Corsair H100 CPU Wasserkühler: Zocken auf Zimmertemperatur

Test Corsair H100 CPU WasserkühlerWillst Du Deine alte Kiste noch etwas für Battlefield 3 aufmotzen? Dann könnte der Corsair H100 CPU-Wasserkühler die richtige Wahl zum Übertakten sein.

Corsair H100 Wasserkühler

Der Corsair Hydro H100 Wasserkühler

Ich habe für euch den Corsair H100 CPU-Wasserkühler in meine alte Kiste eingebaut um das gute Stück ein wenig in Augenschein zu nehmen. Ein wirklicher „Hardwarefreak“ bin ich zwar nicht, aber da wir auf ingame.de Hardware aus Sicht eines reinen Gamers heraus bewerten, möge man mir verzeihen, wenn ich hier nicht allzu sehr in die Tiefe gehe. Mich interessierte nur eine Frage: Kann ich meinen mitlerweile schon recht betagten PC noch ein wenig tunen, um mehr Leistung für Battlefield-3-Partien aus ihm herauszukratzen?

Mein aktueller Rechner:
Intel Core Duo E6240 Conroe @ 2,13 GHz
Motherboard: Gigabyte P35-DS4
RAM: 4 GB PC2-600 DDR2
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 560

Der Einbau – Keine Probleme beim Basteln

Der Wasserkühler von Corsair kommt schon soweit zusammengebaut in der Verpackung an. Lediglich die beiden mitgelieferten 120mm-Lüfter müssen an die Kühlrippen angeschraubt und mit den Steckverbindungen an den Prozessorkühler angeschlossen werden. Das Ganze ist mit einem Schraubenzieher in 2 Minuten erledigt, stellt allerdings auch den letzten Schritt des Einbaus dar. Als erstes entferne ich den vorhandenen Zalman CNPS9500A LED CPU Kühler, der mir bisher sehr gute Dienste geleistet hat. Danach baue ich das Mainboard aus, da mein Gehäuse keinen Zugang zur Rückseite des Mainboards erlaubt (wäre dem so, würde der Einbau in wenigen Minuten erledigt sein, da dann das Mainboard nicht ausgebaut werden müsste).

Nachdem das Mainboard ausgebaut ist, bringe ich das mitgelieferte Befestigungskreuz für die Schrauben auf der Mainboard-Rückseite an. Danach werden die Abstandschrauben von der Oberseite des Mainboards mit dem Kreuz verschraubt. Hier halte ich mich an die sehr gut bebilderte und einfach zu verstehende Einbauanleitung.

Corsair H100 Wasserkühler

Der H100 Wasserkühler ist auf dem Mainboard montiert

Ich reinige die Prozessoroberfläche noch einmal mit Alkohol, damit keine alten Rückstände der Wärmeleitpaste des vorigen Kühlers mehr vorhanden sind. Der CPU-Wasserkühler ist bereits mit Wärmeleitpaste versehen. Hier schützt ein Plastiküberzug die Unterseite des Kühlers, damit die Paste nicht vorher verschmiert. Nun nehme ich den Plastiküberzug ab und setze den Kühler auf die Abstandsschrauben. Nun schraube ich ihn mit den 4 Rendelschrauben im Kreuzsystem fest (damit der Kühler nicht auf der CPU verkantet). Ich prüfe noch einmal den festen Sitz des Kühlers auf dem Prozessor und schon ist alles fest. Perfekt!

Nun setze ich das Mainboard wieder ein und bestücke es mit der Grafikkarte und den restlichen Anschlüssen, die ich vorher getrennt hatte. Das Kühlgitter mit den beiden Lüftern ist nicht gerade klein und da die Schläuche relativ kurz sind (ca. 30 cm), brauche ich einige Zeit ein geeignetes Plätzchen im Gehäuse zu finden, wo der Luftstrom von beiden Seiten an das Kühlgitter gelangt. Hier sollte man sich möglicherweise vorher einmal überlegen wie das ganze im eigenen Rechner aussehen könnte, um vor einer Enttäuschung bewahrt zu werden oder das Gehäuse offen lassen zu müssen. Der Kühler ist also montiert, alles ist an seinem Platz. Inklusive Ausbau des alten Kühlers hat mich die gesamte Prozedur ca. 45 Minuten gekostet. Es geht also recht flott und wenn man sein Mainboard nicht ausbauen muss, dann ist es sogar in einer guten Viertelstunde erledigt.

