Dass Katzen und Hunde nicht unbedingt gut miteinander auskommen, ist wohl jedem bekannt und auch vollkommen natürlich. Warum sollten sie auch, schließlich konkurrieren sie ja um den Titel “Des Menschen bester Freund”. Doch was passiert, wenn ihre beider Existenz bedroht wird und zudem auch noch ihre “besten Freunde” angegriffen werden? – Ganz einfach, sie überbrücken Hindernisse und schließen sich zusammen. Wieso dabei aber nicht allzu viel Gutes entsteht, zeigt uns Regisseur Brad Peyton in dem Nachfolger zu Cats & Dogs, denn Cats & Dogs – Die Rache der Kitty Kahlohr kann nicht unbedingt an vergangene Erfolge anknüpfen.
Polizeihund Diggs könnte ein schönes Leben haben, wenn er nicht immer aus Übereifer jeden Einsatz in das pure Chaos verwandeln würde. Als er ein Gebrauchtwarenladen in die Luft sprengt, ist das Maß voll und er muss zurück in den Zwinger. Er will sich gerade mit seinem Schicksal anfreunden, als etwas Merkwürdiges passiert: der Futternapf wackelt, auf dem Boden kommt Dampf… und dann taucht plötzlich aus dem Boden ein weiterer Hund auf! Butch ist gekommen, um Diggs eine Stelle als Geheimagent anzubieten, denn eine Bedrohung hat sich aufgetan, für die die besonderen Fähigkeiten von Diggs benötigt werden: Mut, Sprengkraft und den sagenhaften Trieb Katzen aufzuspüren. Gesagt getan und schon sind die beiden auf dem Weg, um die fiese Kitty Kahlohr, eine ehemalige Agentin von Meowe, zu fassen, denn diese will die Hunde in tollwütige Bestien verwandeln und ihre Katzenfreunde unterwerfen. Auf dem Weg Kitty aufzuhalten müssen sie sich jedoch Verbündete suchen… wer läge da näher als Katzen und Tauben?
Cats & Dogs 2 könnte man von der Story her schon etwas mit Men in Black vergleichen: Ein am Leben gescheiterter Mensch bekommt das Angebot ein Geheimagent zu werden und mittels merkwürdiger Waffen und Verbündeter eine Bedrohung zu bekämpfen. Hier sind es statt Aliens und hypermodernen Waffen jedoch Katzen und moderne Hunde- bzw. Katzenspielzeuge. Der Plot bietet wenig wirklich Aufregendes und eine spannende Inszenierung sucht man vergebens. Punkten kann Cats & Dogs 2 aber in den stellenweise recht lustigen Dialogen, die Detailverliebtheit und den Anspielungen zu anderen Filmen.
Es macht Spaß zu sehen, wie liebevoll alles auf Hunde und Katzen abgestimmt ist, bestes Beispiel dafür ist die Handgranate in Form eines Wollknäuels oder eine Hantel, die die Form eines Hundeknochens hat. Unvergesslich wird wohl jedem älteren Besuch die Szene bleiben, in welcher Hannibal Lector in Katzengestalt auftaucht und unseren Helden bei der Suche nach Kitty Kahlohr behilflich ist. Nett anzusehen sind auch, im Gegensatz zu Genrekollegen Marmaduke die Gestaltung und Animation der Tiere, da die Outfits stimmig sind und den Charakter des jeweiligen Charakters unterstreichen und die Animation nicht zu übertrieben ausgefallen ist. Zu den wirklichen Schauspielern bleibt leider nicht viel zu sagen, da sie einfach wirklich nur Randfiguren sind und kaum auftauchen.
Doch wieso ist Cats & Dogs 2 nun dennoch nicht wirklich gut? Ganz einfach, die Geschichte ist wirklich sehr vorhersehbar und die eingesetzten Witze und Anspielungen sind zu selten, um dauerhaft gut unterhalten zu können. Aber der Höhepunkt dieser eher langweiligen Geschichte war dann die Verwendung der Musik und der Einsatz von 3D. Ja, der Film ist in 3D – zu mindestens wird er so ausgeschrieben. Warum bleibt jedoch vollkommen schleierhaft. Es gibt zwar durchaus Momente, in denen die Tiefe der Umgebung gut rauskommt und das Tierfell etwas flauschiger aussieht, aber ansonsten kann man den 3D-Film während der 3D-Vorstellung auch gut ohne Brille sehen, manche Szenen kommen sogar komplett ohne 3D-Elemente aus. Und was bleibt zur Musik zu sagen übrig? Das Einzige was mir persönlich das noch in Erinnerung geblieben ist, ist das mäßige Remake von “Get the Party started”, was schon allein vom Text her vollkommen unpassend ist, da es hier um keinen Partyfilm, sondern um einen (tierischen) Agentenfilm geht.
Übrigens, Cats & Dogs – Die Rache der Kitty Kahlohr bietet sogar einen kleinen Vorfilm, der auch entgegen dem Hauptfilm in tollem 3D glänzen kann. Ich sage nur: Roadrunner!


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