• 23.04. um 17:55

Vorschau: Watch Dogs

Schon mit seiner Ankündigung auf der E3 2012 löste Watch Dogs einen regelrechten Hype aus. Zwischenzeitlich war die Begeisterung um den Open-Wolrd Titel aus dem Hause Ubisoft so groß, dass in jedem zweiten Nebensatz zu GTA 5 Watch Dogs mitaufgenommen wurde. Kurz vor dem Erscheinen der PlayStation 4 und Xbox One entschloss sich Ubisoft den Titel noch einmal etwas nach hinten zu verschieben. Ein dicker Dämpfer für die Begeisterung um den Titel. Nach den neusten Trailern und Ankündigungen scheint die Faszination um den Titel jedoch ungebrochen. So auch bei uns in der Redaktion. Somit haben wir keine Sekunde mit überlegen verschwendet als Ubisoft uns nach Paris einlud, um selbst Hand an Watch Dogs anlegen zu können.  Paris 10 Uhr Es ist kurz nach 10 Uhr und wir stehen vor einem  Club mitten in Paris. Vor lauter Vorfreunde was uns in den nächsten Stunden erwarten wird, würden wir liebsten unser Handy zücken und die Sicherheitskamera über uns hacken. Alles nur, um einen besseren Blick erhaschen zu können, auf das was uns in dem Club wohl erwartet. Bevor wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen können, werden auch schon hinein gelassen.  Alles ist schwarz. Plötzlich neben uns eine riesige Videoleinwand auf dem Charaktere aufblitzen. Alles wirkt wie die Club-Szenerie aus dem ersten Trailer von Watch Dogs. Schöner kann eine Einstimmung auf ein Spiel wohl nicht laufen. Kurz nachdem wir uns einen Platz an den vorhanden Anspiel-Stationen erkämpft haben, spricht auch schon der Creative Director Jonathan Morin ein paar Worte zu uns. Er wolle uns gar nicht weiter aufhalten und wir sollen so lange und so gut wie möglich in die Welt von Watch Dogs abtauchen. Kein Problem und wir ergreifen das vor uns liegende PS4-Gamepad. Von Beginn an schlüpfen wir unter Mütze und Mantel von Aiden Aiden Pearce. Dieser ist befindet sich zum Einstieg in einer  Hotellobby in mitten eines Auftrags. Mit der Hilfe seines Komplizen Damien wird kurzerhand das Hotel gehackt um dick abzusahnen. Doch die Sache geht mächtig schief. Hacker Aiden wird plötzlich selbst zur Zielschiebe und bringt nicht nur sich in Gefahr. Auf ihn wird der Killer Maurice Vega angesetzt, der unglücklicher Weise die Tochter Lena seiner Schwester Nicky erwischt. Zudem trennen sich ab dann auch die Wege von Damien und Aiden. Ein Mann und seine Rache Von nun an seid ihr auf der Suche nach Maurice und dem Drahtzieher der ihn auf euch angesetzt hat. Sechs Jahre später ist es soweit. In mitten eines Baseball Spiel im May-Stadion kann Aiden Maurice dingfest machen. Sollte er ihn töten, hätte er seine Rache. Aber danach würde sich seine Spur im Sand verlaufen. Ein klassisches Dilemma. Was Aiden noch nicht ahnt, durch seinen Rachefeldzug gerät seine Familie erneut ins Kreuzfeuer. Es ist zwar "nur" ein klassisches Racheszenario, welches aber mit tollem Setting und einer sehr dichte Atmosphäre punkten kann. Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass die Geschichte noch den ein oder anderen Kniff bereithält um uns auch komplett so vor den Bildschirm zu bannen, wie es bei unser kurzen Gelegenheit der Fall war. Doch zurück zum Baseballspiel, die erste richtige Mission von Watch Dogs und ein genialer Auftakt. Zu Beginn finden wir uns mit Maurice noch einer der Spielerkabinen im May-Stadion wieder, doch später bahnen wir uns unseren Weg, schleichend an der Polizei vorbei und alles hackend bis nach draußen. Da lief wohl was nicht ganz nach Plan! Aber mit „Freunden“ wie Aiden sie hat, könnt ihr euch da nie sicher sein. Um den Aidens-Überfall auf Maurice zu vertuschen, hat unsere chinesischer Kollege Jordi Chin mal kurzerhand die Cops auf den Plan gerufen. Keine Schlechte Idee von Jordi, so wirkt das Geschehen wie eine übliche Banden Auseinandersetzung. Einzige Schwachstelle: Wir befinden uns noch im Stadion! Somit müssen wir uns an den Wachen vorbei schleichen, einige ausknocken oder unsere Hacking-Fähigkeiten einsetzen um Sicherheitskamera zu übernehmen oder komplette Sicherheitssysteme zu infiltrieren. Der Clou an der Geschichte: Um der Situation zu entgehen, lassen wir kurzerhand im gesamten Stadion den Storm ausfallen. Viola das ultimative Chaos um zu entkommen. Kurz darauf sitzen wir auch schon im Fluchtwagen und fliehen vor der Polizei. Ein heiden Spaß. Leider konnten wir nur zwei Story Missionen spielen. Aber diese reichten schon aus, um uns in Vorfreude zu versetzen. Trips in Chicago Nach unserem kleinen Abstecher in die Geschichte folgte Freizeit in der offenen Welt von Chicago. Viele von euch fragen sich sicher, wie groß Watch Dogs Chicago eigentlich ist? Wir können an dieser Stelle zwar keine exakten Zahlen nennen, aber es ist groß! Zwar erreicht die Karte nicht die Größe von GTA V, aber nichts desto trotz ist es ein echter Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Insgesamt gibt es fünf große Insel die umgeben sind von jeder Menge Wasser. Durch die Welt geht es dann via Fußbus, Auto, Motorad, U-Bahn , Boot usw. Transportmittel könnt ihr via Telefon ordern oder euch einfach zu nehmen worauf ihr Lust habt und oder was gerade in der Nähe ist. Eure Welt, eure Regeln. In dieser Welt findet ihr jede Menge Aufgaben mit denen ihr euch sinnvoll oder manchmal auch völlig sinnfrei die Zeit vertreiben könnt. Extrem spaßig gestalten die Digitalen Trips. Besorgen könnt ihr diese bei einer Art Dealer. Wir konnten zwei dieser Trips ausprobieren und hatten besonders an Spider Tanks jede Menge Spaß. Ein Minispiel in dem ihr mit einer riesen Roboter-Spinne alles zerstören müsst was euch im Weg steht. Gibt es etwas besseres als eine riesen Roboter-Spinne. Äh, Nein! Viel zu tun Neben den Trips könnt ihr noch in Geschäfte gehen, Trinkspiele spielen, Autorennen fahren, Hacking-Aufgaben lösen, usw usw. Bei vielen dieser Nebenaufgaben, als auch bei den eigentlichen-Missionen gibt es zum Abschluss Skill-Punkte. Je mehr ihr davon sammelt, desto höher wird euer Skill-Level. Mit jedem erreichten Level, könnt ihr  immer wieder neue Fähigkeiten freischalten. Aufteilt ist das System in drei Bäume: Kampf-, Fahr-Crafting-Skills. Ähnlich wie bei den Nebenaufgaben ist der gesamte Baum riesig und bietet damit genug Motivation sich in der Welt ordentlich auszutoben. Wie ihr an diesen Zeilen sicherlich schon bemerkt habt, passiert eine Menge in Watch Dogs. So abwechslungsreich wie die Spielpassagen, so abwechslungsreich gestalteten