Der Dokumentarfilmer Derek Cianfrance brachte im letzten Jahr seinen zweiten Spielfilm in die Kinos. Mit Blue Valentine erzählt er die herzzereissende Geschichte einer gescheiterten Liebe.
Blue Valentine erzählt die Geschichte des Pärchens Dean und Cindy. Ihre Liebesgeschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einerseits schildert die Erzählung den derzeitigen Stand der Dinge. Die Beiden sind verheiratet und ziehen ein Kind groß. Doch etwas scheint nicht mehr zu stimmen. Cindy wirkt immer distanzierter und auch Dean scheint sich in ihrer Beziehung nicht mehr ganz wohl zu fühlen. Dann springt der Film ein paar Jahre zurück zu dem Zeitpunkt, zu dem das pärchen sich kennen lernte. Er zeigt wie jung und unzerstörbar ihre Liebe einst gewesen ist.
Genau dieser Kontrast macht Blue Valentine so interessant. Er zeigt eine junge, blinde Liebe in ihren Ursprüngen und springt dann zu dem Punkt, an dem diese zu scheitern droht. Dadurch ergibt sich ein Wechselspiel zwischen rührender Jugendliebe und trostlosem Eheleben. Hier können die beiden Hauptrollen Ryan Goslin und Michelle Williams glänzen. Sie schaffen sowohl die Vertrautheit der ersten Jahre zu verkörpern, als auch die depremierende Verfahrenheit die sich daraus entwickelte. Regisseur Derek Cianfrance legte besonderen Wert auf die Authentizität seiner Darstellung. Damit das Schauspielpärchen Goslin und Williams auch in die richtige Stimmung kommen, ließ er die beiden ein paar Wochen lang gemeinsam wohnen. In dieser Zeit sollten sie lernen, sich gegenseitig auf die Nerven zu gehen, wie ein alterndes Ehepaar. Außerdem ließ er den beiden meist nur eine Aufnahme, um die Szene einzuspielen und es blieben kaum Zeit für Proben vor den Shoots.
Doch das Experiment funktionierte. Blue Valentine wurde weltweit auf Film-Festivals gespielt und bekam viel Lob von allen Seiten. Selbst eine Oscar nominierung für die Hauptdarsteller sprang dabei heraus.


