Verwackelte Einstellungen aus Handkameras, düstere Waldlandschaften und ein schaurig-schöner Plot. Atrocious bringt alles mit, was einen Horror-Thriller ausmacht.
Atrocious handelt von zwei Geschwistern, die mit ihren Eltern auf das Landhaus im spanischen Sitges fahren. Da es dort sonst nicht viel zu tun gibt, beschließen die beiden Kids ihre Handkameras mitzunehmen und das sagenumwobene Labyrinth vor dem Anwesen zu erkunden. Doch was sie dort erwartet übertrifft ihre Erwartungen und entwickelt sich zu einem grauenhaften Albtraum.
Fernando Barreda Luna, der Regisseur von Atrocious legte großen Wert darauf, den Film so authentisch wie möglich zu machen. Dafür suchte er einen unbekannten Cast aus, gab den beiden Hauptdarstellern Cristian Valencia und Clara Moraleda Handkameras und ließ sie auf das Szenario los. Dadurch entsteht ein Effekt á la Blair Witch Project oder Paranormal Activity, bei dem die Protagonisten selbst die Kameraführung übernehmen. Man sieht Atrocious durch ihre Augen. Das verwachsene Labyrinth vor dem Haus bietet der Story idealen Nährboden, um ihren Thrill zu entwickeln. Die Stilmittel entfalten eine gute Wirksamkeit, sodass einem als Zuschauerimmer wieder Schauer den Rücken hinunter laufen, während die Cristian und July durch das Labyrinth irren. Die Story des Films bleibt zwar ein wenig hinter der stilistischen Komponente zurück, aber bei einer Laufzeit von etwa 70 Minuten wird das Filmerlebnis dadurch kaum beeinträchtigt. Und gegen Ende hin geht sie trotz allem auf. Die Kritiken für die mexikanisch-spanische Koproduktion fallen eher mäßig aus, aber das soll keinen falschen Eindruck erwecken. Für einen Videoabend mit Gansehaut und dem ein oder anderen Shock ist Atrocious allemal gut! Hier der Trailer, damit ihr euch schonmal ein Bild machen könnt.