sich auch die Spielmechaniken. Erfreulicher Weise gehen diese größtenteils locker von der Hand. Besonders die Hide and Seek Passagen funktionieren aufgrund des akkuraten Deckungssystem erstaunlich gut. Kein Wunder, denn mit der Assasins Creed –Reihe hatte Ubisoft schon jede Menge Zeit zu üben. Springen ohne Springen An dieser Stelle möchte ich auch alle beruhigen, die Angst davor haben, dass es in Watch Dogs keinen Sprungknopf gibt. Das stimmt, ist jedoch kaum der Rede wert. Aiden springt auf Knopfdruck zwar nicht in die Luft, aber trotzdem muss vor jedem Hindernis eine Eingabe erfolgen. Das klappt wunderbar und wir haben normales springen zu keiner Zeit vermisst. Sehr angetan waren wir von den vielen Hacking-Möglichkeiten die sich überall ergeben. Manchmal reicht ein bloßer Knopfdruck um Poller während einer Verfolgungsjagd auszufahren, oder Sicherheitskameras zu übernehmen. Stellenweise hingegen müsst ihr kleine Minispiele durch Timing oder Zeitlimit bestehen um z.B Sicherheitsysteme zu übernehmen. Selbst bei den einfachen Knopfdruck-Hacks müsst ihr aufs Timming achten, denn sonst kann es schon mal vorkommen, dass ihr in den Poller rast, der für eure Gegner bestimmt war. Falls euch in der Stadt mal langweilig werden sollte, zückt ihr einfach euer Handy, klaut Songs für eure Playlist von fremden MP3 Playern oder räumt die Konten von Fremden leer. Womit wir bei einer Schlüsselfunktion von Watch Dogs angekommen wären, eurem Handy. Dies könnt ihr jederzeit zücken um die ansprochenden Hacks zu vollführen oder es Großansicht auf den Bildschirm rufen. Tut ihr Letzteres gibt es eine Reihe von Auswahlmöglichkeiten für euch. Zum einen könnt ihr schnell ein Auto ordern, auf die Karte zugreifen, auf die Skills-Bäume zugreifen und jede Menge andere Funktionen auswählen. Mit Waffen und Fäusten Kleinere Mankos am Gamepad zeigten sich jedoch beim lenken der Fahrzeuge und beim Deckungssystem in den Kämpfen. Insbesondere die Autos die reagieren auf eure Controller-Eingaben schwammig und etwas verzögert. Durch die Straßen heizen ist so zwar kein Problem, jedoch unfallfrei haben wir es nie geschafft. Beim Deckungssystem wollen wir jetzt gar nicht so groß meckern, je nachdem wo ihr euch versteckt funktioniert dies sogar recht gut. Nur habt ihr euch mal unglücklich hinter einer Ecke oder Kiste verschanzt, ist das zielen nicht mehr so leicht möglich. Zwar könnt ihr jederzeit die Auslage der Waffe ändern, was sich aber in Kombination mit dem Deckungssystem als schwierig gestaltet. Beim bedienen von Schusswaffen macht Aiden hingegen ein gute Figur. Dank der automatischen Zielhilfe gingen die Schlusswechsel ohne große Probleme von der Hand. Lediglich das erzielen von sehr präzisen Treffen ist mit der Zielhilfe etwas erschwert. Doch nicht nur mit Schusswaffen könnt ihr gegen eure Gegner vorgehen. Per Knopfdruck könnt eine Nahkampfattake mit oder ohne Waffen wie Schlagstöckern vollführen, die eure Gegner meist direkt ins Koma schicken. Sehr praktisch für denn Fall, dass ihr euch langsam von hinten an eure Gegner schleicht um wenig Aufmerksamkeit zu erzeugen. Optikkracher? Kommen wir doch mal zur Gretchenfrage: Wie geil sieht Watch Dogs aus? Die Antwort lautet: Gut, aber nicht so gut wie erhofft.  Nach den ersten Trailern und einer Anspielsession im letzten Jahr, waren wir sehr gespannt die Konsolenfassung in Form der PS4 Varinate von Watch Dogs live in Aktion zu sehen. Für Begeisterung sorgten bei uns vor allem die Zwischen-Sequenzen, welche stellenweise auf Spitzenniveau waren. Leider schwankt die optische Qualität der einzelnen Charaktere sehr und zerrt so von der sonst dichten Atmosphäre. Überzeugen konnten uns alle Bereiche, in denen es etwas enger zuging, wie in der  ersten Mission im May-Stadion. Hier strotze alles nur so vor liebevoller Details wie Menschenmassen, umherfliegender Teile bei Schusswechseln oder jeder Menge kleiner Dinge in den Spinten der Spielerkabine.   Auch draußen auf den Straßen Chicagos gibt es viele dieser liebevollen Details, nur leider ist deren Qualität nicht ganz so hoch wie erhofft. Stellenweise fanden wir doch recht matschige Texturen und besonders mit einem Problem werdet in der offenen Welt stetig konfrontiert - Kantenflimmern. Egal ob beim Autofahren, Hacken von Personen oder Gebäuden es bleibt euer ständiger Begleiter. Spiele wie Assassins Creed oder inFAMOUS Second Son haben uns eigentlich glauben lassen, dieses Phänomen nur selten erblicken müssen. Und auch in Sachen Reflexionen und Lichtspiel wurden wir im Vergleich zu den ersten Trailern ein wenig ernüchtert. Trotzdem seht ihr Watch Dogs, wenn auch nicht immer an, dass es den Titel „next-Gen“ zu Recht trägt. Wem die PS4 oder Xbox One-Fassung nicht ausreichen sollte, der kann die volle optische Pracht in der PC-Version entfesseln. Komplett vernetzt Einen nicht minder erheblicher Teil unseres Anspiel-Termins haben wir im Mutiplayer von Watch Dogs verbracht. Eigentlich beginnt dieser schon mit dem Start des Spiels. Sobald ihr online seid, ist es jederzeit möglich, andere zu hacken oder gehacked zu werden. Beim Hacken müsst ihr Daten vom Handy eures Gegner besorgen indem ihr ihm möglichst dicht auf den Fersen bleibt ohne von ihm entdeckt zu werden. Werdet ihr geschnappt gehen die Punkte an euren Gegner oder andersherum. Für euch konkret heißt das, dass ihr zwischen den Missionen Freiwild für die Spielerschaft seid. Dies bringt ordentlich Spaß, kann aber auf die Dauer recht nervig werden. Mit etwas Pech kann sich durch wiederholtes gehacked werden, der nächste Gang zur Mission weit nach hinten verschieben. Denn seid ihr gehacked worden, müsst ihr euch eurem Gegner stellen, da sonst keine andere Mission gestartet werden kann. Zudem könnt ihr Auto- und Motorrad-Rennen fahren oder in Hacking-Spiele gegen andere Spieler antreten. Diese sind vom eigentlichen Spiel losgelöst und werden speziell geladen. Dafür bekommt ihr im Spiel eine Anfrage: „Spieler xy fordert dich zu einem Rennen heraus, möchtest du annehmen.“ Oder ihr zückt wieder euer Handy und startet selbst einen der Modi und sucht nach Opfern. Wem das noch nicht reicht, der kann über die Companion App(konstenlos für alle mobilen Geräte) Spielern an der Konsole oder PC das Leben schwer machen. Der Mutiplayer brachte wie nicht anders zu erwarten viel kurzweiligen Spaß mit sich. Im eigentlichen Sinne macht er nichts neu und scheint somit mehr eine gute Dreingabe als eine echte Innovation.

