
"Das perfekte Model": Kandidatin Sissi qäulen ihre Blasen
In der zweiten Folge von “Das perfekte Model” holten Eva Padberg und Karolina Kurkovà jeweils zehn Kandidatinnen in ihre Teams. Aber bis das so weit war, vergingen erst einmal zwei Stunden. Zwei Stunden. Ja, aber mit was eigentlich?
Am meisten lernten wir von Sissi. Sie klärte uns im Detail darüber auf, wie eine Blase entsteht, sich entwickelt und behandelt wird. Dank genauster Ausführungen, kennen wir nun jedes Stadium. “Mit Eiter” und ohne.
Was wir bisher nur unter knallharter Competition kannten wird hier liebevoll, fürsorglich die Feuertaufe genannt, bei der die Kandidatinnen die Abend- und Sportmode eines Nachwuchsdesigners präsentierten. Vor echtem Publikum. Und das hat es in sich. Denn die kennen wir doch. Aber woher noch? Achja, Barbara Herzsprung aus dem Dschungelcamp. Samantha, 18 Jahre jung aus Osnabrück, die für die Modelkarriere extra 15 kg abgenommen hat, gibt sich besonders Mühe, das Mädchen zu werden, das das Eröffnungskleid tragen darf. Und schafft es dann auch. Zum Leidwesen ihrer Mitstreiterinnen. Hier bahnt sich, der erfahrene Modelshow-Zuschauer ahnt es, ein Zickenkrieg an, denn Sissi (wir erinnern uns, die Füße…), meint sie hätte es besser gekonnt. Der Lauf der Mädchen wurde außerdem noch durch den Auftritt von Moses Pelham gekrönt, dessen Erscheinung leider so wuchtig war, dass selbst die Models in Größe Zero nicht mehr an ihm vorbeikamen. Ein weiteres Hoch der Sendung soll dann wohl noch mit dem Scherenschnittschneider geschaffen werden, der am Model aus hässlichen T-Shirts noch viel hässlichere schnippelt. So geht es munter weiter. Zwischendurch mal wieder mit Sissis Füßen. Und eigentlich hofft man nur auf eines. Dass es besser wird oder eine neue Sendung beginnt.
Eva Padberg ist Model-Mama.
Dabei macht Eva Padberg, die sich selbst die “Mama” der Mädchen nennt, ihre Sache eigentlich gar nicht schlecht. Das Topmodel aus dem thüringischen Bad Frankenhausen ist einem fast schon sympathisch. Anders als Dompteur Heidi, ist sie wirklich nett zu den jungen Frauen, so ganz normal, ganz freundschaftlich und fürsorglich. Hin und wieder sieht sie selbst auch mal nicht ganz so gut aus. Immer noch gut, aber manchmal so herrlich wie jeder andere, dessen Haare mal eben nicht so sitzen. Das Schlimme für die Sendung ist nur: Es langweilt trotzdem alles .Und das, was als dokumentarischer Teil der Sendung verkauft werden soll, sind sinnlose Dialoge zwischen Eva Padberg und ihrer Kollegin Karolina Kurkovà.
Zwischendurch steht dann noch einmal eine Casting-Prüfung an, in der die Kandidatinnen zeigen sollen, wie sie reagieren, wenn sie ihren Freund beim Fremdgehen erwischen würden. Auch hier hofft man vergebens darauf, dass jetzt die Unterhaltung beginnt. Wir haben nur eines gelernt: Samanthas Freund hat zu Hause wohl nicht viel zu lachen.

Das perfekte Model: Kandidatin Jenny weint bei der Entscheidung
Dann endlich kommt es zu einer Entscheidung, das Ende ist in Sicht. Eva Padberg und “KK” teilen sich die Mädchen auf und verabschieden sich von einigen Anderen. Anstelle eines Fotos bekommen die Kandidatinnen hier von ihren netten Jurorinnen ein Armbändchen geschenkt. Trotzdem haben wir ein Déjà-Vue, denn weinende Mädchen gibt es dann auch hier.
Achso, was ist eigentlich aus Sissi geworden? Sissi wird uns hoffentlich auch in der nächsten Folge weiterhin so gut unterhalten, denn sonst bleibt uns nur eins: Der Glaube daran, dass die Hoffnung zuletzt stirbt.

