neue Charaktere, Fahrzeuge  oder Goldene Bricks. Letztere werden zum Beispiel für das Freischalten neuer Aktivitäten benötigt. In LEGO Marvel Super Heroes gibt es in New York also unglaublich viel zu erleben und zu entdecken. Fahrt Rennen, beschützt einen ängstlichen Bürger vor Dieben oder sucht den entflohenen Affen eines Clowns wieder – die Aufgaben sind zahl- und abwechslungsreich. Allerdings, so muss auch gesagt werden, fehlte uns beim Testen ein wenig die Lebendigkeit der Stadt. Damit meinen wir nicht, dass in LEGO New York tote Hose herrscht, ganz im Gegenteil - Die Stadt strotzt nur so vor Leben! Vielmehr möchten wir hier auf die Story eingehen. Dadurch dass die Missionen fast durchgehend in eigenen abschotteten Leveln stattfinden und die Stadt selber nur Schauplatz von Mini Events ist, wird der Maßstab, welchen LEGO City Undercover damals gesetzt hat, nicht zur Gänze erreicht. Dem wirken zwar die unzähligen Charaktere ein wenig entgegen, die nicht nur in der Anzahl, sondern auch in den unterschiedlichen und einzigartigen Eigenschaften bestechen, aber uns fehlte bei LEGO Marvel Super Heroes einfach das besondere und einnehmende Feeling, dass wir schon in LEGO City Undercover erfahren durften.