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  • 14.02. um 16:00

Vorschau: South Park – Der Stab der Wahrheit

Fast hätten wir South Park - Der Stab der Wahrheit schon im Dezember in unseren Händen halten können, doch Ubisoft machte uns einen Strich durch die Rechnung. Sie verschoben das von Obsidian Entertainment entwickelte Spiel um ganze drei Monate nach hinten auf den 6. März 2014. Nun sind es aber trotzdem nur noch wenige Wochen, bis South Park - Der Stab der Wahrheit endlich veröffentlicht wird. Letzte Woche lud Ubisoft dann zum Hands On ein und wir ließen uns nicht bitten. Was durfte ich in den ersten Spielstunden des Rollenspiels erleben? New Kid on the Block Ich möchte ganz ehrlich sein: Ich bin ein riesengroßer South Park-Fan, doch das Spiel des Jahres wird es nicht. Auch nicht das Spiel des Monats, denn beide Titel gehen an Dark Souls 2, da gibt es für mich keinen Zweifel. Dennoch freue ich mich fast genau so sehr auf das Ubisoft-Spiel. Ich wollte unbedingt zu diesem Hands On, wollte unbedingt den Titel spielen, auf das ich schon so lange warte, von dem ich mir so viel erhofft hatte. Eine Stunde nur hatte ich Zeit um mich ins Spiel einzufinden und die Atmosphäre von South Park - Der Stab der Wahrheit aufzusaugen. Eine kurze Stunde die sich gelohnt hat. Alles beginnt mit dem Charakter-Editor. Ich kann aus schier unzähligen Möglichkeiten Frisuren, Farben, Formen und Freizeitkleidung meines virtuellen Ichs wählen und meinen eigenen einzigartigen South Park-Charakter erstellen, dem ich aber nur den Namen Douchebag (deutsch etwa "Idiot") geben kann. Ich kann mich dennoch mit meinem neuen Selbst arrangieren, dann bin ich eben ein Douchebag...ich werde diese Rolle mit Stolz ausfüllen. Anschließend stehe ich bereits vor der ersten großen lebensverändernden Entscheidung, der Klassenwahl. Möchte ich als Krieger, Dieb, Magier oder Jude spielen? Cartmans Stimme kommentiert die einzelnen Klassen und verkündet, dass ich als Jude sicher niemals sein Freund werde, dabei möchte ich mich doch als neues Kind in der Stadt behaupten. Ein Vorhaben, dass nur funktioniert wenn das coolste Kind der Schule mich mag. Also wähle ich den anmutigen Krieger, den ein Stirnband als solchen ausweist. Eine epische Odyssee beginnt Der Editor wird direkt gefolgt von einem Intro. Eric Cartman, alias der Magier-König, befindet sich auf der Mission, das heiligste Relikt des Reiches für Prinzessin Kenny zu erbeuten und zu sichern, den Stab der Wahrheit. Das Intro ist in cineastischer Manier gestaltet und berichtet episch von der Sage um eben diesen Stab. Zu viele Spoiler möchte ich euch an dieser Stelle aber natürlich noch nicht geben. Nach dem Intro beginnt meine Reise als neues Kind in der Stadt in meinem eigenen Zimmer. Meine Eltern sagen, ich solle Freunde finden und so verlasse ich das neu bezogene Haus. Auf der Straße treffe ich auf Butters Leopold Stotch, der sich meiner annimmt und mich in den Garten des großen Magiers Cartman führt. Dort nimmt mich dieser höchstselbst in den Bund auf und weist mich in die Kampfkünste ein, bevor er mir den Stab der Wahrheit zeigt, das heiligste Relikt seines Reiches. Ich habe die erste Quest komplett abgeschlossen und dabei ein klein wenig die Stadt erkundet. Dann war die Stunde aber leider schon vorbei. Doch es war großartig, schon auf diesen ersten Metern gab es gefühlt hunderte von Gags, Querverweise und bekannte Elemente, die das Herz eines jeden South Park-Fans höher schlagen lassen. So auch mein Herz, denn ohne zu übertreiben saß ich seit dem Einsetzen des Intros bis zum Schluss grinsend auf meinem Stuhl und starrte fast mit Freudentränen in den Augen auf den Bildschirm. Eine spielbare South Park-Staffel Vor dem Spielbeginn gab es noch ein kurzes Briefing. Der Verantwortliche von Ubisoft war selbsterklärter South Park-Fan und verriet kurz ein paar Eckdaten zur Serie, die am 23. März in die 17. deutsche Staffel gehen wird und zu South Park - Der Stab der Wahrheit. Es wurde betont, dass das Entwicklerstudio Obsidian zuvor bereits sehr erfolgreich Fallout 3 - New Vegas und Star Wars Knights of the old Republic 2 entwickelte, also schon bewiesen hat, dass sie das Zeug haben ein gutes Lizenz-Spiel zu erschaffen. Dass sich die Macher große Mühe geben, die Fans zufrieden zu stellen sieht man dem Spiel auf den ersten Blick an. Auf eine deutsche Synchronisation wurde zum Beispiel bewusst verzichtet um die Gags nicht zu verfälschen. Stattdessen setzt Ubisoft in den nicht englischen Regionen auf Untertitel. Außerdem stammen Story und Voiceover direkt von den Serienschöpfern Trey Parker und Matt Stone, wodurch South Park - Der Stab der Wahrheit zu einer echten spielbaren Staffel wird, die sowohl inhaltlich als auch optisch genau so im Fernsehen laufen könnte. Es wurde also ganze Arbeit geleistet und sehr viel Fanservice betrieben. Das Action-Rollenspiel setzt dabei selbst bei den Erklärungen der Figuren und der Spielelemente auf seinen bewährten Humor. Es wird rundenbasiert gekämpft, dennoch ist euer Zutun gefragt, denn nur wenn ihr im rechten Moment eine der beiden Angriffstasten drückt, wird eure Attacke auch ausgeführt. Darüber hinaus könnt ihr auch blocken und ohne Verlust eures Zuges Tränke und andere Items einsetzen. Auch die Aktionen eures Teampartners bestimmt ihr und führt sie auch aus. Die Vielfalt an Waffen, Attacken, Rüstungen und Items lassen jeden Kampf individuell wirken und so schnell wird sicher keine Langeweile aufkommen. Von Ladezeiten und Mannbärschweinen South Park - Der Stab der Wahrheit ist das Spiel, auf das die Fans gewartet haben. Im Hands on war nur die Stadt selbst begehbar und es ist nicht ganz klar, ob es darüber hinaus noch weiter geht, doch alleine im kleinen Städtchen in Colorados Bergen gab es einiges zu entdecken. Jedes Haus ist in der Theorie komplett frei begehbar, wenngleich manche Zimmer zunächst versperrt sind. In jedem Winkel der Karte gibt es etwas zu sehen und zu entdecken. Sei es nun das A.W.E.S.O.M.E.-O-Kostüm oder die Faith +1-CD in Cartmans Zimmer, Crackpfeife und Dildo in dem seiner Mutter oder auch die Ausrüstung von Professor Chaos in Butters Haus. Die ganze Welt ist wie es sich für die Vorlage gehört in 2D gehalten, kann aber in 3D begangen werden. Dies aber leider nicht nahtlos, denn die Stadt und die Gebäude sind in viele kleine Areale unterteilt, deren sehr kurze Zwischenladezeit in einem einzelnen kurzen Cut abgehandelt ist. Beim Wechsel von der Stadt in ein Haus oder umgekehrt sind die Ladezeiten aber schon deutlich länger und äußern sich in Form eines Ladescreens, der nützliche Tipps anzeigt. Insgesamt solltet ihr euch auch darauf einstellen mit vielen Cutscenes konfrontiert zu werden, die aber eigentlich weniger stören, als dass sie aus dem Spiel tatsächlich eine interaktive South Park-Staffel machen. In der Stunde die ich gespielt habe bekam ich zwar noch nicht viel von der Story mit, doch ich kann jetzt schon sagen, dass diese authentisch ist. Wie eine gewöhnliche Episode geht es recht harmlos mit einem Spiel unter Kindern los und steigert sich dann immer mehr, bis die Gefüge im ländlichen Städtchen völlig aus den Fugen geraten, das Chaos ausbricht und nur ihr sie wieder gerade bügeln könnt. Abgerundet wird das ohnehin schon große Fan-Paket mit zahllosen kleinen Easter Eggs und kaufbaren Gegenständen, die überall in der Stadt zu finden sind. Auch in Sachen Sidequests hat das Spiel einiges an Abwechslung zu bieten. So wird euch zum Beispiel Al Gore höchstpersönlich damit beauftragen, den berühmt berüchtigten Mannbärschwein zu finden oder ihr bekommt die Möglichkeit ein Meth-Labor zu stürmen. Oder ihr geht aufs Klo. Ihr habt richtig gelesen, selbst der Klobesuch wird zum Highlight, denn nur wenn ihr es schafft, die entsprechende Taste oft und schnell genug zu drücken, wird der Klogang auch ein Erfolg.

