Test: Aiptek MobileCinema A50P-Projektor

Beam me up Scotty! Mit dem Aiptek MobileCinema A50P bringt der taiwanische Technologie-Hersteller einen mobilen Projektor speziell für Android-Endgeräte auf den Markt. Dieser soll nicht nur das Betrachten von Bildern und Filmen angenehmer gestalten sondern zugleich der Aufladung des Handyakkus dienen.

Aiptek MobileCinema A50P Lieferumfang

 Aiptek MobileCinema A50P test Bild 1Der auch als Pico Projektor betitelte Mini-Beamer kommt mit nützlichem Zubehör, jedoch fehlt ein USB-Ladegerät. So muss entweder eines erworben werden oder die Aufladung via USB-Port am PC erfolgen.

  • Micro-HDMI-auf-HDMI-Adapter
  • Micro-USB-auf-USB-Kabel
  • Schutztasche in Wildlederoptik

Optik und Haptik

Der Aiptek A50P besteht an der Unterseite aus Metall, welches direkt in die aus Hartplastik und Gummi bestehende Oberseite übergeht. Abgerundet durch das matte Finish wirkt der Projektor im Gesamtbild sehr schick. Auf einer Seite befinden sich Format-Einstellung, Micro-HDMI- und Micro-USB-Eingang (zum Aufladen des A50P), auf der anderen Seite das fest verbaute Micro-USB-Kabel zum Anschluss an das Android-Gerät und das Rädchen zum Einstellen des Schärfegrads. An der Unterseite ist ein Knopf um den Lade-Prozess für das Smartphone/Tablet zu starten, ein Lautsprecher, sowie drei LEDs um den Akkustand des Beamers anzuzeigen.

 Aiptek MobileCinema A50P test Bild 3

Der letzte Knopf findet sich schließlich auf Höhe der Beamerlampe und dient dem Einschalten des Projektors. Die Lampe selbst ist vor gewaltsamen Einwirkungen geschützt, da sie vertieft ins Gehäuse eingelassen ist. Eine Schutzblende gegen Staub und andere Umwelteinflüsse wäre eine sinnvolle Zugabe gewesen, die man allerdings vergeblich sucht. Das gesamte Äußere des Aiptek A50P wirkt jedoch sehr hochwertig verarbeitet und der Projektor liegt durch die abgerundete Bauart sehr angenehm in der Hand.

Anschließen

Dank MHL-Kabel und HDMI-Adapter lassen sich sowohl Android-Geräte als auch jedes andere HMDI-fähige Gerät anschließen. Für ersteres müsst ihr ein Smartphone oder Tablet besitzen, das MHL unterstützt. Ist dies der Fall, geht der Anschluss über das fest verbaute Kabel denkbar einfach. Dankbarerweise ist der Micro-USB-Pin von der Länge ausreichend, um selbst in Smartphones mit Schutzhülle hineinzureichen. So kann das wiedergebende Gerät entweder Bilder/Filme übertragen oder geladen werden. Obgleich der Anschluss an ein Smartphone sehr einfach funktioniert, desto ungeeigneter ist das Gerät für eine Präsentation. Denn die Kabellänge ist dermaßen kurz gewählt worden, dass man den angeschlossenen Androiden nicht bedienen kann, ohne dass das Bild verwackelt. Alternativ könntet ihr den Androiden zwar über ein weiteres Gerät steuern, dies würde jedoch Zusatzkosten bedeuten. Bei einer selbst-abspielenden Diashow gibt es hingegen keinerlei Beanstandungen.

 Aiptek MobileCinema A50P test Bild 10

Für den Anschluss eines PCs mit HDMI benötigt ihr zusätzlich in HDMI-Kabel. Dieses wird in den Adapter gesteckt, welcher wiederum an den Projektor angeschlossen wird. Im Test funktionierte dies auch tadellos mit der PlayStation 3 und einem Samsung BluRay-Player. Im Gegensatz zur Kombination mit Android-Geräten ist der Pico Projektor mit einem Laptop oder Netbook optimal zum Präsentieren im Geschäftsfeld geeignet, sofern dieser nicht bewegt wird. Es kam in unserem Test dabei weder zu Bildaussetzern noch zu Verzögerungen.

Nach der Verbindung beider Geräte müsst ihr nur noch den Projektor einschalten und die entsprechende Schärfe einstellen. Solltet ihr den verbauten Lautsprecher am A50P für die Tonwiedergabe nutzen wollen, könnt ihr die Lautstärke via angeschlossenem Gerät oder durch längeres Drücken der Format-Taste regeln.

Kino für die Hosentasche

 Aiptek MobileCinema A50P test Bild 5Wo MobileCinema drauf steht ist auch MobileCinema drin. Denn sowohl bei der Übertragung vom Smartphone als auch vom Computer konnte der Aiptek A50P dank seiner verhältnismäßig großen Helligkeit (35 ANSI Lumen) für Staunen sorgen. Für optimale Sichtverhältnisse sollte der Raum selbstverständlich abgedunkelt sein, doch bereits bei bewölktem Himmel konnte das Gerät in der Mittagspause zum Schauen von Youtube-Videos begeistern. Mit einer maximalen Auflösung von 640×480 Pixel kann der Beamer natürlich keinen Fernseher oder „echten“ Projektor mit HD ersetzen, reicht aber für eine ungeplante Bild- oder Film-Wiedergabe mehr als aus. Dank der angenehmen Farbwiedergabe, den Formaten 4:3 und 16:9 und der maximalen Projektionsschärfe bis etwa 60 Zoll, kann so im Familienurlaub auch mal spontan ein Filmabend eingelegt werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Projektor möglichst gerade liegt, denn eine Möglichkeit die auftretende Trapezbildung zu vermeiden, existiert ebenso wenig wie eine Helligkeitsregelung.

Nach etwa 100 Minuten Dauerbetrieb stellte der  Aiptek MobileCinema A50P den Dienst ein. Da die meisten Blockbuster jedoch mindestens 120 Minuten andauern, ist eine Steckdose für einen Filmabend unumgänglich. Auch der schwache Sound der Geräts mindert den Filmspaß etwas. Denn dieser lässt sich leider nicht sonderlich weit hochregeln, wodurch wir im Test den Smartphone-Lautsprecher bevorzugten. Alternativ könnt ihr natürlich auch das Endgerät (nicht den Beamer) an ein Lautsprechersystem anschließen.

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