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  • 07.12.2013 um 12:56

Test: Killer Instinct

Killer Instinct ist zurück.... Nach fast 17 Jahren Abstinenz von der Videospiele-Welt kommt die beliebte 2D  Beat´Em Up Reihe von Rare auf die heimischen Bildschirme zurück. Und das exklusiv auf der neuen Microsoft Konsole Xbox One! Die Geschichte von Rare´s brutal-schöner Prügelspie-Serie ist ein langer Marsch mit vielen Höhen und Tiefen. Das erste Killer Instinct-Titel erschien 1994 als Spielhallenautomat und wurde ein Jahr später auf das SNES portiert und beeindruckte durch seine brachiale Grafik und seine schnelle und flüssige Spielgeschwindigkeit. Durch den massiven Einsatz von animierten Sprites wurde die Illusion einer in Echtzeit gerenderten 3D-Grafik aufgebaut, was zum damaligen Zeitpunkt von der Rechenleistung her noch nicht möglich war. Ein weiterer Höhepunkt war das aufwändige „Combo-System“ (Kombinationssystem), mit denen ihr euch durch vorgegebene Tastenkombinationen Spezialattacken des jeweiligen Charakters kombinieren konnte.  Der zweite Teil erschien nur zwei Jahre später ebenfalls als Arcade-Titel und wurde unter dem Namen "Killer Instinct Gold" auch für das  N64 umgesetzt. In Deutschland erschien das 2D-Prügelspiel nicht offiziell und wurde sogar indiziert. Totgesagte leben länger... Die Electronic Entertainment Expo 2013, kurz auch E3, wird manch einem Beat´em Up Fan noch lange in Erinnerung bleiben. Denn dort fand die Wiederbelebung eines Urgesteins statt. Eine Serie, die für viele schon längst in Vergessenheit geraten war. Als die typischen Killer Instinct Initialien "KI" auf der großen Microsoft Bühne gezeigt wurden. Dazu noch eine neue Version des original Killer Instinct Soundtracks und ein erstes Video mit Gameplay-Szenen, die Sensation perfekt. Killer Instinct war von den Toten wieder auferstanden um wieder ganz oben in der Welt der Prügel-Spiele mitzumischen. Jedoch ist Rare, dem eigentlichen Entwickler und Schöpfer der Serie die Rückkehr nicht zu verdanken. Es sind die Mannen von Double Helix, die sich dieser Aufgabe angenommen haben. Free2Play: Content Missing in Action Was bedeutet dieses Model nun genau im Fall von Killer Instinct? Das positive vorweg: Es gibt eine kostenlos herunterladbare Grundversion, die einen spielbaren Charakter enthält: den Kampfmönch Jago. Eine der Hauptfiguren der Reihe(ähnlich wie Ryu aus Street Fighter). Außerdem gibt es zwei (nicht selbst spielbare) Gegner und eine freigeschaltete Arena. Mit dieser Ausstattung können wir aber bereits in allen verfügbaren Modi antreten: Im Versus-Kampf hauen wir uns entweder mit einem Freund (natürlich in der Grundversion ebenfalls nur als Jago) vor der Konsole auf die Rübe oder treten gegen den Computer an. Im Arcade-Modus könnt ihr euch immer stärker werdenden Computergegnern stellen, bis euch die Daumen schmerzen, oder wie es in der Spielmodus-Erklärung von Killer Instinct heißt: "die Augen bluten." Im Dojo, dem Trainings-Modus des Spiels, lernt ihr die Steuerung des Spiels zu verinnerlichen und könnt Combos aller Art ausprobieren. Lobend sei erwähnt, dass ihr in diesem Modus euch sowohl Frame-Datas anzeigen lassen könnt, als auch die Veränderung der Hitboxen(Treffenzonen), wenn die Kämpfer ihre Attacken ausführen. Das ist für Turnier-orientierte Spieler von großem Vorteil! Einen Story-Modus gibt es bislang leider nicht, dieser soll aber später nachgeliefert werden. Schade, denn so fehlt Einzelspielern im Augenblick noch die Motivation, mehr Zeit mit dem Prügler zu verbringen. Prügeln wie in den Neunzigern... Das an Street Fighter angelehnte Kampfsystem bietet leichte, mittlere und harte Angriffe, die sich in Geschwindigkeit und Schaden voneinander unterscheiden und zu langen Kombos aneinanderreihen lassen. Richtig flüssig wird das Spielgefühl mit Spezialattacken und sogenannten Ultra-Combos, die richtig reinhauen, aber auch nur am Ende einer Angriffsserie gestartet werden können. Vor allem der Kämpfer Jago ist so ein richtiger Ryu-Klon, und ist vor allem für Einsteiger geeignet. Alienkämpfer Glacius dagegen ist mehr auf spacing(Mittlere Reichweite) und range-game(Fernkampf-Attacken) ausgelegt wegen dem Schwerpunkt auf langsamen Angriffen mit hoher Reichweite. Sabrewulf ist der typische "in your face" Rushdown Charakter(Nahkämpfer), der ungeübte Spieler durch seine Schnelligkeit zum Verzweifeln bringt! Da hilft manchmal nur ein "C-C-C-Combo Breaker"! Die Verteidigungsmaßnahme im Spiel schlechthin.Damit wir nicht nur fies auf die Schnauze bekommen, blocken wir ganz klassisch, indem wir uns vom Gegner wegbewegen, und durchbrechen Angriffsserien, die uns übel zurichten würden, mit dem »Combo Breaker«. Dabei ist wichtig, das Moveset(die Angriffspakete) des Feindes zu kennen, denn starke, mittlere und leichte Kombos müssen auch mit der entsprechenden Aktion unterbrochen werden. Außerdem ist das richtige Timing unumgänglich. Sprünge und kurze Sprints runden das klassische Arcade-Prügelgefühl ab, und ihr fühlt euch wie in die 90er zurückversetzt, als Beat 'em up-Automaten ihre Hochsaison erlebten. Doch halt! Eine Neuerung gibt's auch: den Instinct Mode. Wenn wir die die orangefarbene Leiste unter unserem Lebensbalken durch Aktionen im Kampf gefüllt haben, aktivieren wir für einen gewissen Zeitraum charakterspezifische Verbesserungen wie Schadensreduktion, eine höhere Geschwindigkeit oder stärkere Angriffe. Freunde rabiater "Fatalities" wie in den Vorgängern oder in Mortal Kombat gibt es aber nicht. Die "Finisher" wurden gestrichen, da diese mit für die Indizierungen der Vorgänger verantwortlich waren. Aber auch mit Technik von heute? Diese Frage können wir mit einem JA beantworten. Das Spiel läuft zwar nicht wie Forza 5 in 1080p, dafür aber in einer hübschen nativen 720p Auflösung.  Das Wichtigste Killer Instinct läuft konstant mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm flimmert und somit dem ungetrübten und schnellen Prügel-Spaß nichts im Wege steht! Darüber hinaus sind die Charaktere sowohl vom Design als auch grafisch sehr schön anzusehen und weisen einen eher realistischen Look auf. Besonders die neue Assassinen-Kämpferin Sadira und Glacius in seiner Glasrüstung machen vom Design einiges her. Dagegen sind die Hintergründe der Arenen eher Mittelmaß.  Zumeist sind diese statisch gehalten, mit Ausnahme von Orchid´s Arena, in der ein Hubschrauber immer mal wieder mit seiner Railgun im das Geschehen ballert. Natürlich ohne euch oder eurem Gegner Schaden zuzufügen. Außerdem ruckelt das sonst absolut flüssige Spielgeschehen manchmal, wenn ein Achievement freigeschaltet wurde. Der Soundtrack hingegen ist abwechslungsreich und hat teilweise das Potential, den ein oder anderen Ohrenwurm zu verursachen. Vor allem der typische Killer Instinct Sound und Orchid´s Theme konnten uns  überzeugen. Und wie könnten wir die wuchtigen und genialen (englischen) Kampfdurchsagen im Spiel nur vergessen, welche euch beim Ausführen von "Combos" und hektischen Momenten sofort in die passende Prügel-Spiel Stimmung versetzen. Eine Demo mit Potenzial Eins möchten wir abschließend noch erwähnen: die kostenlose Variante des Spiels ist im Prinzip eine Demo mit viel Potenzial. Wenn ihr wirklich Spaß an Killer Instinct und den verschiedenen Charakteren im Spiel haben wollt, solltet ihr unbedingt Das "Combo-Braker-Paket" für 19,99 Euro runterladen. Dann wiederholen sich die gegnerischen Figuren etwa im Arcade-Modus öfter, jedoch ist die Auswahl an Kämpfern für den Preis durchaus passabel. Die Ultimate Edition für 39,99 Euro enthält die ersten acht Charaktere. Davon stehen sechs zum Launch zur Verfügung. Zwei zusätzliche Charaktere, namentlich Spinal und Fulgore, erscheinen noch vor dem offiziellen Einzelverkauf. Zusätzlich erhalten Käufer der Ultimate Edition weitere Charakter-Kostüme und das klassische Killer Instinct als Arcade-Version spielen. Ihr könnt auch einzeln die Kämpfer für umgerechnet jeweils 4,99 € erwerben. Ein Story-Modus fehlt dann zwar leider immer noch, doch der soll Anfang nächsten Jahres nachgeliefert werden, genauso wie neue Kämpfer weitere Accessoires und coole Kostüme für die verschiedenen Kämpfer.  

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