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  • 04.10.2013 um 11:00

Vorschau: WRC 4

Mit WRC 4 will der nun mehr vierte Ableger aus der Feder von Milestone sich den Titel der besten Rallye-Simulation ergattern. Neben neuer offizieller WRC Lizenz zeigt sich erstmals BigBen Interactive in diesem Jahr als Publisher verantwortlich. Um den Anspruch der besten Rallye Simulation zu erfüllen, wurde sich besonders das Feedback der Community zu Herzen genommen, wie uns Sébastien Pellicano von Milestone in einem Deutschlandweit exklusiven Interview zu WRC 4 verriet. Wir haben uns ans Steuer gesetzt um die Bestzeit zu holen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Modus In WRC 4 habt ihr die breite Auswahl zwischen unterschiedlichen Spielvarianten, bei denen jedes Bleifußbedürfnis seine volle Befriedung finden dürfte. Zum einen den offiziellen Modus, in dem ihr alle lizensierten WRC-Strecken, Kategorien, Fahrer und deren Fahrzeuge findet. Hier könnt ihr ganz nach euren Vorlieben Etappen, Rennen oder ganze Meisterschaften heizen. Besonders attraktiv für die unter Euch, die mal eben ein schnelles Rennen fahren wollen, oder jene die aus den Strecken noch das letzte Zehntel herausholen wollen. Natürlich hat auch der neuste Teil der WRC- Reihe einen umfangreichen Karrieremodus mit an Board. Dieser ist ganz nach dem Realismusanspruch des Titels ausgelegt. So müsst ihr euch, wie es sich für einen Frischling gehört, langsam euren Weg von unten nach oben bahnen. Erste Lorbeeren könnt ihr euch in der Junior WRC erfahren und dann bis zur WRC-Königklasse aufsteigen. Erfreulicherweise ist der Verlauf eurer Karriere nicht linear sondern abhängig von euren Resultaten, Erfolgen und eures Bekanntheitsgrades in Spiel, was jedes Zehntel auf der Strecke umso wertvoller macht. Mit der Zeit werden euch immer wieder neue Verträge von Rennschmieden erreichen, bei denen ihr selbst entscheiden könnt, ob ihr in der gleichen Liga fahren wollt, oder euch neue schwierige Herausforderungen setzt. Dies könnte sich sehr spannend gestalten, da es euch in die Hände gelegt wird, wie ihr eure Karriere als Rallye-Fahrer aussieht. Unterstützt wird das Erlebnis durch die offizielle WRC Lizenz, mit der 56 Autos samt Teams und alle 13 offiziellen Strecken, die original getreu im Spiel umgesetzt worden sind. Simulation für Jedermann Bei so viel Realismus sind Ängste vor Einsteigshürden und Frustpotenzial durchaus gerechtfertigt. Sicherlich richtet sich WRC 4 ganz klar an Rallye Freunde und Simulationsliebhaber, aber dennoch wurde versucht auch Anfängern die Hügel und engen Kurven näher zu bringen. Ihr könnt nämlich viele der kleinen Helferlein wie ABS, ESP und weitere leicht an und ausschalten. Je nach dem welche der Fahrhilfen ihr aktiviert, steigt oder stinkt der Anspruch an eure Fahrkünste spürbar. Somit brauchen auch Anfänger denn Matsch und Schnee nicht fürchten. Realismus Fans werden aufgrund der überarbeiteten Fahrphysik in diesem Jahr noch mehr auf ihre Kosten kommem. Das Verhalten der Wagen fühlt sich nun deutlich glaubwürdiger an und bringt viel Spaß. Hochgenuß kommt besonders hinter der extra Peripherie auf - dank der vorbildlichen Lenkradunterstützung.  Wie im Fernsehen Der Realismus Anspruch von WRC 4 wird auch bei der Optik ab der ersten Sekunde klar deutlich. WRC 4 ist dank der offiziellen Lizenz mit eins der schönsten, wenn nicht das schönste Rallye-Spiel auf dem Markt. Die Fahrzeuge sind exakt modelliert und glänzen auf den wunderbar nachgebildeten und detailreichen Strecken. Effekte wie der Fahrspuren die ihr in die Strecken zieht unterstützen das Gesamtbild nur noch zusätzlich. Oben drauf oder eher unten drunter gibt es knackige Motorensounds eurer Maschinen. Da bekommt ihr schon fast Gänsehaut wenn Zündfunken aus dem Auspuff schlagen. Echte Gefühle für Vollgasfahrten. Einziges Manko sind die vereinzelten Pop-Ups an der Strecke. Wer dieser aber wirklich wahrnehmen sollte, ist wohl eher der Typ Sonntagsfahrer. Der Sonne entgegen Ein weiter Schritt in Richtung Realismus sind sowohl die verschiedenen Tagzeiten als auch Wetterbedingungen. Besonders die Tagezeiten erzeugen tolle Stimmungen auf den Strecken. Selten hatten wir so viel Spaß als bei aufgehender Sonne über eine verschneite Piste zu rasen. Doch genau hier liegt auch eine weitere Herausforderung. Werdet ihr von Sonne geblendet, oder seid ihr zu schnell auf einer glatten Piste unterwegs, werden die präzisen Ansagen eures Beifahrers von essenzieller Bedeutung.

