Immer noch meinen viele Leute, dass Disney und Final Fantasy eigentlich nicht zusammenpassen - doch trotzdem beweist die Kingdom Hearts-Reihe, die seit ihren Anfängen im Jahr 2002 immerhin einschließlich des neusten Ablegers vier Teile hervorgebracht hat, das genaue Gegenteil. Von der Presse überwiegend gefeiert, avancierte die Reihe so zu einem absoluten Höhepunkt für viele Spieler - ob auch der neueste Nintendo DS-Ableger in diese Kerbe schlägt, erfahrt in ihr in unserem Review.

Die Story
Kingdom Hearts 358/2 Days fügt sich irgendwo in die Lücke zwischen Kingdom Hearts I und II und soll insbesondere Spielern der übrigen Teile helfen, die noch offenen Fragen zu klären. Zu Beginn des Spieles werdet ihr durch ein vor allem für Neulinge verwirrend anmutendes, kurzes Intro eingeführt – danach befindet ihr euch mit Roxas, dem Helden aus Kingdom Hearts 358/2 Days, und Mitglied Nr. XIII der Organisation XIII, sowie Axel, einem weiteren Mitglied eben dieser Organisation, auf einem Turm in einer Stadt namens Twilight Town und beobachtet den Sonnenuntergang, wobei Axel Roxas fragt, ob er sich sicher sei, kein Herz zu haben – was von Roxas nur beantwortet werden kann, indem er feststellt, dass er sich nicht sicher sei und dass er doch eigentlich etwas in seiner Brust fühlen müsse, wenn da ein Herz wäre. Der geneigte Leser und Neuling im „Kingdom Hearts“-Universum wird nun reichlich verwirrt sein – doch Stück für Stück erhaltet ihr Aufklärung darüber, was es überhaupt mit der Organisation XIII auf sich hat, aus wem sich diese zusammensetzt und wie Roxas' Werdegang bei dieser ominösen Organisation aussieht. Auch erfahrt ihr, worum es sich bei Kingdom Hearts überhaupt handelt – schließlich ist auch das Neuland für diejenigen, die keinen der Vorgängerteile gespielt haben. Doch zunächst befindet ihr euch noch einmal auf dem genannten Turm, wieder zusammen mit Axel – es ist der 255ste Tag, seit ihr der Organisation beigetreten seid, der 255ste Tag, seit ihr mit Männern wie Axel zusammenarbeitet, die von sich selbst behaupten, kein Herz zu haben. Während des Plauderns mit Axel erinnert ihr euch an eure Anfänge zurück und dabei kommt immer wieder der Gedanke an ein Mädchen auf – und just führt euch das Spiel zu eben diesen Anfängen, genauer gesagt zu Roxas' siebtem Tag in der Organisation, als Xion, Mitglied Nr. XIV, der Organisation beigetreten ist. Und alsbald erfahrt ihr auch, dass ihr über die Kräfte des Lichtes verfügt, dass ihr das Schlüsselschwert führen könnt, mit dessen Hilfe ihr euch der Herzen der sogenannten „Herzlosen“, kurzum feindlicher Kreaturen, bemächtigt. Nach und nach spielt ihr nun die verschiedenen Tage, erfüllt Missionen und erfahrt Stück um Stück, was es mit Roxas, aber auch mit Xion auf sich hat, mit der ihr bald darauf auch auf Missionen gehen müsst. Schnell wird klar – in der Organisation gibt es einen Verräter. Um Näheres zu erfahren, solltet ihr euch Kingdom Hearts 358/2 Days zulegen. Nur so viel: Die Story ist definitiv interessant und vermag es, den Spieler durchaus während der gesamten Spielzeit zu überzeugen.

Bedauerlicherweise besteht für diejenigen, die, wie bereits angedeutet, die übrigen Teile der Reihe nicht kennen, ein gewisses Verständnis-Problem. Zwar klärt die Anleitung über die Handlungen dieser auf, was definitiv positiv zu bewerten ist, dennoch lässt sich das volle Spielgefühl jedoch ohne Vorkenntnisse kaum erlangen, da vor allem am Anfang doch viele Andeutungen nur Rätsel bleiben. Freilich werden diese zumindest teils im Laufe des Spiels gelüftet, doch es bleibt zu konstatieren, dass Kenner der bereits erschienenen Spiele der Reihe wohl gerade zu Beginn deutlich mehr verstehen dürften als diejenigen, denen das Kingdom Hearts-Universum noch fremd ist. Nichtsdestotrotz: Da gerade die ersten Missionen eine gewisse Einführung darstellen, können aber auch Spieler zugreifen, die mit Kingdom Hearts bisher noch nichts zu tun hatten – es ist eben alles eine Frage dessen, ob ihr gewillt seid, euch etwas im Internet oder in der Anleitung, je nach gewünschter Ausführlichkeit, einzulesen und dann immer noch auf einen Teil des Reizes, den das Spiel nun mal hat, zu verzichten. Freilich – Spaß macht das Spiel auf jeden Fall auch ohne Vorkenntnisse, denn das Spielprinzip, das im Folgenden dargestellt wird, wird dadurch nicht tangiert. Dennoch könnte das Spiel eben noch ein Quäntchen mehr Spaß machen, wenn ihr auch die Story in all ihren Einzelheiten versteht.












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