Übertakten – Die Kiste rennt!

Jetzt gehts zum spannenden Teil über – dem Übertakten des Prozessors. Hier weise ich natürlich darauf hin, dass etwaiges Übertakten dazu führen kann, dass ihr eure Hardware beschädigt, ihr die Gewährleistung verliert oder die Welt untergeht. Nach dem Studieren einiger Overclocking-Guides entscheide ich mich dafür den Intel Core Duo E6240 von  2,13 GHz auf 3,2 GHz zu übertakten. Dafür setze ich die CPU Host Frequency im Bios auf 400 und den System Memory Multiplier auf 2.0. Normalerweise soll man das Ganze erstmal in kleinen Schritten durchführen, aber da es schon sehr viele Erfahrungsberichte gibt, steige ich gleich an dieser Stelle ein.

 

Corsair H100 Wasserkühler CPU-Z

Nach dem Übertakten läuft der Prozessor stabil auf 3,2 GHz

Nach dem erfolgreichen Booten starte ich das Programm CPU-Z und kontrolliere die Taktung. Der Prozessor läuft auf den gewollten 3,2 GHz. Nun kontrolliere ich die Prozessor-Temperatur mit dem Programm Core-Temp und messe 18 Grad Celsius im Ruhezustand. Jetzt wird es Zeit das System mal unter Last (in diesem Fall Battlefield 3 auf einem gut besuchten Server) zu testen. Nach ca. einer Stunde Spielzeit hat sich die CPU-Temperatur auf 33-35 Grad eingependelt und es kam zu keinen Abstürzen oder sonstigen Problemen mit dem System. So muss es sein. Den FPS-Gewinn habe ich nicht gemessen, aber subjektiv hat es sich natürlich flüssiger angefühlt und an der Grafikkarte kann ich ja in den nächsten Tagen auch nochmal schrauben ;)

CPU Temperatur

Die CPU Temperatur nach ca. 1 Std. Battlefield 3 bei Prozessorübertaktung von 2.13 auf 3,2 GHz

Unterm Strich: Mission geglückt!

Wer aus seiner alten Kiste noch ein bischen mehr herauskitzeln möchte, bzw. allgemein auf Wasserkühlung wechseln will, der ist mit dem Corsair Hydro H100 CWCH100 Sockel 775/1156/1366 Lüfter 2x 120mm hervorragend bedient. Der Einbau ist einfach idiotensicher (wenn ich das hinbekomme, kanns jeder) und die Kühlleistung ist ebenfalls sehr gut. Die Prozessorwärme wird offensichtlich gut vom Kühlblock an das Kühlmittel abgeführt und die beiden Lüfter tun in der Verbindung mit der grossen Kühlrippeneinheit ihr übriges. Den Corsair Hydro H100 gibts für unter 100 Euro, seinen Kleinen Bruder den Corsair Hydro H60 CPU-Kühler für ca. 65 Euro.

Natürlich ist diese Wasserkühlung nicht nur zum Aufmotzen älterer Systeme geeignet, sondern bedient auch alle aktuellen Prozessortypen. Wer also mit seiner neuen Hardware ohne Risiko das Maximum rausholen möchte, der wird mit dem H100 sicherlich glücklich. Eine häufige Kombination wenn man auf Intel Quad Core gehen will ist aktuell:

Intel Quad Core Prozessor (Intel Core i7-2600K, 3,4GHz, 8MB Cache, 1155 Sockel)
Corsair Hydro H100 CWCH100
Corsair Vengeance Arbeitsspeicher (PC1600, 8GB, CL9) DDR3-RAM Kit
Asrock Z68 Pro3 Sockel 1155 Mainboard (ATX, Intel Z68, 4x DDR3 Speicher, 2x USB 3.0)

Damit ist man mit etwas über 500 Euro sehr gut bedient und kann auch extrem hardwarelastige Games flüssig und völlig entspannt zocken.

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