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  • 07.09.2013 um 14:12

Vorschau: Infinite Crisis Beta

Vor einigen Jahren versuchte jeder Entwickler ein MMORPG ähnlich zu World of Warcraft zu entwickeln, um an die Dominanz und den Erfolg von Blizzard anzuknüpfen. Die Schwierigkeit bestand darin, ein Spiel zu entwickeln, das genug Ähnlichkeit zu WoW aufwies, damit die Spieler sich darin wohl fühlen würden, aber unterschiedlich genug sein musste, um die Spieler für das neue Spiel begeistern zu können. Es ist natürlich immer von Vorteil, wenn man ein schon bekanntes Spieluniversum nutzen kann, welches die potentiellen Spieler bereits kennen. World of Warcraft konnte hier den großen Vorteil ihrer Warcraft-Reihe, sowie den damaligen "Herr-Der-Ringe-Hype" für sich verwenden. Warner Bros. Games traut sich mit Infinite Crisis In der MOBA-Szene (MOBA = Multiplayer Online Battle Arena)  haben wir ein ähnliches Bild. Hier dominiert League of Legends von Riot Games, dicht gefolgt von Dota 2, welches von Valve Software entwickelt wurde. Nach diesen beiden Games kommt erst einmal lange nichts, dann folgt vermutlich Heroes of Newerth (HoN). Auch Blizzard Entertainment plant seit vielen Monaten ein MOBA-Game, welches mittlerweile den Namen "Heroes of the Storm" (HotS) trägt. MOBA ist zwar ein gängiger Begriff, jedoch bezeichnen einige Publisher ihre Spiele auch als ARTS (Action Real-Time Strategy). Warner Bros. Games lässt sich allerdings durch die beiden Schwergewichte LoL und Dota 2 nicht einschüchtern und stellt sein eigenes MOBA Game vor. Infinite Crisis ähnelt vom Spielprinzip Riots League of Legends und besitzt alles Nötige, um sich mit den beiden Kontrahenten zu messen. Es bietet sogar einige spannende Neuerungen, auf die wir später noch eingehen werden. Wir erwähnten bereits den Faktor des "Spieluniversums" in dem ein Game spielt. Hier hat Warner Bros. Games mit Infinite Crisis ein echtes Ass im Ärmel, denn die Helden im Spiel sind Helden mit denen wir alle aufgewachsen sind: Die Helden des DC-Comic Universums. Die bekanntesten Figuren sind u.a. Batman, Superman, die Grüne Laterne („Green Lantern“), der Rote Blitz ( „The Flash“) und Wonder Woman. Das Spiel befindet sich aktuell in der Beta-Phase und das Entwicklerstudio Turbine nimmt das Feedback der Community auf, um das Game stetig zu verbessern. Gameplay von Infinite Crisis Hinweis: Da wir die englische Beta spielen, werden wir uns, wie es auch bei den bekannten MOBA-Spielen gängig ist häufig an die englischen Begrifflichkeiten wie Lanes, Creeps, Spawns, etc. halten, da eine Übersetzung hier zu mehr Verwirrung als Klarheit führen würde. Wer schon einmal ein MOBA gespielt hat, wird sich bei Infinite Crisis schnell zurechtfinden. Jeder Champion (so werden die Helden bei IC genannt) hat 5 Skills, einen passiven, sowie 4 Fähigkeiten, von denen einer ein "Ultimate" ist. Der Champion wird, wie auch bei Dota 2 und LoL mit Mouse-Klicks aus einer mitscrollenden "Leicht-Schräg-Von-Oben-Ansicht" gesteuert. Es gibt verschiedene Maps zur Auswahl, wie zum Beispiel Coast City Marina und Gotham Heights. Bei der Map Coast City Marina finden wir auch gleich den ersten großen Unterschied zu den beiden anderen bekannten MOBA-Games LoL und Dota 2, denn es gibt statt der traditionellen drei Lanes auf dieser Map zwei Lanes (Top und Bottom). Der Mittelbereich der Karte ist mit dem urbanen Dschungel bestückt. Hier findet man neben den Creeps auch die Missionsziele wie Power-Relays (Kraftwerk) und Doomsday Devices (Waffe der totalen Zerstörung). Es gibt sehr schöne Effekte bei der Zerstörung der Umgebung in einem Kampf. Hier fliegen Autos und Gebäude in die Luft und es gibt sogar die Fähigkeit Autos zu nehmen und auf den Gegner zu werfen. Ziel des Spiels ist es, mit seinem Team den gegnerischen Power-Core zu zerstören. Wie bei LoL und Dota 2 nutzt man die Lanes, die mit Defensivtürmen ausgestattet sind und "pushed" mit seinem Champion bzw. seinem Team immer dichter an die gegnerische Basis bzw. versucht die gegnerischen Türme zu zerstören. Hierbei levelt man seinen Champion hoch und kann so die unterschiedlichen Skills freischalten oder verbessern. Ich hatte schon das Doomsday Device erwähnt. Dieses aktiviert sich 10 Minuten nach Matchbeginn und feuert mit seinem Turm auf den nächsten Champion. Indem man den Turm zerstört erhält man Kontrolle über das Doomsday Device und kann nun selber auf gegnerische Champions oder Gebäude schießen, um schneller die gegnerische Basis zu zerstören. Weiterhin gibt es noch 3 Power-Relays auf der Karte. Wenn man ein Power-Relay erobert, verursacht das eigene Team mehr Schaden an Drohnen, bei zwei eroberten Relays erhaltet ihr Elite-Drohnen auf eurer Top-Lane, wenn alle drei Relays kontrolliert werden, winkt als Belohnung eine Elite-Drohnen auf der Bottom-Lane. Außerdem erhält man ein getarntes Überwachungsgerät, welches in der Umgebung patrouilliert und gegnerische Überwachungsgeräte aufspürt. Auch mit den Änderungen in der Lane-Anzahl, den Champions und unterschiedlichen Maps ist Infinite Crisis vom Gameplay sehr dicht an die bekannten MOBA-Games angelehnt und muss sich mit den Vor- und Nachteilen dieser Spiele auseinandersetzen. Anfängern wird es jedenfalls zu Beginn schwer fallen, die unterschiedlichen Fähigkeiten der aktuell 18 Champions im Kopf zu behalten und zu wissen, wann welcher Held in welcher Champion-Zusammenstellung am meisten Sinn macht. Natürlich liegt hier gleichzeitig der Reiz, denn MOBA-Games wie IC leben von der Komplexität und Möglichkeit, praktisch unendlich viele Strategien zu entwickeln. Infinite Crisis ist also ein Spiel, mit dem man sich intensiv beschäftigen sollte, wenn man es beherrschen will. Das Gleiche gilt natürlich für die Items. Hier benötigt man viel Erfahrung, um sich schnell und sicher im Itemshop zu bewegen und die für das Match sinnvollsten Items auszuwählen. Spiel Performance und Grafik Die Beta von Infinite Crisis macht einen sehr guten Eindruck. Das Spiel läuft auf einem durchschnittlichen Dual-Core mit GeForce GTX 680 sehr flüssig und es kam weder zu Nachlade-Hakern oder Stocken des Spielflusses. Die Elemente und Figuren reagieren hervorragend und schnell auf die Mouse-Befehle. Das Spielgefühl kann man selbst in der Beta-Phase als sehr gut bezeichnen. Auch die Optik kommt bei Infinite Crisis nicht zu kurz. Das Spiel sieht einfach gut aus. Die Grafik ist detailliert und erfüllt einen ästhetischen Anspruch. Der leichte "Comic-Touch" tut dem Ganzen hier keinen Abbruch, sondern fügt sich sehr passend ein, zumal es ja auch Charaktere der DC-Comics sind, mit denen man hier spielt. Im Gegensatz zu LoL und Dota 2 kommt der teilweise düstere "City-Look" etwas erwachsener daher. Community und Zukunft von Infinite Crisis Über die Community der Beta kann ich nur Gutes berichten. Hier stand gegenseitige Hilfe im Vordergrund und alle Spieler waren im "Forscher-Modus" um das Game kennen zulernen. Natürlich sind Spieler einer Closed-Beta ein etwas anderes Klientel, als die spätere Community, daher wird man einfach abwarten müssen, wie hoch der "Flame-Faktor" der kommenden IC-Spieler sein wird. Keine Frage... Warner Bros. Games hat ganz bestimmt die finanziellen Mittel sich mit Valve und Riot zu messen, die Frage ist jedoch ob man es will und vorher wusste, wie tief man in die Tasche greifen muss, um an die Spieler dieser Communites heran zu kommen. Infinite Crisis hat zum jetzigen Zeitpunkt schon viel Potential, gerade was das Spielgefühl und die Optik angeht. Auch die Voraussetzungen der Helden bzw. Champions sind optimal, denn mit den Parallel-Welten, welche die DC-Comicgeschichten mitbringen, kann jeder Held in mehreren Versionen oder Varianten gespielt werden (bei Batman zum Beispiel "Nightmare Batman" oder "Gaslight Batman"). Dadurch gibt es fast keine Grenze nach oben, was die Menge der Champions in der langfristigen Entwicklung des Spiels angeht. Die Frage ist, welche Spieler man ansprechen möchte? Hier sehe ich ein Problem. Der "durchschnittliche DC Comic-Fan" wird meiner Meinung nach mit Infinite Crisis gerade zu Beginn überfordert sein, wenn es sein Anspruch ist, mit seinem Lieblingshelden ein bisschen zu zocken und Spaß zu haben. Dafür ist das Spiel zu komplex. Die Komplexität ist aber natürlich auch die Stärke. Schafft man ein gutes Balancing von Items und Champions (was die schwierigste Herausforderung für die Entwickler sein wird), dann wird es vom Gameplay in einer Reihe neben Dota 2 und LoL stehen. Das Problem wird dann jedoch sein, die Spieler die "ihr Spiel" schon gefunden haben, für IC zu begeistern. Es wechselt jedenfalls selten jemand von alleine. Hier kommt der Punkt e-Sport hinzu. Erfolgreiche Spiele in ihrem Genre sind auch immer populäre E-Sport Spiele. Starcraft 2 als RTS, Dota 2 und LoL bei den MOBAs. Neben der Entwicklung des Spiels kommt auf den Publisher eine fast nochmal so große Aufgabe in der Community-Arbeit hinzu. Man muss bekannte Teams für sein Spiel gewinnen, am Turniergeschehen teilnehmen und ständig über die Trends in der Szene informiert sein. Ein Spiel muss von der Community ernst genommen werden, wenn es von ihr gespielt werden soll und die Community möchte sehen, dass es der Publisher ernst meint. Hier ist wie bereits erwähnt die Frage, ob Warner Bros. Games diesen Weg gehen will bzw. sich bewusst ist, dass er gegangen werden muss, wenn man sich nicht mit dem 3. oder 4. Platz begnügen möchte.

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  • 27.08.2013 um 16:52

Vorschau: Dead Rising 3

Schon lange ist klar: Der Kampf um die nächste Konsolengeneration wird nicht allein durch die Hardware entschieden. Die Fans wünschen sich neue Spiele und die Rückkehr liebgewonnener Franchises. Zombie Fans und Xbox 360 Veteranen will Microsoft nun mit dem blutigen Untoten-Schnetzler Dead Rising 3 hinter den neuen Controller locken. Auf der gamescom hatten wir die Möglichkeit, bei einer etwa 40 Minuten langen Präsentation etwas in das postapokalyptische Universum von Dead Rising 3 einzutauchen und viele der neuen Features kennenzulernen. Ausgeshoppt Die Vorgänger von Dead Rising 3 pferchten den Spieler stets mit tausenden Zombies in einem relativ kleinen, aber offen begehbaren Raum ein und ließen so in der Mall des ersten Teils und der Kasinostadt Fortune City im Nachfolger fast ein Open World Feeling aufkommen zu lassen. Der dritte Teil der Serie gibt dem Spieler jedoch wesentlich mehr Luft zum Atmen - nämlich mehr als die ersten beiden Teile zusammen - und lässt uns zum ersten mal in einer zombieverseuchten, vollkommen offenen Stadt aufräumen. Beeindruckend: Ladebildschirme sahen wir während der ganzen Präsentation nicht. Die ganze Welt, inklusive großer und schick gestalteter Innenräume, wird nach und nach gestreamt. Logisch, dass der Fokus bei Dead Rising 3 auch auf einem großzügigen Fuhrpark liegt, mit dem ihr durch die Straßen rasen könnt. Die schicke Umgebungsgrafik schreit geradezu: "Ich bin Next-Gen!" Während der Präsentation wurde aber auch mehr als deutlich, dass Dead Rising 3 die Hardwareresourcen der Xbox One voll ausnutzt. In Szenen, in denen hunderte Zombies vor der schicken Skyline weggesprengt werden und massig Trümmer- und Körperteile durch die Luft fliegen, knickte die Framerate mehrfach deutlich ein. Die Entwickler versprechen diesbezüglich Besserung: Bis zum Release werden konstante 30 Bilder pro Sekunde bei Full HD Auflösung angestrebt. Zufallsgenerierte Standardräume oder Häuser, die nur immer wieder aus den selben Puzzleteilchen zusammengebaut worden sind, soll es nicht geben. Jeder Quadratmeter der Dead Rising 3 Welt soll von den Entwicklern individuell gestaltet worden sein. Die halbe Stunde, in der wir Eindrücke sammeln konnten, reicht natürlich nicht, um das zu bestätigen. Die Straßenzüge und Häuser, die wir sehen konnten, machten aber einen richtig guten Eindruck. Einen Grund, die Spielwelt zu erkunden, sollen die zahlreichen Collectibles und natürlich Verkleidungen und Gegenstände bieten, die überall versteckt sind. Sicherheit bieten Safe Houses, die Anlaufpunkte für Nebenmissionen und gleichzeitig Kleider- und Waffenschrank sind. Voll Next-Gen, Alter! Es war zu erwarten, dass Dead Rising 3 irgendwie von der neuen Kinect-Kamera und dem Smart-Glass-Feature Gebrauch macht. Immerhin müssen die Launch-Titel der Xbox One zeigen, was mit der neuen Hardware möglich ist. Die Features sind rein optional und klingen auf dem Papier eigentlich richtig cool. Kinect nimmt Geräusche des Spielers wahr und bestraft zu laute Spieler mit Zombieangriffen. Andererseits lassen sich die Untoten mit lauten Provokationen natürlich auch in Fallen locken. Auf der gamescom wurde dieses Feature vermutlich auch wegen des Messe-Lärms nicht gezeigt. Sollte es aber wirklich wie beschrieben funktionieren, könnte es sich als sinnvolle und stimmungsvolle Ergänzung erweisen. Einen Schutz gegen fiese kleine Brüder, die euch so im Vorbeilaufen eine Zombie-Herde auf den Hals hetzen, gibt es aber nicht. Microsoft Smart Glass, das die Konsoleninhalte über eine App auf die Bildschirme von Smartphones und Tablets zaubert, wird genutzt, um Raketenangriffe anzufordern und Telefonate mit Computer-Kameraden im Spiel authentisch über euer echtes Telefon zu führen. So weit zumindest die Theorie: Während der Präsentation hatte das Dead Rising 3 Team Probleme, das Surface Tablet mit der Konsole zu verbinden und war erleichtert, als sich das Tablet schlussendlich dann doch noch mit der Xbox One verband. Am Ende lief es dann darauf hinaus, dass der Vorspieler einen Luftangriff auf eine Zombiehorde orderte und einige hundert Untote pulverisierte. Einen echten Mehrwert gegenüber dem Controller können wir zwar noch nicht erkennen, aber vielleicht landen im finalen Spiel ja noch ein paar mehr Features, die von einem Touch-Display wirklich profitieren. Massenvernichtungswaffen im Eigenbau Wie schon in den Vorgängern lassen sich auch in Dead Rising 3 wieder die abgedrehtesten Waffen zusammenbasteln. Alles was Ihr dazu braucht sind Blaupausen und Fundstücke, die in der Welt verteilt sind. So lässt sich ein Schwert und ein Computer mit einer entsprechenden Blaupause zu einem Laserschwert kombinieren. Für dieses handwerkliche Meisterstück muss sich unser Protagonist nicht einmal mehr zu einer Werkbank bewegen sondern kann einfach im Vorbeigehen mit Raketen bestückte Armbrüste und Superbomben zusammenbauen. Das Team ist mächtig stolz auf diese MacGuyver-Mechanik, die einen neugierig macht, wie viele Zombies man mit einer Flasche Cola und einem Mentos (noch nicht bestätigt) wohl ins Jenseits befördern kann. Unser Held beschränkt sich in Dead Rising 3 aber nicht nur auf Waffen: Ambitioniert kombiniert unser Held mit den richtigen Blaupausen Autos zu abgefahrenen mobilen Killermaschinen. Während der Präsentation bastelten die Entwickler die Bulldozer-Rennwagen Kombination, die in ähnlicher Form bereits im selbsternannten "besten Trailer ever" gezeigt wurde. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich kann es kaum noch abwarten, einen kranken Hybrid aus Golfcaddy und Panzer zusammenzutapen. Glänzen sollen die fantasievollen Waffen-, Rüstungs- und Autokombinationen auch durch zahlreiche Hommagen und Querverweise auf das Capcom-Spieleuniversum. Damit sind natürlich vor allem die Street-Fighter Charaktere gemeint, deren Animationen, Kostüme und Requisiten zur Genüge auftauchen. Für eine Hand voll Hirn Eine Frage hat sich natürlich schon im kollektiven Geist der deutschen Zombie-Zocker gebildet: Wird es Dead Rising in Deutschland überhaupt zu kaufen geben und wenn ja, welche Verstümmelungen muss das Spiel durchmachen, bevor es hier verkauft werden darf? Mit Verstümmelungen geizt Dead Rising 3 nämlich selbst nicht. Auch Enthauptungen, durchtrennte Zombiekörper und abgeschlagene Gliedmaßen gehören zum guten Ton der Splatter-Spiele. Die Entwickler gaben sich bei der Präsentation optimistisch, dass ein Release in Deutschland möglich ist. Das Dead Rising 3 aber vollkommen unbeschnitten bei euch ankommt, halten wir zumindest für zweifelhaft.

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  • 27.08.2013 um 12:00

Vorschau: Watch Dogs

Mit Aiden Pearce haben wir es in Watch Dogs mal wieder mit einem Antihelden zu tun, dessen Absichten und Ziele einige Fragezeichen aufwerfen. Zumindest bietet Aidens skurriles Hobby viel Raum für eine Menge Schabernack. Der vermummte Protagonist ist Meister des Hackens und hat sich irgendwie Zugriff auf den Supercomputer der Stadt Chicago verschafft. Mithilfe des Supercomputers - auch bekannt als CtOS - lassen sich so gut wie alle vernetzten Geräte der Metropole steuern. Das bedeutet freien Zugriff auf Ampeln, Handys und sogar Kameras. Als Superhacker hat Aiden die Möglichkeit alle Informationen der Stadtbewohner abzurufen. Auf der gamescom 2013 durften wir einen Blick in die PlayStation 4-Version werfen und mit Aiden Pearce Chicago unsicher machen. Die Abenteuer eines Antihelden Im Mittelpunkt des Spiels stehen die Möglichkeiten des Hackens und die Action-Momente, die euch viel Entscheidungsfreiraum lassen. Wir durften uns während unserer Spiel-Session an Wachen vorbeischleichen, oder sie direkt ausschalten. Letzteres erfordert natürlich die gezielte Anwendung eurer Waffen, denn wurdet ihr erst einmal entdeckt, wird weiteres Handeln zur stressigen Herausforderung. Wenn es sich allerdings nicht vermeiden lässt, könnt ihr mithilfe des Fokus-Modus' die Zeit verlangsamen, um den Überblick zu behalten. Doch Vorsicht ist bekanntlich die Mutter des Superhackers und so raten wir vor zu häufigem Gebrauch des Fokus-Features ab. Die übermenschliche Fähigkeit kann nur einige Male eingesetzt werden, danach müsst ihr euch wieder auf eure geölten Reflexe verlassen. Doch es müssen nicht immer heftige Schießereien sein. Hauptprotagonist Aiden steht einem Sam Fisher in nichts nach und so kann auch er Gegner still und heimlich aus dem Weg räumen. Dabei helfen vor allem die vielen Tricks des Hackers. Wenn ihr euch an Wachen vorbeischleichen wollt, gibt es nichts hilfreicheres, als sich in die Kameras des Einsatzgebietes zu hacken und sich Überblick über die verteilten Wachposten zu verschaffen. Danach gilt es, einen Gegner nach dem anderen auszuschalten, still und unbemerkt. Aber es geht auch ohne Blutvergießen. Wenn ihr an wichtige Daten herankommen wollt, geht nichts über gekonnte Schleichmanöver. Praktisch sind hier auch die vielen Möglichkeiten, die zumindest in unserer ersten Mission geboten wurden. Uns standen gleich drei verschiedene Wege offen. Ob ihr also von einem Dach aus Gegner ausschalten möchtet oder euch behutsam hinter Objekten verstecken wollt, um ans Ziel zu gelangen, bleibt euch überlassen. Online gegen den Rest der Welt Wer nach einer kleinen Herausforderung sucht, und gerade nicht mit einer Mission beschäftigt ist, kann sich mit Spielern aus der ganzen Welt messen und seine Hacking-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Chicago fungiert hier als freier und offener Austragungsort. Jede Person im Spiel könnte ein realer Spieler und somit potentieller Gegner sein. Ziel dieser "Mini-Matches" ist es, dass Handy des Gegenspielers zu hacken. Selbsterklärend also, dass ihr Ausschau nach auffälligen Personen halten solltet. Um das Handy eines Gegenspielers zu hacken, müsst ihr euch eurem Opfer auf mindestens zwanzig Metern nähern. Klar, dass man sich also ganz besonders unauffällig verhalten und sich am besten hinter einer Säule oder Wand verstecken sollte, um möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Wer Opfer eines Hack-Angriffs geworden ist, kann am oberen Ende des Bildschirms eine stetig wachsende Leiste erkennen, die anzeigt, in wie weit der Hack-Vorgang fortgeschritten ist. Bevor die Anzeige auf 100% anschlägt, heißt es laufen, was das Zeug hält. In einer anderen Match-Art könnt ihr euch zwischen zwei Parteien entscheiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihr könnt euch entweder als Aiden Pearce am Controller versuchen, oder ein Tablet-Gerät schnappen und per Touchscreen Polizeieinheiten befehligen, um den Superhacker in spannenden Hetzjagden zu verfolgen. Auf dem Touchscreen bekommt ihr dann eine Übersicht auf die Karte der Stadt, die euch anzeigt, wo sich Aiden gerade befindet. Durch das Berühren auf die gewünschte Stelle, lassen sich Polizeiautos auf die Fährte des Hackers führen. Sogar einen Hubschrauber bekommt ihr zur Verfügung gestellt, um Aiden Pearce zu fangen. Das alles erinnert leicht an den Mehrspieler-Modus von Zombi U, in dem ihr eine Meute hungriger Zombies auf unschuldige, menschliche Gegenspieler hetzt - spaßig, aber auch irgendwie unfair. Lust auf mehr Optisch macht Watch Dogs einiges her und auch wenn Ubisofts neuer Blockbuster auf der PlayStation 4 nicht unbedingt den Eindruck einer Next-Gen-Grafik-Bombe macht, muss sich Watch Dogs vor aktuellen Titeln nicht verstecken, im Gegenteil. Ubisoft hat die Atmosphäre Chicagos gut eingefangen. Auf der gamescom durften wir mit verschiedenen Fahrzeugen durch Watch Dogs' Version von Chicago düsen und spüren, wie uns der Wind durchs Haar glitt, während wir mit dem Motorrad in Ego-Perspektive durch die belebten Straßen der Metropole rasten. Watch Dogs hat uns allerdings noch nicht vollends überzeugt. Grafisch wirkte das Spiel nicht ganz so rund, wie diverse Trailer der Vergangenheit suggerierten. Einige Texturen wirkten auf uns noch etwas unausgereift und die Gesichter einiger Passanten sahen noch recht verschwommen aus. Insgesamt wirkt Watch Dogs optisch wie ein Spiel der aktuellen Konsolengeneration. Außerdem sind wir gespannt, ob sich die Hack-Einlagen auch auf lange Sicht gut ins Spiel einfügen können. Wir haben vielleicht einen Bruchteil des fertigen Spiels antesten dürfen und hoffen auf weitere packende Missionen und Möglichkeiten, die Watch Dogs von anderen Open World-Ablegern abhebt. Der erste Eindruck jedenfalls stimmt und schürt bei uns die Vorfreude auf das fertige Spiel. Watch Dogs erscheint im November für die PlayStation 4 und Xbox One

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